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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#106 von joesachse , 01.02.2009 18:16

@Ossilinchen: Danke, dass Du zum Thema zurückgekehrt bist. Und außerdem 100% Zustimmung, könnte ich für mich nicht besser formulieren.

Viele Grüße
JoeSachse


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#107 von mutterheimat , 01.02.2009 19:49

Ich gehe mit Ossilinchen diesbezüglich absolut konform. Es ist nur so, daß ich zu gern einmal die "Spitzenschwätzer" von heute, einmal in die alte Zeit mitnehmen würde. Warum ist allseits bekannt.


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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#108 von vae victis , 01.02.2009 20:06



da bin deiner meinung, wenn ich deine aussage richtig interpretiere.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#109 von herman , 02.02.2009 07:58

Ja Bummi du hasts schwer.

Da mußt du so etwas lesen "49% des Bundeshaushalts werden für soziale Belange ausgegeben, also so schlecht kann diese soziale System nicht sein." Wo das überhaupt nicht in dein Weltbild paßt, die "BRD" als sozialer Musterknabe.

Und sicherheitshalber wird nachgeschoben "kleiner tip nebenbei: ich würde mir einfach die verteilung der sozialausgaben anschauen, schon getan?" Womit ganz Ossi-nölig suggeriert werden soll, wenn man schon die Fakten als solche nicht bestreiten kann ist bestimmt die "verteilung" mies.

Offensichtlich hast du es selbst auch noch nicht getan und da möchte ich dir gerne helfen.

Der weitaus größte Batzen geht für die weltweit spitzenmäßige Sozialgeldverteilungsmaschine ALGII drauf, denn wenn ganze Landstriche insbesondere in den NBLs von Hartz IV versorgt werden, kaufkraftmäßig etwa einem knappen VEB Gehalt entsprechend, muß dieses Geld auch irgendwo herkommen.

Und der zweite große Batzen der Sozialgelder aus dem Bundeshaushalt sind Bundeszuschüsse. Das sind Zuschüsse für die Rente. Denn die Renten werden seit längerer Zeit nicht mehr nur revolvierend aus den Beitragszahlungen finanziert. Das wäre nämlich längst zu wenig. Weil schon lange nicht mehr soviele einzahlen und viel mehr da sind die ausgezahlt werden. Ob sie nun gesünder sind, länger leben oder Rentenpunkte per Einigungsvertrag erworben haben.

Und bei der Verteilung der Renten im Osten kann ich dir auch noch weiter helfen. Die dicksten Renten bekommt dort das ehemalige mittlere und gehobene Führungspersonal der SED-Diktatur, denn diese Schicht hat sich damals bestmöglichst mit lukrativen Jobs versorgt was heute zu entsprechend hohen Renten führt, dieser Effekt wird zusätzlich gepaart mit kompletter Verrechnung der VEB-Aufenthaltszeiten was zu mit westlichen Augen betrachtet fantastischen Erwerbsbiografien führte.

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#110 von bummi , 02.02.2009 13:51

was ihr genannter - unser "veb" - gehalt mit dem heutigen vergleichbar machen will,
bleibt mir verschlossen, @herman. mit dem rest !müssen! sie sparsam bleiben.
alle gezahlten zuschüsse werden, rein markwirtschaftlich, durch firmen
abgeholt. das heißt, sie sind dem umlaufprozeß ausgesetzt. je mehr prozeßteilnehmer,
früher schlank als zwischenhändler deklariert, desto höher ist die kostenseite.

nehm ich mal die post als beispiel: für ein und dieselbe postleistung -
pakete, briefe etc. - kommen heute umweltschonende vier unternehmen vor
unser haus gefahren, um diese leistungen zu erbringen. es kommt nicht mehr
post, nur mehr leute. sie wollen mir demnach, wider jeglicher rechenleistung,
einreden, daß dieser vorgang günstiger ist?

das gleiche gilt übrigens für jede, ausnahmslos, erbrachte "scheinhilfsleistung"
an dritt- oder entwicklungsländer. die hilfsleistungen, egal in welcher form,
werden zu neunzig prozent von den bringern und deren kompagnons abgezogen.
nicht ein euro tropft dahin, wohin er gehört.
das gleiche gilt nachweislich bei den binnensozialbudgets.
schaut man hinter die struktur der leistungsbringer!firmen!, stellt man
zudem noch fest, daß es filialen schon bekannter unternehmen sind.
sie wollen mir also, nörgelei unterstellend, "erzählen", daß alle
sozialleistungen außerhalb wirtschaftlicher zusammenhänge gestellt sind,
z.b. durch freiwillige und "betreiber" - kostenfrei.
die basis aller berechnungen sind, ihnen sicher nicht unbekannt,
lohnzettel; nicht der erbrachte umsatz und schon gar nicht die erbrachte
leistung. und das in einer !leistungsgesellschaft!. allein schon
die berechnungsbasis ist klare ausbeutung.
renten- und krankenkassen, nur als beispiel, arbeiten mit einem
lohnfond von ca. dreißig prozent. die industrie?...sie können sich´s
raussuchen, zu zwei! prozent. und genau da fehlt es.

