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Mecklenburg-Vorpommern

#1 von Daneel , 08.10.2007 10:02

Ich habe dort im großen und ganzen die ersten 33 Lebensjahre verbracht, genau genommen in Rostock, meiner Geburtsstadt. Rostock ist auch die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Aber es ist nicht die Hauptstadt, die heisst Schwerin, und bemüht sich mit 100.000 Einwohnern den Status einer Großstadt zu behalten. Dazu ist Schwerin in den letzten 17 jahren flächenmäßig gewachsen.
Ich glaube zu Güstrow, auch Kleinparis genannt überlasse ich es den Mitforisten Fulc sich zu äußern, zu erwähnen ist hier, das es die Wirkungsstätte von Ernst Barlach war, dessen Werk "Die Schwebende" doch überregional bekannt sein sollte. Die Familie Reemtsma aus Hamburg betreibt in Hamburg übrigens eine Ernst Barlach Stiftung. Das nur am Rande.
Schwerin ist eine sehr schöne, idyllische Stadt mit dem Flair einer Kleinstadt, sehr schön ist die Seenlandschaft. In der Nähe war ich dort vor 2 Jahren im Barocker Schloß von Ludwigslust. Welches ich empfehlen ksann sollte man sowieso dort in der Nähe sein.
Nördlich von Schwerin findet man die Hansestadt Wismar mit der bemerkenswerten Altstadt, welche zusammen mit der Stralsunder, ins Unesco-Welterbe aufgenommen wurde. Vorgelagert in der Wismarer Bucht findet man die Insel Poel.
Von Wismar aus kommt man Richtung Rostock an Heiligendamm, dem ältesten deutschen Seebad, vorbei, das kürzlich weltberühmt wurde. Dieses war zu DDR-Zeiten und auch noch in Nachwendejahren eher eine Geisterstadt. Dort ist aber die Fahrt mit der Molly, einer Schmalspurbahn, sehr empfehlenswert. Allerdings startet man diese Tour eher in Bad Doberan oder in Kühlungsborn. Heiligendamm liegt da direkt auf halber Strecke, aber hat wie soviele Badeorte entlang der mecklenburgischen Ostseeküste eine schöne Seebrücke.
Kühlungsborn hat eine moderne sehr langgestreckte Promenade direkt oberhalb des Strandes, die zum wandern einlädt. Allerdings ist das Baden hier am Strand nicht so meine Kragenweite, da man doch direkt unter dem Promenadenpublikum sein Strandbesuch erlebt. Wer es ruhiger mag sucht sich ein Plätzchen zwischen Heiligendamm und Stoltera am Ortsausgang Warnemünde, allerdings ist dort meistens FKK gang und gäbe, wie auch in Bereichen ab Ende der Warnemünder Promenade und generell ausserhalb der Städtebereiche entlang der Küste sonst gemischtes Publikum vertreten ist. (Textil & FKK)
...(Fortsetzung folgt) ...


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Mecklenburg-Vorpommern (2)

#2 von Daneel , 08.10.2007 13:28

Nun möchte ich nicht gleich zu Rostock und Warnemünde kommen sondern vorher noch einen Bogen nach Dobbertin schlagen, das ist unweit des oben erwähnten "Klein Parises" zwischen Goldberg und Sternberg eingerahmt in den Goldberger und Dobertiner See. Landschaftlich eine einzigarte Kulisse ist dort das Dobbertiner Kloster hervorzuheben, welches sich der Alten- und Behindertenpflege widmet. Gastronomische Einrichtungen werden dort von Behinderten geführt.
Nun kommen wir aber zu meiner Heimatstadt an der Warnow, und diese Warnow ist doch sehr zu beachten denn sie teilt die Stadt längs von Nord nach Süd. Um von der einen zur anderen Seite zu gelangen gibt es drei Wege:
- Mit der Fähre in Warnmünde oder Groß-Klein/Schmarl. (kostenpflichtig)
- Durch den Auto-Tunnel, ebenfalls bei Schmarl. (kostenpflichtig)
- oder südlich über die Brücke (Sehr großer Umweg, wenn man von Warnemünde nach markgrafenheide Möchte, aber ohne direkte Kosten)
Rostock ist mit knapp über 200.000 Einwohner die größte und bedeutendste Stadt Mecklenburg/Vorpommerns. Und sie ist Hanse- und Hafenstadt.
Der Container-, Öl- und Schüttgutfracht wird im Überseehafen umgeschlagen, welchen man bei einer Hafenrundfahrt besichtigen kann. Der Rostocker Überseehafen ist einer der größten Ostseehäfen und noch ständig am wachsen.
Daneben gibt es hier auch regen Passagierverkehr, zum Beispiel die Fähren nach Gedser (Dänemark) und Trelleborg (Schweden). Zusätzlich machen am Neuen Strom regelmäßig Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt fest. Das ist immer ein Erlebnis abends diesen Ozeanriesen beim Auslaufen zuzuschauen, und dann spielen sie am Pier "The time to say Goodbye". Vielleicht kann mal jemand hier von so einer Kreuzfahrt berichten, würde mich echt interessieren.
Rostock ist geprägt durch seine hanseatische Bauweise, den typischen Hansehäusern, fortgesetzt wurde dieser Stil versuchsweise sogar in Plattebauweise zwischen Langer Strasse und Altem hafen. Obs gelungen ist, soll der Betrachter für sich entscheiden, aber genau in diesem Teil der Stadt liegt Rostocks älteste Fischkneipe, natürlich in einem echten Hansehaus, "Zur Kogge".
Wo wir schon bei gastronomischen Empfehlungen sind möchte ich noch als Tipp den "Petrikeller" anbringen. Dort speist man wie zu Mitteralters Zeiten, Messer und Gabel sind natürlich noch nicht erfunden. Freitag und Samstag gibt es auch immer etwas Rahmenprogramm hierzu, so mancher Gast hat sivch dann zum Hofnarren berufen gefühlt.
Der Petrikeller wurde nach der gleichnamigen Kirche benannt, deren Ausblick man sich gönnen sollte. Er bietet fast den besten Ausblick über die hafenstadt, nur von der Marienkirche sieht man besser, ich weiss aber nicht, ob dieser noch möglich ist. Ich war dort mitte der 80er öfters drauf, da war der aber irgendwann gesperrt, und man mußte zu fuß nach oben.
(Fortsetzung folgt)


