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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#46 von WELLO , 07.01.2009 21:07

Zitat von DeutschLehrer
@Wello
Photovoltaisch haben die letzten zwei Prozent Wirkungsgraderhöhung etwa 15 Jahre gedauert, ein Durchbruch ist da nicht zu erwarten, im Gegenteil, die Bestrebungen zur Kostensenkung bei der Produktion (Richtung amorphe Dünnschichtzellen) kostet schnell wieder ein bis zwei Prozent Wirkungsgrad. Schlechte Aussichten für Deine Zusatzrente .

Gruß
DeutschLehrer


@DeutschLehrer
Der Fortschritt ist halt eine Schnecke. Aber mit den heutigen ~20% geht auch schon einiges, da muss man nicht unbedingt die Hände in den Schoß legen und auf bessere Zeiten warten. Es gibt genug Beispiele, wo solche Anlagen bereits seit längerer Zeit in Betrieb sind - hier, nicht in der Sahara!

Gruß Wello

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#47 von DeutschLehrer , 07.01.2009 21:29

Aber rechne mal die Investition und die sich daraus ergebende Kapitalverzinsung. - Nicht so toll ! Und in der Sahara hätten diese Zellen auch noch einen schlechteren Wirkungsgrad.

Gruß
DeutschLehrer

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#48 von joesachse , 07.01.2009 22:56

Zitat von DeutschLehrer
...Und in der Sahara hätten diese Zellen auch noch einen schlechteren Wirkungsgrad.


Kannst Du dazu mal bitte einen Link posten oder eine Erklärung liefern? Habe beim Überfliegen des Wikipedia-Artikels nix gesehen, was Deine Aussagen erklärt.
Das interessiert mich schon.

Viele Grüße
JoeSachse


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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#49 von DeutschLehrer , 07.01.2009 23:11

Solarzellen haben bei höherer Temperatur einen geringeren Wirkungsgrad, deshalb in unseren Breiten besserer Wirkungsgrad. Einen Link dazu, der das Phänomen erklärt, müßte ich erst mal suchen. Aber bitte nicht mehr heute, ich bin beim dritten Bier

Gruß DL

Bis Morgen, dann sehe ich mal nach (hat was mit der steigenden Leifähigkeit der Halbleiter zu tun)

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#50 von joesachse , 07.01.2009 23:35

Das verstehe ich, aber wird dieser geringere Wirkungsgrad nicht durch die wesentlich längere und intensivere Sonnenscheindauer zumindest wettgemacht?
Müsste man also schon genauer durchrechnen, so gefühlsmäßige Aussagen helfen da nicht wirklich weiter.

Schönen Abend noch
JoeSachse


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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#51 von mutterheimat , 08.01.2009 01:07

Hallo ihr zwei Fachleute. Ich habe die Überschrift vergessen. Wie hieß diese doch gleich????


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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#52 von DeutschLehrer , 08.01.2009 08:37

@Joesachse
Hier ein Zitat:
"Die Leistung (Produkt aus Strom und Spannung) einer Solarzelle ist temperaturabhängig. Höhere Zelltemperaturen führen zu niedrigeren Leistungen und damit zu einem schlechteren Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad gibt an, wieviel der eingestrahlten Lichtmenge in nutzbare elektrische Energie umgewandelt wird."
Und das ist die Quelle:
http://www.solarserver.de/wissen/photovoltaik.html

Hier noch ein Zitat aus Deinem Wiki-Artikel:
"Eine erhöhte Zellentemperatur bedeutet aber gleichzeitig einen herabgesetzten Wirkungsgrad der Solarzelle."

Ich muß bei Gelegenheit nochmal nach dem genauen physikalischen Hintergrund suchen

Ein paar Zahlen habe ich noch gefunden, der Wirkungsgrad polykristalliner Si-Zellen sinkt um 0,5 % / Kelvin
Bereits ein Temperaturrückgang von +25°C auf +10°C brächte eine Mehrleistung von etwa 6%.

Gruß
DL

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#53 von DeutschLehrer , 08.01.2009 11:31

@Joesachse
Der theoretische Hintergrund für den abnehmenden Wirkungsgrad bei steigender Temperatur ist wirklich die zunehmende Leitfähigkeit. Die Zellenspannung bleibt annähernd konstant. Die durch die Photonen aktivierten Ladungsträger rekombinieren bei höherer Temperatur schneller und damit fehlen diese Ladungsträger beim entnehmbaren Strom.

