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RE: Quellen und ihre Glaubwürdigkeit

#286 von frank , 07.09.2012 08:32

Hallo Wega,

ich weiß ja, dir gefällt das nicht. Denn du willst ja kein 'Lump' sein und heulst offensichtlich der DDR noch hinterher.

Aber Hand aufs Herz, wenn der NVA-Genosse hier großartig die Moralrede von der 'Glaubwürdigkeit' hält, sollte er wenigstens versuchen, glaubwürdig zu wirken bei seinen eigenen Aussagen. Und deshalb habe ich ihn gebeten, seine Behauptungen zu belegen.

Schließlich hatte er auch behauptet, wegen Befehlsverweigerung ist kein Wächter nach Schwedt in den NVA Knast gekommen. Außerdem sollte er mir verraten, was denn falsch war an den Feststellungen zum DL Kontrollpunkt Marienborn. Wenn du da mehr als Nölen vorrätig hättest, kannst du dich gern an der Diskussion beteiligen.

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RE: Quellen und ihre Glaubwürdigkeit

#287 von andersdenker , 07.09.2012 08:37

Meine Meinung zum Thema Militärgerichtsbarkeit habe ich geschrieben - in meinen Beiträgen kann ich keinen Verweis auf irgendetwas finden, das mit Deinen Veröffentlichungen zur Ausstattung der GÜSt Marienborn zu tun hat ...

Wie schon mal anderenorts geschrieben: Mach doch bitte - so wie ich es soeben getan habe - ein separates Thema für Zusatzfragen auf ... darunter leidet dann sicherlich auch nicht mehr die Übersichtlichkeit ....


Bitte an die Moderatoren: Mir wäre daran gelegen, dieses Thema in der gewünschten Spur zu halten - darum würde ich eine Entfernung aller Beiträge mit diesem Ziel entgegenlaufenden Inhalten ausdrücklich begrüssen!

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#288 von Buhli , 07.09.2012 10:08

andersdenker, den Begriff SaO wollte ich nur nicht ausschreiben. Das ist so ein Begriff den sich keiner einpraegen kann und will. Die die mit dem Begriff "Schiessbefehl" wirklich was anfangen koennen, koennen auch diesbezuegliches frankgelaber richtig einordnen."es gab wie überall bei Streitkräften auf der ganzen Welt eine Schußwaffenanwendungsordnung." Warum gleichen die Derzeit geltenden SaO der damaligen so sehr? Frank wird sicher wissen warum. Hast Du ne Antwort?
Ein ehemaliger Klassenkamerad war auch bei der Marine, hat aber das Wasser waehrend seiner vierjaehrigen(?) Wehrdienstzeit, nie gesehen. Wie geht das? Ausfuehrlich haben wir uns nicht ueber diese Umstaende unterhalten.


Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#289 von Buhli , 07.09.2012 10:11

Kann das Ganze nicht zur "NVA"?


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#290 von frank , 07.09.2012 11:03

Zitat von Buhli im Beitrag #
Die die mit dem Begriff "Schiessbefehl" wirklich was anfangen koennen, koennen auch diesbezuegliches frankgelaber richtig einordnen.


Du solltest dich mit dem Gedanken vertraut machen, daß die Totschläger-Praktiken des DDR-Grenzregimes von Gerichten mindestens auch als Totschlag bewertet werden. Und die Schreibtischtäter des Politbüros sowie führende NVA-Figuren wegen Anstiftung zum Totschlag verurteilt wurden. Allerdings viel zu milde meiner Meinung nach.

Hinsichtlich des speziellen Stasi-Schießbefehls, ich hatte ihn abgelichtet, forderte CDU-Fraktionsvize Arnold Vaatz, ein früherer DDR-Bürgerrechtler, Ermittlungen wegen Mordes. Da brauche ich mir nicht Gesülze von einer Stasi-Postille anzuhören.

Der Schießbefehl sei nichts anderes als ein Befehl zum Mord gewesen, sagte Vaatz der „Berliner Zeitung“. „Da gibt es keine Verjährung.“


Zitat
Kann man etwas abschaffen, das nie existiert hat? Am 3. April 1989 hob die DDR den Schießbefehl an der Mauer auf – nach massivem Druck aus Moskau. Kurze Zeit später wurde die Anweisung zum Morden auch schriftlich annulliert. Das Dokument beweist, dass die Schießbefehl-Leugner schlicht lügen.



Warum die Leugner des Schießbefehls lügen


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RE: Quellen und ihre Glaubwürdigkeit

#291 von michaka13 , 07.09.2012 14:56

andersdenker schrieb:

Zitat
Bitte an die Moderatoren: Mir wäre daran gelegen, dieses Thema in der gewünschten Spur zu halten - darum würde ich eine Entfernung aller Beiträge mit diesem Ziel entgegenlaufenden Inhalten ausdrücklich begrüssen!



