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Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#1 von Sachsenstolz , 23.01.2009 04:12

Die alten Klischees werden auch 18 Jahre nach der Wiedervereinigung von einigen Sendern schamlos bedient. Hier ein Interveiw des Spiegel mit dem Bürgermeister der Stadt Zerbst nach der Sendung "Frauentausch" von RTL.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaf...,602859,00.html

Ich bin froh, dass ich solchen Mist nie anschaue.


Der Lohn für unsere Bemühungen ist nicht was wir dafür bekommen, sondern was wir dadurch werden.

John Ruskin

Die Welt hat genug für Jedermanns Bedürfnisse aber nicht für Jedermanns Gier.

Mahatma Ghandi

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#2 von vae victis , 23.01.2009 09:20

sind da die leute auch nicht ein bisschen selber schuld ???

auch hier im westen gibt es genügend verwahrloste haushalte, aber es werden halt immer weniger
die sich zur schau stellen lassen.

eine gewisse naivität muß man schon den leuten selbst zusprechen. manche tun für geld halt alles,
siehe den schwachsinn " Schungelcamp "

hier verurteile ich alle beteiligte einschlissslich der macher und zuschauer.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#3 von ossipower , 23.01.2009 13:36

Eben mir tun diese Leute nicht leid selber schuld gehn zu jeder sendung hin und lassen sich für kohle blöd hin stellen . siehe auch diese Shows auf rtl und sat .1 am nachmittag .was das für themen sind und figuren sind einfach nur schrecklich.

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#4 von herman , 23.01.2009 13:45

Das Geschimpfe auf die Privatsender kann ich nun wirklich nicht verstehen.

In Antwort auf:
Seit der Wende wird darüber diskutiert, wieso sich die TV-Fernsehgewohnheiten in Ost und West unterscheiden. Die Fakten: "Ossis" bevorzugen die Privatsender, und sie schauen täglich mit 207 Minuten (Jahr 1999) fast eine halbe Stunde länger fern als die "Wessis" (179 Minuten).


Weiter heißt es:

"Das geringere Interesse an Informationssendungen scheint für die Wissenschaftler eine weitere Ursache für den Hang zu den Privatsendern im Osten: Politische Magazine und Reportagen, Wirtschaftssendungen und Kulturberichte finden dort nur unterdurchschnittlich Zuspruch, stellen die Forscher in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" fest.

Der Osten findet RTL unentbehrlich - der Westen setzt auf die ARD "

http://www.handelsblatt.com/archiv/arbei...ten-wohl;313246

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#5 von DeutschLehrer , 23.01.2009 13:53

Ob das nun ein Ost - West - Problem oder Unterschied ist ? Ich denke eher, Arbeitslose sehen mehr seichte Unterhaltung und die Zahl der Arbeitslosen ist nun mal im Osten signifikant höher.

Gruß DL

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#6 von kalteschnauze , 23.01.2009 14:03

so, und da muss ich leider mal sagen stimmt!!!!! nicht unbedingt auf zerbst zugeschnitten, die stadt kenne ich auch, sondern auch auf meine frühere heimatstadt. es gibt dort massenweise dreckecken, das unkraut wuchert in den grünanlagen und zwischen den gehwegplatten und zugleich sitzen die leute arbeitssuchend zu hause und drehen däumchen. kann die stadtverwaltung meiner früheren heimatstadt da nicht mal ein paar teilzeitstzellen schaffen, das die dreckecken verschwinden, wer das unkraut zupft und ein paar leute weniger von "stütze" leben? wenn du von aussen kommst, fällt dir sowas auf.
wie sowas tv mässig dargestellt wird sei dahingestellt, aber dreck bleibt dreck.

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#7 von Weilheimer , 23.01.2009 15:40

Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Spiegel Springerpresse und irgendwie wettert Lumpenpack über Lumpenpack. Ich gebe zu, ich habe mir anfangs auch gern die "Privaten" angeschaut, aber irgendwie werden die heute nicht mehr meinen Ansprüchen gerecht. Ganz besonders nervt der hohe Werbeanteil, womit die Privaten sich finanzieren müssen. Ein normaler Film der normal 1,5 h läuft, wird schnell mal durch die Werbung auf 2,5h aufgebläht. Ich würde es gerecht finden, wenn die Privaten auch ein Stück des GEZ Kuchens erhalten, um somit auch anspruchsvollere Sendungen produzieren zu können, wo es mehr nach Qualität, als nach Quote geht.
Der Bürgermeister von Zerbst hat sicher die gleichen Probleme, wie viele ostdeutsche Städte und Gemeinden, welche sich schwindende Einwohnerzahlen nennen. Die Infrastruktur der Städte ist noch aus DDR Zeiten vorhanden und die muss erhalten oder besser abgerissen werden, damit eine Anpassung an zukünftige Einwohnerzahlen gewährleistet wird. Anstatt nur gegen den Sender zu wettern, sollte der Herr Bürgermeister erst mal nachdenken, was er persönlich verbessern könnte. Er könnte sich mit der AfA zusammentun und ein paar 1 Euro Jobber organisieren, um die Dreck-Ecken aufzuräumen, alles eine Frage der Organisation. Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg. Somit werden ein paar arbeitslose RTL2 Zuseher von ihren "Glotzen" weggeholt und produktiv eingesetzt, was bestimmt nicht falsch ist.
Auch in meiner ehemaligen Heimatstadt Finsterwalde gibt es Dreck-Ecken. Ein Spaßvogel und Foren-Administrator hat aus den Dreck-Ecken eine sehenswerte Postkarte erstellt.


Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.


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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#8 von herman , 23.01.2009 15:47

Zitat von kalteschnauze
so, und da muss ich leider mal sagen stimmt!!!!! nicht unbedingt auf zerbst zugeschnitten, die stadt kenne ich auch, sondern auch auf meine frühere heimatstadt. es gibt dort massenweise dreckecken, das unkraut wuchert in den grünanlagen und zwischen den gehwegplatten und zugleich sitzen die leute arbeitssuchend zu hause und drehen däumchen. kann die stadtverwaltung meiner früheren heimatstadt da nicht mal ein paar teilzeitstzellen schaffen, das die dreckecken verschwinden, wer das unkraut zupft und ein paar leute weniger von "stütze" leben? wenn du von aussen kommst, fällt dir sowas auf.
wie sowas tv mässig dargestellt wird sei dahingestellt, aber dreck bleibt dreck.


Mal was tun wenn man von ALGII lebt, leben muß?

Geht nicht, ist Sklavenarbeit.

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#9 von kalteschnauze , 23.01.2009 16:12

ich meine nicht 1 euro jobs, sondern das mal REGULÄRE FESTANSTELLUNGUNGEN meinetwegen auch befristet für solche arbeiten geschaffen werden.... und es gibt auch leute, die sowas machen würden, eben dreck wegmachen, ein bekannter z.b..

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#10 von herman , 23.01.2009 16:21

Warum keinen 1 Euro Job? In Dänemark gibts seit Jahren den 0 Euro-Job. Dort ist es selbstverständlich daß der arbeitsfähige Hilfsempfänger sich die geschenkten Sozialgelder vom Staat durch Arbeitstätigkeit im Rahmen seiner Möglichkeiten verdient.

Denn Merke, ein 1 Euro Job kostet den Staat 11 Euro und ein 1 Euro Jobber bekommt so viel vom Staat wie ein Friseur der acht Stunden auf den Beinen ist. Warum soll er auch nicht dafür soviel arbeiten wie jener?

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#11 von Buhli , 23.01.2009 21:10

Ich seh das mit dem Arbeiten Ähnlich. Wer Geld bekommt, kann und sollte von seinem "Gönner" auch zu Tätigkeiten herangezogen werden. Da sind nicht noch zusätzlich 1,-€ nötig. Geht doch jedem Gehaltsempfänger so. Wenn der Chef oder ähnlich befugte Leute ne Aufgabe erteilen die eigentlich nichts mit der Berufstätigkeit zu tun hat und nur als "Befristet" ansehbar ist, wirds gemacht. Oder?





Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#12 von Daneel , 23.01.2009 22:06

Für mich ist das moderne Sklaverei, Menschen sollten für den regulären Arbeitsmarkt fitgemacht werden und nicht deren Not dafür ausgenutzt werden, Arbeiten zu verrichten, die sonst niemand macht und selbst in der Marktwirtschaft kein reguläres Arbeitskraftangebot zu regulären Arbeitslöhnen existiert, weil der Markt durch diese Arbeitskräfte verhindert wird.
Ein-Euro-Jobs sind nichts anderes als unterbezahlte Tätigkeiten, die es nicht ermöglichen davon zu leben und mit Sozialhilfe/HartzIV aufgestockt werden müssen, egal wie rum man es dreht, es verletzt die Menschenwürde.


