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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#346 von delta , 09.09.2012 11:27

Zitat von altberlin im Beitrag #
@ delta, einen Marshall-Plan hattet ihr nicht ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Marshallplan

Frisch mal dein Gedächtnis etwas auf !
Und dann schau mal hier,

http://de.wikipedia.org/wiki/Reparationen

das war hauptsächlich Sache der DDR, die Russen waren nicht fein beim Abmontieren, ob sie es gebrauchen konnten oder nicht.
Da ist der Aufbau Ost nur ein verspäteter Ausgleich.

--



Mann Altberlin was soll das den sein... dafür zahlen wir seit der Maueröffung an die Russen ohne ende....
du bist doch nicht etwa auf einen Auge Blind....Die Russen haben euch ebenfalls nur ausgebeutet, dafür kann der
Westen nichts, das haben die Siegermächte verbockt und nicht der Westen.

Übrigens: auch die Griechen sind jetzt auf dem Geschmack gekommen und wollen nach fast 70 Jahren Kriegsende von den
( befreundeten ) Deutschen Reperationleisten bekommen........


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#347 von Kolumbus 1492 , 09.09.2012 11:39

Dafür konnte der Osten aber auch nix. Leute ! Wir reden hier über was , dass ein Österreicher verbockt hat. Den Krieg gegen Russland hat nicht nur der Osten verloren - aber bluten durfte er alleine. Und dann sind dann heute leute , die sich werweisswas drauf einbilden ,dass sie DAS GLÜCK hatten auf der anderen Seite vom Gartenzaun geboren zu werden und aufwachsen durften. Das war nur Glück - es hätte ebensogut nämlich auch umgekehrt sein können. Aber das ist nicht das primäre - viel schlimmer ist ,dass die es sind die sich heute im Osten aufführen wie die Besatzer , als wenn sie den Krieg gewonnen hätten.


Wenn der Staat den Weg der Gerechtigkeit verlässt , wird ziviler ungehorsam zur Pflicht.

 
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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#348 von delta , 09.09.2012 11:41

dann liegt es an den Leuten vor Ort, diesen Kultur-Banausen den rechten Weg zu zeigen.....ich jedenfalls kann nichts dafür.......


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#349 von michaka13 , 09.09.2012 13:34

altberlin schrieb:

Zitat
Geht es nicht vielen Deutschen heute noch so ? Einfach, weil sie im neuen Deutschland keine Chance bekommen haben, überflüssig wurden ?



Und genau hier sprichst Du ein Problem an, wie ich es auch heut noch bei der älteren Generation ehemaliger DDR Bürger beobachte. Incl. bei meinen Eltern und Schwiegereltern. Es geht mir um die Worte: "...keine Chance bekommen haben..." Man bekommt keine Chancen. Die werden einem nicht auf dem goldenen Tablett serviert! Die muß man sich erarbeiten! Niemand organisiert mehr das tägliche Leben, wie es in der DDR war. Jetzt muß sich jeder selbst um sein Leben kümmern. Und dies muß man lernen. Nicht nur lernen, man muß es verinnerlichen. Jüngeren Generationen fällt das leichter. Die älteren Generationen tun sich damit deutlich schwerer.

Zitat
Ossis = faul, ich hab ein dickes Fell, deshalb stört es mich nicht persönlich, denn ich habe es anders bewiesen. Sonst wäre ich nicht schon 9,5 Jahre hier. Aber es ist unverschämt, solche Bemerkungen zu machen, und es sind leider besonders die Regionen, denen es gut geht, die zu derart Überheblichkeit neigen.



Ich stimme Dir absolut zu, das solche Bemerkungen unverschämt sind und jeglicher Realität entbehren. Du schreibst selbst, Du hättest ein dickes Fell, es würde Dich nicht stören. Ich glaube schon, das es Dich wurmt, warum sprichst Du solche Bemerkungen sonst explizit an. Ich schrieb schon. Hin und wieder hab ich das vor einigen Jahren selbst mal gehört. Ich kontere das einfach mit ner locker-flockigen Bemerkung, lach mir eins und laß den Blödmann stehen. Ich denke weder großartig darüber nach, noch berührt es mich in irgendeiner Weise. Mich über die Bemerkungen einzelner Idioten zu ärgern, das kostet Zeit und Energie. Und die habe ich nicht unendlich zur Verfügung. Deshalb erspare ich mir das!

Joesachse schrieb:

Zitat
Was mich etwas ärgert ist die Tatsache, dass sich in Gesprächen oder auch in Internet-Foren nur wenige Ex-DDR-Bürger zu Ihrer Entscheidung von damals bekennen, egal ob sie diese aus heutiger Sicht für richtig oder falsch halten.



