Ossi Forum - bundesweites Kontakt- und Unterhaltungsforum


RE: War die DDR bankrott?

#46 von Penelope , 13.05.2008 18:15

Das ist ja echt mal ungeheuerlich welche Lügen von den Ossis hier wieder durchgeklopft werden.
Die DDR war pleite, das ist eine Tatsache. Jeder halbwegs denkende Mensch kann das ohne ein VWL-Studium sich selbst an einem Finger abzählen.
Das Land war marode, die Produktion war ausgerichtet auf Dinge, die keiner haben wollte, Devisen waren kaum im Land, die Ostwährung war wertlos.
Die Löhne waren ebenso wertlos, Infrastruktur war kaputt, die Natur verseucht.

Diese Liste könnte man endlos weiterstricken und sie galt auch lange vor der Treuhand, die der Ossimär nach die DDR angeblich erst reingeritten haben soll.
Die Menschen haben echt einen an der Klatsche. Sie vergessen so schnell, dabei sind 18 Jahre nicht gerade die Welt. Wie war das noch gleich? Die Menschen
sind gen Westen geströmt weil?????

Jeder Mensch der das einigermaßen logisch beantworten kann, der kann sich den Rest selbst zusammenreimen. Echt ekelerregend was sich die Ossis hier so rausnehmen.
Man könnte meinen, jeder hat eine 1A propagandistische Ausbildung genossen und spult sie jetzt im Westen schön runter. Nü klar, der Westen war schuld, nü klar, an
allem. Ich glaube solche Dinge und der ganze Rest der mich an manchen Ossis so abstößt trägt dazu bei, dass die Ossis hier im Westen ungefähr so beliebt sind wie
albanische Zuhälter. Denkt mal drüber nach bevor ihr euch wieder die Welt zurechtlügt. Und werdet mal ein wenig offener und lockerer, zieht euch mal den Grenzzaunpfahl
aus der Kimme und legt mal eure unsymphatischen grimmigen Hackfressen endlich ab. Unglaublich sowas dieses ständige Genöhle und was man mit euch ertragen muß.
Euren Hass zu schmecken darauf hab ich echt keine Lust, ihr vergiftet das Klima, von der Politik bis hin in die Arbeitswelt. Für so einen Käse hab ich mich damals
nicht gefreut auf die Einheit...

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RE: War die DDR bankrott?

#47 von Karuscha , 13.05.2008 18:35

Ich würde mal sagen - sehr einseitige Meinung.

Und wenn du dich für das Forum und unser Denken wirklich interessieren würdest, hättest du vielleicht auch mal über den Tellerrand geschaut und mehr Beiträge gelesen. So würdest du auch sehen, dass es hier nicht um irgendeine Scheinwelt oder ein Rummeckern auf den Westen geht.

Außerdem sind hier nicht nur Leute angemeldet, die schon ewige Jahre in der DDR gelebt haben, sondern auch viele junge Leute (die von der DDR nicht wirklich viel mitbekommen haben) sowie diverse Leute aus den alten Bundesländern, denen es hier und bei unseren Treffen sehr gut gefällt.

Aber so Leute wie dich gibt es nunmal - darüber rege ich mich schon lange nicht mehr auf. Wenn es dich glücklich macht ...

LG Katrin


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RE: War die DDR bankrott?

#48 von Penelope , 13.05.2008 18:54

@Karuschka

Ach Karuschka, mit Meinung hat das rein gar nichts zu tun. Wir reden hier von Fakten. Ich war mal kurz nach der Wende in Gotha.
Ehrlich, wer da behaupten möchte, dass diese graue Alptraum schnell mal von der Treuhand verursacht worden ist, der ist geistig krank
und gehört in die Klappse. Gesunder Menschenverstand gegen Ostdeutsche Stasi-Propaganda, das ist doch der Streit mit der jeder
Wessi Tag für Tag zu kämpfen hat, wenn er einen ostdeutschen Arbeitskollegen hat. Eine Meinung, ich lache mich tot, nein das ist keine Meinung.
Ebensowenig wie die Meinung, dass die Erde keine Scheibe ist KEINE Meinung ist, sondern eine Tatsache. Aber mit Verdrehen von Wahrheiten habt ihr
Ossis ja Erfahrung. Scheinwelten werden aufgebaut, die selbst 10jährige so nicht mehr schlucken würden. Ich meine ich habe auch gern Pippi Langstrumpf
geguckt, aber ich hab nie gelaubt, dass 2 mal 2 gleich 5 ist.

