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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#46 von mutterheimat , 24.10.2008 17:08

Wello, mal eine Frage. Was wäre passiert, deiner Meinung nach, wenn Franz Josef Strauß den Milliardenkredit für die DDR abgelehnt hätte. Andere finanziell mächtige Staaten wären auf der gleichen Schiene gefahren und hatten auch abgelehnt? Was sagst du? Was wäre passiert?

 
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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#47 von WELLO , 24.10.2008 19:36

Zitat von mutterheimat
Wello, mal eine Frage. Was wäre passiert, deiner Meinung nach, wenn Franz Josef Strauß den Milliardenkredit für die DDR abgelehnt hätte. Andere finanziell mächtige Staaten wären auf der gleichen Schiene gefahren und hatten auch abgelehnt? Was sagst du? Was wäre passiert?


...da kann ich nur spekulieren und laut nachdenken. Die DDR hatte ja immer gejammert, nicht genug Devisen zu besitzen. Ob das so stimmt, kann ich nicht beurteilen, ich zweifle es aber stark an. Die hatten vermutlich mehr Devisen, als sie je zugegeben hatten - die waren aber innerhalb der "Nomenklatura" nur den "Gleicheren" vorbehalten, Leuten wie Peter Schreier oder Kathi Witt z. B., sowie dem inneren Führungszirkel der SED. Auch mussten die legalen wie die illegalen Vertreter mit unterschiedlich hohen Beträgen ausgestattet werden, sonst hätten die ja nicht funktionieren können. Schließlich nahm die DDR im Jahr einige Milliarden DM ein - Transitpauschale, Postausgleich, Gewinne der KoKo - Kette, Häftlingsfreikauf (eine sehr lukrative Devisenquelle!) etc. Wieviel davon der "große Bruder" abbekam, wissen nur die insider. Auch, welche Einnahmen die DDR vor ihm geheimhielt...

Für das "gemeine Volk" wurden nur gerade so viel davon ausgegeben, dass es ruhiggestellt werden konnte. Es sickerten immer wieder Berichte durch über Streiks in einzelnen VEB - Firmen wg. der schlechten Versorgungslage. Solche Vorgänge unterlagen immer einer strikten Nachrichtensperre - es konnte ja nicht sein, was nicht sein durfte...! Dann zweigte man eben von dem Devisenvorrat ein bisschen was ab und kaufte einen Posten der Mangelware im Westen dazu, egal, was es gerade war. Insofern brauchte man wohl eine gewisse Reserve für derartige "Notfälle".

Insofern bezweifle ich ich sogar, dass dieser Kredit von FJS überhaupt notwendig war. Wäre er nicht gewährt worden, hätte die DDR die Zügel stärker angezogen, die Propagandamaschinerie ein paar Umdrehungen höher eingestellt, um doch noch an das Geld zu kommen. Ähnlich wie bei einer Geiselnahme... Sie hätten vielleicht mit ein paar neuen Gummiparagraphen und einem Rabatt für Häftlinge versucht, die Schmerzgrenze für die bundesdeutschen Politiker niedriger zu setzen, nach bewährter Manier.

Der Herr Schalck-Golodkowski hatte mal in einem Fernsehinterview bemerkt, dass er in einem solchen Fall - bei einer Kreditverweigerung - mit seinen Kollegen zunächst einigermaßen ins Schwitzen gekommen wäre. Das klingt ziemlich glaubhaft, weil offenkundig eine Zeitlang ein echter Devisenengpass entstanden sein musste. Weiß der Himmel, wohin die das Hartgeld geschafft hatten... Womöglich haben sie es schlicht und ergreifend irgendwo verzockt -? Wie sowas geht, hatte ja der Vatikan vorgemacht...

http://www.amazon.de/mysteri%C3%B6se-Pap...24867992&sr=8-1

Wie gesagt, ich spekuliere so vor mich hin... Bei diesem Buch ist der frühe Tod des 33 Tage - Papstes übrigens nur eine Art Rahmenhandlung für das eigentliche Thema...

Aber: es gibt immer noch eine Kommission, die auch heute noch nach verschwundenen DM - Millionen (oder -Milliarden?) der SED fahndet und inzwischen teilweise fündig geworden ist. Vor ein paar Monaten war eine entsprechende Meldung in der "SZ" zu lesen - auf einer der hinteren Seiten...