Interessante Feststellung. Ich möchte das OF jetzt nicht als repräsentativ betrachten, aber genau das kann man bei etlichen Stammusern hier sehr gut beobachten. Auch bei einigen Verwandten kann ich das feststellen. Hab nur bis jetzt noch nie intensiv darüber nachgedacht. Ist ja fast wie bei Whlen heutzutage. Faßt eine neue Regierung unpopuläre Beschlüsse, dann hat sie auf einmal keiner gewählt!

Zitat
Dass unsere Gesellschaft voller Widersprüche ist und dass es Unrecht gibt ist allen klar. Aber die Frage, was wie geändert werden muss, diese Frage wird nur sehr selten auf einem vernünftigen sachlichen Niveau geführt.

Dann muß man die Frage stellen, warum ist das so? Ich glaube wir diskutieren lieber über die Vergangenheit, anstatt uns Gedanken über die Zukunft zu machen. Einfach mal die Überschrift dieses Themas lesen: Hätte man den Staat DDR "retten" können? Warum diskutieren wir auf mittlerweile über 20 Seiten, in mehr als 300 Beiträgen über diesen verschwundenen Staat? Ist die Gegenwart nicht interessant genug? Haben wir jetzt und heute keine Probleme die es zu lösen gilt? Warum sprechen wir nicht über die Zukunft? Über unsere eigene? Über die Zukunft Deutschlands, Europas? Sind wir tatsächlich alle schon so gleichgültig, so egoistisch, das uns unsere Zukunft und die künftiger Generationen, so sehr am Ars... vorbei geht? Joesachse macht öfter den Versuch zukunftsträchtige Themen zu diskutieren. Hat ja gerade erst in einem neuen Thread einige interessante Fragen aufgeworfen. Ich hoffe, das es dort wirklich eine themenbezogene, sachliche Disskusion geben wird, bzw. die Moderatorenschaft dafür sorgt.


Gruß, micha

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#350 von altberlin ( gelöscht ) , 09.09.2012 16:54

Michakas Worte:

Zitat
Es geht mir um die Worte: "...keine Chance bekommen haben..." Man bekommt keine Chancen. Die werden einem nicht auf dem goldenen Tablett serviert! Die muß man sich erarbeiten! Niemand organisiert mehr das tägliche Leben, wie es in der DDR war. Jetzt muß sich jeder selbst um sein Leben kümmern. Und dies muß man lernen.



Es geht nicht um "Fürsorge" bei der Chance auf Arbeit, es geht schlichtweg um Möglichkeiten, Älteren überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu geben.
Da bedarf es keiner staatlichen Organisation, sondern sozialer Verantwortung der Unternehmen, die leider (nicht alle) immer noch der Meinung sind,
Alter ist nicht belastbar, kränkelt öfter der was weiß ich. Willst du all diejenigen, die mitunter jahrelang Bewerbungen schreiben, bezichtigen,
sich nicht um ihr Leben selbst zu kümmern ? So leicht kannst du es dir nicht machen, auch nicht, wenn du von diesem System anscheinend sehr
überzeugt bist. Das Alter ist ein entscheidender Faktor, deshalb die vielen "Chancenlosen", je älter der Mensch ist, umso schlechter kann er sich mit neuen Lebensumständen anfreunden, mir fiel es weniger schwer, da ich bis 2002 selbständig war, Kampf also gewohnt.
Wie genau kennst du die "staatliche Fürsorge" in der DDR ? Ein goldenes Tablett gab es dort auch nicht, nur, wenn man eine Arbeitsstelle hatte,
konnte man ziemlich sicher sein, in 10 oder 20 Jahren noch dort arbeiten zu können, wenn man wollte, gezwungen wurde keiner.
Heute weißt du oft nicht, was übermorgen ist, Umstrukturierung, Verlagerung, Preisdruck, Pleite, dummes Gesicht, viele Faktoren können ganz schnell bedeuten, ab morgen Arbeitsamt.
Wäre es nicht sehr viel angenehmer, wenn jeder ohne zu hohen Leistungsdruck und ohne Verlustängste zur Arbeit gehen könnte ? Wenn jeder eine gewisse Sicherheit hätte, nicht nur die auf Hartz IV, sondern auch auf ein sinnvolles, würdiges Leben ? Ist der Mensch immer mehr dazu verdammt, als Knecht des Kapitals mit gebeugter demütiger Haltung alles zu ertragen ? Dafür haben unsere Vorfahren nicht gekämpft, und ich finde es eine Schande, das die Rechte der AN oft genug mit Füßen getreten werden.

