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RE: War die DDR bankrott?

#226 von herman , 29.06.2009 17:11

In Antwort auf:
ich glaube @herman, da liegt ein mi(st)verständnis vor.
die volkswirtschaft der ddr lief prächtig.


Ja, das stimmt. Darauf muß man aber erstmal kommen. Da kommt wohl nur drauf als regelmäßiger Leser Unserer Jungen Welt.


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RE: War die DDR bankrott?

#227 von bummi , 29.06.2009 22:08

die junge welt ist immerhin eine unabhängige zeitung...heute.
früher natürlich eine arbeiter- und bauernjugendzeitung -
zentralorgan der fdj, die im westen verboten war;
könnte der mangel an holzkreuzen im büro gewesen sein.
hab mal paar links dazu, falls ihr nicht
schon auf arbeit reingeschaut habt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Deutsche_Jugend
http://www.fdj.de/infoportal/

für manchen landsmann eine recht übersichtliche, nicht
widerlegbare seite:-)))
hartnäckige dürfen das auch auswendig lernen:-))
lesesüchtige dürfen auch den links der doku folgen.
@herman, das ist monate arbeit.

kh








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RE: War die DDR bankrott?

#228 von herman , 29.06.2009 22:26

Ich will nicht ausschließen daß es in den 50igern zusammen mit der KPD und einer Nazipartei durch das Bundesverfassungsgericht wegen deren verfassungswidrigen Wühltätigkeiten auch ein Verbot der kommunistischen Zwangsorganistion FDJ gegeben hat. Bekanntlich waren ja in der Zone selbst die Pfadfinder oder irgendwelche andere Jugendorganisationen verboten.
Daß in dieser Nachkriegszeit wo Stalin überall in Osteuropa entgegen dem Willen der dortigen Bevölkerungen kommunistische Diktaturen installierte deren Vorfeldorganisationen im Westen nicht gut gelitten waren sollte eigentlich verständlich sein.

Und was die "Junge Welt" heute ausmacht möchte ich noch einmal den Link nachreichen der diesen Stasi-Veteranen Verein näher beleuchtet:

http://www.welt.de/politik/article787242...iveteranen.html


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RE: War die DDR bankrott?

#229 von bummi , 30.06.2009 00:54

zunächst hat stalin mal kassiert.
zuwenig von der falschen seite! damit von ihnen und ihren brüdern.

das märchen mit der raf paßt gut auf ihren schreibtisch.
als erstes würde ich mal fragen, wieviele raf - mitglieder
bnd - leute waren und wer welche aktionen führte.
wird´s heller?

und wir waren bei der fdj und junge welt.

ragen sie sich nicht bissl weit aus dem fenster,
wenn sie noch über stalin professieren wollen?
das können sie nicht, nicht mal ansatzweise.

kh








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RE: War die DDR bankrott?

#230 von herman , 30.06.2009 07:43

Es ging um die Frage warum die FDJ in derr Bundesrepublik in den 50igern vom Bundesverfassungsgericht verboten wurde.

Und da muß man die politischen Umstände jener Zeit einbeziehen, und die waren nunmal die, daß die FDJ eine Vorfeldorganisation der SED war, jener Partei die im Osten von Deutchland auf Geheiß Stalins eine kommunistische Einparteiendiktatur errichtete.

Inzwischen hat sich das Thema ohnhin erledigt. Da jetzt nicht mehr der mittelbare respektive direkte Zwang besteht diesem Verein beizutreten ist er mit der Wende genauso implodiert wie die anderen auf "freiwilligem Zwang" beruhenden Organisationen des SED-Staats. Nach der Wende verlor die Organisation nahezu alle ihre Mitglieder und die 400 hauptamtlichen Mitarbeiter mußten sich einen neuen Job suchen.

Und die "Junge Welt", ehemals Zentralorgan der FDJ, ist zu einem pittoresken Debattierklub für Stasi-Altkader und Ex-Terroristen geworden.


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RE: War die DDR bankrott?

#231 von queeny , 30.06.2009 08:41

Es bestand im der DDR nie ein Zwang der FDJ beizutreten, Herman.

Einzig die jungen Menschen wollte mit ihren 14 Jahren dort eintreten, wobei sie natürlich gesteuert wurden, da sie sich erwachsen fühlten im Blauhemd. Die Eltern hatten selbstverständlich nie etwas dagegen, denn es gehörte zum ANGEPASSTSEIN. Wer nicht eintrat, dem konnten Steine in den persönlichen Werdegang gelegt werden. Anpasser wie Frau Merkel traten natürlich in die FDJ ein. Entwickelten sich in der FDJ weiter auf ihrem kommunistischen Weg. Auch Merkels Pastorenvater hielt seine Tochter von diesem Schritt nicht ab. Wird heute aber alles ganz anders dargestellt. Geschichtsverzerrung. Jungen Menschen kann man den Eintritt in die FDJ nicht vorhalten. Den anpasserischen Eltern schon. Die sich heute als Opfer darstellen. Anpasser sind keine Opfer.

