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Zwischen zwei Stühlen

#1 von Karla Zellwald , 27.08.2008 11:04

Karla Zellwald: Zwischen zwei Stühlen - Aus dem Alltag einer Ostdeutschen im Westen 1991-2008, Paperback, DIN A5, 179 Seiten, Verlag book-on-demand, 10 €, Ab Anfang September im Buchhandel bestellbar.

Zu meinem Buch:

Im Jahr 2006 begann ich aufzuschreiben, was ich in meiner neuen Heimat in Westdeutschland erlebe. Sowohl die Distanziertheit, die ich antraf, als auch das von der DDR-Gesellschaft abweichende Familien- und Frauenbild waren der Anlass, mir Gedanken zu machen über das Miteinander in heutiger Zeit.

In 25 Kurzgeschichten über das Leben in der westdeutschen Gesellschaft versuche ich, den Gründen für diese Unterschiede auf den Grund zu gehen, ohne verurteilend zu sein, und mir dadurch die Fremdheit zu erklären, die ich auch nach über 16 Jahren Leben in den alten Bundesländern noch spüre. Ich nehme den Standpunkt einer um Verstehen bemühten Beobachterin ein. Aber aufgrund meiner Sozialisierung in der DDR ist mir auch bewusst, dass mein Herz immer für die frühere Heimat und deren Menschen schlagen wird, auch wenn ich gelernt habe, mich in der neuen Zeit zu behaupten. Als eine der möglichen Ursachen für die Kälte unter den Menschen habe ich die Fokussierung auf materiellen Reichtum und Äußerlichkeiten ausgemacht. Darum auch ist meine lockere Folge von Erzählungen aus dem ganz normalen Alltag zwischen West- und Ostdeutschen gewürzt mit gesellschaftskritischen Gedanken und solchen aus Philosophie, Soziologie und Psychologie. Ich weiß, dass man nicht alle Widersprüche beseitigen kann, wohl aber benennen. Denn nur, was uns bewusst wird, vermögen wir auch zum Besseren zu ändern.

Ich hoffe, Euch spricht das Buch an. Vielleicht hattet oder habt Ihr ähnliche Dinge erlebt. Meinungsäußerungen und Diskussionen über das Buch sind erwünscht, Beschimpfungen nicht.

In den nächsten Tagen wird dazu eine Internetseite eingerichtet: http://www.karla-zellwald.de

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#2 von Karla Zellwald , 27.08.2008 11:08

Ich vergaß die ISBN zu nennen: 978-3-86805-180-3

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#3 von Buhli , 27.08.2008 21:36

Da werden garantiert einige Parallelen von so manchem Forummitglied entdeckt.Mich eingeschlossen. Von denen die in der "Zone" geboren wurden, genau so wie von denen die noch vor 1990 die DDR verlassen haben. Ich hab bei so manchem Gespräch mit DDR-Flüchlingen mitbekommen, daß diese genau die von Dir angesprochenen Punkte, ebenfalls kritisieren. Die idendifizieren sich auch nicht mit diesem System. Auch die, die im Knast waren. Ist schon erstaunlich.





Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Zwischen zwei Stühlen

#4 von Karla Zellwald , 27.08.2008 23:05

Danke, dass du als erster aus der Forumsgemeinde mir eine Ermunterung schickst. Das Buch ist heute erschienen, d. h. heute brachte der Postbote die Autorenexemplare. In jeder Buchhandlung ist es bestellbar, aber nicht sofort erhältlich, weil es eben ein "book on demand"-Buch ist, das nach der Bestellung extra gedruckt wird, was ein paar Tage dauert.

Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen, ein wenig neugierig, ein wenig bang, so wie es bei jedem ersten Mal ist - mein erster Prosatext, meine erste eigene Grafik (das Titelbildes, das leider mein Profil im Forum nicht annehmen wollte, da wohl pixelmäßig nicht passend) und meine erste Webseite, die ich gerade versuche, auf die schon aktive Adresse zu platzieren. Alles eine Premiere und damit auch ein wenig auch Abenteuer. Aber gerade das macht das Leben spannend.