zu ´diktatur´ kann ich nur schmunzenln. das ist an billigkeit
kaum zu übertreffen. diktatur wird von einer minderheit gegen eine
oppositionelle mehrheit geführt! außer natürlich bei ´blöd´ und
´speichel´ und wie sie alle heißen.

wenn ich ihnen, nur als abschließendes beispiel, in einer auszahlungsstelle,
eine schriftlich suggerierte auszahlung von zehn euro auf drei kürze,
würden sie wahrscheinlich an erster stelle stehen und die glocken läuten -
oder geduckt und kleinmäulig wegkriechen.

kh

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#111 von WELLO , 02.02.2009 18:20

...ach, das ist alles 'ne Frage der Betrachtungsweise, ob "Ausbeutung" oder nicht.
(Dass es heutzutage für real existierende Ausbeutung mehr als genügend Beispiele gibt, ist unbestritten!)

In der alten DDR wurden die Leute vielfach angehalten, am Wochenende zusätzlich zum Nulltarif zu arbeiten, ähnlich wie heute manche Arbeitslose. Da wurden dann zum Beispiel total verunkrautete und verrumpelte Flächen in den Innenstädten gesäubert, was zuvor von der Gemeinde vernachlässigt wurde. Den erbrachten Mehrwert säckelte sich der Auftraggeber, in dem Fall die Kommune ein. Die musste dann keine Firma mit den anstehenden Arbeiten beauftragen, und sparte so 100% der Kosten ein.
Die Rede ist vom "Subbotnik". Natürlich musste der rechte ideologische Überbau dazu geliefert werden, ohne den ging's ja nicht. Da war dann die Rede vom "neuen sozialistischen Menschen", der nicht mehr für sich, sondern für die Gemeinschaft arbeiten würde, natürlich "freiwillig", aus "Einsicht in die Notwendigkeit"... Und so lenkte man schön von den nackten Tatsachen ab, dass die Leute tatsächlich für nix gearbeitet haben - also für noch weniger, als heute manche "Billiglohnheimer" Aushilfskräfte beschäftigen.

Ausbeutung als "gesellschaftlichen Fortschritt" zu verkaufen - da muss man auch erst mal darauf kommen...

Gruß Wello

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#112 von mutterheimat , 02.02.2009 18:46

Sag mal Wello, hast du mal bei der Zeitung in der DDR gearbeitet. Haargenau dieser Satz, "mit der Einsicht in die Notwendigkeit", Subbotnik, soz. Menschen, etc., habe ich oberstreichlich im Parteieigenem Betrieb gehört. Woher hast du nur diese Dinge, welche du eigentlich gar nicht haben dürftest, (sprich originale Aussprachen und die auch noch auf den Buchstaben genau). Hast du haufenweise die AK im Fernsehen geschaut. Oder war Karl Eduard von Schnitzler dein persönlicher Freund. Ich denke, du bist schon vor der Mauer weg. Nun rate doch einmal, warum ich so gern die "Großschnauzen" von heute in diese alte und zurückgedrehte Zeit mitnehmen würde. Wie heißt wohl die Antwort.


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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#113 von conny1310 , 02.02.2009 19:13

Im Unterschied zum "Billiglohnarbeiter" konnte der am "Subbotnik" beteiligte (wenn er auch für lau geschafft hat)
seine Familie trotzdem ernähren. Er hatte die Sorge nicht ob er seine Miete noch zahlen kann.

Der einmal jährliche "Subbotnik" hat wohl auch keinem wirklich weh getan. Im Gegensatz zu den heute wöchentlich von AG verlangten, unmöglichen und teilweise illegalen Aktionen die dann am Ende nur der Arbeitnehmer zu verantworten hat.

Übrigens habe ich diesen Spruch heute auch schon gehört, von Beziehern von Sozialleistungen wurde schon des öfteren
verlangt wenn sie schon nicht "für sich selbst" arbeiten dann können sie auch was für die Gemeinschaft tun.

