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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#346 von mutterheimat , 21.08.2008 20:46

Heute habe ich diesen Artikel entdeckt. Ich glaube noch deutlicher kann man es nicht aussagen. Unsere alte Heimat wird erstens veralten und zweitens bis auf wenige Ausnahmen keine Chancen haben. Schade, daß man es so sagen muß. http://news.de.msn.com/politik/Article.a...umentid=9287540

 
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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#347 von queeny , 21.08.2008 22:05

Wodurch kam denn das Mutterheimat? Die Abstimmung für die kapitalistische Knute
wurde doch mit den Füssen gemacht.Damit fing alles an. Die Treuhandgesellschaft hat dann dafür gesorgt,
dass massenhaft DDR-Betriebe über die Wupper gingen. Das war eine Unverschämtheit
ohnegleichen. Haben sich einfach an des Volkes Eigentum vergriffen. Mancher Betrieb
wäre rettbar gewesen. Das Neue Forum wollte Demokratisierung, aber nicht das!
Mundtot hat man die Initiatoren der Wende gemacht und als Sieger ist eine arschkriecherische
DDR-CDU wie ein Phönix aus der Asche auferstanden, die erst den Kommunisten den Hintern
leckte und dann der bundesdeutschen CDU in den Allerwertesten kroch. Das sind die Schuldigen
an der ganzen Misere im ehemaligen DDR-Gebiet. Jeden Monat müssen wir alle in die Tasche greifen
und mit unseren Geldern dort helfen, wo nur wenig zu helfen ist. Wo hat es das jemals gegeben, dass
man vom Staat zusätzlich gezwungen wird, von dem was man verdient, noch was abzugeben. Diese
Glücksritter und Spekulanten, die sich vieles unter den Nagel rissen, Fördergelder satt abgriffen,
um dann Insolvenz anzumelden, denen sollte man das letzte Hemd wegpfänden. Aber nein, die
machen unverdrossen weiter. Na, alles Argumente, die schon mal hier und da standen. Ich kriege
da immer die absolute Wut, wenn ich dann höre, wie Altbundis über Ostdeutsche herziehen,
die hier arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Selbst das wird den Leuten nicht
gegönnt.

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#348 von kirschli ( gelöscht ) , 21.08.2008 22:27

queeny du schöpst wieder mal aus dem vollen,genau so war es ,diesen staat so wie er jetzt ist haben sich die wenigsten gewünscht, viele wollten einen eigenen neuanfang, nur konnte keiner diese entwicklung vor aus sehen und den herren im schafspeltz kamm diese entwicklung nur entgegen, es wurde ja 40 jahre darauf hin gearbeitet und es gab ja sogar ein wirtschaftsembargo gegen die ddr,das wollen viele nicht mehr wissen und ohne dem großen bruder wäre garnichts gegangen, er hätte uns ohne weiteres nieder drücken können wie bei den tschechen


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#349 von Schlawine , 22.08.2008 06:53