Und ja, ich kann dich nur bestätigen, in einem Punkt hast du recht. Es gibt auch viele junge Ossis, die die Lügen der Vergangenheit bereitwillig schlürfen,
wie andere Leute Austern. Ja, es gibt Studien und Umfragen, wonach ostdeutsche Schüler behaupten, dass die DDR eine Demokratie war oder die Mauer von den USA
errichtet wurde. Ja da hast du Recht, die jungen Ostdeutschen die Lügen nachkauen, die ihnen die Älteren ins Maul gespuckt haben, die gibt es. Genauso wie es
Jungnazis gibt, die die Hand strecken und Heil Hitler rufen.

Krankheiten pflanzen sich eben fort, das gilt für das Nazireich ebenso wie für das DDR Regime.

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RE: War die DDR bankrott?

#49 von Karuscha , 13.05.2008 19:05

Ich für meinen Teil weiß , dass die DDR nicht wirklich eine Demokratie war - aber mein Gott, ich bin da nunmal geboren. Ich werde meine Heimat deswegen sicherlich nicht verheimlichen - was kann ich dafür, was da für eine Regierung an der Macht war.

Aber wie ich schon geschrieben habe - du glaubst nur das, was du auch glauben willst. Und wenn dich das glücklich macht - dann mach halt so weiter. Glücklicherweise kenne ich viele Schwaben, etc. die wie normale Menschen (nicht wie du) denken. Aber man kann erwachsenes Verhalten nunmal leider nicht von jedem Menscher erwarten.

Katrin


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RE: War die DDR bankrott?

#50 von Penelope , 13.05.2008 19:12

@Karuscha

Ich werfe den Ossis nicht ihre ehemalige Dikatur vor. Ich werfe ihnen nur vor, dass sie herumlügen und die Geschichte verdrehen möchten.
Und diejenigen klage ich auch an, die diese Lügen so wie hier im Forum vielleicht nicht verbreiten, aber kommentarlos einfach stehen lassen.
Auch das ist eine Lüge, wenn auch indirekt.

Und was meinen "Glauben" anbelangt kann ich mich nur wiederholen. Ich rede von Fakten, die DDR war faktisch bankrott. Deshalb sind die Menschen
zu tausenden da geflohen, schon lange vor dem eigentlichen Zusammenbruch. Die Lüge, dass eine westdeutsche Behörde das schöne Ostdeutschland ruiniert
haben soll, ist eine Dolchstoßlegende, wie sie die Nazis besser nicht hätten schreiben können.

Und achja, was die netten Schwaben angeht *lach*, hör die erst mal reden, wenn der letzte Ossi den Raum verlassen hat. Das ist lustig und leider auch meistens
sehr wahr. Wieg dich nicht in eine trügerische Sicherheit, wie mit der Treuhandlüge. Die Ossis sind sehr unbeliebt, das ist eine Tatsache. Und die DDR hat sich
komplett selbst ruiniert, das ist die zweite Tatsache. Dass sich dies mit meiner Meinung deckt, heißt noch lange nicht, dass es nur meine Meinung ist. Es ist die
Meinung von sehr vielen Menschen und nebenbei bemerkt ist es schlichtweg eine nicht zu leugnende Tatsache.

