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"Zeitungszeugen" von Peter McGee

#1 von Daneel , 16.01.2009 13:10

Habe mir gerade die erste Ausgabe von "Zeitungszeugen" (http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Z...rt15532,2706806) geleistet. Darin sind die 1:1-Nachdrucke von 3 Zeitungen („Der Angriff“, „Deutsche Allgemeine Zeitung“ „Kämpfer“) aus der Anfangszeit von Hitler als Reichskanzler von Ende Januar 1933. Also einmal das Spektrum durch (rechts, mitte, links) Erstaunt hat mich die primitive Sprache und die Agressivität mit der auf den politischen Gegner eingedroschen wurde.

Aber eine interessante Perspektive auf diese Zeit. Ich werde mir wohl auch die nächste Ausgabe holen, allerdings wird es wohl dann langsam sehr einseitig wenn sie das zeitlich vorwärts führen, da es danach ja irgendwann nur noch Staatszeitung von RECHTS gab.


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Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
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Daneel
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zuletzt bearbeitet 16.01.2009 | Top

RE: "Zeitungszeugen" von Peter McGee

#2 von vae victis , 16.01.2009 17:58

Zitat von Daneel
Habe mir gerade die erste Ausgabe von "Zeitungszeugen" (http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Z...rt15532,2706806) geleistet. Darin sind die 1:1-Nachdrucke von 3 Zeitungen („Der Angriff“, „Deutsche Allgemeine Zeitung“ „Kämpfer“) aus der Anfangszeit von Hitler als Reichskanzler von Ende Januar 1933. Also einmal das Spektrum durch (rechts, mitte, links) Erstaunt hat mich die primitive Sprache und die Agressivität mit der auf den politischen Gegner eingedroschen wurde.

Aber eine interessante Perspektive auf diese Zeit. Ich werde mir wohl auch die nächste Ausgabe holen, allerdings wird es wohl dann langsam sehr einseitig wenn sie das zeitlich vorwärts führen, da es danach ja irgendwann nur noch Staatszeitung von RECHTS gab.






ich werte deine überraschung als normal, vorrraus gesetzt das du noch relativ jung bist.
sollte dies nicht zutreffen, wären nur zwei weitere möglichkeiten in betracht zu ziehen,
das eine wäre das du ungebildet bist und zweitens politisch nicht belesen bist.

ich tippe einfach mal auf dein jungens alter ( relativ )
um noch mal auf die primitive sprachweise zu kommen, dürfen wir nicht vergessen,
das nur eine ganz kleine schicht gebildet war und folglich auch die zeitungen dem volk
nach´s maul ( Mund ) geschaut und geschrieben wurden.
zeitungen waren für die masse so nicht vorgesehen, erst recht nicht politisch und wirtschaftlich
verständlich.
heute schreibt man zwar viel anders, teilweise auch gebildet und auch verständlich, aber nicht
so, das die meißten es wirklich verstehen.
ich will es mal anders sagen, du darft nicht nur eine zeitung lesen, du mußt viele lesen und vor
allen zwischen den zeilen lesen, erst dann kann man sich eine meinung bilden.

heut zu tage muß man wesentlich besser aufpassen, wer was schreibt, und wie du schon richtig
bemerkt hast, damals war es einseitig, dafür ist es heute vieldeutig. es liegt im auge des betrachters
die sache richtig zu interpretieren.



Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: "Zeitungszeugen" von Peter McGee

#3 von Daneel , 16.01.2009 23:12

Zitat von vae victis

ich werte deine überraschung als normal, vorrraus gesetzt das du noch relativ jung bist.
sollte dies nicht zutreffen, wären nur zwei weitere möglichkeiten in betracht zu ziehen,
das eine wäre das du ungebildet bist und zweitens politisch nicht belesen bist.


so jung bin ich nicht, also ein dummkopf, da ich mich eigentlich auch politisch für belesen halte. Allerdings halt bislang nicht aus Originaldokumenten einer Zeitung. Das kommunistisch Manifest ist in einfachen Worten gehalten, aber deswegen nicht primitiv in meinen Augen, sondern ausgewogen und gut formuliert. Was dagegen in den Zeitungen formuliert wird, ist dann halt so, dass man da keine ethischen Grenzen in Ausdrucksweise kennt, wie wir sie heute verstehen.
Zitat von vae victis

ich tippe einfach mal auf dein jungens alter ( relativ )
um noch mal auf die primitive sprachweise zu kommen, dürfen wir nicht vergessen,
das nur eine ganz kleine schicht gebildet war und folglich auch die zeitungen dem volk
nach´s maul ( Mund ) geschaut und geschrieben wurden.

die Zeitungen waren eher unneutral, und die schreiberlinge waren keine echten journalisten im heutigen sinne. wie geschrieben wurde, so fand auch politische auseinadnersetzung (Januar 1933 und davor) statt. Prügeleien waren an der Tagesordnung.

Zitat von vae victis

zeitungen waren für die masse so nicht vorgesehen, erst recht nicht politisch und wirtschaftlich
verständlich.
heute schreibt man zwar viel anders, teilweise auch gebildet und auch verständlich, aber nicht
so, das die meißten es wirklich verstehen.[/qutote]
also, die zeitungen die ich lese verstehe ich auch meistens

[quote="vae victis"]
ich will es mal anders sagen, du darft nicht nur eine zeitung lesen, du mußt viele lesen und vor
allen zwischen den zeilen lesen, erst dann kann man sich eine meinung bilden.

zwischen den zeilen steht heute leider nur recht wenig, zu ddr-zeiten stand da eine menge, ich lese übrigens eine menge wenn es online verfügbar (und in allen lagern von junge welt bis junge freiheit) ist, in schriftform sind es je nach angebot z.Zt. Frankfurter Rundschau und Rhein-Pfalz, wobei letztere auch nur reine Information ist und mir ansonsten nicht bei Meinungsbildung hilft.

Zitat von vae victis

heut zu tage muß man wesentlich besser aufpassen, wer was schreibt, und wie du schon richtig
bemerkt hast, damals war es einseitig, dafür ist es heute vieldeutig. es liegt im auge des betrachters
die sache richtig zu interpretieren.

Und das ist auch gut so, denn erstens sollte Information im Journalismus erstmal neutral als reine Fakten dargebracht werden.


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RE: "Zeitungszeugen" von Peter McGee

#4 von Sachsenstolz , 17.01.2009 01:26

vae victis, bist oder warst Du Lehrer? Wurde auch Zeit, dass mal jemand dem "dummen" Daneel idiotensicher erklärt, wie man politische Bildung erlangt.


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RE: "Zeitungszeugen" von Peter McGee

#5 von vae victis , 17.01.2009 07:35

Zitat von Sachsenstolz
vae victis, bist oder warst Du Lehrer? Wurde auch Zeit, dass mal jemand dem "dummen" Daneel idiotensicher erklärt, wie man politische Bildung erlangt.



es lag mir fern, dich zu beleidigen, aber ich habe offensichtlich das eine oder andere falsch verstanden.
muß mich wohl erst daran gewöhnen zwischen ost und west ausdrucksweise.

wir wessis haben eigentlich wenig die sogenannte rote bibel gelesen, warum auch, bei uns
wurde dafür der kapitalismus groß geschrieben. der allerdings nicht bei jeden ankam, genauso
wie bei euch der sozialismus mit all seine spielarten.

klar wurde früher viel mehr mit den fäusten ausgetragen, aber das lag ja an der bildung und man hatte auch
nicht diese bandbreite von freizeitsvergnügen.

die zeit war eben eine völlig andere und das was man heute daraus interpretiert hat mit den heutigen parolen
wenig gemeinsames.
auch die folgen daraus werden sicherlich nicht so enden, es werden andere sein, sollte es je dazu kommen.