Na da habt ihr ja wieder ein schwieriges Thema, dass man unter ganz vielen Gesichtspunkten betrachten muss.Zum einen gab es eben damals leider 2 verschiedene deutsche Staaten und was noch viel entscheidender ist 2 verschiedene Weltanschauungen.Jeder hielt seine für die einzig richtige, woran sich ja bis heute nicht ganz viel geändert hat.Der Westen hat alles versucht um Deutschland wieder zu vereinigen aber natürlich nicht als kommunistischen Staat.Der Osten wiederum wollte genau das Gegenteil.Das hierbei beiderseits nicht mit den feinsten Mitteln gekämpft wurde ist nicht schön aber einleuchtend.Ich kann mich dunkel erinnern von einem Embargo gegen den Osten über Waffen und Waffentechnologie gelesen zu haben.Sicher war es kein Zufall, dass hierunter auch Computertechnologie fiel.Der Osten wiederum kämpfte mit seinen Mitteln.Wenn in der DDR Terroristen eine neue Existenz fanden fragt man sich natürlich welche Kontakte da vorher schon bestanden haben.Ich habe eindrucksvolle Erfahrungen sammeln dürfen wie man mit Menschen umging, die nicht Systemkonform waren.Die 25 DM Zwangsumtausch pro Tag DDR-Besuch im Verhältnis 1:1 getauscht haben zum einen die Staatskasse erfreut zum anderen den unliebsamen Westbesuch etwas in Grenzen gehalten.Es waren ganz einfach schlimme Zeiten und ich denke man sollte hier mal einen Schlussstrich ziehen und nach vorne schauen.
Dass nach der Wende viele nicht immer legal und mit unschönen Mitteln an der ehemaligen DDR gut verdient haben ist leider wahr.Die Unerfahrenheit mit der Marktwirtschaft der Menschen im Osten wurde zum Teil schamlos ausgenutzt.Hilfreich war dabei natürlich auch die Gier nach Westprodukten.Ich kann mich noch erinnern, dass vor der Kaufhalle Bauern ihre frischen Gurken und Tomaten verkaufen wollten aber die Leute haben lieber die holländischen im Laden genommen.
Der Autohandel boomte.Auch hier wurden viele übers Ohr gehauen.Ich weiß auch noch, dass meine Tante den Betrieb in dem sie viele Jahre gearbeitet hatte mit abreissen musste und wie weh ihr das tat.Sie hat aber auch gesagt, das der Betrieb sehr marode war und nicht mehr konkurrenzfähig hätte arbeiten können.
Die Menschen gehen dahin wo die Arbeit ist und so ist die traurige Folge, dass es "leer" geworden ist im Osten.Zurück bleiben Alte,Kranke,Arbeitsscheue und die, die noch Arbeit haben oder wegen Eigentum oder Familie sich gebunden fühlen aber aufgrund der schlechten Lage nicht unbedingt noch viele Kinder in die Welt setzen wollen.
Wie kann man da entgegen wirken ? Ich weiß es nicht.Ich finde es nur wichtig, dass DIE DEUTSCHEN jetzt mal zusammenhalten und nicht ständig vergangenen "besseren" Zeiten hinterher trauern.


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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#350 von mathias , 22.08.2008 10:03

Komisch das derzeit bei uns in den zeitungen steht, dass wir mittlerweile einen Babyboom haben, und sogar mittlerweile aufgeschlossen haben zum Westen, was Geburten pro Frau angeht..
Okay, mittlerweile haben wir hier sogar den höchstens anteil von Frauen im Erwerbsleben, Bundesweit..

Ich würde auf solche Prognosen nicht allzuviel geben, da sie immer vom Istzustand nach vorne projezieren (als ob sich sowas nie ändern würde ), aber da die Zukunft in der gegenwart geschaffen wird, ist sie auch änderbar!

Und wenn alle strike reißen, dann wird halt die unabhängigkeit angestrebt..mit eigner Währung, eignem Finanzplatz, eignem Steuerrecht, und eigner Wirtschaftspolitik!
Schon auf grund der eignen Währung, würden sich währungsvorteile ergeben, und mit einem steuerrecht das wettbewerbsfähig ist, ist sogar ein Boom auslösbar..


PS:
Warum sollte ich auch in den Westen ziehn, wenn ich arbeit habe?
In Berlin und den Speckgürtel arbeiten, aber dafür in der natur wohnen, macht doch grade den reiz hier aus..und als Wasserrate kann man nirgendswo besser leben, als in Brandenburg, wenn man nicht grade ein Meerkind ist


Spürst du es in dir? Wie uns das Leben erfüllt mit Glück? Wir alle sind hier zu leben unser Geschick. Sing ein Lied! Vergiss die Sorgen, wenn ein Tag zu Ende ist! Komm vertrau auf morgen, weil das Leben es uns verspricht!

