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RE: War die DDR bankrott?

#181 von Björn , 20.01.2009 00:01

herman, mich (und sicher viele andere) würde mal interessieren, wo du die Summe von 1400 Milliarden Euro her hast, wie sie sich zusammen setzt und ob die DDR-Valuta-Milliarden schon abgezogen sind!!!


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Björn
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RE: War die DDR bankrott?

#182 von bummi , 20.01.2009 00:23

Zitat von herman
@Bummi

Mal zurück zum Thema ob der SED-Staat pleite waar.

Bummi, ich kann vielem zustimmen, aber dieser Satz von dir bedarf doch einer Korrektur:

In Antwort auf:
Ah ja, der Bummi möchte eine staatliche Autonomie. Deine Freunde vom Zentralkomitee der SED und die vielen Genossen hatten 40 Jahre lang Autonomie und Zeit, den Staat DDR als für alle Menschen lebenswert zu gestalten.


Eine staatliche Autonomie hatte der SED-Staat nie.
Stalin hat Ulbricht, Pieck und Konsorten während des Krieges im Moskauer Hotel Lux bevorratet und dann nach dem Kriege mit der Roten Armee nach Deutschland verbracht, wo die deutschen Statthalter auf Geheiß Moskaus tätig wurden.
Bekanntlich hat sich an der Legitimation des Ostberliner Regimes bis zu ihrer Abwahl nicht geändert, Zettelfalten war angesagt.

Und als die Sowjetunion sich auflöste löste sich auch der SED Staat wieder auf.


grundsätzlich, geehrter @herman,
waren reparationen bis 95 ausgerechnet. bei dienst, den wir jährlich gebracht haben.
bekanntlich haben, im laufe der zeit, einige raten ausgesetzt. vor allem in den anfangsjahren.
besatzung ist nun mal beastzung und wird sicher auch als das gehandhabt.
daß der sowjet eine neue regierung wollte, die grundsätzlich antifschistisch ist und gewissen sicherheitsbedürfnissen
der sowjets entsprach, ist mehr als verständlich. auch in hinblick diverser bündnispartner adolfs.
siehe slowakei, ungarn, rumänien, kroatien etc.. diese länder waren auch unter chruschtschow,
der mit der antistalindoktrin eigentlich den sozialismus beenden wollte, gewissermaßen grundnorm seines
politischen handelns. siehe diverse einmärsche etc.
die bundesrepublik ist übrigens heute noch besetzt und hat selbst diesen status mit der einheit nicht
verloren. dazu gibt es sicher diverse publikationen. im übrigens ist das auch der ursprung der
deustch - chinesischen freundschaft. siehe siegermächte zweiter wk, wobei frankreich eine europäische
ersatzsiegermacht ist.
das flüchtige sozialdemokraten und kommunisten, nach prüfung wohlgemerkt, in der su unterschlupf fanden,
ist dabei kaum von bedeutung. wo hätten sie sich sonst verkrümeln sollen. sämtliche staatschefs
der länder, die eine wende mit gemacht haben, werden übrigens mit amerikanischen (gast-)studenten
belegt. mich wundert das kein bißchen.
zettelfalten ist heute sicher die übung, die wohl kaum andere formen als zu ddr-zeiten angenommen hat.
an die urne, womit unsere chefs bestimmt werden, kommt allenfalls befreundetes personal, denn
ein bürger. auch wenn die deutschen, was politisch ohne weiteres erkennbar wäre, allerhöchstens
die absicht hätten, logistisch helfend agressionen zu bedienen, siehe flugplätze etc., kämen sie, wegen der
einbindung in die nato, nie weg davon.
aktuelles beispiel: lieferungen für israel im rahmen des gaza - massakers etc.
dabei kreuzen oft deutsche- - nato - interessen. und?
deutschland muß, auch unter der neuen regierung, platzhalter und befrieder (im sinne usa) spielen.

die gaswarnung seitens rußland dürfen auch amis nicht falsch verstehen.
die wächst, zusammen mit südamerika und diversen arabischen ländern, schnell in eine
öl- gaskrise ungeahnten ausmaßes. entscheident ist, wie sich der ami benimmt, wenn es in europa
kalt wird.

kh

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RE: War die DDR bankrott?