Gruß Wello

PS. Noch ein anderer Aspekt: Wenn die DDR und andere sozialistische Staaten dauernd über Devisenknappheit jammerten, war das auch ein Eingeständnis dafür, dass
1. die eigenen Währungen nichts taugten ("Aluchips") - es waren tatsächlich "Binnenwährungen", also "kastriertes" Geld mit eingeschränktem Funktionsumfang, ähnlich wie die Essensmarken in der Werkskantine
2. die sozialistische Planwirtschaft in all' den Jahren nicht in der Lage (oder vielleicht auch nicht willens) war, die eigenen Währungen außenwirtschaftlich konvertibel einzurichten.

Es gab zwar auch einen "harten" Rubel, aber der spielte in der Volkswirtschaft keine Rolle. Auch hier handelte es sich um eine Art Binnenwährung, diesmal um eine "verlängerte" Devise, ähnlich wie die "Forum - Schecks", damit man die "Nomenklatura" standesgemäß ausrüsten konnte. In den letzten Jahren des Sowjetimperiums ging man dazu über, direkt in Devisen abzurechnen. Das war dann der Anfang vom Ende des Warschauer Pakts.

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#48 von kirschli ( gelöscht ) , 24.10.2008 20:10

Wello frage doch mal unseren Deviesen Beschaffer, der sitzt am Teegernsee in einer Villa,der kann Dir sicherlich sagen wie reich die DDR war, würde mich nähmlich auch mal interessieren und warum wir unser Westgeld in Forumschecks eintauschen mußten

P.S. andere suchen noch immer das Bernsteinzimmer


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

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zuletzt bearbeitet 24.10.2008 20:13 | Top

RE: Die Zeit zurückdrehen?

#49 von mutterheimat , 24.10.2008 21:50

Besten Dank Wello. Genau in dieser Richtung habe ich es auch gedacht. Allerdings mit der Erweiterung (langfristig gesehen). Der Zusammenbruch wäre allein daraus resultierend, (Devisenknappheit, trotz guter Einnahmen), mit absoluter Sicherheit gekommen. Es wäre uns so manches erspart geblieben. Das Westgeld mußte darum eingetauscht werden, damit der Staat sofort (ohne die geringste Verzögerung) Valuta hatte, denke ich.
Und ich wette, daß sich haufenweise Geld auf Konten in unerreichbaren Staaten befindet, vor denen noch heute die allermeisten anderen Staaten (einschlieslich der USA), das finanzielle Zittern und "Zähneklappern" beginnen. Einer befíndet sich unterhalb des Bodensees. Oder er liegt im direkten und persönlichem Machtbereich der Queen von England (z.B. Jersey).

 
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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#50 von lutzi , 28.10.2008 00:45

hallöle,

über das grundgesetz der bunten republick deutschland möcht ich jetzt hier jetzt mal nich auslasse,da steht soviel drin was im real existierenden kapitalismus wohl eher eine farce ist, angefangen arikel eins..-die würde des menschen, naja kennt ja jeder(sollte zumindest-grins)-die gleichbehandlung sollte das ziel jeder staatsform sein und im grunde ist die brd ein sozialistischer staat-nach dem grundgesetz..-ist er natürlich nicht da ja auch irgendwo etwas von der unantastbarkeit (aber auch der verantwortung) von privatem eigentum geschrieben steht,wobei ersteres gesetzmässig zu seien scheint.
in der ddr stand eigentlich schon in der verfassung das es kein sozialistischer staat ist da ja das proletariat zur herrschenden klasse erklärt wurde dem sich zum beispiel bauern,handwerkwer,künstler oder sogar die (so genannte)inteligenz zu fügen hatte...,jetzt frage ich mal provukativ war nicht die ddr sogar nationalsozialistisch? es war ja ein versuch die diktatur des proletariats auf dem gebiet eines nationalstaates(oder mehrerer nationalstaaten) zu etablieren das nannte man dann sozialismus-dann hätte marx ja doch recht(das kapital ist übrigens gerade der bestseller und in vielen buchhandlungen ausverkauft) wenn er vom gesetzmässigen übergang zum sozialismus ausgeht nur meint er das international und nich nach leninistischer prägung
ich glaube die eu hat nur scheinbar damit aufgehört,man brauch da nur mal nach belgien,frankreich oder italien zu schauen-natürlich rücken die sogenannte nationalstaaten enger zusammen aber genau dadurch fühlen sich nationale minderheiten noch mehr unterdrückt und versuchen ihre eigenen interessen wieder verstärkt durchzusetzen und länder(nationalstaaten) zu spalten, deshalb bin ich der meinung das es nationalstaaten im grunde gar nich geben kann und diese künstliche konstrukte sind die irgendwann in der geschichte entschtanden sind aber keiner weiss ob diese auch halten müssen oder können-das gilt für mich im übrigen auch für die eu die ich nur für eine vorrübergehende erscheinug halte die keine zukunft hat