Nette Schwaben, ja genau. Wir Schwaben sind ja auch nicht blöd, wir kriegen das schon mit, wie die Ossis so negativ ticken. So wie hier negativ über Heilbronn gesprochen wurde
oder gar über die Schwaben selbst. Und da sage ich ciao ciao Ossi wenn es euch hier nicht schmeckt. Ne bei so einem ekligen Verhalten der Proletarier aus dem Osten, da kann kein
normal denkender Schwabe nett zu euch sein. Allein wie wir immer versuchen uns das Lachen zu verkneifen, wenn der ostdeutsche "kollege" versucht die Zahl elf also ÖLF auszusprechen.

Eigentlich eine Schande, Deutscher und kann nicht mal seine eigene Muttersprache. Da gibt es sogar mehr Ausländer, die die Aussprache besser drauf haben als die "Deutschen" ausm Osten.

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RE: War die DDR bankrott?

#51 von mathias , 13.05.2008 19:16

Zitat von Penelope
@Karuschka

Ach Karuschka, mit Meinung hat das rein gar nichts zu tun. Wir reden hier von Fakten. Ich war mal kurz nach der Wende in Gotha.
Ehrlich, wer da behaupten möchte, dass diese graue Alptraum schnell mal von der Treuhand verursacht worden ist, der ist geistig krank
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Ossis ja Erfahrung. Scheinwelten werden aufgebaut, die selbst 10jährige so nicht mehr schlucken würden. Ich meine ich habe auch gern Pippi Langstrumpf
geguckt, aber ich hab nie gelaubt, dass 2 mal 2 gleich 5 ist.

Und ja, ich kann dich nur bestätigen, in einem Punkt hast du recht. Es gibt auch viele junge Ossis, die die Lügen der Vergangenheit bereitwillig schlürfen,
wie andere Leute Austern. Ja, es gibt Studien und Umfragen, wonach ostdeutsche Schüler behaupten, dass die DDR eine Demokratie war oder die Mauer von den USA
errichtet wurde. Ja da hast du Recht, die jungen Ostdeutschen die Lügen nachkauen, die ihnen die Älteren ins Maul gespuckt haben, die gibt es. Genauso wie es
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Krankheiten pflanzen sich eben fort, das gilt für das Nazireich ebenso wie für das DDR Regime.


Das die DDR in sehr großen Schwierigkeiten war, bestreiten doch keiner.
Nur über das Ausmaß kann man streiten.
Investionsstaus hätten man auch ohne Treuhand lösen können, und in einem freien, fairen Wettbewerb hätten auch durchaus noch einige Firmen gerettet werden können, die aber so abgewickelt wurden.

Die massenarbeitslosigkeit entstand durch eine Hyperinflation ende 80 frühen 90igern, als sich der Ostblock auflöste, und damit die währungen des ehemaligen Ostblocks in trudeln gerieten.
Bei uns brach der markt mit einführung der D-mark weg, als schlicht unsere Produkte von einem tag auf dem anderen teuerer wurde, eben dank der Aufwertung, und die führen Kunden im ehemaligen ostblock sich die produkte nicht leisten konnten. Desweiteren wurde uns der Westmarkt versperrt, da die Händler aus dem Westen die Produkte nicht abnahmen, und unsere handelsketten in eine Verträge mit Westfirmen gerieten, die dann natürlich so auch die Konkurenz abwickelten.

Das in diesen Nüchternen Umfeld dann drastische Massnahmen, wie massenentlassung entstanden, dürfte logisch sein.
Mehr firmen gingen in die Knie, als neue firmen entstanden, mehr leute wurden entlassen, als eingestellt wurden = Rezession oder eigentlich müßte man da sogar von depression sprechen war die folge..

Das ist die nüchterne Bilanz, an der wir alle noch zu knabbern haben..
Und wenn sie darin propaganda finden, dann soll es so sein, denn jedem sein meinung...


Spürst du es in dir? Wie uns das Leben erfüllt mit Glück? Wir alle sind hier zu leben unser Geschick. Sing ein Lied! Vergiss die Sorgen, wenn ein Tag zu Ende ist! Komm vertrau auf morgen, weil das Leben es uns verspricht!

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RE: War die DDR bankrott?

