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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#16 von queeny , 08.07.2008 15:23

Sorry! Sehe gerade, daß es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat. Ich lasse es aber trotzdem da stehen.

Rebekka

 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#17 von WELLO , 08.07.2008 18:07

Zitat von mutterheimat
... Billiger Lohn. Und dieser billige Lohn ist es, welcher uns eines Tages umhauen wird. ...


mutterheimat, das fing doch schon vor Jahrzehnten an mit den Japanern. Erst sah man verächtlich auf die minderwertigen "Kopierer" herab, dann haben sie strategisch wichtige Branchen aufgerollt (Elektronik, Foto...), im Hintergrund mit billigen Löhnen. Und jetzt? Sie sind selbst zum Hochpreisland geworden, plötzlich gibt es auch dort Arbeitslose - es wiederholt sich alles. Derzeit sind die Billiglohnländer China, Indien... eine Zeitlang.

Und Osteuropa? Viele mittelständische Unternehmen sind nach Osteuropa gegangen, es ließ sich dort so schön billig - scheinbar - produzieren. Nicht wenige Unternehmen sind reumütig zurückgekehrt. Die billigen Löhne waren nicht alles, es gab einen Haufen anderer Probleme, die ebenso Kosten verursacht hatten...

Ganz Schlaue sind gleich hiergeblieben und haben ein bisschen nachgedacht, innerbetrieblich reformiert, umorganisiert, ihre Strategie überarbeitet - und siehe da, es ging - und geht immer noch!

Andersherum: die EU - Länder machen die meisten ihrer Geschäfte mit Ihresgleichen. Wären die Partner alles arme Hunde, könnten sie diese Geschäfte nicht machen, sie könnten weder kaufen noch verkaufen! Etwas überspitzt ausgedrückt, könnte man sagen: Billiglohn hat keine Zukunft - das kommt und geht. Schließlich wollen die Beschäftigten nicht auf Dauer für Hungerlöhne arbeiten...

Gruß Wello


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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#18 von WELLO , 08.07.2008 18:23

Zitat von kalteschnauze

ich kenne auch nen umgekehrten fall von bekannten, da ist in den 50ziger jahren (da gabs im westen ne hohe arbeitslosigkeit und z.t. niedrigere löhne wie in der ddr) ne ganze familie aus h nach der ddr gezogen und die blieben immer dort, waren drüben arbeitslos gewesen und hatten eben in der ddr mehr aussichten auf nen job...... literarisch kannst du sowas auch in "sheriff teddy" von benno pludra nachlesen also ausnahmen gabs auch.


...und Ausnahmen bestätigen die Regel! Ich kenne auch mindestens drei Fälle von solchen Ausnahmen - und Du hast Recht, Anfang der 50er gab es im Westen eine hohe Arbeitslosigkeit - die soziale Marktwirtschaft griff erst nach ein paar Jahren.

Wie sozial die DDR wirklich war - siehe Deinen thread
http://www.ossiforum.de/t1582f7-war-die-...belangen-2.html

Aber das versprochene Paradies gab und gibt es weder im Osten noch im Westen...

Gruß Wello

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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#19 von mutterheimat , 08.07.2008 19:14

@ Wello. Ich gehe in dieser Hinsicht auf einem anderen Weg. Warum? Ein Unternehmer wird immer nach Profitmaximierung suchen. Das ist so! In der Zeit, wo er sich im Ausland befindet, kann er entsprechende gute Geschäfte machen. Wenn es nicht mehr geht, so haut er wieder ab. Beispiel Nokia Bochum. Rumänien lockt mit entsprechenden Angeboten. Darum geht es auch nicht. Denn in der Zeit, wo das Unternehmen weg ist, wird es in der Region, wo es ursprünglich stand, dünn zum Thema Geld und Arbeitsplätze. Erinnere dich an die USA Streitkräfte in Deutschland. Sie waren ein Hauptarbeitgeber. Pünktlicher und ich möchte sagen, nicht schlechter Lohn. Bis sich andere Unternehmen angesiedelt haben, vergeht eine gewisse Zeit. Und die kann gewaltig einschlagen. Und darauf wird spekuliert. Mit kräftigem Erfolg. In Ostdeutschland wird darauf noch ganz anders spekuliert. Darum gibt es auch dort eine andere Art der Geldeintreibung von zahlungsunwilligen Arbeitgebern. Abgesehen von Gerichten, Titeln und Gerichtsvollziehern ist dort noch etwas anderes existent. Dort gibt es noch 2 Geschwister (zumindestens als ich noch dort gearbeitet habe, Dresden). Herr/Frau Makarow und Herr/Frau Kalaschnikow genannt. Kam reichlich im Fernsehen, damals. Diese beiden "Personen" sprechen nur ein einziges Mal. Hochwirksam!


http://www.albrechtsburg.de/4.0.html, http://www.meissen.de/ Man sollte niemals vergessen, wo seine Wiege stand!