#183 von bummi , 20.01.2009 00:50

Zitat von herman
Zitat von kirschli

Zitat von herman
Zitat von Masseur
Auch wenn Du es nicht glauben magst vae victis, den Rentnern wird es nie wieder so gut gehen wie jetzt.


Die Generation der "fetten" Rentner ist ein Fakt.
Es wird künftig keine Rentner-Generation mehr geben die so gut ausgepolstert ist wie die Nachwende-Rentnergeneration.
Die Westdeutschen Rentner jener Generation können noch auf lange Versicherungszeiten mit wenig Ausfall zurückblicken, und die Ostdeutschen Rentner hatten Traum-Erwerbsbiografien durch die großzügige Anrechnung der vergleichsweise unproduktiven VEB-Zeiten.


was heißt hier unproduktive ddr-zeiten, viele haben zwei weltkriege erlebt und diese staaten aus schutt und asche aufgebaut, besonders die ddr-rentner,da gab es keine hilfsprojekte, sondern die maschinen wurden von den russen nach dem krieg weggeschleppt, wer hat denn die ganzen reparationsleistungen an die russen gezahlt die ddr -bürger und niemand anderes


Zunächst einmal, auch die alte Bundesrepublik hat Reparationsleistungen in erheblicher Größenordnung gezahlt. Etwa an Israel.

Und jetzt werden auch "Reparationsleistungen" gezahlt, der Nachlaß des SED-Staats hat bisher die Summe von 1400 Milliarden Euro gekostet, diese Reparationsleistung ist höher als die Reparationsleistung Deutschlands nach dem ersten Weltkrieg.

Und Reparationsleistungen hin und her, was im Sozialismus an Rente verdient wurde kann man heute bei den Rentenzahlungen in Tschechien und Polen ablesen, die spielten in derselben Wirtschaftsliga wie die DDR. Das ist der volkswirtschaftlich realistische Vergleichsmaßstab.


die enteignung des deutschen volkes im rahmen der einheit, als reparation zu bezeichnen,
widerspricht einschlägigen publikationen aller den krieg auswertenden ökonomen und publizisten, @herman.
das ist einfach falsch. wie und mit welchen mitteln sich die wirtschaft, als hausherr, untereinander bedient,
stellt auch keine schuld im haushaltsinn dar. die wirtschaft des neuen hausherren verlangt bestimmte logistische
grundbedingungen und die wurden zu bürgerlast errichtet. übrigens auch defizide, abschreibungen,
rettungs"progrome" aktuell. dazu zählt übrigens auch die veräußerung des bürgereigentums, in form der bahn, post,
etc. das ist zudem die reparation der bürger an eine industrie, die den wk mit verursachte!
siehe potsdamer abkommen - schuldige. u.a. auch nürnberg - prozesse.
an isreal wurden niemals reparationen gezahlt. allenfalls hilfen oder spenden.
israel konnte keine reparationen geltend machen, weil es erst nach 45 entstand.
die aussage ist demnach, scharf gesagt, blöd.
wozu dann die klagen diverser jüdischer vereinigungen gegen deutschland?
die reparationsleistung deutschlands ist, wie die der ostzone (ddr), klar definiert.
über prozente der wirtschaftsleistung an die besatzer, bzw. geschädigten.
in den gesamten ostblock, wo deutschland den erheblichsten schaden angerichtet hat,
hat deutschland west nie gezahlt. dafür war die ddr (rgw) da. die gesamte abrechnung des
handelsverkehrs des rgw erfolgte über den sowjet. auch die reparation an polen etc. erfolgte über den
sowjet, weil bekanntlich deutscher/polnischer gegen su-schaden aufgerechnet wurden. siehe bündnisse
und polen speziell.

kh

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RE: War die DDR bankrott?

#184 von herman , 20.01.2009 10:25

Die Devisenbestände sind so gut es eben ging den neuen Bundesländern gemäß Einigungsvertrag zugeflossen. Denn die brauchen das Geld, schon um der SED-Nomenklatura die Sonderrenten zu finanzieren.

Bekanntlich hatte ja die SED bzw. der mehrfach umbenannte Verein alles daran gesetzt verwertbares Valuta-Vermögen auf die Seite zu schaffen.

