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Verrohung der Sitten im "Osten"

#1 von Weilheimer , 20.11.2008 20:23

Meine ehemalige Heimatstadt wird 20 Jahre nach der deutschen Einheit ihrem Namen Finsterwalde gerecht, zu mindestens wirtschaftlich sieht es finster aus. Die Probleme sind die vieler Provinzstädte in Ostdeutschland. Nach der Wende 1989 sind ein paar tausend Industriearbeitsplätze "verloren" gegangen. Vor allen in der Textilindustrie, Glasproduktion und Elektroindustrie. Einen Teil der Jobs hätte man sicher mit mehr politischen Willen erhalten können, aber die Konkurrenz musste eben weg.
Mit den Verlust der Jobs schwand die Bevölkerung von einst 27000 Einwohner auf heute ca. 17000 Einwohner. Die Prognose geht von 12000 Einwohnern in 15 Jahren aus. Mit den wirtschaftlichen Niedergang scheint sich bei einigen Daheimgebliebenen Frustration und Perspektivlosigkeit breit zumachen. Die Häufigkeit der Sachbeschädigungen nimmt drastisch zu. Wände werden angesprayt, Bushaltestellen zerschlagen, Papierkörbe umgetreten. In Industriebrachen werden Brände gelegt. Einen besonders schweren Fall von Sachbeschädigung gab es gestern auf dem Finsterwalder Friedhof.

Hier die Meldung:
(1),(2),(3),[4]

Hier einige Bilder:
[1],[2],[3],[4],[5]
[6),[7],[8],[9],[10]
[11],[12],[13],[14],[15]
[16]



 
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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#2 von Masseur , 20.11.2008 21:18

N`abend Weili.
Das geht noch besser.
Von den vorwendlichen 94.000, man wollte bald den Großstadt - Status erreichen, sind meines Wissens noch ca. 63.000 übriggeblieben.
Ich vergaß, es geht um Neubrandenburg, der drittgrößten Stadt M/V`s.
Gruß Dirk


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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#3 von Pamina , 24.11.2008 15:53

Oh Weili, das war ja echt hart, ich darf gar nicht dran denken, dass einer so mit dem Grab meiner Mutter umgeht, das wäre für mich furchtbar, weiß nicht was im Kopf solcher Leute vor geht, alles darf man auch nicht auf die Arbeitslosigkeit schieben.
Ich war auch so traurig als ich die Innenstadt von Stralsund sah, so eine wunderschöne Stadt und überall Graffiti und solch Kram, ich verstehe das immer nicht, die müssen doch auch da leben, denen kann das doch nicht wirklich gefallen.
Naja, vielleicht spielt da auch Alk eine große Rolle,jedenfalls ist es total schlimm.

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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#4 von Weilheimer , 24.11.2008 19:06

Die Täter wurden ermittelt, noch gelten sie als Tatverdächtige, bis sie der Tat rechtskräftig überführt wurden.
Hier die Meldung:
(1),(2),(3)
Es soll sich um 14 bis 16-jährige Jugendliche handeln. Bestimmt sind das das wieder solche mit einer "schweren" Kindheit und "problematischen" Elternhaus, was sich dann gleich wieder strafmildernd auswirkt. Materiell wird bei den Jugendlichen auch nicht zu holen sein. Es gibt dann ein paar Sozialstunden. Auf dem Schaden bleiben die Opfer meist sitzen, weil bei den Jugendlichen und ihren Eltern nichts zu holen ist.
Wenn die Eltern nicht zahlen können müssten sie verpflichtet werden, den Schaden durch Arbeit wieder gut zu machen. D.h. die Grabsteine aufrichten, die Gräber wieder herrichten, sich persönlich bei den Opfern entschuldigen, damit sie merken, welches Leid sie angerichtet haben. Wenn sie schon nicht in der Lage waren ihre Bälger zu gescheiten Menschen zu erziehen, sollten sie dann so etwas tun. Wie Pamina schon schrieb, es ist nicht immer die Arbeitslosigkeit und die Gesellschaft verantwortlich. In diesem Fall muß man mit dem Finger auf die Eltern der Jugendlichen zeigen und sagen, "Ihr seit Schuld". Den Namen und die Adresse der Täter und den ihrer Eltern sollte man auch veröffentlichen, darf man aber nicht, weil das unter den Datenschutz fällt.