Viel Vergnügen beim Lesen!

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#5 von queeny , 28.08.2008 10:43

Ich bin ein wenig im Zweifel was Dein Posting aussagt Karla. Wir haben hier alle unsere
Erfahrungen gemacht. Du schreibst ein Posting, nennst den Titel Deines Buches und
wann es erscheint. Danach schreibst Du noch die ISBN. Werbung sollte an sich hier
verpönt sein. Du wirbst hier für Dein Buch, weil Du Kohle machen willst. Ich kaufe
es nicht, weil ich Werbung in jeder Form verabscheue.

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#6 von WELLO , 28.08.2008 11:47

Hallo Karla,

- also, ich habe das Buch spontan bestellt, weil ich das Thema interessant finde - und es passt auch haargenau in dieses Forum. Tolle Idee! Wenn ich das Buch gelesen habe, komme ich darauf zurück.
Gruß Wello

PS.
Queeny - wenn Du Werbung nicht magst, ist das für Dich völlig in Ordnung. Andere mögen das etwas weniger streng sehen. Immerhin gackern sogar die Hühner, nachdem sie ihre Eier gelegt haben - die Enten nicht. Also kauft alle Welt Hühnereier... :-))
Übrigens: selbst die Linksorthodoxen machen hier im Forum Werbung, indem sie für die website "Rotfuchs" ihren link gesetzt haben... Also, warum soll Karla nicht Kohle machen für ihr Buch? Du willst ja für Deine Arbeit auch anständig bezahlt werden, oder...?

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#7 von queeny , 28.08.2008 12:33

Queeny, die Ente, meldet sich ! Enten mit Hühnern vergleichen ist schon etwas unfair Wello.
Ich will auch für meine Arbeit anständig bezahlt werden. Nur werbe ich nicht für meine
Arbeit hier. Selbst wenn ich schriebe: "Leute kauft Edelstahltöpfe!", so würde ich daran
keinen Cent verdienen. Karla sollte in ein Literaturforum gehen und dort werben, denn das
ist der passende Ort. Natürlich kann sie hier schreiben was sie will, das ist keine Frage.
Aber Werbung sollte auf keinen Fall sein. Sie wird schon ordentlich gesucht haben, bis sie
den Ort fand, nämlich das Ossiforum, wo ihre Postings auf fruchtbaren Boden fallen. Wie man
sieht war es ja dann in der Tat dann so. Man stelle sich mal vor, dass so etwas Tür und Tor
öffnen könnte. Ich schreibe dann mal fix ein krasses fiktives Beispiel. Ein Zuhälter, der zufällig
in der DDR geboren wurde, schreibt hier. War ja auch mal ein Ossi. Und nebenbei dann mal
schnell für irgendwelche zweifelhaften Clubs geworben. "Hallo, da könnt Ihr mich treffen wenn
ihr interessiert seid." Zugegeben ist das etwas krass ausgedrückt. Betone ich extra noch mal,
weil es wohl mal wieder verbale Dresche geben wird. Ich habe mein Meinung kundgetan und Wello seine.
Ansonsten macht doch was Ihr wollt. Das ist mir so wurscht!

