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RE: Identitätsverlust

#46 von mutterheimat , 13.06.2008 23:33

Zitat von tommes
@mutterheimat: Bei Deiner Einberufung warst Du aber etwas älter, als Deine Kameraden und "West-Erfahrung"(lt. Deinen Aussagen) hattest Du auch schon, oder?

thomas

Ich wollte eigentlich diesbezüglich nichts mehr sagen. Nur als Gedankenstütze. Was macht ein Schriftsetzer bei einer Zeitung? Kann es sein, das der Seiten zum Druck vorbereitet? Gibt es da den Begriff, Manuskripte? Ist der Begriff, übersetzte Fremdsprachen geläufig, (Deutsch-Finnisch, Deutsch-Englisch, Deutsch-Französisch, Deutsch-Russisch, Deutsch-Arabisch)? Gibt es das Thema, Export in das NSW Gebiet für Valuta, (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften)? Kontakte hatte ich vor der Armeezeit ebenfalls (Finnland, BRD). Ich kann mal einen Teil meiner Stasi Akte zum Treffen (Rhön) mitbringen, fall es gewünscht wird.


Es ist immer besser, etwas aus originalen Quellen zu erfahren, als aus ganz besonders "klugen Köpfen".

 
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RE: Identitätsverlust

#47 von tommes , 14.06.2008 00:12

Danke für die Reaktion - manche Beiträge kann ich jetzt anders einordnen. Eine sehr gute Freundin ist für ein paar Jahre in Russland aufgewachsen und hat in den letzten Jahren zeitweise zu Russischen Filmen für eine Bildungsgesellschaft Zusammenfassungen für jetzige Schüler erstellt.

Ich wollte Dich nicht angreifen - wollte nur wissen, was Du mit Deinen Vorwürfen meinst.

Ob ich zu dem Treffen komme, weiß ich leider noch nicht, da ich ein paar Tage vorher Geburtstag habe und schon in der Planung für die Feier war. Dich - Euch würde ich aber trotzdem gerne mal persönlich kennenlernen und Dich von Deiner jetzigen Meinung über mich abbringen!

thomas

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RE: Identitätsverlust

#48 von mutterheimat , 14.06.2008 15:21

Ich kann noch mehr in dieser Richtung erzählen (z.B. Wahlzettel drucken), pol. Erziehung im Parteibetrieb etc. Aber wahrscheinlich würde es wieder Streit geben.


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RE: Identitätsverlust

#49 von Weilheimer , 15.06.2008 20:23

Zitat von mutterheimat
Ich kann noch mehr in dieser Richtung erzählen


Ach nö, lass mal gut sein, du laberst schon genug Deine Haare musst du dir selber schneiden, weil du beim Friseur Hausverbot hast.
Nun mal im Ernst, wie wäre es denn, wenn du Deine dir selbst zusammengeschusterte Ideologie einfach für dich behältst und deinen Blick einfach mal in die Zukunft lenkst und nicht immer und immer wieder in die Vergangenheit schaust und in ihr schwelgst. Wenn es für dich persönlich wichtig ist, schreibe eine Biografie. ;-) Die Leutz, die das interessiert, die kaufen dann dein Buch.
Eigentlich bist du ja noch nicht so alt, aber wenn man deine Schreibe so mitverfolgt und nicht im Profil nachschaut, meint man jemanden Ü60 vor sich zu haben.
Zu einem guten Kumpel würde ich sagen "Man du nervst!".

 
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RE: Identitätsverlust

#50 von Debalier , 19.06.2008 01:41

Identität - die meine ist ambivalent. da ich aus einer hauptamtlichen stasifamilie stamme, die mich irgendwann zu hause rausgeworfen hat, habe ich bis vor ziemlich kurzer zeit die DDR (und damit fast die hälfte meiner lebenszeit) ausschliesslich negativ bewertet und so getan, als hätte es sie nie gegeben.... wende, freiheit, freiheit, freiheit. dass diese freiheit sehr haltlos war, habe ich erst zu begreifen begonnen, als mir vor einigen jahren ´ne völlige orientierungslosigkeit eingestehen musste - denn unter den miesen erfahrungen in meiner jugend war das als kind vermittelte gefühl begraben, dass dieses land auch gemeinschaft, ggs. stützen und fürsorge gelehrt und uns auch teilweise real geboten hat. als pionier habe ich mich noch wertvoll und beachtet gefühlt, später ist das in zwang und gleichschalterei völlig untergegangen.
heute frag ich mich - was wäre aus diesem experiment geworden, wenn man uns nicht aufgrund diverser ängste eingesperrt, uniformiert und kontrolliert hätte? eine antwort darauf wird es nie geben, doch bin ich heute dankbar für die konträren erfahrungen, die mir mittlerweile das gefühl geben, individualistisch und gemeinschaftlich zugleich denken zu können. insofern habe ich wohl eine mehrschichtige identität, die umso klarer wird, je mehr ich meine wurzeln und geschichte verstehe.

Andreas


http://www.tanz-der-klaenge.de

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