Zitat
Ich glaube schon, das es Dich wurmt, warum sprichst Du solche Bemerkungen sonst explizit an



Ich persönlich fühle mich nicht angesprochen, weil ich weiß und auch bewiesen habe, was ich kann. Trotzdem finde ich, strahlt eine solche Meinung eine gewisse überhebliche Arroganz aus, "wir haben etwas geschafft, etwas erreicht, ihr habt ja nicht gearbeitet". Und das von Menschen, von denen die Wenigsten damals den Weg in die DDR gefunden haben, das war doch schon fast in Rußland. Arme "Brüder und Schwestern" waren wir nur solange, wie die
Mauer stand.
Mir ist auch schleierhaft, woher die feste Meinung kommt, wir hätten kein Material gehabt. Womit wurde gebaut, womit produziert ?
Das es knapp war, ist unbestritten, aber das wir nichts hatten, zeugt von der Voreingenommenheit und Desinformation besonders im Südwesten.
Weiter nördlich habe ich ganz andere Ansichten erfahren, die Leute (NRW,NS,HH,SH) waren auch näher dran und hatten oft verwandtschaftliche Verbindungen
in den Osten.

Wenn dieses Thema jetzt "ausgelutscht" ist, es gibt andere, niemand zwingt zum Lesen.


vorwärts immer, rückwärts nimmer
E.H.

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#351 von Atze , 09.09.2012 17:04

Hä, hä, ich geh mal zum Urthema zurück.

Ich denke, man hätte die DDR als Staatsgebilde nicht retten können aber man hätte einen schöneneren, sanfteren Zusammenprall gestalten können.

Was ist denn das Primat? Immer die Ökonomie. Und da haben wir, "dank einer klugen und ausgewogenen Ökonomie", es geschafft, natürlich unter Leitung der führenden Kraft in der DDR, uns bis auf den Schlüpper, zu verausgaben ohne das die Produktivität so gestiegen wäre, dass wir Weltmarktfähig geblieben sind.

Nun bin ich kein Politökonom habe aber, wie sicherlich die meisten User hier, rudimentäre Kenntnisse dazu. Und wenn eine Wirtschaft nur auf Verschleiß gefahren wird, kann dies auf Dauer nicht gut gegehen.

Nun ging es den Bürgern der Deutschen Demokratischen Republik im Verhältnis gesehen, noch recht gut aber wir hatten das Pech oder auch das Glück, einen deutschen Nachbarn zu haben, der durch Unterstützung der westlichen Staaten und auch der eigenen besseren Rohstoffvorkommen, dem kleineren Teil Deutschlands von vornherein überlegen zu sein. Trotzdem hätte man was daraus machen können, was ja am Anfang auch recht gut lief.
Ja Mäuselchen, es gab auch da Dinge, die besser nicht geschehen wären. Das wissen wir.

Mitte der 70-er Jahre, hatte die damalige Deutsche Demokratische Republik eine wirtschaftliche Stärke, die es uns erlaubt hätte, die Märkte zu öffnen und Konkurenzfähig auf dem Weltmarkt zu sein. Aber, da war die politische Schranke und die Bündnisverpflichtung und wir, die Bürger der DDR, waren nicht die eigenen Herren im Land.
Fast 4 x soviele russische Truppen standen im Land, wie wir eigene Truppen hatten. Die Außenpolitik wurde nicht in Berlin gemacht, sondern in Moskau. Es war also gar nicht daran zu denken, sich da aufzulehnen, zumal das Politbüro dazu auch nicht bereit und in der Lage gewesen wäre.

Die DDR war also als ökonomischer Staat nicht mehr zu retten. Es wäre aus meiner Sicht nur ein "raus zögern" gewesen. Das es dann praktisch über Nacht zum Zusammenbruch der sozialistischen Strukturen kam, war der absoluten Sprachlosigkeit der bis dahin "führenden Kraft" zu verdanken. Aber selbst da lag das Kind bereits im Brunnen. Das Einzige was hätte um vieles besser sein können, war der von Scheuble und Günti Krause (diesem kriminellen Subjekt) verzapfte Einigungsvertrag.

Trennung

Ich habe einen langjährigen Freund, ein Schiffbauingenieur, der seit der Wende in Flensburg, in einer Werft tätig ist. Er war schon immer ein kluger Mann mit einer Kotterschnauze. Wenn ihn einer der Altbundesbürger anmacht, was vermutlich jetzt nicht vorkommt, antwortete er " dass er Osthilfe leistet, weil die Wessis keine Ahnung haben und das Wissen der Ossis brauchen".