 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#20 von Lehmann ( Gast ) , 08.07.2008 19:37

Zitat von mutterheimat
. Dort gibt es noch 2 Geschwister (zumindestens als ich noch dort gearbeitet habe, Dresden). Herr/Frau Makarow und Herr/Frau Kalaschnikow genannt. Kam reichlich im Fernsehen, damals. Diese beiden "Personen" sprechen nur ein einziges Mal. Hochwirksam!


Die Aussage belege mal mit Fakten!
Komm aber nicht mit You tube.

Am besten bemühe die Presse der Dresdner Region, denn Bonny & Clyde im Osten wäre durch die Medien gegangen!

Lehmann

RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#21 von mutterheimat , 08.07.2008 19:47

Ist es!!!!! Schau mal bei älteren Zeitungen nach. Oder kannst du, altersbedingt, nicht zwischen den Zeilen lesen???????


http://www.albrechtsburg.de/4.0.html, http://www.meissen.de/ Man sollte niemals vergessen, wo seine Wiege stand!

 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#22 von Lehmann ( Gast ) , 08.07.2008 20:01

Zitat von mutterheimat
Ist es!!!!! Schau mal bei älteren Zeitungen nach. Oder kannst du, altersbedingt, nicht zwischen den Zeilen lesen???????


Fällt dir zum Thema nichts besseres ein, als mit solchen Revolvergeschichten und den ewig gleichen Platituden vom "zwischen den Zeilen lesen" Eindruck schinden zu wollen.

Außerdem hast du eine Behauptung aufgestellt, zu der nicht ich den Beweis der Wahrheit führen muss. Die Pflicht liegt wohl bei dir.

Lehmann

RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#23 von Sentinel , 08.07.2008 20:38

Mutterheimat meint solche Firmen, wie Moskau Inkasso. Das sind kriminelle Geldeintreiber, die bedrohen auch ehrliche Arbeitgeber, die ohne eigenes Verschulden den Bach runtergegangen sind. Der Chef von Moskau Inkasso erst vor kurzem von einem Gericht wegen mehrerer Delikte, wie Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung rechtskräftig verurteilt worden. Das sind keine Helden sondern gewöhnliche Kriminelle. Die damit ihren Reibach, weil sie von vielen als die letzte Möglichkeit angesehen doch noch zu ihrem Geld zu kommen.
Für kriminelle Arbeitgeber sind die allerdings die richtige Antwort. Selbst wenn es Moskau Inkasso nicht mehr gibt, dafür kommt dann Ersatz.

 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#24 von Lehmann ( Gast ) , 08.07.2008 21:00

@ Sentinel

Mir ist die Fa. Moskau Inkasso" durchaus (aus dem Fernsehen) bekannt. Nach der Darstellung in denm Beitrag war nicht zu erkennen, das diese Fa. ihre Geldeintreibung mittels Makarow und Kalaschnikow löst.

Wenn Mutterheimat solches meint, soll er auch solches schreiben.

Lehmann

RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#25 von Buhli , 08.07.2008 21:11

Wello, mir hat mal eine Dame aus Chemnitz gesagt, daß sie in den Westen gegangen sei um es besser zu haben. Als sie das "Besser" konktretisieren sollte, wußte sie nicht mehr weiter. Sie war Mädchen für alles, im Hotel Schwanen, in Metzingen. Die die in den Westen sind, sind auch nicht die, die Hardcorekapitalist spielen wollen. Sowas funktioniert da nicht ganz so gut wie im Osten. Die wollen die besseren "Kapitalisten" sein. Die haben da nur nicht so ein Problem ihr Schulwissen anzuwenden. Sei es nur die Gelassenheit, wenn ein Westchef den Kapitalisten raushängen lässt. Von der Sorte gibt es reichlich. In Metzingen wird eine Sicherheitsfirma nach mehreren hin und herverkäufen, von Leuten aus Brandenburg geführt. Seitdem wächst die Firma wieder. Die Leute dieser Firma, mit den ich über die Arbeitsbedingungen quatsche, sind recht positiv ihrer Firma gegenüber, eingestellt. Ich treffe die immer mal wieder in den Häusern beim Geldautomaten füllen, in den ich meinen Stand habe.