Rebekka


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RE: Zwischen zwei Stühlen

#8 von WELLO , 28.08.2008 13:08

Zitat von queeny
Queeny, die Ente, meldet sich ! Enten mit Hühnern vergleichen ist schon etwas unfair Wello.
Ich will auch für meine Arbeit anständig bezahlt werden. Nur werbe ich nicht für meine
Arbeit hier. Selbst wenn ich schriebe: "Leute kauft Edelstahltöpfe!", so würde ich daran
keinen Cent verdienen. Karla sollte in ein Literaturforum gehen und dort werben, denn das
ist der passende Ort. Natürlich kann sie hier schreiben was sie will, das ist keine Frage.
Aber Werbung sollte auf keinen Fall sein. Sie wird schon ordentlich gesucht haben, bis sie
den Ort fand, nämlich das Ossiforum, wo ihre Postings auf fruchtbaren Boden fallen. Wie man
sieht war es ja dann in der Tat dann so. Man stelle sich mal vor, dass so etwas Tür und Tor
öffnen könnte. Ich schreibe dann mal fix ein krasses fiktives Beispiel. Ein Zuhälter, der zufällig
in der DDR geboren wurde, schreibt hier. War ja auch mal ein Ossi. Und nebenbei dann mal
schnell für irgendwelche zweifelhaften Clubs geworben. "Hallo, da könnt Ihr mich treffen wenn
ihr interessiert seid." Zugegeben ist das etwas krass ausgedrückt. Betone ich extra noch mal,
weil es wohl mal wieder verbale Dresche geben wird. Ich habe mein Meinung kundgetan und Wello seine.
Ansonsten macht doch was Ihr wollt. Das ist mir so wurscht!

Rebekka


Nein, unfair soll es hier nicht zugehen, queeny! Aber Hühner und Enten gehören zu den Vögeln, genauso wie Flamingos, Schwäne, Geier, Eichelhäher, Krähen, Buchfinken... und sie haben alle ein sehr unterschiedliches Gacker-, sprich Eierwerbeverhalten... :-)

Aber im Prinzip hast Du Recht - wir sollten schon verhindern, dass das Ossiforum mit Werbemüll zugespammt wird. Nur im Fall Karla sehe ich das nicht so. Aber das ist auch nur meine Meinung. (Und natürlich brauchen wir hier auch keine Zuhälter...! )

Gruß Wello

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#9 von Karla Zellwald , 28.08.2008 14:21

Hallo Queeny,

Zweifel ist erlaubt, aber man sieht auch, wie unter uns Ossis ebenso die Vorurteile sprießen wie unter manchen Hiesigen. Zu deinen Anschuldigungen:

Ich habe „nicht ordentlich nach dem Forum gesucht“, wie du mir unterstellst, sondern bin seit etwa 2 Jahren hier schon Mitglied, ein wenig länger als du also, was man an über 30 Beiträgen ersehen kann, die allerdings unter meinem echten Namen (nicht einem Nick, wie bei dir...) erschienen sind. Karla Zellwald ist mein Pseudonym beim Schreiben. Und dass es richtig war, unter Pseudonym zu schreiben, sehe ich an deinen unwahren Unterstellungen.

Ich bewerbe das Buch hier auch nicht, sondern möchte es lediglich vorstellen. Wo sonst soll ich das tun? Westler interessieren sich nicht für unsere Probleme hier. Jeder ist frei, das Buch zu kaufen oder es sein zu lassen. Wer sich von Werbung gegen seinen Willen beeinflussen läßt, ist selber schuld.

Und was die „Kohle“ anbetrifft: Bei book-on-demand veröffentlichen Autoren, die die Buchherstellung selbst bezahlen. Ich schrieb das Buch nicht, um Gewinn zu machen. Das Autorenhonorar liegt pro Exemplar in einem Bereich jenseits von gut und böse. Das macht nichts, denn ich gehe einer normalen Arbeit nach und werde dafür auch ausreichend bezahlt.

Ich schrieb das Buch, um endlich einmal aussprechen zu können, was ich hier, wo ich lebe, zwar beobachte, aber nicht sagen darf bzw. nicht angehört werde, weil es unbequem ist, damit weh tut und vielleicht auch ein wenig nachdenklich macht über sich selbst.

Wenn du etwas von Literatur verstündest, wüßtest du auch, daß die meisten Autoren nicht des Geldes wegen schreiben. Sie schreiben, weil es ihnen Bedürfnis ist. Das war es mir auch.