In der Zeit von SED-Chef Gysi war es eben auch mal üblich an neue islamische Freunde Millionen-SpendenSchecks herauszureichen. Bis heute ist ein dreistelliger Millionenbetrag des SED-Parteivermögens verschwunden. Die Partei "Die Linke" hat bisher wenig zur Klärung des Verbleibs beigetragen.

http://www.mdr.de/fakt/5314011.html

Andere Quellen sprechen von "6 Milliarden DDR -Mark Barvermögen der SED" deren Verbleib ungeklärt ist.

http://www.ggysi.org/6milliarden.html

Was die Kosten der Vereinigung angeht darf daran erinnert werden daß zu Beginn der Vereinigung das ostdeutsche Haushaltseinkommen kaufkraftbereinigt auf dem Niveau eines durchschnittlichen westdeutschen Haushalts am Ende der fünfziger Jahre gelegen hatte.

Mitte der 90er Jahre wurde im Beitrittsgebiet das westdeutsche Niveau von 1992 erreicht. Das bedeute einen „Wohlstandssprung“ von 30 Jahren innerhalb weniger Jahre. Der mit diesem Wohlstandssprung einhergehende Transferaufwand wird von allen bisherigen Bundesregierungen vorsätzlich verschleiert.

In Antwort auf:
Die Schätzung, daß sich die Transfersumme auf 1,5 Billionen Euro beläuft, gründet sich auf Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), die für den Zeitraum von 1991 bis 2003 1,25 Billionen Euro ergeben.


http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E...n~Scontent.html

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RE: War die DDR bankrott?

#185 von bummi , 20.01.2009 13:28

erstens muß festgestellt werden, @herman, daß die sed in der brd verboten wurde.
zweitens gab es keine sonderrenten. wie jedem bekannt ist, hat der staatsapparat bis zum ableben gearbeitet;
gesehen in der einzelnen person.
wie und mit welchen mitteln, parteien sich untereinander beschenken, kann wohl kaum das
thema subventionen oder bankrott der ddr erklären.
in die "wohlstandsstatistik" der bundesrepublik fließen alle !geldverdienenten! elemente der gesellschaft
ein, siehe statistisches bundesamt. in angelehneten statistiken wird davon berichtet, daß ein zehntel der
gesellschaft über sechzig prozent des einkommens aller verdient. wie man in dem zusammenhang
von "volks- oder allgemeinwohlstand" reden kann, bleibt uns leider verschlossen, @herman.
also bleibt erst mal unbeantwortet, daß alle kosten im zusammenhang mit der einheit,
insbesondere ohnehin absetzbare aufwendungen der industrie, bestandteil dieser kalkulation bzw.
argumentation sind. grundsätzlich hat der gesetzgeber, wie aktuell auch, betriebliche aufwendungen
vergesellschaftet.
aktuell wird der effekt sogar noch weit überschritten.
auf dem tisch liegt eine vergesellschaftung in höhe von zusammengerechnet 2 billionen euro!
also, vier billionen dm! also, auf deutsch, viertausend milliarden!
eine republik, der es nicht mal gelingt, aktuelle schulden zu verkaufen, übrigens zum x-ten mal,
will viertausend milliarden holen, um eine marode wirtschaft zu reanimieren?
zu den ausgaben des ddr-ministerrates, oder laß es uns weit greifen, der volkskammer, kann billigerweise
nur gesagt werden, daß jeder, der auch nur vier jahre in dieser republik gedient hat, eine
rente von rund siebentausend euro nach hause trägt; entspricht vierzehntausend dm oder,
nach ihrer rechnung, achtundzwanzigtausend ddr-mark. ich rede von jedem!
mir sollte, nach zwanzig jahren, einer einen ostdeutschen abgeordneten zeigen, der seinen
lohn kofferweise nach hause tragen mußte.
ich hab, in dem zusammenhang, bewußt etwas polemik eingesetzt, um klar zu machen,
wie billig die argumentation ist, @herman.

kh













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RE: War die DDR bankrott?

#186 von Björn , 20.01.2009 18:10

@herman, wie kann man denn die Parteigelder der Ex-SED mit Renten- und Staatsmilliarden (Valuta), die auf ausländischen Banken lagerten und allesamt der Bundesrentenkasse bzw. dem Bundeshaushalt übertragen wurden, miteinander vergleichen?? PS: Auch heute kriegen Parteien Staatsgelder!
Genauso kann man kein Haushaltseinkommen der DDR mit der Alt-BRD zu Wendezeiten rein nach Lohn/Gehalt vergleichen, da viele (tägliche) Lebensmittel um das 3-5fache sowie die Mieten um das 5-10fache gegenüber vorher stiegen!