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#351 von Kehrwoche , 22.08.2008 12:50

Als ich vor ein paar Jahren mit einem Freund eine Fahrradtour zur Ostsee machte, fuhren wir in Brandenburg und Mecklenburg durch Ortschaften, um die jede größere Strasse einen Bogen machte. Diese Gegenden waren nicht einfach nur demographisch überaltert, ein Großteil der dort lebenden Menschen war für den ersten Arbeitsmarkt schlichtweg nicht mehr geeignet. 18 Jahre Arbeitslosigkeit, Resignation und Alkohol haben tiefe Spuren in den Gesichtern hinterlassen. Es gibt in Ostdeutschland nicht mehr Arbeitsscheue als sonstwo in Deutschland, aber viel mehr seelisch Kranke!
Klar, hat man damals Fehler gemacht, hätte der eine oder andere VEB überleben können. Unterm Strich jedoch, glaube ich, hätte sich nichts geändert. Der erzwungene Beschäftigungsabbau in den Betrieben hätte zu einer genauso hohen Arbeitslosenquote geführt.
Der Kaptialismus kam mit solch einer Gewalt über den Osten, quasi über Nacht waren die Geschäfte voll mit den schönsten Sachen. In Westdeutschland wurde einfach die Produktion um ein paar Prozentpünktchen hochgefahren und ganz Ostdeutschland war überversorgt.
Mitte '90 wurden Stereo Steuergeräte von Robotron (ca. EVP 1300.-) verramscht. Für ungefähr 100 DDR-Mark habe ich damals eins gekauft. Ich habe es nie (!) ausgepackt und mir stattdessen ein paar Monate später, als ich in Westberlin Arbeit gefunden hatte, eine super Hifi Anlage von Techniks gekauft. Die Produkte waren einfach konkurrenzlos gut, welcher VEB hätte da schon mithalten können?
Nicht einmal die 100.-DM Scheine, die als „Begrüßungsgeld“ gezahlt wurden, wurden knapp - obwohl ich mich 3x angestellt hatte!

Gruß Ralf




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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#352 von queeny , 22.08.2008 13:51

Nicht einmal die 100.-DM Scheine, die als „Begrüßungsgeld“ gezahlt wurden, wurden knapp - obwohl ich mich 3x angestellt hatte!
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das hätte ich jetzt aber nicht erwartet Kehrwoche! Dieses "Begrüssungsgeld" hat ein riesiges Finanzloch verursacht!
Das wird nur totgeschwiegen! War aber so.

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#353 von mathias , 22.08.2008 14:00

Zitat von queeny
Nicht einmal die 100.-DM Scheine, die als „Begrüßungsgeld“ gezahlt wurden, wurden knapp - obwohl ich mich 3x angestellt hatte!
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das hätte ich jetzt aber nicht erwartet Kehrwoche! Dieses "Begrüssungsgeld" hat ein riesiges Finanzloch verursacht!
Das wird nur totgeschwiegen! War aber so.

Rebekka


Das mit dem begrüßungsgeld ist doch ein Witz, verglichen mit der Verkorksten Währungsunion, die vielen Ostbetrieben den gnadestoß brachte, und damit die Sozialen Probleme nachoben schraubte.
1:1 - 2:1 darf ich mal lachen..
Selbst Polen ist derzeit trotz des Booms bei 3:1 zum Euro..und war damals 6:1 zur DM.

Währungsvorteil ging futsch, aber dafür hat man sich teuer einen Konsumentenmarkt auf Pump erobert..


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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#354 von queeny , 22.08.2008 14:30

Man kann das nicht vergleichen Mathias. Die Sache mit dem Begrüssungsgeld war vor der Währungsinion.
Und gelinde gesagt, war das Begrüssungsgeld nicht für Millionen von Menschen vorgesehen. Der DDR-
Bürger hat sich ,gewitzt wie er nun mal war, mutig in eine Gesetzeslücke gestürzt. Das war dann
nicht mehr abzuwenden, als im Westfernsehen zu sehen war, wie Menschenschlangen vor den Banken
anstanden. Das animierte dann weitere DDR-Bürger, auch zu kommen, denn es war geschenktes Geld.
Was dann Familien mit mehreren Personen bekamen oder das mehrmals taten kann man gut hochrechnen.
Es war ein riesiges Finanzloch! Die Bundesregierung konnte nicht auf einmal sagen, jetzt gibts
nichts mehr. Schliesslich wollte man sich ja die DDR einverleiben. Also liess man zähneknirschend
den Dingen ihren Lauf. An sich war es ein Almosen. Ich hätte mich nicht dort angestellt.