Das wars in Kürze

Gruß
DL

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#54 von mutterheimat , 08.01.2009 13:19

Anscheinend kommt wieder Bewegung ins Gasthema und möglicherweise auch in die eigentliche Überschrift hier. Bin gespannt, was dort zum Thema Gas rauskommt. Aber allen Staaten dürfte nun endgültig klar sein, daß es einen neuen Stalin gibt und die Ukraine der Mausehaken ist. Es ist nur, wie ich schon schrieb, eine Frage der Zeit, bis es wieder so, oder ähnlich wird, wie se einst zu UdSSR Zeiten war. Es wird wieder Ärger, in der einen oder anderen Weise, mit Rußland und Westeuropa + Amerika geben. Ich sage, die eigentliche "Keule" Deutschlands ist Technologie, Erfindungen, wissenschaftliche Erkenntnisse. Es ist Made in Germany. Und genau das war zu Churchells Zeiten eigentlich ein Schimpfwort. Frau Merkel hat Recht, wenn sie Made in Germany, mal wieder einen Tritt versetzt, damit es wieder losgeht und unsere Köpfe "rauchen". Das war doch unsere "Keule". Ist das schlecht gewesen??????


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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#55 von Weilheimer , 08.01.2009 20:18

Mutterheimat, in Anbetracht der Tatsache, das in Bulgarien, Serbien und Ungarn die Menschen frieren, kann ich nur sagen der Gasprom Chef, der russische Präsident und auch Putin sind Mega-Ar...löcher und gehören auf keinen Fall als Helden auf einen Sockel gehoben. Alle europäischen Unternehmen sollten sich aus Russland zurückziehen und alle Transfer von Technologie nach Russland gestoppt werden und dann schauen wir mal einige Jahre später, wo die Russen in der Welt stehen.
Es ist eigentlich auch egal, warum die Lieferungen von Erdgas gestoppt wurden. Es werden hier Verträge gebrochen und völlig Unbeteiligte leiden unter der Situation.


Daß die Philosophie eine Frau ist, merkt man daran, daß sie gewöhnlich an den Haaren herbeigezogen ist.

 
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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#56 von WELLO , 08.01.2009 21:28

Ja, derzeit sind wir noch Zuschauer bei diesem absurden Theater. In Bulgarien, Rumänien und Serbien sieht man es vermutlich anders.

Eigentlich hat ja Russland ein "vitales Interesse" daran, sein Gas zu verkaufen - schließlich hat es auch so einiges von der Finanzkrise abgekriegt. Aber es hat ein noch größeres Interesse daran, die Ukraine madig zu machen - weil sie erstens abtrünnig wurde, zweitens der EU und drittens der NATO beitreten will. Das läuft den Interessen Russlands direkt entgegen - oder genauer: was Russland derzeit dafür hält. Also müssen diese Absichten der Ukraine massiv durchkreuzt werden. Das geht am besten, indem man das Image der Ukraine im Westen nachhaltig beschädigt - so lange, bis diese Beitrittswünsche auch aus westlicher Sicht erst mal ad acta gelegt werden müssen. (Tatsächlich hätten sie vor einem Beitritt noch eine ganze Reihe Hausaufgaben zu machen.)

Ergo geht das Spielchen am Gashahn so lange, bis es so scheint, dass die Ukraine dabei einen groben Fehler macht und sich vor aller Welt den "Schwarzen Peter" einfängt. Dann ist es mit dem positiven Image erst mal vorbei. Und: je (un)qualifizierter die politischen Akteure in der ukrainischen Innenpolitik auftreten, je chaotischer, desto besser für Russland natürlich - das ruiniert den Ruf der Ukrainer ja noch mehr.
Russland nimmt andererseits "Kollateralschäden" im Westen wie bei den Osteuropäern ungerührt in Kauf, was sein eigenes Image betrifft - die Russen haben ja nicht vor, der EU beizutreten. Und die Serben sind zwar die Freunde Russlands, dafür dürfen sie wenigstens doch mal ein bisschen frieren, oder? Die anderen werden da gar nicht erst erwähnt...
Die Russen können zu Recht darauf bauen, dass Westeuropa weiterhin Gas kaufen will (und muss), und wenn das russisch - ukrainische Kasperletheater vorbei sein wird, atmen alle tief durch und kehren zurück zum "business as usual"... Und wenn erst mal die Ostsee - Pipeline fertig ist, kann Russland der Ukraine vollends den Gashahn abdrehen, wenn es das für richtig hält. Westeuropa wird dann zuverlässig beliefert, und die Ukraine bekommt endlich ihre Strafe - soll sie doch sehen, was sie ohne Gas anfängt...