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RE: War die DDR bankrott?

#187 von herman , 20.01.2009 21:42

In Antwort auf:
erstens muß festgestellt werden, @herman, daß die sed in der brd verboten wurde


Die SED konnte in der Alt-BRD nicht verboten werden weil sie in der Alt-BRD nicht existierte.
Existiert hat die SED in den Westsektoren von Berlin unter dem Namen SEW, konnte dort frei gewählt werden, hatte dort aber in der Regel weniger Stimmen als eingeschriebene Mitglieder.
In Westdeutschland arbeitete die SED unter verschiedenen Tarnnamen, so der DKP oder anderer linker Splittergrupen, eine politische Bedeutung erreichten sie ebenfalls mangels Wählerzustimmung nicht, sie blieben unter der 5 % Marke.

Verboten hatte das Bundesverfassungsgericht in den 50iger Jahren die KPD und eine Nazi-Partei wegen verfassungswidriger Wühltätigkeit. Als dann die DKP (Buchstabendreher zur KPD) mit gleichem Personal das Grundgesetz formell respektierte konnte diese Partei in der BRD wieder tätig sein.

Die SED wurde durch Zwangsvereinigung von SPD und KPD unter Druck der sowjetischen Militäradministration "gegründet" nachdem anfängliche Nachkriegswahlen in der Zone auf kommunaler Ebene kümmerliche Ergebnisse für die KPD erbrachten. Es gab zunächst viel Firlefanz um "paritätische" Besetzung mit dem der sozialdemokratische Verräter Grotewohl ruhig gestellt wurde. Die Sozialdemokraten sollten nach der Zwangsvereinigung von SPD und KPD schon ab 1949 kaum noch eine Rolle spielen, die paritätische Besetzung von Gremien wurde abgeschafft. Die SED spielte dann nur noch Firlefanz mit den Blockparteien in einer Einheitsliste wo das Ergebnis von der SED schon vor den "Wahlen" festgesetzt wurde.
Dieser Firlefanz konnte leider erst 1989 beendet werden nachdem die Russen wegen enormer eigener wirtschaftlicher Schwierigkeiten ihren westlichen Vorposten aufgeben mußten.

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RE: War die DDR bankrott?