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#355 von Kehrwoche , 22.08.2008 23:37

Ich war kein böser Mensch, ich habe Gutes getan! Ich habe versucht möglichst viel Transferzahlungen, also Subventionen an (kommende) private Haushalte zu erhalten. Da wir, meine Kumpels und ich, unsere Transferzahlungen breitgefächert (Haribo, Warsteiner, Schmuddelfilme) wieder der bundesdeutschen Wirtschaft zuführten, haben wir den Unternehmen eine Nachfrage vorgegaukelt, die kurzfristig zu höheren Gewinnen führte und der Sicherung von Arbeitsplätzen diente!

Gruß Ralf




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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#356 von queeny , 23.08.2008 00:57

Ja, das ist auch wahr Ralf! Diese Gelder kamen letztendlich dann wieder der Wirtschaft zugute.
Gute Antwort und witzig.

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#357 von WELLO , 23.08.2008 20:41

Zitat von queeny
Wodurch kam denn das Mutterheimat?
Die Abstimmung für die kapitalistische Knute wurde doch mit den Füssen gemacht.
Ach queeny! Sind die Ostdeutschen Deiner Meinung nach alle Masochisten? Jeder will zuerst die Knute?? (Im Sozialismus hingegen war vorher Friede, Freude, Eierkuchen...!)

Damit fing alles an. Die Treuhandgesellschaft hat dann dafür gesorgt,
dass massenhaft DDR-Betriebe über die Wupper gingen. Das war eine Unverschämtheit
ohnegleichen.

Klar - die Treuhand! Nicht etwa die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit! (Das kann schon deshalb nicht sein, weil ja sonst der Sozialismus nicht siegen könnte, und DAS DARF ja nicht sein!)

Haben sich einfach an des Volkes Eigentum vergriffen.
Ach nee - wieviel hat Dir denn davon gehört?? Stand Dein Eigentumsanteil irgendwo im Grundbuch?? Hattest Du irgendwelche dividendenberechtigten Anteilscheine besessen? Und wer hat die Dir wann weggenommen??? (Ich frage Dich stellvertretend für alle anderen)

Mancher Betrieb wäre rettbar gewesen. Stimmt! WER hatte denn zu DDR - Zeiten ständig die Modernisierung der Firmen blockiert?? War das wirklich die Treuhand? Die gab's doch zu DDR - Zeiten noch gar nicht!

Das Neue Forum wollte Demokratisierung, aber nicht das!
Sondern was? (Das heißt, wir haben heute keine Demokratie - AHA! Das wurde ja schon zu DDR - Zeiten über den Westen verbreitet! Aber das muss man dann GLAUBEN; mit Fakten hat das nichts mehr zu tun)

Mundtot hat man die Initiatoren der Wende gemacht
Wer hat wen wann mundtot gemacht?? Hast Du noch Zeitungsartikel darüber? So weit ich weiß. gaB ES ÜBERALL rUNDE tISCHE; ABER NACH DER wENDE HATTE DIE vERTRETER DER FRÜHEREN oPPOSITION PLÖTZLICH NIEMAND MEHR GEWÄHLT; OBWOHL ES JA MÖGLICH GEWESEN WÄRE::: KOMISCH:::

und als Sieger ist eine arschkriecherische
DDR-CDU wie ein Phönix aus der Asche auferstanden, die erst den Kommunisten den Hintern
leckte und dann der bundesdeutschen CDU in den Allerwertesten kroch. Das sind die Schuldigen
an der ganzen Misere im ehemaligen DDR-Gebiet. Jeden Monat müssen wir alle in die Tasche greifen
und mit unseren Geldern dort helfen, wo nur wenig zu helfen ist. Wo hat es das jemals gegeben, dass
man vom Staat zusätzlich gezwungen wird, von dem was man verdient, noch was abzugeben. Diese
Glücksritter und Spekulanten, die sich vieles unter den Nagel rissen, Fördergelder satt abgriffen,
um dann Insolvenz anzumelden, denen sollte man das letzte Hemd wegpfänden. Aber nein, die
machen unverdrossen weiter. Na, alles Argumente, die schon mal hier und da standen. Ich kriege
da immer die absolute Wut, wenn ich dann höre, wie Altbundis über Ostdeutsche herziehen,
die hier arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Selbst das wird den Leuten nicht
gegönnt.

