meine erste Ausbildung als Verkäuferin hat mir nicht ausgereicht und habe danach gleich ne Ausbildung als Krankenschwester gemacht in ner Psychiatrie- war sehr spannend und erfahrensreich. arbeite jetzt in einem Heim für Demenzerkrankte- was nicht immer einfach ist. Immer wieder muss ich mal etwas anderes machen.. so machte ich voriges Jahr ein 1-wöchiges Praktikum in der Pathologie und dieses Jahr ist die Rechtsmedizin dran. Für viele ist das makaber aber ich mag es.... es frischt das Gehirn wieder mal auf.
Zitat von SchlawineSo ein bisschen "Helfersyndrom" muss man in der Pflege auch haben sonst hält man den Job nicht aus. Wichtig ist dabei aber auch ein bisschen Egoismus. Wenn wir uns für die Alten und Kranken kaputtmachen haben die da auch nichts von. Ich habe in der Altenpflege recht schnell gelernt mich wein wenig abzugrenzen und nichts mit nach Hause zu nehmen.
Toll Schlawine, habe gerade meinem alten Papi deine Haltung vorgelesen, er stimmte dir voll zu und gab auch zu, dass viele alte Leute so ihre Eigenheiten hätten und das dann schlimm für die Schwestern sein könnte.
Ich habe sehr große Achtung vor eurer Berufsgruppe.
Zitat von julchen83Hier noch eine Krankenschwester... ....dieses Jahr ist die Rechtsmedizin dran. Für viele ist das makaber aber ich mag es.... es frischt das Gehirn wieder mal auf.
Das ist wirklich interessant, ich habe zu DDR Zeiten (1975) einige Jahre in der Gerichtsmedizin als Sekretärin gearbeitet, mitunter mussten wir damals auch noch bei einer Sektion dabei sein und stenografieren, das war schon der Hammer. Vor allem, wenn man durch die Halle kam und es lagen neue in den Mulden mit Zettel am Zeh und vielleicht noch einen Ranzen auf den Beinen, da ging es einem durch Mark und Bein, dort wieder normal zu werden, bedurfte schon einer Menge Nerven. Ich musste es später aufgeben, habe es nur 3 Jahre ausgehalten. Ich glaube heute ist es noch viel schlimmer..........
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.
Ich kann mir das gut vorstellen, wie einen sowas mitnimmt. Auch Leute, die in Demenzheimen/Behindertenheimen arbeiten verdienen höhsten Respekt. Aber wahrscheinlich muss man da ein wenig "sachliche Kälte" entwickeln, um sowas nicht mit nach hause zu nehmen.
Zitat von julchen83Hier noch eine Krankenschwester... ....dieses Jahr ist die Rechtsmedizin dran. Für viele ist das makaber aber ich mag es.... es frischt das Gehirn wieder mal auf.
Das ist wirklich interessant, ich habe zu DDR Zeiten (1975) einige Jahre in der Gerichtsmedizin als Sekretärin gearbeitet, mitunter mussten wir damals auch noch bei einer Sektion dabei sein und stenografieren, das war schon der Hammer. Vor allem, wenn man durch die Halle kam und es lagen neue in den Mulden mit Zettel am Zeh und vielleicht noch einen Ranzen auf den Beinen, da ging es einem durch Mark und Bein, dort wieder normal zu werden, bedurfte schon einer Menge Nerven. Ich musste es später aufgeben, habe es nur 3 Jahre ausgehalten. Ich glaube heute ist es noch viel schlimmer..........
Dieses Jahr werde ich die Rechtsmedizin in Halle absolvieren also das Praktikum. Ich finde es sehr spannend. Auch in der Pathologie, man spricht von sovielen Krankheiten aber diese zu sehen und anzufassen ist erstaunlich und spannend und als Krankenschwester verlernt man auch einiges wieder und in der Pathologie sowie Rechtsmedizin sprechen sie wieder viel latein und das frischt wieder mal auf. Jedenfalls bei mir.... wobei ich meine dementen Leute nicht vermissen möchte...auch wenn es manchmal sehr schwer ist. Die Leute die in der Pathologie gearbeitet haben waren für mich sehr normal.... ich glaube abschalten in den Beruf wie auch in anderen medizinischen Berufen ist sehr wichtig.
"Meinen" Pflegern auf der Intensiv Station vor reichlich zwei Jahren muß ich ein tolles Lob aussprechen. Es war eine tolle Truppe. Ganze zehn Tage lang. Bis auf wenige Außnahmen, strahlten die eine herrliche Ruhe aus.Ich konnte da jedoch so meine Studien machen. Da war auch richtig zu erkennen, wer für diesen Beruf geeignet ist, und wer nicht.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam) Buhli
Ein Berufstand , vor dem man wirklich Respekt haben muss , egal ob normales Krankenhaus , Intensivstation , Pallativ oder Altenpflege. Und gleichzeitig die Hoffnung , die Dienste nicht in Anspruch nehmen zu müssen ...
Revolution ist das Morgen schon im Heute, ist kein Bett und kein Thron für den Arsch zufriedener Leute. (Renft - Zwischen Liebe und Zorn )
Auf grund meiner ausgeheilten Krebserkrankung habe ich schon manche Woche oder Tag im Krankenhaus verbracht und kann nur sagen, Sie genissen meinen höchsten Respekt.
wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.
...und in diesem Jahr wohl die erste die sich outet das Helfergen zu tragen. Habe viele Jahre auf ner inneren Station Nachtdienst gemacht und bin im letzten Jahr ins Hospiz gewechselt.Außerdem betreibe ich nebenbei eine Naturheilpraxis.
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