Gruß Wello

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#57 von DeutschLehrer , 08.01.2009 23:00

@Wello
Mit der Ostsee-Pipeline kann uns Moskau dann ganz direkt erpressen. Und die Ukraine braucht eigentlich kein russisches Gas - zwei Drittel ihres Gases kommt aus Turkmenistan und der Rest wird sowieso verschwendet

Gruß
DL

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#58 von mutterheimat , 08.01.2009 23:13

Ich habe Putin selten so wütend gesehen, wie heute. Es geht nicht so weiter. In Brüssel ist nichts rausgekommen. Ich habe auch gar nicht gehört, ob die Ukraine überhaupt vertreten war. Rußland wird es nicht dulden, daß sein Gas gemaust wird. Ab sofort haben alle Staaten den gleichen Preis zu zahlen wie der Markt ihn vorsieht. Das gilt auch für den Transit. Und etwas muß ich klarstellen, in den deutschen Nachichten kam, daß Rußland den Vorschlag der EU abgelehnt hat (ich weiß nicht, welchen genau, daß habe ich eventuell verpaßt), aber ich weiß, daß Rußland vorgeschlagen hat EU Kontrollorganisationen AN und IN die Grenzen zur Ukraine zu schicken (russisches Fernsehen). Damit sind sie nicht durchgekommen. Ich hörte bloß noch mehrfach von ihm, ohne Kontrolle der Gasleitungen und des Durchflusses, dreht sich kein Rad mehr. In der Ukraine, Wello, gibt es deutlich bessere und größere Taschen für US Dollar, als in Rußland, (Zitat Putin). Jetzt warte ich nur noch auf den Tag, bis sich Durnoij und Durak in der Ukraine an die Kehle springen. Und der Tag kommt!!!!! Rußland, lieber Wello, muß da gar nichts machen. Und der Westen wird es ausbaden, auf die eine, oder andere Weise. Wer hat also die Zähne und Krallen, liebe Leser. Der russische Bär, oder der Westen. Wello hat mit seinem Satz "business as usual", absolut Recht. Ich glaube, ich weiß, wer hier gewinnt.


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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#59 von WELLO , 08.01.2009 23:39

Zitat von DeutschLehrer
@Wello
Mit der Ostsee-Pipeline kann uns Moskau dann ganz direkt erpressen. Und die Ukraine braucht eigentlich kein russisches Gas - zwei Drittel ihres Gases kommt aus Turkmenistan und der Rest wird sowieso verschwendet

Gruß
DL

@DeutschLehrer
Wenn die EU den Anteil auf 15 - 20% runterfährt, ist sie nicht wirklich erpressbar. Wollen die Russen nun Gas verkaufen oder ihre Nachbarn erpressen...?
Und wenn die Ukraine tatsächlich kein russisches Gas braucht - wozu dann das ganze Theater??

Gruß Wello

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RE: Rußland, die Ex-UdSSR, die Nato und der Westen, ein Problem?

#60 von DeutschLehrer , 09.01.2009 00:02

Mit dem Theater - frag mal die Russen - es ist eine Diskreditierung der nach Westen strebenden Ukraine. Und es hat funktioniert - wenn ich unsere Nachrichtenlage sehe.
Mit dem Gasverbrauch in der Ukraine ist das so eine Sache - Heizung bis zum Anschlag und Fenster auf - das ist normal. Ohne Dämmung, nur mit etwas bewußtem Verhalten könnten die fast die Hälfte ihres Gasverbrauchs einsparen. Aber das ist leider in den Köpfen noch nicht angekommen Auch die Industriebetriebe verbrauchen Gas in Dimensionen, jeder deutsche Mittelständler müßte angesichts der Gasrechnungen Konkurs anmelden.
Schröder hat ja nun unseren Anteil an Russland-Gas auf 38 % hochgefahren, wären es nur 15 - 20 %, das wäre schön. Jetzt sind wir erpressbar. Und die Ostsee-Pipeline tut ihres noch dazu.
Und in Russland denkt man anders - bei uns, wir wollen verkaufen - in Russland, wenn Du das brauchst, dann erfülle unsere Bedingungen, sonst bekommst Du nix. Dort ist Marktwirtschaft noch nicht angekommen !

Gute Nacht
DL

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