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RE: War die DDR bankrott?

#232 von herman , 30.06.2009 19:10

In Antwort auf:
Es bestand im der DDR nie ein Zwang der FDJ beizutreten, Herman.



Die Platte kenne ich.

Es gab nur die FDJ, alles andere war verboten. Kannst du mir sagen warum?

In Antwort auf:
"Die FDJ bestand eigentlich für mich mehr aus Pflichtübungen. Also nicht Gemeinschaft, Gemeinschaft war die Klasse und Dinge zu unternehmen aber nicht unter dem Deckmantel der FDJ, das war nicht wichtig, sondern FDJ waren wirklich Appelle, Gruppenbücher, Veranstaltungen planen, Haltung annehmen, funktionieren und zwar so, wie es staatlich irgendwie gewünscht war. Also ich war da nicht mit dem Herzen bei der Sache, sondern das gehörte halt dazu und man wusste auch sehr genau, also wenn du da aus der Reihe tanzt, wird das Konsequenzen haben. Nun nicht gleich, dass man von der Schule fliegt, aber zumindest, dass es Diskussionen gibt, dass Eltern zitiert werden in die Schule und mit ihnen gesprochen wird und es ist ja auch so diese wichtige Zeit gewesen, wo man sich damals, neunte Klasse, beworben hat. Und da aus der Reihe zu tanzen und da nicht konform mit der FDJ zu sein, nicht engagiert zu sein, das stand ja sogar in den Zeugnissen: sie ist ein aktives FDJ-Mitglied oder sie ist es nicht. Das war ganz entscheidend für den Beruf, wenn es dann außergewöhnlicher war, wo nur wenige Plätze waren."




http://www.ndr1radiomv.de/programm/erinn...ruendung14.html

Im übrigen hats hier in diesem Forum sowieso keinen Sinn zu diskutieren. Anonyme Forumsspitzel löschen Beiträge, sie gehen dabei wie die Stasi vor und die Beiträge werden stiekum gelöscht.

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RE: War die DDR bankrott?

#233 von DeutschLehrer , 30.06.2009 19:18

Zitat von herman
Im übrigen hats hier in diesem Forum sowieso keinen Sinn zu diskutieren.


Da wären wir Dir echt dankbar !

Und der FDJ-Beitritt war wirklich nicht Pflicht !

Gruß DL

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RE: War die DDR bankrott?

#234 von mutterheimat , 30.06.2009 19:42

Bedauerlicherweise muß ich dem widersprechen. Der FDJ Beitritt war eine freiwillige Pflicht. Sonst hätte man eine durchaus existente Ar... karte gezogen. Mein Bekannter war Zeuge Jehovas, (inklusive Wehrdienstverweigerung) und hat, obwohl er, nachweislich, ein helles Köpfchen war, nie eine Chance zu Ingenieurstudium bekommen. Meine Bekannte (die Schwester meines Schulfreundes) war ein "schweres Kaliber" in der Kirche und ist eindeutig und in nachgewiesener Weise in der weiteren Entwicklung behindert worden. Man muß wissen, Kirche und Partei in der DDR, haben sich niemals und unter keinen Umständen, vertragen. Auch wenn es anders aussehen soll, nicht. Ich erinnere an das große internationale Kirchentreffen (ich glaube bei Dresden fand es statt). Kardinäle und Kirchenoberhäupter waren anwesend. Unser Führung hat es nur geduldet, aber nicht HURRA geschrien. Und somit hat herman indirekt Recht, bez. dem FDJ-Beitritt.

 
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RE: War die DDR bankrott?

#235 von DeutschLehrer , 30.06.2009 19:50

@mutterheimat,
in meiner Klasse waren drei Schüler weder bei den Pionieren noch bei der FDJ, trotzdem gingen zwei später mit mir auf die EOS. Ich halte es für möglich, dass es da regionale und temporäre (bin ja etwas älter als Du) Unterschiede gab.

Gruß DL

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RE: War die DDR bankrott?

#236 von herman , 01.07.2009 07:37

Die Einlassung die FDJ Mitgliedschaft war "freiwillig" ist so lächerlich, daß es sich eigentlich garnicht lohnt darauf einzugehen. Die war so "freiwillig" wie es auch "andere Parteien" im SED-Staat gab.

Die allumfassende Diktatur die ihre Monopolorganisationen von der Wiege bis zur Bahre fest im Griff hatte brauchte keine förmliche Verpflichtung einer FDJ Mitgliedschaft. Das gab ihr die Gelegenheit nach außen ein bißchen "Liberalität" vorzugaukeln was dann 20 Jahre später von die Protagonisten hier im Forum repliziert wird. Und damit niemand auf die Idee im SED-Staat gekommen wäre sich frei zu fühlen und sich eine entsprechende Jugendorganisation auszusuchen wurden alle anderen Jugendorganisationen verboten und neue wurden auch nicht zugelassen.