Rebekka

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#358 von WELLO , 23.08.2008 20:58

Zitat von queeny


Sorry, ich habe mich vertippt, wie Du siehst. Plötzlich war der unfertige Thread draußen.



und als Sieger ist eine arschkriecherische
DDR-CDU wie ein Phönix aus der Asche auferstanden, die erst den Kommunisten den Hintern
leckte und dann der bundesdeutschen CDU in den Allerwertesten kroch. Das sind die Schuldigen
an der ganzen Misere im ehemaligen DDR-Gebiet.

Hauptsache, die CDU ist schuld! Ach was, nicht etwa die SED - die kämpft ja um mehr Gerechtigkeit bei den Linken...

Jeden Monat müssen wir alle in die Tasche greifen und mit unseren Geldern dort helfen, wo nur wenig zu helfen ist. Wo hat es das jemals gegeben, dass man vom Staat zusätzlich gezwungen wird, von dem was man verdient, noch was abzugeben.
...immer schon! Das hat es zu allen Zeiten gegeben, man nennt so etwas Steuern!

Diese Glücksritter und Spekulanten, die sich vieles unter den Nagel rissen, Fördergelder satt abgriffen,
um dann Insolvenz anzumelden, denen sollte man das letzte Hemd wegpfänden.

Völlig richtig!

Aber nein, die
machen unverdrossen weiter. Na, alles Argumente, die schon mal hier und da standen.

Ich kriegeda immer die absolute Wut, wenn ich dann höre, wie Altbundis über Ostdeutsche herziehen,
die hier arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Selbst das wird den Leuten nicht
gegönnt.

Wenn es so wäre, könnte ich Deinen Unmut voll verstehen. Ich zähle mich nicht dazu, habe aber auch so meine Zweifel, ob das wirklich zutrifft.

Also Rebekka, Du steckst voller Wut und Frust - ich finde, Schlawine hat hierzu einen sehr guten Beitrag geschrieben. Vielleicht wäre das einen Extra-Beitrag wert mit dem Tenor: Was können wir hier und heute besser machen??

Gruß Wello

Rebekka

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#359 von queeny , 23.08.2008 22:52