#52 von Karuscha , 13.05.2008 19:17

Dann werde mit deinen nicht zu leugnenden Tatsachen glücklich und verschone uns mit deinem Gequatsche.

Wie nun auch schon mehrmals geschrieben - würdest du dich ehrlich für dieses Forum interessieren, müsstest du gar nicht so viel Zeit mit dem zumüllen des Forums verbringen, sondern könntest dich wie viele andere ordentlich und nett mit uns unterhalten und wie Erwachsene diskutieren.

Aber dir geht es doch nur um reine Provokation - aber such dir dazu bitte ein anderes Forum.

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RE: War die DDR bankrott?

#53 von mutterheimat , 13.05.2008 19:27

Ich glaube, hier wird etwas vergessen. Und zwar das Wichtigste. Warum war die DDR bankrott. Ich schrieb schon darüber und will es noch einmal kurz tun. Mit Waffen kann man nichts bezahlen. Genau das kam als Bezahlung aus der UdSSR. Unsere Produkte wurden als Bardergeschäft, zum ganz großen Teil, gegen Waffen eingetauscht. In einem meiner Beiträge befindet sich der Ausspruch von Ronald Reagan, bezüglich Rüstung. Das und nur das, war das finanzielle Ende der DDR (bitte nachlesen), im übrigen dem Vorzeigestaat des RGW.


Es ist immer besser, etwas aus originalen Quellen zu erfahren, als aus ganz besonders "klugen Köpfen".

 
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RE: War die DDR bankrott?

#54 von Penelope , 13.05.2008 19:28

Ganz neue Töne, wenigstens sind einige Leute so weit wenigstens einzugestehen, dass die DDR bankrott war.
Bei anderen Leuten könnte man ja davon ausgehen wenn man sie denn so reden hört, dass die BRD so arm war,
dass die Ossis nur deshalb rübergekommen sind, um uns zu helfen.

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zuletzt bearbeitet 13.05.2008 | Top

RE: War die DDR bankrott?

#55 von mathias , 13.05.2008 19:44

Zitat von Penelope
Ganz neue Töne, wenigstens sind einige Leute so weit wenigstens einzugestehen, dass die DDR bankrott war.
Bei anderen Leuten könnte man ja davon ausgehen wenn man sie denn so reden hört, dass die BRD so arm war,
dass die Ossis nur deshalb rübergekommen sind, um uns zu helfen.


Schwierigkeiten sind nicht das selbe wie Bankrott ;)

Aber um das zu verstehn müßte man jetzt wiederrum die VWL und Fiskalpolitik bemühen, und in anbetracht was du grade postet, spare ich es mir lieber...da du das vermutlich nicht begreifen würdest..


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RE: War die DDR bankrott?

#56 von Björn , 13.05.2008 20:21

Wie hatte Obelix die Tage schon geschrieben: vielleicht hat 'das kleine A....l.' noch eine Schwester! Hier ist sie oder es unter P. jetzt angemeldet :-D:-D


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RE: War die DDR bankrott?

#57 von mathias , 13.05.2008 20:28

Zitat von mutterheimat
Ich glaube, hier wird etwas vergessen. Und zwar das Wichtigste. Warum war die DDR bankrott. Ich schrieb schon darüber und will es noch einmal kurz tun. Mit Waffen kann man nichts bezahlen. Genau das kam als Bezahlung aus der UdSSR. Unsere Produkte wurden als Bardergeschäft, zum ganz großen Teil, gegen Waffen eingetauscht. In einem meiner Beiträge befindet sich der Ausspruch von Ronald Reagan, bezüglich Rüstung. Das und nur das, war das finanzielle Ende der DDR (bitte nachlesen), im übrigen dem Vorzeigestaat des RGW.


Was ich in dem Zusammenhang interessant finde, sind die derzeitigen Parrallelen von Amerika heute, zu Rußland ende der 80 iger, als russland quasi pleite war..