Vielleicht wäre lediglich noch darauf hinzuweisen, daß von der FDJ Organisation keinerlei Impulse für eine wirkliche gesellschaftliche Diskussion ausgingen, als der faktische Zwang während der Wende nicht mehr aufrechterhalten werden konnte ging auch aus dem FDJ-Luftballon die Luft so schnell heraus daß sie förmlich über Nacht verschwunden war. Dieses Phänomen beschreibt ihren tatsächlichen gesellschaftlichen Nutzen.

Der letzte FDJ Chef Aurich verschwand sang- und klanglos von der Bildfläche, es war ihm offensichtlich peinlich mit dem Gewirtschafte noch identifiziert zu werden.


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RE: War die DDR bankrott?

#237 von queeny , 01.07.2009 08:38

Zitat Herman: Die Platte kenne ich.

Es gab nur die FDJ, alles andere war verboten. Kannst du mir sagen warum?

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wie hieß das Gesetz, Herman, dass anderes verbot Wo stand das Ich bin nicht allwissend. Es gab eben nur die Pionierorganisation und die FDJ. Na und? Es gab auch im kirchlichen Bereich Jugendarbeit. Wurde nicht erwähnt. Aber es gab sie. Sicher argwöhnisch von .... beobachtet.

Selbstverständlich war die Mitgiedschaft in der FDJ freiwillig. Schließlich war ich auch nicht Mitglied dort. Was meinen Vater auf die Palme brachte. Er war nämlich ein Macher. Ich war nie mit dem System konform, aber auch mit dem heutigen nicht. Finde es sogar noch hinterhältiger mit seiner Freiheitslaberei. Das ist das Pfund mit dem heute gewuchert wird. Hinter den Kulissen wird eifrig an unserer Unfreiheit gearbeitet.

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RE: War die DDR bankrott?

#238 von vae victis , 01.07.2009 08:57

queeny
die DDR geschichten kenne ich nur von erzählungen und kann hierzu also nichts sagen, aber in bezug
was jetzt in der BRD passiert, gebe ich dir vollkommen recht.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: War die DDR bankrott?

#239 von bummi , 01.07.2009 10:51

hier mal ein auszug aus der seite des
dhm - deutschen historischen museum:

""1981 hatte die FDJ 2,3 Millionen Mitglieder, das waren fast 75 Prozent der Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren. Diese Altersbegrenzung legte das Jugendgesetz fest. Von Studenten und Lehrern wurde allerdings erwartet, daß sie bis zum 30. Lebensjahr der FDJ angehörten. Die Mitgliedschaft in der FDJ war ein persönlicher Schritt, doch eine normale schulische oder berufliche Entwicklung war ohne FDJ-Mitgliedschaft kaum denkbar (zur zunehmenden inneren Distanz der Jugendlicher gegenüber dem Staat und seinen Einrichtungen besonders seit den frühen achtziger Jahren (vgl. den Beitrag von Günter Roski).""

mit der berufung, zu recht, auf einen beitrag
von g.roski.
die person kann jeder selbst recherchieren:
http://www.google.com/search?hl=de&q=%22...uche&lr=lang_de

damit liegt eindeutig festes wissen über die ddr vor:-))
mit den zeilen oben behauptet der herr, wir hätten uns nicht
normal entwickelt und hätten keine normale schulausbildung bekommen.

liebe @queeny, sind mer mal schon zwei,
die keine fdj - ler waren. heut würde ich, nach dem studium
ihrer seiten, freiwillig dieser org. angehören und sicher
freiwillig den doppelten beitrag zahlen.

manchmal frag ich mich, warum es ein staat nötig hat,
eine leiche, die ddr ist seit zwanzig jahren eine,
mit freien angestellten und mit dem gesamten nachrichtenpotential,
zu fleddern. der "rotfuchs - kommentator" der
ersten seite sieht das ähnlich.
wir waren also doch wesentlich besser , als ´belogen´:-)))
ein unfähiger staat mit einem unfähigen system vergleicht sich
mit dritte - welt - ländern und gräbt in der geschichte,
um seine unfähigkeit zu verschleiern.
so würden das arbeitgeber einem angestellten vorwerfen, der
eine billige ausrede sucht:-)))

kh




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RE: War die DDR bankrott?

#240 von Schlawine , 01.07.2009 12:00

manchmal frag ich mich, warum es ein staat nötig hat,
eine leiche, die ddr ist seit zwanzig jahren eine,
mit freien angestellten und mit dem gesamten nachrichtenpotential,
zu fleddern. der "rotfuchs - kommentator" der
ersten seite sieht das ähnlich.
----
Weil es die Leute auch nach 20 Jahren noch immer lesen, sehen und hören wollen und so schön gegeneinander aufbringt wie man auch hier wieder lesen kann.
Da muss man sich nicht überlegen, wie es gemeinsam weitergehen kann sondern beschäftigt sich eben nur damit was früher angeblich alles so viel "besser" war.Ist doch auch viel bequemer als selbst aktiv zu werden. Für uns, für die Politiker usw., usw.
Und da ich nicht herman heiße meine ich nicht nur die sogenannten "Ossis" sonder auch die "Wessis" die gerne die Mauer wieder haben wollen


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