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Mecklenburg-Vorpommern (2)

#3 von Daneel , 10.10.2007 16:28

Die Innenstadt ist geprägt durch die Rostocker Universität, eine der ältesten Deutschlands,
und so heisst auch Rostock gefühltes Zentrum Universitätsplatz, obwohl eigentlich der größte Teil der Universität in der Südstadt beheimatet ist. Der Universitätsplatz ist übrigens ein weiterer Versuch Plattenbauweise in historische Bauarchitektur einzufügen, was zumindestens im Vergleich zur nahe verlaufenden Langen Strasse mit seiner Stalinarchitektur als gelungen gelten darf. Geprägt wird dieser Platz durch einen Brunnen, den der Volksmund "Pornobrunnen" bezeichnet, da dort allerlei nackte Menschen zu sehen sind.
Dieser Platz wird gequert durch Rostocks Hauptgeschäftstrasse "Kröpeliner Strasse", die vom Rathaus am Neuen Markt bis zum Kröpeliner Tor verläuft.
Im Rathaus ist Rostocks Zahl 7 in Form der Türmchen verkörpert, dieses wiederspiegelte sich auch in der Zahl der Tore der alten Stadtmauer, von der heute noch vier erhalten sind, eins davon das Kröpeliner Tor.


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RE: Mecklenburg-Vorpommern (2)

#4 von Fulc , 17.12.2007 13:37

Hallöchen hab da mal ein paar Bilder aus der Güstrower Gegend gemacht. Eigentlich ging es um die Wolken. Es war überall schönes Wetter - ich hatte die Sonnenbrille auf der Nase und irgendann zogen dann Schneewolken auf - aberes sah wunderschön aus.
Am 22.12 werden wir mit Freunden im Petrikeller sein - nur ein Tipp für Leute, die da mal rein wollen. Man MUSS rechtzeitig reservieren (4-6 wochenim voraus) da der Petrikeller sehr - aber sowas von sehr beliebt ist.


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RE: Mecklenburg-Vorpommern (2)

#5 von PingCrack , 30.05.2009 23:52

Rostock ist ne schöne Stadt, bin regelmäßig dort gewesen (Lehre und Arbeit z.B. Fähre Rostock-Trelleborg)
Güstrow, zur Lehrzeit war ich dort neben dem Schloss untergebracht (Fulc weis bestimmt wo , kleine stadt aber mehr auch nicht für mich!)

Da ihr schon zwei Städte beschrieben habt mache ich doch einfach mal mit meiner weiter!

Neubrandenburg,
ist die dritt größte Stadt Meck-Pomm´s. Es leben ca. noch 60.000 Leute dort. Hervorzuheben ist der Tollensesee, dem damals Adolf als Objekt für die TorpedoVersuchsAnstalt diente. Der See ist ca. 10 Km lang und bis zu 2,5 Km breit, er war ideal um die Torpedos zu testen. Hier noch die Quelle mit Fotos http://de.wikipedia.org/wiki/Tollensesee

NB an sich hat die besterhaltendse Wehranlage der Welt.
Da ich heut schreib faul bin, geb ich euch den ausführlichen Bericht als Link. Ich kann jedem MV´ler anraten sich es mal durch zu lesen! http://de.wikipedia.org/wiki/Neubrandenburg


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