Hallo Wello! Ein Beitrag muss halt auch etwas provozieren, das ist die Würze der Diskussion.
Mir geht es in erster Linie um die ehemalige DDR-CDU, die eine Blockpartei war und die Ziele der damaligen
SED voll mit vertreten hat. Etwas was heute einfach unter den Tisch gekehrt wird. Die SED und deren gute Freunde,
die Blockparteien, hätten völlig zerschlagen werden müssen! Es geht auch nicht um Steuern, sondern um diesen unseligen
Solidaritätsabschlag, der uns Monat für Monat gestohlen wird. Wie komme ich dazu, als Privatperson eine
Privatwirtschaft mit meinem Geld zu unterstützen? Dass die normalen Steuergelder für das Gemeinwesen, das ich ja auch nutze,
benötigt werden, das ist hier auch nicht das Thema. Wello, ich höre jeden Tag auf der Arbeit, wie die Kollegen
nicht nur über Türken herziehen, sondern noch viel mehr über die Leute aus der ehemaligen DDR. Arbeiten
sie im Westen, so nehmen sie die Arbeitsplätze weg und arbeiten für weniger Geld = Lohndumping; sind sie im Osten und arbeiten dort,
dann wird gesagt, dass es in Ordnung ist, dass dort Löhne und Gehälter geringer sind als im Westen, denn die wären ja
sowieso arbeiten nicht gewöhnt; arbeiten sie nicht, so sind sie Assis.
Ich arbeite nicht in einem kleinem Unternehmen,
dass bloss 20 Mitarbeiter hat, sondern in einem riesigen Unternehmen mit Tausenden von Mitarbeitern und dementsprechend
kenne ich sehr viele Menschen dort, die zum grossen Teil auf Ostdeutschland spucken und die Mauer lieber vorgestern als heute
wieder haben wollen. Das sind die Tatsachen, die ich erlebe. Man nennt das auch Sozialneid! Ich habe das auch selbst erlebt, als
ich vor weit mehr als 20 Jahren in den Westen kam. Die Altbundis behandelten einen, als wenn man aus Bödistan käme, dabei
kam ich in eine Firma, in der man das Wort Computer nur mit Mühe und Not schreiben konnte. Da war ich aber mehr Fortschritt
gewöhnt aus der DDR. Heute ist das nicht mehr so, denn es sind ja auch 24 Jahre vergangen. Es ist wahr, dass ich links denke.
Trotzdem möchte ich nie mehr eine Mauer in Deutschland haben und der Kapitalismus ist zur Zeit das kleinere Übel. Der Kapitalismus
bedarf unbedingt Reformen. Es muss auch aufhören, dass dem Volk suggeriert wird, dass er sich beschränken soll, dass einem ausgebeutete
Völker als positives Beispiel vor die Nase gehalten werden usw. Die Regierung Merkel ist eine Laberregierung. Ich rege mich
nicht mehr mehr auf über diese Versager, sondern ich lache ganz laut über die Kacke, die Merkel und ihresgleichen von sich geben.
Dem gemeinen Volk wird so viel wie möglich gekürzt, der Reiche wird hofiert und wird immer reicher. Kapitalismus heisst für mich
Gewinnmaximierung, die dem gemeinen Volk kaum weiterhilft. Wer das nicht sieht, der lebt in einer illusionären Gedankenwelt.
Das Volk wird geschickt manipuliert, tröpfchenweise kommen die Suggestionen über die Medien und es bleibt immer etwas haften.
Medien, die immer schon missbraucht wurden von der Politik, um das Volk einzulullen. Politiker, die vom Volk gewählt wurden,
deren Moral danach abhanden kommt (Es mag Ausnahmen geben!) und die dann Politik machen im Interesse der Wirtschaft.
Das dicke Ende kam immer. Wann kommt es hier?
Ja! SEIN ODER NICHTSEIN, DAS IST AUCH HIER DIE FRAGE!

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RE: Vergleich DDR-BRD aus heutiger Sicht!

#360 von mathias , 23.08.2008 23:28

Zitat von queeny
Man kann das nicht vergleichen Mathias. Die Sache mit dem Begrüssungsgeld war vor der Währungsinion.
Und gelinde gesagt, war das Begrüssungsgeld nicht für Millionen von Menschen vorgesehen. Der DDR-
Bürger hat sich ,gewitzt wie er nun mal war, mutig in eine Gesetzeslücke gestürzt. Das war dann
nicht mehr abzuwenden, als im Westfernsehen zu sehen war, wie Menschenschlangen vor den Banken
anstanden. Das animierte dann weitere DDR-Bürger, auch zu kommen, denn es war geschenktes Geld.
Was dann Familien mit mehreren Personen bekamen oder das mehrmals taten kann man gut hochrechnen.
Es war ein riesiges Finanzloch! Die Bundesregierung konnte nicht auf einmal sagen, jetzt gibts
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Rebekka mal so am rande..
100 *16.000.000 = 1,6 mrd DM
letzte woche haben wir ein Super geschäft gemacht..
IKB wurde für 8 mrd Euro (16 Mrd DM) von Steuerzahlers Gelder gerettet.
Verkauft für 100 mio euro an Lonestar..
Was sind wohl mehr Peaunuts?

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kfw104.html

Von den Kosten der Währungsunion, die uns damals Desindustrialisierte, nicht die treuhand, rede ich da noch nicht mal mehr.
Sicherlich hätte man sich das Begrüßungsgeld Schenken können, wenn man will sogar wort wörtlich, dennoch sind es von den Dimensionen her peaunuts..


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RE:Juden in der DDR
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