Wenn du mich mit hauptberuflich schreibenden Romanautoren in einen Topf wirfst, die von ihrem Schreiben leben müssen (wollen, können....) zeigt das mir nur, daß du dich wohl noch nicht damit beschäftigt hast, was solche wie mich (und viele andere) antreibt, die aus sich heraus und nicht des schnöden Mammons wegen schreiben. Du urteilst also über etwas, vorüber du dich vielleicht vorher informieren solltest, bevor du es verdammst. Genauso verhalten sich übrigens viele Westler, wenn sie über uns reden.

Ich bin sehr traurig darüber, daß du über einem Menschen, den du nicht einmal kennst, so verzerrt und unwahr schreibst. Doch ich möchte dich gern eines besseren belehren und bitte dich per PM um deine Postadresse, weil ich dir ein Exemplar des Buches zusenden möchte. Ich möchte dir eins von meinen Autorenexemplaren schenken. Vielleicht hast du nach dem Lesen eine andere Meinung von mir. Es würde mich freuen.

Karla Zellwald

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RE: Zwischen zwei Stühlen

#10 von queeny , 28.08.2008 16:48

Hallo Karla!

Das ist ja endlich mal eine Diskussion, wie ich sie liebe, die Leben in die Bude bringt und zum Nachdenken anregt. Hau nur tüchtig verbal um Dich. Als Karla hast Du hier jetzt vier Beiträge geliefert. Wer Du sonst bist mit über 30 Beiträgen? Keine Ahnung. Über 30 Beiträge in fast zwei Jahren. Wahnsinn! Wenn ich nun Deinen Nick, der ja ein echter Name sein soll, kennen würde und dann Deine Beiträge lesen würde, so könnte ich erkennen wes Geistes Kind dort schrieb. Über 30 Beiträge mit viel Sinn, Lebenserfahrung und Klugheit sind sehr viel!! Über 30 Beiträge mit Plattitüden haben den Wert von Null! Von mir gibts es beispielsweise viele Plattitüden hier, obwohl ich ein sehr ernster Mensch bin. Umwelt formt den Menschen und auch das was er so schreibt.

Ich beschuldige Dich keiner Missetaten. Ich stellte nur ganz nüchtern Dein Posting in den Raum. Ich las das ja gestern schon und liess es erst einmal sacken. Dann schrieb ich heute mein kleines Provokäntchen und kriegte dann gehörig eins von Wello auf die Mütze. Ich bin ja nun nicht auf den Mund gefallen (sinnbildlich natürlich gemeint) und wehre mich immer. So auch jetzt. Ich interessiere mich nicht dafür, wieviel Autoren verdienen und ähnliches. Ich gönne jedem einen Zusatzverdienst. Selbst aus Schriftstellerei. Befassen will ich mich überhaupt nicht damit, ob und wie Schreiben bezahlt wird. Ich will weder recherchieren und mich nicht mit der finanziellen Materie befassen. Es ist mir einfach nur wurscht.

Nicht egal ist mir natürlich Dein Anliegen. Es wäre mir sicher nicht in den Sinn gekommen, das Provokäntchen abzulassen, wäre nicht extra noch hinterher die ISBN nachgeschoben worden. Wer kennt denn auch Karla Zellwald? Hättest Du Deinen normalen Nick verwendet und im Text dann Dein Pseudonym, so wäre ich wohl etwas netter gewesen. Das Kind ist nun mal in den Brunnen gefallen. Situation ist geklärt - zumindestens vorerst.

Ich denke schon, dass ich etwas von Literatur verstehe. Ich bin sogar sehr belesen! Viele der Menschen, die im Osten aufwuchsen, haben viel gelesen. Das ist hier im Westen nicht so selbstverständlich. Ich schreibe selbst zur Zeit mein Leben auf. Einfach so wie mir die Erinnerungen kommen. Veröffentlichen will ich das nicht. Es steht nur in meinem kleinen Forum und ist schriftstellerisch nicht aufgearbeitet. Nicht mal Absätze habe ich da gemacht, obwohl ich das ohne weiteres könnte, wenn ich nur wollte.