grüssle vom lutzi

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#51 von lutzi , 29.10.2008 00:04

hallöle allen,
ich nochmal,die zeit zurückdrehen-warum eigentlich...,etwas anderes neues wagen und nur nach gestern schauen um schon einmal gemachte fehler zu vermeiden wäre doch toll-eine welt in der man keine nationalstaaten mehr braucht,eine gesellschaft die sich an menschlichen werten orientiert und nicht an materiellen wo der egoismus besiegt ist und eine solidargemeinschaft existiert über alle relligiösen und nationalen grenzen hinweg(die es nur noch gibt um aller vier jahre fussballweltmeisterschaften zu haben)--leider nur ein traum..oder die welt im jahre 2150 nach dem letzten der grossen kriege..,
herzlichst euer lutzi

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#52 von WELLO , 29.10.2008 10:49

Zitat von lutzi
hallöle allen,
ich nochmal,die zeit zurückdrehen-warum eigentlich...,etwas anderes neues wagen und nur nach gestern schauen um schon einmal gemachte fehler zu vermeiden wäre doch toll-eine welt in der man keine nationalstaaten mehr braucht,eine gesellschaft die sich an menschlichen werten orientiert und nicht an materiellen wo der egoismus besiegt ist und eine solidargemeinschaft existiert über alle relligiösen und nationalen grenzen hinweg(die es nur noch gibt um aller vier jahre fussballweltmeisterschaften zu haben)--leider nur ein traum..oder die welt im jahre 2150 nach dem letzten der grossen kriege..,
herzlichst euer lutzi


Ja - gute Idee!

Also: eine Gesellschaft schaffen, mit real existierenden Menschen (keine neuen Menschen, die erst noch erfunden werden müssten, weder im "Lebensborn" noch solche mit "SB" [sozialistischem Bewusstsein]) - also mit all' ihren Unzulänglichkeiten - aber, in der in der Hauptsache ihre Belange, sprich: ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Ihr Bedürfnisse - was ist das? Jeder meint, es zu wissen, aber jeder versteht etwas anderes darunter. Es gibt sie aber, diese Bedürfnisse - und um darüber mehr Klarheit zu bekommen, müssen sie erst mal wissenschaftlich erforscht werden.

Es wäre gut, wenn wir in diesem Zusammenhang lernen würden, jeden anderen Menschen ganz selbstverständlich als "Menschen wie du und ich" zu akzeptieren - also in ihm weder "meinen Herren noch meinen Knecht" zu sehen.

Persönlich aber könnte schon mal jeder damit anfangen, seine eigenen, ureigensten Bedürfnisse zu erforschen, zu formulieren und auf eine faire Weise durchzusetzen. Das haben wir alle bisher nicht gelernt! Das einzige, was wir gelernt haben, dass wir uns immer irgendwelchen Gruppen unterordnen sollen - wir sollen also immer fremdbestimmt konditioniert werden. (Offenbar wollen sich die geborenen Herrenmenschen schon frühzeitig ihre Sklaven heranziehen...)

Dazu gibt es bereits eine Anleitung:

http://www.amazon.de/Was-wirklich-brauch...=cm_cr-mr-title

Um Missverständnissen vorzubeugen: es geht hier nicht darum, einen grenzen- und sinnlosen Egoismus zu propagieren. Gruppen- und Einzelinteressen sollten immer gut aufeinander abgestimmt werden. Aber da gilt es, erst einmal ein historisch gewachsenes Defizit zwischen Beidem abzubauen.