#188 von bummi , 20.01.2009 23:33

die sed wurde, wie sie bestätigend feststellen, 89 aufgelöst, im zuge bestimmter verfahren, die
gegen führende kommunisten der partei angestrengt und durchgeführt wurden. die hatz nach dem
angeblichen vermögen dieser partei galt dabei als hauptargument, mit dem man praktisch
die gesamte partei kriminalisieren konnte.
nachdem im krieg der hauptfeind der weniger "freundlichen demokratie" in lagern zigtausendfach
ermordet wurde, brauchte es, um eine antifaschistische linke mehrheit anzubieten, die fusion
mit der spd. wessen kind die sdp darstellt(e), können gestandene, überlebende kommunisten
weitsagend bestätigen und schlossen sich aus dem grund, auch im osten, bewußt nicht dieser
fusion an. gleiches galt übrigens im westteil. und da sie die fusion im westen ablehnten,
mußten sie schlicht verboten werden; von den wackeren demokraten des dritten reiches.
diese bedienten sich bereits in der vorkriegsgeschichte fleißiger fahnenwechselnder zuträger,
die nachhaltig sowohl revolutionen, aufstände und chefs von organisationen auslieferten und metzelten,
siehe luxemburg, liebknecht, thälmann und co.
grundbedingung in der besatzungszone ost, die politisch einen sicherheitspuffer für die su
darstellte, war, ein antifaschistisches gelübte, welches für alle parteien zwingend notwendig
war. siehe potsdamer vertrag; übrigens auch für die westzonen. aus diesem grund bildeten
somit bürgerliche parteien einen antifaschistischen block, der keinesfalls mit einer koalition
verwechselt werden kann; schon gar nicht mit einer einheitspartei.
blockparteien ist übrigens der name für antifaschistischer block, nicht, wie seit der einheit
gern verdeutet wird, ein parteienblock, im sinne einer kraft.
in den altländern wurde ein friedensvertrag mit der su/rußland, bis heute ausgeschlossen.
der friedensvertrag mit der ddr ist heute rechtsungültig.
demnach lebt jeder, betont, bundesbürger im waffenstillstand mit dem russe.
schon mal ein grund, zu gehen.
die umbenennungen der sed in der neuzeit, so lese ich das im ausland, sind eher fusionsbedingte.
sprich, die spd, als neue bürgerliche partei, hat mit ihrer politik, die nachhaltig klassenverräterisch
agiert, ihren zerfall, siehe weimarer republik, die politisch übrigens der heutigen sehr ähnelt,
programmiert. die linke partei, das ergebnis des zerfalls, mußte zuerst
loben, daß sie das bürgerliche gemeinwesen, offiziell, als die beste und stärkste errungenschaft
der menschheit anerkennt, bevor sie jeglichen legalen wunsch auf veränderung durchsetzt.
klassenunbewußte mitstreiter müssen jetzt nicht unbedingt den totalen sozialismus
befürchten, im falle eines linkssieges. warum? weil deutschland immer noch besatzungsgebiet ist
und die "freunde" der demokratie sofort ihre verbündeten mobilisieren würden.
wie solche politischen lösungen aussehen, kann der noch lebende chilene oder 19er deutsche
berichten.
herr grotewohl ist wohl damit mal der erste spd-mann, der sein statut, welches den aufbau des
sozialismus festschrieb zu der zeit (nach 45), gelesen und verstanden hat.
die neue spd hat sich daher mal das herz genommen, dieses urstatut großzügig umzuschreiben,
was sicher auch herrn grotewohl zum austritt aus dieser partei bewegt hätte.
inwiefern sich ein mann, der sein programm kennt und dieses umsetzt, den vorwurf "verräter"
verdient, kann ich nicht nachvollziehen.
herr chavez, nur nebenbei, ist auch sozialdemokrat, der das manifest, sprich das programm der
sozialisten, verstanden hat und umsetzt. alles verräter:-)))
das erfurter programm:
http://www.marxists.org/deutsch/archiv/k...urter/index.htm
die folgeprogramme mag ich nicht einlegen, die gibts zu hauf im netz.

kh

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Viel Zossalisches Blech aus der grauen Zeit

#189 von herman , 21.01.2009 00:19

In Antwort auf:
die sed wurde, wie sie bestätigend feststellen, 89 aufgelöst, im zuge bestimmter verfahren, die
gegen führende kommunisten der partei angestrengt und durchgeführt wurden.


Weder wurde die SED 1989 aufgelöst noch habe ich das bestätigend festgestellt. Die SED wurde unter dem dubiosen Advokaten Gysi als Chef der SED in PDS umbenannt weil der Name der Diktaturpartei zusehens als Belastung gesehen wurde. Gysi selbst legte Wert auf die Feststellung daß keine Auflösung sondern nur eine Umbenennung stattfand. Grund hierfür waren die SED-Millionen die die SED im Verlaufe der 40 jährigen Diktatur sich zusammengegaunert hatte.

Und die Krokodilstränen über die angebliche Hatz auf die ehrenwerte Gesellschaft sind auch nicht besonders überzeugend.

Der Chef der Kommission Hammerstein der vom Parlament beauftragt wurde die ergaunerten SED-Millionen zurückzuholen führte dazu aus:

In Antwort auf:
"Ich kann nicht sagen, wie viel das ist. Ich kann nur sagen, dass wir Hinweise und sehr glaubwürdige Hinweise haben, dass es noch dreistellige Millionenbeträge gibt, die wir nicht gefunden haben im Ausland."

Entdeckt aber noch längst nicht eingetrieben ist der wohl größte Brocken des ins Ausland geflossenen SED-Vermögens. Die "Novum-Handelsgesellschaft", fast eine halbe Milliarde DM schwer. Treuhänderin war die alleinige Gesellschafterin und Kommunistin Rudolfine Steindling aus Österreich, Spitzname "Die Rote Fini". Das viele Geld der SED versteckte die umtriebige Geschäftsfrau gestückelt bei mehr als 60 Banken in der ganzen Welt.