Zitat Karla:
Ich schrieb das Buch, um endlich einmal aussprechen zu können, was ich hier, wo ich lebe, zwar beobachte, aber nicht sagen darf bzw. nicht angehört werde, weil es unbequem ist, damit weh tut und vielleicht auch ein wenig nachdenklich macht über sich selbst.

Ein Thema, dass ich hier im Forum schon öfter mal angesprochen habe. Egal was man schreibt, es ist immer falsch! Deshalb habe ich mich sehr zurückgenommen, weil ich die Sinnlosigkeit solcher Themen einsehe. Falsch ausgedrückt! Solche Themen sind natürlich nicht sinnlos, nur diese Diskussionen darüber, denn sie bewirken nichts. Wir sind uns im Geiste wohl ähnlicher als ich dachte Karla Zellwald! Also lass uns lieber Frieden schliessen.

Rebekka


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RE: Zwischen zwei Stühlen

#11 von Weilheimer , 28.08.2008 17:18

Ein Autor preist sein Buch an, ich sehe da kein Problem hier im Forum. In einer Buchhandlung würde das Buch und deren Inhalt in der Masse der Bücher untergehen, da bin ich mir sicher.
Allerdings interessiert mich der Inhalt des Buches "nicht die Bohne", um es so leger zu sagen. Ich sehe mich persönlich nicht "Zwischen den Stühlen". Es liegt in der Natur der Dinge, wenn man seine Heimat verlässt, am neuen Wohnort erst mal fremd ist. Wie lange dieser Zustand anhält, liegt immer an einem selber. Das einem von den Einheimischen nicht der rote Teppich ausgerollt wird, ist auch nachvollziehbar. Du kommst hier her, bringst Deine Familie mit, brauchst einen Job und eine Wohnung. Die Kinder einer Einheimischen suchen vielleicht auch gerade eine Wohnung, nur finden die vielleicht keine und sind wegen sowas auf die "Ossis" sauer und schauen dich schon deswegen nicht an. Das zur Erklärung. Ich lebe ja nun selber hier und erlebe ähnliches, wie es im Buch eventuell nacherzählt wird. Um im Detail wissen zu wollen, was ein anderer in gleicher Situation erlebt hat, fehlt mir der nötige Voyeurismus. Ich glaube nicht, das Karlas Buch dazu angelegt ist, das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Menschen in Ost und West zu verbessern und das gegenseitige "Verstehen" zu fördern.



 
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RE: Zwischen zwei Stühlen

#12 von queeny , 28.08.2008 17:31

Ich glaube nicht, dass es Karla darum geht, das zwischenmenschliche Verständnis zwischen Menschen aus Ost und West zu verbessern Weili. Sie wird sich von der Seele geschrieben haben, was sie sah und sieht. Ich bin auch ein Beobachter und kann mich da hineinversetzen in solche Denkweise. Ihr wird es um anderes gehen, als nur materielles Denken oder Arbeit, Wohnung und dergleichen. Es wird ihr um Denkweisen gehen, denn Altbundis denken völlig anders. Und sie ticken anders als Menschen, die in der DDR aufwuchsen. Schlawine! Du bist nicht gemeint!! Ich will mich auch nicht weiter dazu hier auslassen.

Rebekka


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RE: Zwischen zwei Stühlen

#13 von Schlawine , 28.08.2008 17:37

@Queeny, keine Angst, ich fühle mich als Halbossi nicht angesprochen


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RE: Zwischen zwei Stühlen

#14 von Weilheimer , 28.08.2008 18:15

Rebekka darin sehe ich ja gerade die "Gefahr". Bei diesem "von der Seele schreiben" bleibt immer einer als Opfer zurück. Darum bin ich von dieser Art Bücher nicht wirklich begeistert.



 
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RE: Zwischen zwei Stühlen

#15 von Karla Zellwald , 28.08.2008 18:29

Ja, Queenie, es geht um die Denkweisen.

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