Du has recht! Zurück zum Thema.

Hätte man den Staat DDR "retten" können? Ich sage nein. Wirtschaftliche Aussichten , politische oder finanzielle Aspekte mal außer acht lassend. Die jungen Menschen wollten einfach nicht mehr. Ich hatte schon mal drüber geschrieben. Ältere Generationen haben sich offenbar "eingelebt" in diesen Staat. In meinem Freundeskreis wurde recht kritisch über diesen Staat gesprochen. Ich denke ab dem Alter von 15 - 16 Jahren ging das los. Auch in der Lehre war das unter uns oft ein Thema. Selbst habe ich im Kreis der Freunde, Mitschüler und Mitlehrlinge immer öfter erleben müssen, wie diese das Land per Ausreiseantrag oder Flucht verlassen haben. Und so einige wurden bei Fluchtversuchen geschnappt. Vielleicht hab ich das aber auch ab diesem Alter nur bewußter wahrgenommen. Allerdings glaube ich sagen zu können, das die Auflösungserscheinungen in der DDR immer offensichtlicher wurden.

Hier kam von einem User die These, die DDR wäre heute ein EU-Land. Das ist natürlich nur hypothetisch. Vielleicht wäre es möglich gewesen. Vorstellen kann ich es mir nur sehr schwer. 2 deutsche Staaten, direkt nebeneinander. Einer sehr wohlhabend, der andere bitterarm. Völlig unterschiedliche Lebensverhältnisse. Sicherlich völlig unterschiedliche Einkommensverhältnisse. Wen hätte es denn noch in der DDR gehalten? Wenige, verdammt wenige. Reisefreiheit, das Recht seinen Wohnsitz auch in der Bundesrepublik frei zu wählen. Diese EU-DDR wäre innerhalb weniger Jahre völlig ausgeblutet. Wahrscheinlich würden noch Rentner da wohnen und das wars. Sicher, auch jetzt stehen manche Gegenden in neuen Bundesländern sehr schlecht da. Gerade in MV, Lausitz und einige andere Regionen. Doch meiner Meinung nach wäre es in einer heutigen DDR weitaus schlimmer.


Gruß, micha

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RE: Quellen und ihre Glaubwürdigkeit

#292 von andersdenker , 07.09.2012 16:19

Zitat von michaka13 im Beitrag #
andersdenker schrieb:

Zitat
Bitte an die Moderatoren: Mir wäre daran gelegen, dieses Thema in der gewünschten Spur zu halten - darum würde ich eine Entfernung aller Beiträge mit diesem Ziel entgegenlaufenden Inhalten ausdrücklich begrüssen!


Du has recht! Zurück zum Thema.

.......................




Micha, dieser Beitrag stand ursprünglich in diesem --> Quellen und ihre Glaubwürdigkeit
Thema ... mit der "Bereinigung" ist es nun ein wenig untergegangen - aber mit ernsthaften Antworten vom Angesprochenen habe ich eh nicht gerechnet .....


----------------------------------------

Hätte und wäre sind zwei unwägbare Größen in der Politik.

Wäre die DDR "gerettet" worden - dann wäre die EU heute nicht so groß .... Dann würde es keinen (T)Euro geben und andere etliche Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation würden auch noch ein paar Jahre brauchen, bis sie erfunden werden können ...

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RE: Quellen und ihre Glaubwürdigkeit

#293 von Kolumbus 1492 , 07.09.2012 17:46

<<< Hier kam von einem User die These, die DDR wäre heute ein EU-Land. Das ist natürlich nur hypothetisch. Vielleicht wäre es möglich gewesen. Vorstellen kann ich es mir nur sehr schwer. 2 deutsche Staaten, direkt nebeneinander. Einer sehr wohlhabend, der andere bitterarm. Völlig unterschiedliche Lebensverhältnisse. Sicherlich völlig unterschiedliche Einkommensverhältnisse. >>>



Doe Polen sind heute auch nicht mehr bitterarm - die bekommen ihr Geld genauso von der EU. Es wäre nichts anders - ausser vieleicht das die ostdeutschen Firmen auch ne Chance gehabt hätten.


>>> Wen hätte es denn noch in der DDR gehalten? <<<


viele!


Wenn der Staat den Weg der Gerechtigkeit verlässt , wird ziviler ungehorsam zur Pflicht.

 
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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#294 von altberlin ( gelöscht ) , 07.09.2012 17:48

Extra noch einmal für den schlauen frank, das Grenzregime zum Nachlesen.

http://www.broda-72.de/grenze/grenze.html

Bezeichnender Weise von der http://www.planet-wissen.de/natur_techni..._rueterberg.jsp
keiner kommunistischen Plattform!