Gruß


Sir W. Churchill

"Eine der fröhlichsten Erfahrungen im Leben ist es, als Zielscheibe zu dienen, ohne getroffen zu werden."

 
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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#352 von frank , 09.09.2012 17:23

Zitat von Atze im Beitrag #

Mitte der 70-er Jahre, hatte die damalige Deutsche Demokratische Republik eine wirtschaftliche Stärke, die es uns erlaubt hätte, die Märkte zu öffnen und Konkurenzfähig auf dem Weltmarkt zu sein.



Pure Fantasie.

Zitat
Von 1971 bis 1980 gab es ein kumuliertes Importdefizit der DDR von 38 Mrd. DM
Das Defizit war zweimal so groß wie die gesamte Ausfuhr der DDR im Jahre 1980 in westliche Länder und diente hauptsächlich dem Konsum.



http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-ei...irtschaft?p=all

Abgesehen davon, es hat bekanntlich in keinem 'sozialistischen' Land mit der Wirtschaft geklappt, warum sollte es gerade in der DDR klappen?

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#353 von Hansrudi , 09.09.2012 17:25

@ Atze ,

worin lag denn die Sprachlosigkeit der Führung ??

Man war doch von den Demos mit den vielen Kerzen und den Aufrufen : `Keine Gewalt !` verunsichert und beeindruckt zugleich .

Das würde doch unter den heutigen Bedingungen gar keinen mehr interessieren , so eine Demo mit Kerzen ! Die wird sich schon wegen Desinteresse, Kälte , Regen und Hunger irgendwann selber auflösen .


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#354 von frank , 09.09.2012 17:37

"Wir sind das Volk" skandierten die Bürger Leipzigs und stellten damit das Machtmonopol der SED infrage. Also nicht nur Kerzen. Es ging ums Eingemachte.

Die einzige Alternative zur 'Sprachlosigkeit' der SED wäre der Einsatz von Waffen gewesen. Das heißt, man hätte diesmal halt ohne die Russen losschlagen müssen.

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#355 von altberlin ( gelöscht ) , 09.09.2012 17:45

Zitat von frank im Beitrag #
"Wir sind das Volk" skandierten die Bürger Leipzigs und stellten damit das Machtmonopol der SED infrage. Also nicht nur Kerzen. Es ging ums Eingemachte.

Die einzige Alternative zur 'Sprachlosigkeit' der SED wäre der Einsatz von Waffen gewesen. Das heißt, man hätte diesmal halt ohne die Russen losschlagen müssen.


Der Begriff "skandieren" erinnert mich sehr stark an sozialistischen Sprachgebrauch.

Und Waffen? Es ist doch nichts passiert, oder hast du etwas anderes erlebt ?

--


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#356 von Kolumbus 1492 , 09.09.2012 18:00

Zitat von altberlin im Beitrag #


Michakas Worte:

Zitat
Es geht mir um die Worte: "...keine Chance bekommen haben..." Man bekommt keine Chancen. Die werden einem nicht auf dem goldenen Tablett serviert! Die muß man sich erarbeiten! Niemand organisiert mehr das tägliche Leben, wie es in der DDR war. Jetzt muß sich jeder selbst um sein Leben kümmern. Und dies muß man lernen.


Es geht nicht um "Fürsorge" bei der Chance auf Arbeit, es geht schlichtweg um Möglichkeiten, Älteren überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu geben.
Da bedarf es keiner staatlichen Organisation, sondern sozialer Verantwortung der Unternehmen, die leider (nicht alle) immer noch der Meinung sind,
Alter ist nicht belastbar, kränkelt öfter der was weiß ich. Willst du all diejenigen, die mitunter jahrelang Bewerbungen schreiben, bezichtigen,
sich nicht um ihr Leben selbst zu kümmern ? So leicht kannst du es dir nicht machen, auch nicht, wenn du von diesem System anscheinend sehr
überzeugt bist. Das Alter ist ein entscheidender Faktor, deshalb die vielen "Chancenlosen", je älter der Mensch ist, umso schlechter kann er sich mit neuen Lebensumständen anfreunden, mir fiel es weniger schwer, da ich bis 2002 selbständig war, Kampf also gewohnt.
Wie genau kennst du die "staatliche Fürsorge" in der DDR ? Ein goldenes Tablett gab es dort auch nicht, nur, wenn man eine Arbeitsstelle hatte,
konnte man ziemlich sicher sein, in 10 oder 20 Jahren noch dort arbeiten zu können, wenn man wollte, gezwungen wurde keiner.
Heute weißt du oft nicht, was übermorgen ist, Umstrukturierung, Verlagerung, Preisdruck, Pleite, dummes Gesicht, viele Faktoren können ganz schnell bedeuten, ab morgen Arbeitsamt.
Wäre es nicht sehr viel angenehmer, wenn jeder ohne zu hohen Leistungsdruck und ohne Verlustängste zur Arbeit gehen könnte ? Wenn jeder eine gewisse Sicherheit hätte, nicht nur die auf Hartz IV, sondern auch auf ein sinnvolles, würdiges Leben ? Ist der Mensch immer mehr dazu verdammt, als Knecht des Kapitals mit gebeugter demütiger Haltung alles zu ertragen ? Dafür haben unsere Vorfahren nicht gekämpft, und ich finde es eine Schande, das die Rechte der AN oft genug mit Füßen getreten werden.