Würde man diese Arbeit als bezahlte Arbeitsstelle anbieten, hätte man schon einen Bezieher von Sozialleistungen weniger.

conny

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#114 von bummi , 02.02.2009 21:06

mein senf darf natürlich nicht fehlen, @wello.
beschissen wurde der ddr - bürger erst nach der einheit;
die neuen herren haben lediglich "vergessen", sein eigentum zu zahlen:-)
subbotniks waren dagegen freiwillig; verbunden mit dem gefühl,
seinem eigentum etwas gutes zu tun.
selbst da stellt sich billig der vergleich ein:
ein mancher, wenn nicht die mehrheit, pflegt sein auto, welches
mit hypotheken belastet ist (demnach nicht mal sein eigentum) mit
öffentlich zur schau gestellter inbrunst.

ein - euro - job?....sicher aber.
ich glaub, den eher preiswerten vergleich könn´wer uns sparen.
denn eins ist sicher; sie werden nicht "angehalten", den job zu tun.

was sagt denn so der fachmann zu den "altschulden der ddr" - neudeutscher name;
die eben nur reparationen sind? der bund bucht sie fröhlich von einem konto
zum anderen und behauptet selbst im reichstag, sie seien gezahlt.
derweil addieren sie sich zu den altbeständen des ersten weltvergehens.
naja; neue sind schon in arbeit. die bayrische polizei gesellt
sich jetzt auch zu den diversen körperschaften in fernost.

kh

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#115 von herman , 02.02.2009 21:56

In Antwort auf:
In der alten DDR wurden die Leute vielfach angehalten, am Wochenende zusätzlich zum Nulltarif zu arbeiten, ähnlich wie heute manche Arbeitslose.


Arbeitslose arbeiten nicht zum Nulltarif. Sie bekommen ja die Arbeitslosenunterstützung. Macht so etwa 850 Euro pro Single.
Sie denken nur sie arbeiten zum Nulltarif weil sie es normalerweise gewohnt sind zuhause bleiben zu können.

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#116 von herman , 02.02.2009 22:02

In Antwort auf:
beschissen wurde der ddr - bürger erst nach der einheit


Realsatire pur, seit wann ist es Beschiß wenn man was kriegt, und das nicht zu wenig. Frage mal den Lehrer aus Tschechien was die Tschechen so alles bekommen haben.

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#117 von conny1310 , 02.02.2009 22:05

Wow jetzt hast dus den faulen AL aber gegeben

Ich glaube es hat keinen Sinn deine unqualifizierten und beleidigenden Beiträge zu kommentieren. Ich glaube auch nicht das du allzu viele AL kennst.
Solche wie dich kenn ich zur genüge, am liebsten würden sie alle "Faulenzer" auf die Spargelfelder schicken.

Aber pass auf soll schnell gehen das man selber dazugehört.

conny

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#118 von herman , 02.02.2009 22:11

Ich habe noch kein Argument gehört warum ein arbeitsfähiger Hilfsempfänger den ganzen Tag zuhause rumsitzt. Er kriegt soviel wie ein Friseur oder ein Wachmann der den ganzen Tag auf den Beinen ist, warum soll er dann auch nicht soviel arbeiten wie jener?

Und kennen tue ich eine Reihe von Arbeitslosen. Meine Erfahrung deckt sich mit einer OECD Studie wonach in Deutschland soviel an Stütze bezahlt wird daß es für einen Arbeitslosen uninteressant ist sich von der Couch zu erheben.

Hartz IV ist Luxus im Vergleich zum Ausland.

http://www.tagesspiegel.de/politik/deuts...;art122,2438472

Es gibt kein Recht auf ein Leben mit Sozialhilfegeldern.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28376/1.html

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#119 von DeutschLehrer , 02.02.2009 22:58

@herman
Ich glaube, Dich hat die Bild-Zeitung mit Blindheit geschlagen. Ich schließe mich conny1310 an, unqualifiziert und beleidigend, was Du hier von Dir gibst.

Gruß DL

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RE: Die Zeit zurückdrehen?

#120 von WELLO , 02.02.2009 22:58

Zitat von bummi
mein senf darf natürlich nicht fehlen, @wello.
beschissen wurde der ddr - bürger erst nach der einheit;
...
subbotniks waren dagegen freiwillig; verbunden mit dem gefühl,
seinem eigentum etwas gutes zu tun.



1. ...beschissen wurde er vorher nicht...? Was war denn mit den Wahlfälschungen 1989 im Mai?? (Selbst die "Ergebnisse" der Pseudo - Wahlen haben die DDR - Bürger als manipuliert nachgewiesen!) Das ist nur ein Beispiel von vielen anderen.

2. "Freiwillig" war das nur auf dem Papier, tatsächlich wurde das alles angeordnet oder "erwartet" - genau wie die Teilnahme an den vielen verordneten Demos! Und, um für das tatsächliche Eigentum was zu tun, musste man niemand zum Subbotnik aufrufen. Bei diesem hingegen ging es um "freiwillige" Leistungen zum Nulltarif für die Kommune.

Das sollte nur illustrieren, was damals unter tatsächlicher Ausbeutung lief.

Gruß Wello

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