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Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#1 von Jörg , 09.11.2007 01:45

Hallo Gemeinde,

heute vor mittlerweile 18 Jahren war ein denkwürdiger Tag. Ich eröffne dieses Thema um Platz zu schaffen für eure persönlichen Erlebnisse zu diesem Tag und den Tagen danach. Wie alt wart Ihr damals im Jahr 1989, wie habt Ihr die Nachrichten erlebt und welche Gedanken + Emotionen kamen euch dabei?

Um es noch ein bisschen zu untermauern, hier 2 Videos:



... und noch ein 2. Video zum Mauerfall mit vielen Bildern:



Ja, wir sind ein Volk. Mit Vergangenheit und mit Zukunft.

Was sind schon 40 Jahre in der Zeitleiste der Geschichte?
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland

Habt euch lieb in Ost & West und Nord & Süd.

Wir sind alle ganz normale Menschen.













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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#2 von Hartmut , 09.11.2007 11:18

Hallo.
Am 9.11 wahr ich noch an der Trasse in der Ukraine und hatte Nachtschicht als unser Meister aus dem Büro kam und ganz aufgeregt rief die Grenzen sind auf in Berlin .Wir konnten die Deutsche Welle empfangen.Die nachricht kam bei uns gegen 1,30UHr nachts an .als wir ne Stunde Später im Wohnlager ankamen wahr da schon eine Spontanparty feinster Art im Gang,auch am nächsten Tag wahr noch Party Laune ,dann zog aber wieder normalität ein so halbwegs .
Die Zeit vor dem Mauerfall wahr für die Trassenarbeiter doch oft sehr beunruhigend ,weil Nachrichten meist nicht vollständig bzw. durch Rückkehrer (Urlauber) auch übertrieben wurden so kam es zu Massenhaften Ausreisen das Zeitweise nur noch 25-30%an Leuten da wahr. Es wurden Zusätzliche Flüge geschartert um die Leute zu Transportieren ,meist kamen alle nach kurzer Zeit wieder.
Hartmut


Es gibt soviel schlechtes auf der Welt.
Versuchen wir gutes daraus zu machen.

 
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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#3 von tommes , 09.11.2007 19:19

Wir konnten es damals, wie wahrscheinlich die meisten, kaum glauben, dass man nun endlich "rüber" darf. Mein jetziger Onkel, der zu der Zeit in Potsdam studierte, rief mitten in der Nacht noch meine Tante an und erzählte überglücklich, dass er im "Westen" war.

Ich bin am nächsten Tag nach der Schule gleich zur Polizei und habe mir meinen "Visa-Stempel" im Personalausweis abgeholt. Samstags hatten wir noch Schule und es fehlten erstaunlich viele..

Nach den 3 oder 4 Stunden Unterricht ging es dann aber los. Mein Vater, meine Oma und mein Opa warteten schon mit dem "Mossi" und die Fahrt zu unseren Bekannten in Weiden begann. Da wir von allen Seiten gehört hatten, dass der Grenzübergang in Plauen gnadenlos überlastet war, versuchten wir es über die CSSR - was natürlich auch nicht viel besser war. An beiden Grenzen standen wir eine Ewigkeit. Irgendwann gegen Abend - alle Geschäfte hatten schon zu, was aber egal war, da es sowieso kein Begrüßungsgeld mehr gab - kamen wir endlich an. Wir wurden herzlichst empfangen und besonders meine Oma und ihre Freundin aus Kriegszeiten konnten die Tränen nicht mehr halten. Nacheinander kam dann die ganze Familie der Freundin und es wurde ein sehr langer Abend. Beschenkt mit Südfrüchten und ein paar Werbegeschenken von der Sparkasse (der eine Sohn arbeitete dort) ging es nachts wieder Richtung Heimat.

Zwei Wochen später fiel der Sonnabend-Unterricht (hatten wir vorher immer aller 2 Wochen) komplett aus, da fast jeder Schüler am Freitag eine Entschuldigung mitbrachte. Der freie Samstag wurde dann auch beibehalten

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#4 von Nettl , 09.11.2007 23:10

Ich war zu der Zeit 14 Jahre alt.
Hab es übers Fernsehen mitbekommen, was da ablief an der Berliner Mauer.

Habe das ganze aber mehr oder weniger hingenommen, da ich noch zu jung war, um das richtig zu begreifen.
Wäre ich älter gewesen, hätte ich mit Sicherheit mehr von dem System in der DDR mitbekommen, und hätte vielleicht auch anders darauf reagiert.

Freu mich natürlich trotzdem,das es so gekommen ist...