Lesen bildet !

Übrigens, deinen "Schießbefehl" in # 290 hast du prächtig bei Wiki abgekupfert, leider ohne Quellenangabe

--


vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.

altberlin

RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#295 von joesachse , 07.09.2012 21:02

Ich wäre Euch sehr verbunden, wenn Ihr die Diskussionen und die NVA und deren Strukturen in Eurem NVA-Forum führt. Und wenn Ihr da Reporter Frank gleich mitnehmt


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#296 von frank , 07.09.2012 21:19

Zitat von joesachse im Beitrag #
Ich wäre Euch sehr verbunden, wenn Ihr die Diskussionen und die NVA und deren Strukturen in Eurem NVA-Forum führt. Und wenn Ihr da Reporter Frank gleich mitnehmt


Es scheint dir entgangen zu sein, daß ich mich an den Marine-Nva-Themen mit keinem Beitrag beteiligt habe.

Allerdings habe ich mich zu dem Schießbefehl geäußert, und der ist sehr wohl ein Thema, welches bei diesem Topic 'Hätte man den Staat DDR "retten" können' Relevanz besitzt.

Meine Schlussfolgerung zum Thema wäre daher, eine DDR hätte man nicht "retten" können, da der überwiegende Teil der Bevölkerung diesen Staat nicht wollte.

Bekanntlich hat der Verlauf der Geschichte diese These überdeutlich bestätigt, Stasi und Schießbefehl waren 'conditio sine qua non' zur Aufrechterhaltung dieses Staates. Als Stasi und Schießbefehl verschwanden, verschwand auch der Staat.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#297 von frank , 07.09.2012 22:16

Natürlich trugen auch andere Faktoren zum schnellen Untergang der DDR bei. Die SED-Genossen konnten nicht mehr wie einst 1953 auf die brüderliche Hilfe der sowjetischen Besatzungsmacht hoffen.

Solche geschichtlichen Ereignisse sind nie monokausal. Daß die Stasi ein wichtiger Brückenpfeiler zur Aufrechterhaltung der SED-Diktatur war, müßte eigentlich einleuchten. Die Stasi, auch wenn du es gern mit "Schdaasi" verschleiern möchtest, war das zentrale Repressionsinstrument im Inneren. Der Film "Das Leben der Anderen" hat diesen Sachverhalt sehr gut thematisiert.
Nachdem die Stasi von Modrow abserviert wurde, er wollte damit seine eigene Haut retten, wurde ein Stabilitätsanker des SED-Staats entfernt. Als zusätzlich die Wächtertruppen als zweiter Stabilitätsanker außer Dienst gestellt wurden, haben sich etwa zeitgleich die ganzen SED-Vorfeldorganisationen mit vermeinlichem Ewigkeitswert in einem Tempo aufgelöst, daß man garnicht so schnell gucken konnte.

Ob nun 'Junge Pioniere', 'FDJ', 'FDGB' oder 'SED' war. Die SED hatte 2,7 Millionen Mitglieder und verlor innerhalb kurzer Zeit ihren Mitgliederstamm.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#298 von Kehrwoche , 08.09.2012 07:23

Ich habe den Strang "ausgedünnt", "gesäubert" kann man aber nicht sagen.
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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#299 von Buhli , 08.09.2012 08:16

Kolumbus1492, hierbei: >>> Wen hätte es denn noch in der DDR gehalten? <<< "viele!" geb ich Dir Recht. Ob der "Rest" aber ausgereicht hätte dieses neue Land am Leben zu erhalten, darf bezweifelt werden, denn zwei deutsche Staaten mit unteschiedlich ausgerichteten Systemen, wäre irgendwie nicht gut gegangen. Die materiellen Annehmlichkeiten (Die gigantisch vielen Schulden werden ja ignoriert) hätten wahrscheinlich trotzdem zum Aderlass geführt. Diese Diskusion konnte ja auch nur durch die gemeinsame Vorkriegsgeschichte, entstehen. Unsere Bruderstaaten können diese Diskusion zwar verstehen, aber für sich nicht nachvollziehen. Wie auch? Die sind ja noch souverän.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#300 von Kehrwoche , 08.09.2012 09:10

Zitat von Buhli im Beitrag #
Unsere Bruderstaaten

Bruderstaaten? Volksrepublik Polen, ČSSR, Sowjetunion.......
In welcher Zeit lebst du denn? Das habe ich schon seit 23 Jahren nicht mehr gehört und das war damals schon geheuchelt. Reg du dich nochmal auf, wenn dich einer "Ewiggestriger" nennt!
Da kann man echt nur den Kopf schütteln.


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