Und was die Rolle Grotewohls angeht, der die SPD, seine eigenen Partei ans Messer lieferte müßte eigentlich der Hinweis auf Tausende widerständige Sozialdemokraten genügen, die ehemalige Konzentrationslager der Nazis diesmal von den Kommunisten betrieben füllten als der korrupte Grotewohl - SPD-Chef in Berlin und der sowjetischen Besatzungszone - von Kurt Schumacher längst als Verräter aus der SPD verstoßen war sich von der KPD zu Handschlag und Bruderkuss schmieren ließ.

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RE: War die DDR bankrott?

#190 von vae victis , 21.01.2009 10:16

Zitat von Masseur
Auch wenn Du es nicht glauben magst vae victis, den Rentnern wird es nie wieder so gut gehen wie jetzt.
Das von Deiner Rente immer weniger übrigbleibt, bedaure ich. Aber genauso geht es vielen Arbeitnehmern, die aber dafür jeden Tag malochen gehen.
Und die seit Jahren auch keine Lohnerhöhung erfahren haben.
Jeder der sich in den letzten Jahren auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren mußte, wird das bestätigen.
Abgesehen davon, das es kaum noch unbefristete Job`s gibt, unterscheidet sich die Bezahlung von Neu - An - oder -Eingestellten deutlich von denen der Kolln und Koll. die schon länger in den Firmen sind.
Und das sowohl in privaten Firmen als auch im öffentlichen Dienst.
Gruß



das weis ich, aber erstens kann der jetzige rentner nichts dafür, das es ihm noch verhältnismäßig gut geht und zweitens,
die sogenannten fetten rentner gab es in den achziger jahre noch, aber dann war schluß mit lustig, alles was dann folgte
wurde bereits abgespeckt entsorgt, dazu gehörte auch ich schon. auch hatte ich das glück noch eine haushälfte zu erbauen
in eigenleistung und dies wäre beinahe schief gelaufen und wir müssen uns seit dem auch mit allem weitgehend einschränken.
direkt neidig muß deswegen niemand werden, weil man muß auf vieles verzischten wo andere eben noch prasen können oder wollen.
man braucht sich ja nur mal anschauen wie viele sich noch urlaube leisten können oder wollen leisten können.

egal wie, aber irgendwo muß die kohle ja herkommen.

wir haben halt auf haus gesetzt und viele, zu viele eben mehr auf das vergnügen. auch das ist leider eine tatsache.

schlimm ist allerdings, das selbst wenn man will und für die zukunft sich was schaffen möchtel, dies immer weniger
menschen gelingen wird. aber auch hier, können die menschen nichts dafür , die eben diese chance hatten und sie
wahrgenommen haben.




Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: War die DDR bankrott?

#191 von bummi , 21.01.2009 12:54

die sed mußte sich kein geld zusammengaunern, weil sie mitglieder hatte, @herman.
das unterscheidet (-schied) die sed von cdu und spd. wenn ich mich recht entsinne, haben genossen
rund zehn prozent vom lohn mitgliedsbeiträge entrichtet. ein stattlicher betrag im angesicht
der mitgliedermenge.
die suche von beiträgen, auch mit akzent auf hinweise, ist schon mehr als jämmerlich.
schon auch in der hinsicht, daß der sucher eventuell mal nebenbei geldboten über die landesgrenzen
schickt(e). dabei ist wohl jenes geld am fiskus vorbeigeschwommen, was sich eine sed nie
vorwerfen lassen müßte.
mit der umbenennung ist die auflösung der sed - partei beschlossen, ohne die rechtsnachfolge
an den mitgliedsbeiträgen zu verlieren. man hätte die genossen mit hartgeld auszahlen müssen,
was praktisch unmöglich war. dabei ist rein rechtlich festzustellen, daß eine gemeinschaft oder
partei durch einen vertrag, nennen wir es in der politik - programm, diese gemeinschaft bilden.
mit der streichung des marxistischen (neudeutsch auch stalinistischen) passus verliert die
partei die basis des vertrages. in neudeutsch gilt hierfür das gemeine gesellschaftsrecht.
ähnlich bei genossenschaften, die es rein gesetzlich in .de nicht gibt.
in wieweit sich spd genossen von kommunisten verraten fühlten, kann sich den erläuterungen,
in hinsicht opfer vor dem zweiten wk, keiner anschließen. zumal recht linke kräfte dieser
partei durch ihren vorstand selbst gemeuchelt wurden. das ist hinlänglich bekannt.
siehe aufstände 1919 und später. siehe moskauer prozesse, siehe kpd - verbot.
wir wissen schon, daß die neue regierung (institution) gern die ddr - vergangenheit auslöschen
möchte, vor allem in bezug auf diverse finanzielle gegebenheiten. welcher billige beutejäger
zieht mit vier-fünftel des gutes ab, wenn er alles erwarten kann?
mich inetressiert, ob schon alle wohnungskäufe von ddr-bürgern abgererechnet sind.
bekanntlich, aber dünn beschrieben, mußten ddr-bürger ihre wohnung kaufen, obwohl sie
ohnehin eigentümer des gegenstandes waren. ich hab da mal was von 1800 dm/m²
gehört. nun frag ich mich, in welche dubiosen kassen dieses geld geflossen ist.
ich war z.b. mitglied in ner genossenschaft. dabei könnte ich mich nicht erinnern,
daß mir irgendjemand meine beiträge und meinen landanteil ausbezahlt hätte.