LG Nettl

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#5 von Buhli , 10.11.2007 08:30

Bin Jahrgang 61. Unsere Bautruppe hatte 2.Schicht. Irgend wann nach der Pause rief der Kranfahrer von seinem "Trohn": "Die haben in Berlin die Mauer geöffnet." Na ja und? War unsere Reaktion. Das hat natürlich keiner für voll genommen, da das ein Typ ist, der auch immer mal seine Späschen macht. Nachdem es allerdings alle halben Stunden von da oben runterkrakehlte, wurden wir doch etwas hellhörig. Nur einordnen konnte das noch niemand so richtig. Ich bin dann natürlich erst mal heimgefahren. Ich wohnte damals in DD-Gittersee. Da war es auch möglich Westmedien zu empfangen. Zwar auch etwas Wetterabhängig, aber doch relativ stabil. An diesem Tag haben sämtliche Wettergötter mit gespielt. Ein Glasklarer Empfang von allen Sendern die bis dahin in Westberlin on air waren. Auch der 100,6, der mit der schwächsten Sendeleistung stand genau so auf der Anzeigenskala, wie sonst DT64. Mir standen bei den Reportagen Tränen in den Augen, als der Reporter von einem planebedachten Behindertenfahrzeug, was sich da durch die Massen schob, sprach. Nur so richtig ernst nehmen ging noch nicht. Es war ja weit weg. Als ich jedoch am nächsten Mittag wieder zur Schicht fuhr, kam es auch bei mir an. Die Meldestelle am Fritz-Förster-Platz war voller Menschen. Da lief mir ein richtig kalter Schauer über den Rücken. Ihr könnt sicher sein das es nicht am kalten Wetter lag. Bei diesen Bildern geht es mir auch heute noch so. Am extremsten sind meine Augen "belastet", wenn ich den Genscher auf dem Balkon in der Prager Botschaft höre. Drei Wochen später bin ich dann mit meiner Schwester und meiner 5 jährigen Nichte mit dem Zug nach Nürnberg gefahren. Das war ein Abenteuer. Als die kleine auf die Toilette mußte, wurde sie durch den Waggon gereicht, ohne einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Das gleiche natürlich auch zurück. Auf der Toi waren während der Fahrt ständig drei Leute, die sich auf dem "Sitzplatz" abgewechselt haben sollen. Das schönste war dann, als der Zug zu den "Passkontrollen" in Gutenfürst anhielt. Alles was stehen konnte und einen noch so kleinen Druck auf der Blase spürte, schiffte den dortigen Grenzzaun an. Das war ein "Abgang" im doppelten Sinne. Die Freude war gigantisch. Ab Hof waren wir dann fast allein im Zug. Wie war das denn möglich?


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#6 von bogotras , 10.12.2007 19:56

Am 4.11. habe ich Geburtstag und da war auch diese Demo auf dem Alex. Ich sagte zu meiner Frau, die Grenze ist am Fallen. Am 9.11. habe ich das Interview mit Schabowsky und seiner überheblich, schnoddrigen Art gesehen. Seine Aussage ist mir wie ein Stromschlag durch den Körper gegangen und genau was ich vermutet habe ist auch eingetreten.
Für mich selbst waren und sind es die schwärzesten Tage in meinem Leben gewesen. Ich habe noch heute und diesen Eindrücken zu leiden.
Ich war nie bei der Stasi oder IM, aber ich war mit dem Herzen DDR Bürger.
Menschen geben ihr Land auf, um nur die DM, Bananen oder so haben zu können.
Heute haben die meisten Wendebeführworter einen Aktenordner wo HartzIV/ALGII drauf steht.
Ich bin für offene Grenzen, Familienzusammenführung und freie Entscheidung wo man leben möchte. Mir wurde, wie vielen anderen Tausend die so fühlen und denken wie ich, diese Chance genommen. Man hat mich zum BRD Bürgerwerden gezwungen.
So sehe ich das.