Jede Firma, jede Institution (Partei, Religionsgemeinschft etc.) ist eine Gruppe und hat daher viel mehr Macht als ein einzelner Mensch. Daher ist - bisher - der Einzelne gegenüber Gruppen so hoffnungslos im Hintertreffen. Dieses unglaubliche Macht-Ungleichgewicht gilt es erst einmal zu beseitigen, d. h. auszutarieren.

Übrigens spielen die Nationalstaaten heutzutage ohnehin nicht mehr die Rolle, die sie noch vor ca. 100 Jahren spielten. Es gibt sie zwar immer noch, aber ihre Rolle hat eher lokale Bedeutung, ähnlich wie eine frühere Provinz in einem dieser Staaten. Trotzdem hatten diese Staaten eine Zeitlang auch eine Rolle als Solidargemeinschaft, woraus sich ihr Zulauf erklärt.

Eigentlich sollte die Idee von lutzi in einem eigenen thread fortgesetzt werden - was meint ihr? Vielleicht kommt ja was Brauchbares dabei heraus...

Gruß Wello

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#53 von Daneel , 29.10.2008 12:34

Zitat von WELLO

Ihr Bedürfnisse - was ist das? Jeder meint, es zu wissen, aber jeder versteht etwas anderes darunter. Es gibt sie aber, diese Bedürfnisse - und um darüber mehr Klarheit zu bekommen, müssen sie erst mal wissenschaftlich erforscht werden.



Sie sind ja schon gesellschaftswissenschaftlich von Marx formuliert, in der Art der Bandbreite bis hin zu ihrer Dynamik und der gesellschaftlichen Abhängigkeit, kann mich jedenfalls dunkel erinnern, das in Stabü/MaLe gehabt zu haben. Da gibt es die rein materiellen Bedürfnisse, die Bedürfnisse nach Erfahrung und Wissen, die Bedürfnisse nach Erleichterung im Leben, das Bedürfnis nach Liebe in seinen vielfältigen Formen. Und je höher die Bedürfnisbefriedigung fortgeschritten ist, wächst die Anzahl neuer Bedürfnisansprüche proportional. Und je weiter sie wachsen, um so mehr sind die Faktoren zu ihrer Erfüllung aber auch vom gesellschaftlichen Miteinander ab und bauen aufeinander auf. Schlussendlich wird der Grad der Befriedigung der Bedürfnisse nie 100 % betragen, weil immer mit der Befriedigung neue Bedürfnisse erwachsen. Im Unterschied zum Idealismus kann zwar ein beschriebener Sollzustand erreicht werden, aber wenn dieser als Istzustand erreicht wird, gibt es schon längst neue Sollzustände die einen 100%-Befriedigungsgrad zulassen.
Das ist ein Thema für Philosophen


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt

 
Daneel
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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#54 von WELLO , 29.10.2008 14:12

Klar, Karl Marx hatte sich mit diesem Thema beschäftigt, andere Leute inzwischen auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bed%C3%BCrfnispyramide

Es ist aber noch keine eigenständige wissenschaftliche Disziplin geworden, und persönlich verinnerlicht haben dieses Thema die Wenigsten.
Oder - kleines Beispiel - hast Du am Ende Deiner Schulzeit gewusst, was Du für einen Beruf ergreifen würdest?

Gruß Wello

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#55 von Sachsenstolz , 07.11.2008 10:37

Jetzt erinnere ich mich dunkel, dass wir über die Bedürfnisbefriedigung in Stabü gesprochen haben. Ich hatte das völlig vergessen, aber es erklärt, wieso Leute, die viel Geld haben immer mehr wollen, oder doch nicht?
In meiner Umschulung habe ich auch die Bedürfnispyramide kennengelernt. Sie scheint den Spruch zu bestätigen: Erst kommt dass Fressen, dann die Moral.

Über Karl Marx ist inzwischen sogar ein Artikel in der Fränkischen Landeszeitung erschienen, den ich mir ausgeschnitten habe. Er zeigt, dass man im Westen jetzt auch manches anders bewertet, vielleicht durch die Infiltration von uns Ossis.

Ich selbst habe "Das Kapital" ned gelesen, aber mein Bruder, den unser Opa (Widerstandskämpfer und überzeugter Kommunist) politisch gebildet hat. Er wurde daraufhin zu einem Staatsgegner, der 1984 in die BRD ausgereist ist. Auf meine politische Bildung hat Opa keinen Wert gelegt und so wurde ich eine relativ regimetreue Bürgerin.