kh












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RE: War die DDR bankrott?

#192 von vae victis , 21.01.2009 17:10

Zitat von herman
Zitat von Masseur
Auch wenn Du es nicht glauben magst vae victis, den Rentnern wird es nie wieder so gut gehen wie jetzt.



Die Generation der "fetten" Rentner ist ein Fakt.

Es wird künftig keine Rentner-Generation mehr geben die so gut ausgepolstert ist wie die Nachwende-Rentnergeneration.

Die Westdeutschen Rentner jener Generation können noch auf lange Versicherungszeiten mit wenig Ausfall zurückblicken, und die Ostdeutschen Rentner hatten Traum-Erwerbsbiografien durch die großzügige Anrechnung der vergleichsweise unproduktiven VEB-Zeiten.



wie ich schon sagte, die rentner die noch fett austeigen konnten sind lange vorbei, dazu gehörte ich nicht mehr, aber ich gehöre noch der generation aufbau an.
das die Ostrentner anders berechnet wurden zu DDR zeiten, ist nicht meine schuld, das ist eine andere geschichte, tatsache ist aber auch, das es auch ostrentner
zu geben scheint die eine westrente kriegen die besser ist als die westrentner bekommen. aber schwamm drüber . jedenfalls haben wir aus dem westen gigantische
transferleistungen erbracht und das ist eins unserer wirtschaftlichen probleme.
wie gesagt, es war nicht meine und auch nicht des normalem ossi bürgers entscheid, sondern der politischen klasse.
darufgezahlt haben beide seiten der bürger, das steht auch fest und einige sind dabei fett geworden.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: War die DDR bankrott?

#193 von Schlawine , 21.01.2009 17:45

wie gesagt, es war nicht meine und auch nicht des normalem ossi bürgers entscheid, sondern der politischen klasse.
darufgezahlt haben beide seiten der bürger, das steht auch fest und einige sind dabei fett geworden.
---------------

Das hast du aber schön geschrieben v.vNee, wirklich , völlig ohne Ironie. Der Abschluss gefällt mir gut


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RE: War die DDR bankrott?

#194 von herman , 21.01.2009 19:22

Hallo Bummi, schöne Realsatire die unser Genosse da auftischt.

Wieso die SED mit "Hartgold" auszahlen? Aluchips hätte gereicht, denn Aluchips wurden eingezahlt.

Und dann die endlose Story von Unserer wertvollen Republik.

Daß der gemeine Ossi dumm gehalten wurde ist bekannt. Aber jetzt wo er sich nicht nur Telefon sondern sogar Internet leisten kann müßte es anders aussehen.

Nur die Stasi wußte schon vor der Wende genau über die Wirtschaftskatastrophe der DDR Bescheid. Zügig entwickelte sie Konzepte, mit ihren Leuten Schlüsselpositionen in der Volkswirtschaft unter veränderten politischen Bedingungen zu besetzen.

Die Order kurz nach der Wende: Vor allem in Banken, Handel und Versorgung, Gesundheitswesen und Justiz, so das Mielke-Ministerium, sollten sich die StasiGenossen bewerben. Dabei unterstütze der Staatssekretär für Löhne und Arbeit den Transfer. Er wies die DDRArbeitsämter an, ausscheidenden MfS-Mitarbeitern vorrangig Stellen anzubieten.