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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#26 von Weilheimer , 08.07.2008 21:30

Zitat von Lehmann
@ Sentinel
Mir ist die Fa. Moskau Inkasso" durchaus (aus dem Fernsehen) bekannt. Nach der Darstellung in denm Beitrag war nicht zu erkennen, das diese Fa. ihre Geldeintreibung mittels Makarow und Kalaschnikow löst.
Wenn Mutterheimat solches meint, soll er auch solches schreiben.


Er liebt eben die Übertreibung LOL



 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#27 von Sentinel , 08.07.2008 21:45

Zitat von Lehmann
@ Sentinel
Mir ist die Fa. Moskau Inkasso" durchaus (aus dem Fernsehen) bekannt. Nach der Darstellung in denm Beitrag war nicht zu erkennen, das diese Fa. ihre Geldeintreibung mittels Makarow und Kalaschnikow löst.
Wenn Mutterheimat solches meint, soll er auch solches schreiben.

@Lehmann ich habe mir so gedacht, dass er sowas oder was ähnliches meint, wissen tu ich es nicht. Sozusagen ins Maul gelegt. Makarov und Kalaschnikov verwenden diese kriminellen Inkassofirmen sicher erst am Schluß. Von einem toten Schuldner kann man nichts mehr holen.


 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#28 von Buhli , 08.07.2008 21:47

Diesen Beitrag mit Moskau Inkasso hab ich auch gesehen. Von Gewalt keine Spur. Heute war im Spiegel was von Herrn Gerlach. Ja der, der die Versicherungen und Finanzprodukte aufs Korn nimmt. Er bezahlt seine Rechnungen erst wenn die Zwangsvollstreckung droht. Das sind die Sorte, die für so manche Pleite sorgen. Klasse wenn man dann den "Gerlachreport" empfohlen bekommt...





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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#29 von mutterheimat , 08.07.2008 22:05

Zitat von Lehmann
@ Sentinel

Mir ist die Fa. Moskau Inkasso" durchaus (aus dem Fernsehen) bekannt. Nach der Darstellung in denm Beitrag war nicht zu erkennen, das diese Fa. ihre Geldeintreibung mittels Makarow und Kalaschnikow löst.

Wenn Mutterheimat solches meint, soll er auch solches schreiben.

@ Lehmann. Ich habe doch gesagt, du kannst, wahrscheinlich altersbedingt nicht zwischen den Zeilen lesen. Du schaffst es nicht mitzudenken, denn Übertreibungen waren es nicht. Es sind Berichte existent, im Fernsehen selbst gesehen und auch in der SZ gelesen. Dabei ist Moskau Inkasso erst zweitranig. Manche Leute rasten aus. Und zwar restlos. Muß ich das auch noch erlären. Oder schaffst du wenigstens das.
Im übrigen hat Sentinel Recht. Es gibt immer Ersatz (bezüglich Geldeintreiberfirmen). Auf die eine oder andere Weise. Wer erinnert sich noch an die Hinrichtung, (wahrhaftig, laut Polizeibericht Anfang der 90er Jahre
in Dresden), als ein Arbeitgeber seine Außenstände nicht bezahlen wollte. Ich erinnere mich noch recht gut.


http://www.albrechtsburg.de/4.0.html, http://www.meissen.de/ Man sollte niemals vergessen, wo seine Wiege stand!

 
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RE: Ostdeutsche Arbeitgeber=Hardcorekapitalisten?

#30 von joesachse , 08.07.2008 23:38

Zitat von mutterheimat
...
Manche Leute rasten aus. Und zwar restlos. Muß ich das auch noch erlären. Oder schaffst du wenigstens das.



Ja, solltest Du erklären. Da außer Dir wahrscheinlich keiner so recht versteht, was Du postet. Wäre einfach nett, wenn Du hier nicht Rätselraten spielst, sondern Deine Beiträge etwas konkretisierst.

Ich lese sehr selten sächsische Zeitungen und habe weder Zeit noch Lust, bei jeder deiner Äußerungen das Internet zu bemühen, um rauszubekommen, auf welche der Millionen Ereignisse du jetzt wieder anspielst.

Zitat aus der Werbung "Fakten!Fakten!Fakten"

Gruß
JoeSachse

 
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