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#7 von Pamina 48 ( Gast ) , 10.12.2007 21:24

Ich kann meine Gedanken gar nicht so zusammenfassen, es war schön, es war beängstigend, es war aufregend und hilflos zugleich.
Entwürdigend fand ich das Stehen in den Schlangen wegen dem Begrüßungsgeld,aber für die Kinder habe ich es trotzdem getan.
Eine W-Berlinerin fiel mir um den Hals:"Danke ,dass ihr so friedlich gekämpft habt, habe kein Geld mehr, aber hier hast du Bananen" Ich weiß nicht, was ich in diesem Augenblick gefühlt habe, ich weiß es einfach nicht, vielleicht wirklich gar nichts.Gruß Jutta

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#8 von bogotras , 10.12.2007 21:51

Ja.....diese 100,-DM

Ich wollte nicht rüber, aber das Auto von Schwiegereltern war defekt und so bin ich förmlich mitgeschleift worden. Das war aber erst im Dezember 89. Ich mußte sogar über die Glieniker-Brücke (Potsdam)gehen. Ich habe mich nicht wohl gefühlt, es war zudem auch ein totales Wirrwar mit dem Bus und der Bahn. Das mit dem Geld ging schnell, denn wir sind in eine Filliale wo niemand war und ich habe mich ehlend und mieß gefühlt. Das Gefühl ist noch immer nicht gewichen.
Ich habe in einem Kaufhaus auf einer Bank gesessen und auf meine Frau und Schwiegereltern gewartet. Mir war das alles unheimlich und suspekt. Dieser Überfluß war und ist noch heute unnormal, zumal in der Welt täglich Menschen verhungern.

Und wieso bin ich nur 100,-DM wert, wenn dieses Grundgesetz die Deutsche Einheit verankert hatte? Von wegen "Brüder und Schwester"....ja Stiefbruder und Stiefschwester....Aschenpuddel....und so werden wir noch heute behandelt!

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#9 von Buhli , 11.12.2007 21:15

Ja Bogotras, wenn die Wessies von den 100,-DM anfangen, sag ich den, daß selbst 1000,-DM zu wenig gewesen wären. Ich frag die ja auch wer das Land eigentlich reich gemacht hat. Das Thema müßte man entweder neu eröffnen, oder zu einem bestehenden hinzufügen. Gibt es sowas etwa schon? "Guter Westen böser Osten" könnte geeignet sein.


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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#10 von tommes , 11.12.2007 22:14

Habt ihr vergessen, was damals in der DDR los war? Natürlich waren 100 DM nicht unbedingt viel, aber der Staat war am Ende!!! Lange wäre diese Misswirtschaft nicht weiter gegangen. Es hätte auch noch viel schlimmer kommen können. Wenn nicht Gorbi an der Macht gewesen wäre, wären Panzer eingerollt und die Grenzen wären dicht gewesen.

Die Vorteile der "Wiedervereinigung" darf keiner vergessen!

Was nach dem 9.11. schief gelaufen ist und oft zu Ungunsten der DDR-Bürger ging, ist ein anderes Thema - der Mauerfall war unser Glück! Vergesst nicht, dass es in der Geschichte noch kein Vorbild für sowas gab und die durch die Wirtschaft beeinflusste Regierung nach den Vorgaben derer entschieden hat. In meiner Heimatstadt gab es u.a. auch ein Textilunternehmen, welches für Quelle Waren im Umtauschkurs 1 DM :13 M verkauft hat - logisch, dass es nach der Währungsreform nicht mehr funktionieren kann und die Mitarbeiter auf der Straße standen. Die Hauptabsatzmärkte der DDR - der Ostblock - mussten auf einmal auch in harter Währung bezahlen - anders, als es vorher im RGW üblich war - was die natürlich nicht konnten.

Es war eine Frage der Zeit.

thomas

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#11 von Ossi , 11.12.2007 23:28

Hallo

Ich hatte damals irgendwie kein gutes Gefühl. Ich fragte mich, na wenn das mal gut geht, für den Osten. Wenn die anfängliche Freude über "Freiheit und Überfluss" verflogen ist.
Der "kleine Bürger" kann sich heute die gewonnene Freiheit und den Überfluss doch kaum noch leisten.
Wie sagt man so schön, ohne Moos nix los. Für sehr Viele bedeutet Freiheit, sich aussuchen zu dürfen, kauf ich diese Woche bei Aldi oder Lidl ein. Ja, und den Überfluss darf man sich im TV ansehen.
Gut, die Wirtschaft der DDR war am Boden, nur was haben wir von der florierenden Wirtschaft heute?
In der DDR gab es zum Schluss fürs Geld nichts mehr zu kaufen, heute gibt es alles zu kaufen nur fehlt das Geld dazu.
Stellt sich die Frage, war es das alles wert?

Bis dann

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#12 von bogotras , 12.12.2007 04:42

Der Kapitalismus ist mir bis heute schuldig geblieben, das er besser ist als der Sozialismus.