 
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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#5 von Pamina , 25.11.2008 00:36

Weili, so hart bin ich nicht, ich denke ,dass es die Jugendlichen selbst machen sollten,nicht immer sind die Eltern schuld,manchmal macht es auch der Umgang, der Alk und die Eltern stehen dem Problem ratlos gegenüber,die tun mir manchmal sehr leid, weil die gar nicht begreifen können, was da gerade passiert. hHabe viele ganz liebe Bekannte,fleißige Leute,alles topp, trotzdem werden ihre Kinder anders als sie es sich wünschen,obnwohl sie Jahre später wieder ein Abklatsch ihrer Eltern sind.Habe bei mir im Kindi Kinder, wo ich mich frage, wo haben die soooooooooooooo tolle Kinder her?
Hab mir längst abgewöhnt so zu pauschalisieren, aber ich bin schon sehr traurig, dass die Jugendlichen so vandalieren können, weil die Beratungsstellen inklusive Jugendamt sich zu wenig trauen. Würden die so konsequent sein ,wie sie es von vielen Eltern erwarten, dann würden sie viele Ersttäter wieder auf den richtigen Weg bringen,aber die haben selbst so Angst vor Kritik.

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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#6 von Buhli , 26.11.2008 21:28

Wenn es Jugendliche sind, ist es eh schwierig als Elternteil an sie ran zukommen. In dem Alter zählen die Kumpels und nur selten die Eltern. Ist der Umgang gut, haben die Eltern Glück. Sind die Kumpels Hallodries, haben sie Pech wenn das Kind es nicht erkennt. Da ist allerdings im Vorfeld versäumt worden die Geister auf diverse "Unsitten" vorzubereiten. Immer wieder sind Eltern der Meinung: "Das soll mein Kind nicht kennen lernen. Da schläft es nicht mehr ruhig." Somit bekommt es auch keine Gelegenheit zu sortieren oder einzuschätzen. Da sind die Eltern das Problem. Ein Psychologe sagte mal einen treffenden Satz: "Die Kinder wachsen ganz normal in ihrer Kinderwelt auf. Nur ihre Umwelt, damit sind die Erwachsenen gemeint, ist krank oder kaputt."





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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#7 von Bernie1078 , 28.11.2008 22:11

Hi Maik!

Ich hab dein texte nur zum teil durch gelesen(sorry), aber was ich gelesen hab das ist trifft leider auch auf meine Heimat zu. Bei uns will man nen Plattviertel platt machen, ein paar fehlen schon...

Naja so siehts bei uns am schlimmsten aus.und zu gleich auch Das Bild endstand Mai'08 und zeigt ne alte Halle beim Fortschrittwerk in Neustadt iSA. Es gibt noch größer Gebäute die so und schlimmer aussehn, aber jeder schaut weg und will nix machen.

Angefügte Bilder:
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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#8 von Galenicus , 26.02.2009 15:48

Zitat von Weilheimer
Die Täter wurden ermittelt, noch gelten sie als Tatverdächtige, bis sie der Tat rechtskräftig überführt wurden.
Hier die Meldung:
(1),(2),(3)
Es soll sich um 14 bis 16-jährige Jugendliche handeln. Bestimmt sind das das wieder solche mit einer "schweren" Kindheit und "problematischen" Elternhaus, was sich dann gleich wieder strafmildernd auswirkt. Materiell wird bei den Jugendlichen auch nicht zu holen sein. Es gibt dann ein paar Sozialstunden. Auf dem Schaden bleiben die Opfer meist sitzen, weil bei den Jugendlichen und ihren Eltern nichts zu holen ist.
Wenn die Eltern nicht zahlen können müssten sie verpflichtet werden, den Schaden durch Arbeit wieder gut zu machen. D.h. die Grabsteine aufrichten, die Gräber wieder herrichten, sich persönlich bei den Opfern entschuldigen, damit sie merken, welches Leid sie angerichtet haben. Wenn sie schon nicht in der Lage waren ihre Bälger zu gescheiten Menschen zu erziehen, sollten sie dann so etwas tun. Wie Pamina schon schrieb, es ist nicht immer die Arbeitslosigkeit und die Gesellschaft verantwortlich. In diesem Fall muß man mit dem Finger auf die Eltern der Jugendlichen zeigen und sagen, "Ihr seit Schuld". Den Namen und die Adresse der Täter und den ihrer Eltern sollte man auch veröffentlichen, darf man aber nicht, weil das unter den Datenschutz fällt.