Parrellen:
~ Krieg und die damit hohen Kosten (damals bei Rußland Afganistan, in Amerika heute Irak und Afganistan)
~ hohes handelsdefizit/Leistungsbilanzdefizit
~ währung die kaum noch einer haben will, und daher ständig abgewertet wird
~ extrem hohe Verschuldung

Wir wissen ja, wie das ausgegangen ist


Spürst du es in dir? Wie uns das Leben erfüllt mit Glück? Wir alle sind hier zu leben unser Geschick. Sing ein Lied! Vergiss die Sorgen, wenn ein Tag zu Ende ist! Komm vertrau auf morgen, weil das Leben es uns verspricht!

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RE: War die DDR bankrott?

#58 von mutterheimat , 13.05.2008 21:11

Zitat von mathias
Zitat von mutterheimat
Ich glaube, hier wird etwas vergessen. Und zwar das Wichtigste. Warum war die DDR bankrott. Ich schrieb schon darüber und will es noch einmal kurz tun. Mit Waffen kann man nichts bezahlen. Genau das kam als Bezahlung aus der UdSSR. Unsere Produkte wurden als Bardergeschäft, zum ganz großen Teil, gegen Waffen eingetauscht. In einem meiner Beiträge befindet sich der Ausspruch von Ronald Reagan, bezüglich Rüstung. Das und nur das, war das finanzielle Ende der DDR (bitte nachlesen), im übrigen dem Vorzeigestaat des RGW.


Was ich in dem Zusammenhang interessant finde, sind die derzeitigen Parrallelen von Amerika heute, zu Rußland ende der 80 iger, als russland quasi pleite war..

Parrellen:
~ Krieg und die damit hohen Kosten (damals bei Rußland Afganistan, in Amerika heute Irak und Afganistan)
~ hohes handelsdefizit/Leistungsbilanzdefizit
~ währung die kaum noch einer haben will, und daher ständig abgewertet wird
~ extrem hohe Verschuldung

Wir wissen ja, wie das ausgegangen ist

Das stimmt aber nur dahingehend, als daß es eine, aber nur eine Parallele ist. Jeder Staat der Erde und sei er noch so arm, wird den USA finanziell helfen. Warum? Weil die USA die Rechengrundlage besitzen, auf welcher alles, aber auch wirklich alles, international, ausgerechnet wird, den Dollar. Das macht sie finanziell unverwundbar. Darum können sie auch das große "Maul" haben. Denn, sie können es bezahlen. Das wie, spielt dabei keine Rolle.


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RE: War die DDR bankrott?

#59 von mathias , 13.05.2008 21:20

Zitat von mutterheimat
Zitat von mathias
Zitat von mutterheimat
Ich glaube, hier wird etwas vergessen. Und zwar das Wichtigste. Warum war die DDR bankrott. Ich schrieb schon darüber und will es noch einmal kurz tun. Mit Waffen kann man nichts bezahlen. Genau das kam als Bezahlung aus der UdSSR. Unsere Produkte wurden als Bardergeschäft, zum ganz großen Teil, gegen Waffen eingetauscht. In einem meiner Beiträge befindet sich der Ausspruch von Ronald Reagan, bezüglich Rüstung. Das und nur das, war das finanzielle Ende der DDR (bitte nachlesen), im übrigen dem Vorzeigestaat des RGW.


Was ich in dem Zusammenhang interessant finde, sind die derzeitigen Parrallelen von Amerika heute, zu Rußland ende der 80 iger, als russland quasi pleite war..

Parrellen:
~ Krieg und die damit hohen Kosten (damals bei Rußland Afganistan, in Amerika heute Irak und Afganistan)
~ hohes handelsdefizit/Leistungsbilanzdefizit
~ währung die kaum noch einer haben will, und daher ständig abgewertet wird
~ extrem hohe Verschuldung

Wir wissen ja, wie das ausgegangen ist

Das stimmt aber nur dahingehend, als daß es eine, aber nur eine Parallele ist. Jeder Staat der Erde und sei er noch so arm, wird den USA finanziell helfen. Warum? Weil die USA die Rechengrundlage besitzen, auf welcher alles, aber auch wirklich alles, international, ausgerechnet wird, den Dollar. Das macht sie finanziell unverwundbar. Darum können sie auch das große "Maul" haben. Denn, sie können es bezahlen. Das wie, spielt dabei keine Rolle.