Für diese, so ein weiteres Stasi-Papier, seien kurzzeitige legendierte (im Normaldeutsch gefälschte) Nachweise von zivilen Arbeitsstellen zu schaffen, um bei Bewerbungen nicht als Angehörige des MfS in Erscheinung treten zu müssen.

Mit MfS-Geldern, so wurde im November 1989 sicherheitshalber beschlossen, seien volkswirtschaftliche Einrichtungen wie VEB für MfSGenossen zu gründen. Chef-Ermittler Kittlaus: Diese Planungen sind weitgehend verwirklicht worden.

Unter Hans Modrows Wirtschaftsministerin Christa Luft entstanden ab Februar 1990 neue Gesellschaften: die Wachschutzfirma Alwas, Padare (Papier- und Datenträger-Recycling) und die Projekt-Bau-GmbH. Ex-DDR-Betriebe wurden umfunktioniert: Wie die Tape, die seltsamerweise in den Inventarbesitz der Intertechna kam, die sich zu DDRZeiten um Embargo-Güter gekümmert hatte.

Grund des Aktionismus: Als der DDR-Regierungschef und Wahlfälscher Modrow im Januar 1990 dem Runden Tisch erklärte, der volkswirtschaftliche Kassensturz sei noch nicht möglich, besaß die Stasi längst alle Daten.

Besagter Generalleutnant Alfred Kleine, Leiter der Hauptabteilung XVIII, hatte die Genossen bereits im Oktober 1989 detailliert über das Wirtschaftsdesaster informiert:

In allen sensiblen Industriebereichen seien 60 Prozent der Anlagen verschlissen, so Kleine in seinem Referat. Die Kraftwerke seien total veraltet und führten zu erheblichen Umweltschäden. Die Elektronikproduktion sei technologisch zurückgeblieben und viel zu teuer. Ein großer Teil der landwirtschaftlichen Technik sei Schrott.

500 Milliarden Mark konstatierte Kleine als dringenden Investitionsbedarf, also in der Höhe von zwei jährlichen Nationaleinkommen. Kleine: Niemand hat ein Zaubermittel, die Probleme von heute auf morgen zu bewältigen. Zudem, notierte ein Offizier, würden Arbeitskräfte in erheblichen Größenordnungen freigesetzt.

Wie viele MfS-Millionen an die Getreuen flossen, ist bis heute unklar. Spitzel und Offiziere wurden mit bis zu 150 000 Mark (West) abgefunden. Das fiel durch hohe Barabhebungen derart auf, daß der MfS-Finanzchef, Generalmajor Hennig, die Genossen anwies, die Beträge unbar zu überweisen, damit sie in den zivilen Sparkassen nicht auffallen oder ihr Geld gar verlieren.

Eine lächerliche Lüge des Genossen Bummi, die SED Gelder waren die Beitragsgroschen der SED-Mitglieder gewesen. Vielmehr wurden aus dem normalen Staatshaushalt große Mengen Geld in SED Kassen bugsiert, zwischen SED und SED-Staat war kein großer Unterschied.

Und dann der wertvolle Wohnungsbestand der DDR den sich die gierigen Wessis unter den Nagel gerissen haben.

Nach einer Analye nach der Wende waren große Teile des als Wohnfläche ausgewiesenen Bestandes im Beitrittsgebiet baufällig und nach westlichen Maßstäbe unbewohnbar. Fast durchgehend alle Innenstadtkerne der DDR-Städte waren zu mehr als der Hälfte Ruinen.

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zuletzt bearbeitet 21.01.2009 | Top

RE: War die DDR bankrott?

#195 von Björn , 21.01.2009 19:45

Das Parteien vom Staat Geld kriegen, ist nichts unnormales. Auch heute kriegen sämtliche Parteien, die irgendwo die 5%Hürde nehmen, Staatsgelder (sogar die NPD, DVU und andere rechte Parteien)!
Wie sieht es bei den Geheimdiensten aus? Die 3 bundesdeutschen (MAD, BND, BA für Vs) haben zur Zeit zusammen ein offizielles Jahresbudget von 630-660 Millionen Euro, pro Jahr wohlgemerkt! Dazu kommen noch 16 Landesämter für Vs! Alle diese Zahlen gibts nicht nur bei Wikipedia, sondern auch auf mehreren anderen Seiten!


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