Prinzipiell stimme ich zu, mit ein paar Modifikationen:

Entzug des Sorgerechtes

Reparatur/Aufräumen des Friedhofs durch die Vandalen selber, anschließend 1 J Grabpflege als Satisfaktion für die Grabinhaber.

Es wird Zeit, das die Vögel in feste Hände kommen. Muß nicht Schuld der Eltern sein, werden vielleicht einfach nicht mehr mit ihrer Brut fertig.

MfG

Galenicus

NS:Im Siegerland oder Teilen des Ruhrgebiet sieht es ähnlich aus. Sind mittlerweile eben solche mentalen Energiesparlampen am Start.



Frauen sind die Juwelen der Schöpfung. Man muss sie mit Fassung tragen.(Heinz Erhard)

 
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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#9 von kirschli ( gelöscht ) , 27.02.2009 09:53

Die Verrohung der Sitten gibt es nicht nur im Osten Deutschlands, als ich in Frankfurt Main gearbeitet habe habe ich genug Vandalismus gesehen,es waren zwar keine geschändeten Gräber sondern reichlich Schmierereien,an Gebäuden, in der U-Bahn , voll gepisste Bahnhofsausgänge,Mühl Ablagerungen auf denen sich Obdachlose eingerichtet haben, Jugendliche die alte Leute voll pöbelten und das am hellen Tag in aller Öffentlichkeit.Ich denke das ist ein gesellschaftliches Problem wo keiner mehr Achtung vor der Arbeit anderer hat und die fehlende Perspektive für viele.


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

kirschli

RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#10 von Weilheimer , 02.03.2009 18:12

Ja, im Westen wird auch recht gut randaliert, siehe Fussballspiel KSC - VFB Stuttgart vom 01.03.2009. Beide Seiten schenkten sich nichts.

http://tinyurl.com/d5zvm9


Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.


Mahatma Gandhi

 
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zuletzt bearbeitet 02.03.2009 | Top

RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#11 von Walter Ulbricht , 04.03.2009 00:47



Chaoten in Deutschland und immer mehr davon?

Da werde ich wohl doch mal das ROTE TELEFON benutzen müssen!

" Hallo Nikita, hast Du zufällig in Deinen Blei-Minen in Workuta noch freigewordene Kapazitäten?
Ich hätte da nämlich allerhand Chaotenvolk hier im Land das ich Dir gern zum verheizen schicken würde!
Was, es geht nicht....?
Alle einfach gleich an die Wand stellen?
Na Du bist gut, statt weniger werden das nämlich immer mehr.
Und dann hättest Du mal nicht unbedingt auf unsere letzte Reparationsleistung setzen sollen, nun haben wir kein Buntmetall mehr zum Patronenhülsen drehen!
Aber was soll´s, dem Mielke wird schon auch noch was einfallen!
Sende Dir einen sabbrigen Bruderkuss, doswidannia bis zum nächsten Mal.


Niemand hat vor eine Mauer zu bauen!

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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#12 von Björn , 04.03.2009 07:09

Doch wie schon von mehreren vermutet: ein neuer Troll(o) !!!


BJ

 
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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#13 von DeutschLehrer , 04.03.2009 14:43

@Walter
Seit wann gibt es denn in Workuta Bleiminen ? Ich dachte immer, die buddeln dort nur nach Kohle .

Gruß DL

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RE: Verrohung der Sitten im "Osten"

#14 von Wega , 04.03.2009 15:54

Zitat von DeutschLehrer
@Walter
Seit wann gibt es denn in Workuta Bleiminen ? Ich dachte immer, die buddeln dort nur nach Kohle .

Gruß DL


Das war der einzige Ort, den Walter schreiben konnte!

 
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