Dem würde ich nur begrenzt zu stimmen!
Da es ja derzeit durchaus die alternative Euro gibt..
Und offen, wenn ich fiaskalpolitisch wählen kann, ob ich grünes Klopapier als zahlungsmittel akzeptiere, oder zu dem deutlich wertstabileren euro wechsel kann, dann sagt der Sachverstand, dass ich nicht das klopapier wähle..
Und Nüchtern scheint sich das auch durchzusetzen, denn selbst in Amerika fangen manche Unternehmen an, lieber euro zu akzeptieren als Dollar.
Von Rußland, die ja sowieso lieber Euro nehmen, und Norwegen (die ja auch ihr Öl im Euroraum verkaufen), bis stellenweise China pröckelt die Front.

Denn mal offen, wenn eine Leitwährung immermehr an wert verliert, und dadurch sich quasi gesund bilanziert, aber die Exportländer dafür immer weniger geld für ihre waren bekommen, wie lange macht man das mit?


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RE: War die DDR bankrott?

#60 von Buhli , 13.05.2008 21:48

Matthias, wir wissen nicht nur, wie es ausgegangen ist. Wir haben es sogar überlebt Besser als so manchem lieb ist. Siehe K.A., P., Gr.S. usw. Wir kennen allerdings auch den Unterschied zwischen maroder und intakter Wirtschaft. Auch ohne verklärten Blick. P. glaubt immer noch, daß die bundesdeutschen Bonner Prägung, marode Betriebe gekauft haben. Diese haben bis heute noch keinen Besitzer. Wie ja sehr oft zu sehen ist. Es wäre doch an der Zeit, mal die Dinge gegenüber zustellen, die beide Länder in dieses neue Land eingebracht haben. Versuche dieser Art enden immer nur mit:"Marode DDR-Wirtschaft." Wer halbwegs ordentlich gebildet ist, weiss, daß das die Berufsgruppe der Stammtischler und deren Hausfrauen von sich geben. Es wird ja nun auch langsam über den Rundfunk gasendet, daß die bundesdeutschen Bildungssysteme schon seit mehr als 40 Jahren auf der Stelle treten. Sprich hinterher hinken. 40 Jahre? Hatte da die DDR etwa schon einen Einfluß auf die damalige BRD? Diese Bildungssysteme hat die alte BRD mit in die Wiedervereinigung eingebracht. Die sind so klasse, daß jedes Jahr Analphabeten in fünfstelliger Zahl "Produziert" werden. Leider mußte der Osten ins Bildungsmittelalter der alten Länder zurück. Allein dieser Fakt, kostet die neue BRD mehr als die marode DDR je kosten wird. Dem Beckmann sein gejammere über "Die überforderten Kinder" konnte ich nur ein schmunzeln abgewinnen. Es sind bereits die Eltern, die überfordert sind. Diese Eltern sind nun schon Lehrer, Chefs sowie Politiker. Wie lange hängen die bundesdeutschen Bildungssysteme schon hinterher? Ist das etwa wieder ein verklärter Ostalgieblick? Wenn man dem Zusammenwachsen dienen will, sollte man nicht nur mit dem Finger auf andere Zeigen. Das hat noch keiner Beziehung genützt. Zu Fehlern zu stehen ist ja keine Sünde, sondern zeugt von Stärke. Wird nur leider von den falschen als Schwäche ausgelegt. Die Ossis wissen sehr wohl, welche Fehler gemacht wurden. Nur hat so mancher Wessi sein Problem damit, wenn der Ossi die gleichen Fehler im Westen entdeckt und auch noch aufzeigt. Da kommt dann immer die etwas primitive Frage: "Was willst Du dann hier, wenn bei Euch alles besser ist?" Da kannst Du nur noch mit "Entwicklungshilfe leisten" antworten.


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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