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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#13 von mathias , 23.01.2009 22:20

das verletzt nicht die Menschenwürde, sondern ehr macht es jeden Marktwirtschaftler bzw Freihändler stocksauer, da das einfach rausgeschmissenes Geld ist, den markt manipuliert, und zu mitnehmaeefekten führt!
Alles in allem, ein teuerer Spaß, der nichts nützt, und nur Geldverbrennt..
Aber in Deutschland ist das ja normal..siehe unseren Krankenkassenwahnsinn, und Lobbikratie an sich..
Planwirtschaft war dagegen noch harmlos


Spürst du es in dir? Wie uns das Leben erfüllt mit Glück? Wir alle sind hier zu leben unser Geschick. Sing ein Lied! Vergiss die Sorgen, wenn ein Tag zu Ende ist! Komm vertrau auf morgen, weil das Leben es uns verspricht!

Es war einmal..das Leben

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RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#14 von herman , 23.01.2009 22:24

Vielleicht habe ich was übersehen. Aber im Grundgesetz fand ich keinen Artikel der einem arbeitslosen Hilfsempfänger garantiert daß er jeden Tag zuhause rumsitzen kann.

Schon beim alten Recht der Sozialhilfe sieht §18 Abs.1 BSHG zumutbare Arbeit als Gegenleistung für die geschenkten Sozialgelder völlig selbstverständlich vor.
ALGII ist genau wie die Sozialhilfe eine steuerfinanzierte Leistung und es gibt keinen Grund dieses BSHG Regelwerk nicht auf ALGII zu übertragen.

Die BSHG Gesetzgebung die schon lange vor ALGII in Kraft trat ist höchstrichterlich als grundgesetzkonform in einer großen Zahl von Grundsatzentscheidungen bestätigt worden und es ist nicht erforderlich die Gerichte immer wieder neu mit denselben Themen zu beschäftigen.

Und in seiner freien Berufswahl und in seiner Vertragsfreiheit ist der HE auch nicht behindert. Folgte man dieser Argumentation so wäre jeder darin behindert, der seine Wünsche und Vorstellungen nicht am Arbeitsmarkt vollständig durchsetzen kann und deswegen einen Kompromiß eingehen muß.

Denn letztendlich ist der HE nicht verpflichtet das Angebot des Sozialstaates in Anspruch zu nehmen. Tut er dies allerdings so muß er wie bei jedem anderen Vertrag neben der Nutzung der Vorteile die Nachteile hinnehmen. Denn leider bringt ein Vertrag selten nur Vorteile.

Dass im Augenblick eine breite Basis für so ein Bürgergeld erst geschaffen werden muß liegt auf der Hand, bei dem Minister Glos liegen entsprechende Pläne in der Schublade. Andere Länder wie etwa Dänemark habe da einen mehrjährigen Vorsprung. Übertragen auf die deutsche Alimentationssystematik gibt es dort schon seit etlichen Jahren den "Null Euro Job", nur mit dem Unterschied daß es dort als selbstverständlich angesehen wird daß sich ein HE seine Unterstützung verdient.

Es ist klar daß auch unerwünschte Nebeneffekte mit einem breit angelegten Bürgergeld verbunden sind und zu einem gewissen Grade auch unvermeidbar sind. Gleichwohl liegen unter dem Strich die Vorteile auf der Hand.

Es wird einen erhebliche Prozentsatz an Sozialgeldbezieher-Abmeldungen geben, in einem Modellversuch in Sachsen-Anhalt zum Bürgergeld hatte sich etwa die Hälfte der Sozialkunden in den "ungeförderten Arbeitsmarkt" wie es hieß abgemeldet.

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zuletzt bearbeitet 23.01.2009 | Top

RE: Schmutziger maroder Osten - schöner sauberer Westen

#15 von Daneel , 24.01.2009 00:43

Dänemark hat grad die Wahl entweder Euro einführen oder der Staatspleite entgegen.

Natürlich verletzt es die Würde des Menschen, wenn jemand gezwungen ist zu arbeiten, es sind doch gerade alleinerziehende Mütter die es oftmals trifft, die können der Erpressung nicht ausweichen. Es ist sinnvoller, die nichtbeschäftigten Arbeitskräfte weiterzubilden.


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zuletzt bearbeitet 24.01.2009 | Top

   

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