sicherlich ist der ex - DDR journalismus ein ganz anderer gewesen und man kann sehr wohl noch zwischen den zeilen lesen,
es ist nur ein anderer stil.
ich lese so zimlich alles was ich an zeitungen in den fingern krieg.

regelmäßig sind die ortszeitung, süddeutsche zeitung, spiegel, stern, bild, focus, cicero, welt am sonntag, die zeit
dabei. hier hat man doch eine ordentliche bandbreite und man liest einiges raus.

eine " scheinbare " neutralität list sich anderes. keine weist eine eindeutige neutralität auf.
am besten erkennt man das an den kolumne, kommentare oder meinungen, die man in jeder tageszeitung oder
wochenblatt findet.

man muß einfach augen und ohren aushalten, dann weis man wie man die wirtschaftlichen und politische
strömungen werten muß.

das, was heute in dieser richtung vor sich geht, war klar erkennbar. die meißten bürger haben es nur nicht erkannt,
weil sie mit sich und anderen dingen zu sehr beschäftigt sind.

frag mal einen auf der straße, was er mit einen lottogewinn macht als erstes. ich wette die masse sagt eine große
reise.
da hörst du selten, das gesagt wird ich werde jetzt mal meine umgebung ( also mein zuhause ) neu gestalten.
wie kann man da erwarten, das der bürger ein auge für seine tägliche " wirkliche " probleme hat.
wirtschaftlich und sozial erst wenn er im dreck steckt, ansonsten überlassen sie das andere und wundern sich dann
eines tages das sie vor einen scherbenhaufen stehn.


gruß
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RE: "Zeitungszeugen" von Peter McGee

#6 von Schlawine , 17.01.2009 12:21

ich werte deine überraschung als normal, vorrraus gesetzt das du noch relativ jung bist.
sollte dies nicht zutreffen, wären nur zwei weitere möglichkeiten in betracht zu ziehen,
das eine wäre das du ungebildet bist und zweitens politisch nicht belesen bist.
----------

Dies hat weniger mit Ost-West Ausdrucksweise zu tun sondern mehr mit Arroganz. Durch solche Aussagen kam es zu dem Ausdruck "Besserwessi".
Ich glaube dir, dass du Daneel nicht beleidigen wolltest aber du hast dich schon sehr unglücklich ausgedrückt und ich als "Wessi" musste auch erstmal schlucken.
Also:Nächstes Mal vielleicht nochmal mit anderen Augen lesen bevor du sendest.


Schlawine

 
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RE: "Zeitungszeugen" von Peter McGee

#7 von vae victis , 17.01.2009 15:40

Zitat von Schlawine
ich werte deine überraschung als normal, vorrraus gesetzt das du noch relativ jung bist.
sollte dies nicht zutreffen, wären nur zwei weitere möglichkeiten in betracht zu ziehen,
das eine wäre das du ungebildet bist und zweitens politisch nicht belesen bist.
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Dies hat weniger mit Ost-West Ausdrucksweise zu tun sondern mehr mit Arroganz. Durch solche Aussagen kam es zu dem Ausdruck "Besserwessi".
Ich glaube dir, dass du Daneel nicht beleidigen wolltest aber du hast dich schon sehr unglücklich ausgedrückt und ich als "Wessi" musste auch erstmal schlucken.
Also:Nächstes Mal vielleicht nochmal mit anderen Augen lesen bevor du sendest.



Schlavine
hättest du es genau gelesen müßtest müßte dir aufgefallen sein, das ich dies ausgeschlossen habe.
außerdem hab ich mich entschuldigt das mein schreiben mießverstanden wurde. ich würde mir nie
anmassen ein besserwessi zu sein. also bitte nicht etwas aufbauchen was nicht fakt ist. schlisslich
wurde das ZITAT aus dem zusammenhang gerissen.
mir ging es lediglich darum, klar zu stellen, von seiten der öffentlichen informanten viel verschleiert
wird oder anders dagestellt wird.


gruß
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