Zitat
Ich glaube schon, das es Dich wurmt, warum sprichst Du solche Bemerkungen sonst explizit an



Ich persönlich fühle mich nicht angesprochen, weil ich weiß und auch bewiesen habe, was ich kann. Trotzdem finde ich, strahlt eine solche Meinung eine gewisse überhebliche Arroganz aus, "wir haben etwas geschafft, etwas erreicht, ihr habt ja nicht gearbeitet". Und das von Menschen, von denen die Wenigsten damals den Weg in die DDR gefunden haben, das war doch schon fast in Rußland. Arme "Brüder und Schwestern" waren wir nur solange, wie die
Mauer stand.
Mir ist auch schleierhaft, woher die feste Meinung kommt, wir hätten kein Material gehabt. Womit wurde gebaut, womit produziert ?
Das es knapp war, ist unbestritten, aber das wir nichts hatten, zeugt von der Voreingenommenheit und Desinformation besonders im Südwesten.
Weiter nördlich habe ich ganz andere Ansichten erfahren, die Leute (NRW,NS,HH,SH) waren auch näher dran und hatten oft verwandtschaftliche Verbindungen
in den Osten.

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Altberlin Du weisst nicht wie recht Du hast , ich kann Dich nur bewundern das Du auf so ein Geschreibsel überhaupt so besonnen reagierst. Ich hab dafür nicht viel an Antwort übrig. Lohnt nämlich nicht.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#357 von BesserWessi0815 , 09.09.2012 18:25

Zitat von frank im Beitrag #
"Wir sind das Volk"
« L'État, c'est moi » verkündete der monarchische DDR-Herrscher aus dem Saarland, Erich I. dem Ostvolk Mitteldeutschlands ....
Für die Nachfolge bewirbt sich Oskar I., ebenfalls aus dem Saarland. Damit ist die Frage der Qualifikation geklärt. Die Wähler sind begeistert, Oskar I. eilt von Erfolg zu Erfolg .... ein neuer "Führer" (diesmal zwar nicht aus Österreich)... .

Der Staat DDR IST gerettet!

Die Genossen beraten noch, ob NACH der Wahl die "Drachme" oder gleich die "Mark der DDR" eingeführt werden soll... .
@Kolumbus 1492, da nun Dein zuletzt erstellter Thread nach nur wenigen Stunden wegen Belanglosigkeit geschlossen wurde, möchte ich Dir auf diesem Wege mitteilen, dass ich den letzten Beiträgen von michaka13 & Kehrwoche dort zu 100% zustimme.
Ich habe mich auch gewundert, wer in der DDR also so alles sich "Ingenieur" nannte... .
Oder war das nur bei der Bahn so? ... naja, für mich repräsentierst Du zumindest nicht das überdachte, strukturierte Denken und Handeln eines Ingenieurs zumindest nicht in diesem Forum


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#358 von Kolumbus 1492 , 09.09.2012 18:27

Biste jetzt fertig ? Dann brat dir ein Ei.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#359 von BesserWessi0815 , 09.09.2012 18:30

...aha...

Stimmt denn der Spruch: "Wer nichts will und wer nicht kann, der geht zur Bahn??"

Die Frage hast Du indirekt bereits beantwortet.... .


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zuletzt bearbeitet 09.09.2012 | Top

RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#360 von Kolumbus 1492 , 09.09.2012 18:35

Zitat von BesserWessi0815 im Beitrag #
...aha...

Stimmt denn der Spruch: "Wer nichts will und wer nicht kann, der geht zur Bahn??"

Die Frage hast Du indirekt bereits beantwortet.... .




Deine Versuche mich zu provozieren und in ein Streitgespräch verwickeln zu wollen scheitern schon im Ansatz


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