Weil mir die Konzentrationsfähigkeit fehlt, lese ich keine wissenschaftlichen oder philosophischen Werke, höchstens kurze Artikel in Zeitungen. Um zu verstehen, warum sich z.B. der Sozialismus so fehlentwickelt hat, obwohl der Grundgedanke doch gut war, habe ich nur auf mein geringes Wissen über die Entwicklung des Menschen und seine Lebensweise zurückgegriffen. Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eine gut ausgebaute Demokratie mit ausreichend wirksamen Kontrollorganen die beste Form eines Gemeinwesens ist. Der Vermögenszuwachs von Personen sollte allerdings begrenzt werden und alles was über diese Grenze hinausgeht, automatisch dem Staat zur Verfügung stehen. Um eine Kapitalflucht auszuschließen, müsste dieses System weltweit bestehen und das ist utopisch unter den heutigen Voraussetzungen.

Wird also alles bleiben, wie es ist?

LG
Carmen

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#56 von kirschli ( gelöscht ) , 07.11.2008 11:10

zitat sachsenstolz:"Infiltration von uns Ossis." das muß ich mir merken finde ich klasse diese aussage


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#57 von mutterheimat , 24.01.2009 13:56

Was würde passieren, wenn man nun, als BRD Bürger, mit den heutigen Erkenntnissen, Erlebtem, Erfahrungen, sprich mit dem Wissensstand des anderen, nun Gesamtdeutschland, zurückfallen würde, auf das Gebiet der DDR und der Spruch übertragen gesagt, auftauchen würde, Heim ins Reich. Wie würde man dieses Problem dann sehen. Die Mauer steht wieder, es wird scharf geschossen an der Grenze, etc. Wäre es ein Schock, oder eine Befreiung? Dabei sind Begriffe, wie keine Arbeitslosigkeit, kein Theater mit der Bürokratie, in diesem Ausmaß, keine Reisemöglichkeiten mehr, etc. einzubeziehen. Würde man sich wieder zurechtfinden. Ich würde sagen, gezwungener Maßen, ja.


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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#58 von DeutschLehrer , 24.01.2009 14:14

@mutterheimat
Ich glaube, ich wäre der bestvorbereitetste Bürger dafür. Ich selber habe ja auch keine fast 20 Jahre vereintes Deutschland miterlebt, gute 10 Jahre davon konnte ich noch unter etwas abgeschirmten Bedingungen den Segnungen des Kommunismus nachhängen.
Das Schlimmste wäre nur der plötzliche Übergang zum wieder täglich 5.00 Uhr aufstehen, denn in der DDR ging es ja früher los. Und ich könnte endlich wieder mal in den Urlaub fahren, denn das hatte ich seit der Wende nicht mehr .

Ein schöner Traum

Gruß DL

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#59 von DeutschLehrer , 24.01.2009 14:50

Und ganz vergessen, diesmal würde ich, im Gegensatz zu meinem letzten DDR-Leben, sogar den Werbungen des Parteisekretärs nachgeben und in die SED eintreten.

Gruß DL

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#60 von herman , 24.01.2009 18:28

Wenn ich hier mir so manche Beiträge ansehe, manchmal wäre ich auch geneigt die Zeit zurückzudrehen.

Vielen unserer Freunde aus dem Beitrittsgebiet hätte man die Chance geben sollen, sich selbst aus der Hinterlassenschaft des SED-Staats herauszuarbeiten.
Die Bundesregierung hätte den Passus zur Wiedervereinigung im Grundgesetz streichen sollen, die DDR völkerrechtlich als Ausland anerkennen sollen und die Bundesrepublik hätte dann einen Antrag der DDR in die EU wohlwollend unterstützt, eventuell mit einer Ausweitung des Begrüßungsgeldes.
Uneinsichtige DDR Bürger die dennoch nicht den Sozialismus mit hätten aufbauen wollen hätte man in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den zuständigen Organen der DDR zur Resozialisation übergeben können.

Falls die DDR mit den SED-Nachfolgern überhaupt gewollt hätte der EU beizutreten. Denn bisher wollen sie ja nicht. Vielleicht eher eine Allianz mit Kuba und der Koreanischen Volksdemokratischen Republik.

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zuletzt bearbeitet 24.01.2009 | Top

   

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