Ich kenne Billiglohn, HartzIV/ALGII, Demütigungen beim Arbeitsamt, Beleidigungen beim Fallmanager, Drohungen/Erpressung durch den Arbeitgeber und leider auch Gleichgültigkeit beim Betriebsrat und Gewerkschaft und die Politik stolpert von einer Unfähigkeit in die andere und ausbaden müssen es ohnehin die schon Geschröpften. Das ist Tatsache.
Und was die Wirtschaft der DDR betrifft, so war sie nie so am Boden wie es immer behauptet wird, das habe ich aus 1. Hand, aber die Messen sind gelesen und deshalb lasse ich mich darüber nicht mehr aus, weil es ohnehin dann nur böses Blut gibt.

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#13 von Buhli , 12.12.2007 21:01

Tommes der RGW hat untereinander bereits seit mitte der 80er nur noch in harter Währung bezahlt. Schon vergessen wer den westen erst reich gemacht hat? So was funktioniert nur mit Billiglohnländern. Eines davon hieß DDR. Wenn 2=1+1 ist, ist die zwei gleichmäßig verteilt. Wenn aber 0,5+1,5=2 ist, stimmt zwar die Summe, aber nicht mehr die gleichmäßige Verteilung. Schaut in die Welt. Es sind nur Niedriglohnländer, die nicht so investieren können, wie es notwendig ist, um in der Welt bestehen zu können. Und wer "kauft" dort ein?
Doch der Kapitalismus ist besser als der Sozialismus. Ich durfte plötzlich keine 43,45 Std. mehr arbeiten (neu 40 Std.), hab zwei Wochen mehr Urlaub nehmen müssen (alt 4 neu 6 Wochen) und hab über Nacht mehr Lohn bekommen (alt ca.1000,-M, neu 1700,-DM). Damals war ich noch Dachdecker. Mehr kann ich allerdings auch nicht finden.
Wie gab Gysi kürzlich zum Besten? In der alten BRD waren schon immer Waren in den Schaufenstern, die nur für 60% der Bevölkerung erschwinglich waren. In der DDR waren zwar alle Artikel für jeden erschwinglich, aber nicht ausreichend vorhanden. Die gelernten DDR-Bürger müssen sich noch immer an diesen Zustand gewöhnen.


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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#14 von bogotras , 12.12.2007 21:57

Ich habe seid 1990 nur einen sozialen Abstieg zu verzeichen, obwohl ich mich qualifiziere, neue Abschlüsse habe (Noten 1 und 2) und täglich 12 Stunden im Schichtsystem ableiste.....

Kapitalismus/Sozialismus..... sollte man mal bei Marx nachlesen und zwar die Werke die eben in der BRD gedruckt wurden und nicht vom ZK kommentiert oder "verbessert" wurden.
Ich will hier keine "Rote Aufklärung" verbreiten, aber da steht es glasklar beschrieben.

Kapitalismus ist Ausbeutung, ist immer sozial ungerecht........wer sich wirklich Mühe macht und liest, intelligent ist, der wird es verstehen.

Egoisten, Kleinbürger, Michel werden es nicht verstehen, weil sie nur IHREN Vorteil sehen und nicht das Umfeld, den Nachbarn, das Leid.....

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RE: Erinnerungen an den Tag des Mauerfalls am 09. November 1989

#15 von tommes , 12.12.2007 23:33

Bogotras, der Sozialismus, wie er in der DDR und anderen Ländern praktiziert wurde, entsprach nicht Marx. Marx hatte gute Ideen, die aber bis jetzt nicht in einem Staat funktionieren würden.

Der Mensch ist, wie er ist und das wurde in diesem theoretischem Werk vergessen!


Den Kapitalismus oder die "soziale Marktwirtschaft" habe ich durch meine Familie und enge Freundschaften auch von der schlechtesten Seite kennen gelernt. Ich habe aber auch viele unwiderlegbare Dokumente, die beweisen, dass die Wirtschaft der DDR in der damaligen Konstellation in einem offenem Markt nicht mehr weiter funktionieren konnte.

Der Kapitalismus ist nicht das perfekte System, der "Sozialismus" war es aber auch nicht! Irgendetwas dazwischen wäre schön und wünschenswert - dafür müsste es aber erfunden, akzeptiert und auch praktiziert werden. Solche Veränderungen können aber nur durch das Volk veranlasst werden, das aber bis jetzt noch nicht auf der Straße zu sehen ist!?

Buhli, soweit ich weiß, wurde bis zum Ende mit dem Transferrubel - dessen Wert auch angepasst wurde - bezahlt und zwischen den Ländern gab es Tauschverträge für Güter jeglicher Art, für die dann kein Geld geflossen ist - was nach der Wende nicht mehr so war? Berichtige mich, wenn ich falsch liege!

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