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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#61 von Schlawine , 05.02.2009 20:07

Langsam wird mir hier schlecht !

Jeder Polizist, dem aus welchen Grund auch immer ein Asylsuchender oder Flüchtling ums Leben kommt muss sich einem Untersuchungsverfahren unterziehen.Oft folgt die Suspendierung vom Dienst und ein Strafverfahren.
Dies hatte ein Grenzsoldat nie zu erwarten weil er seinen Befehl ausführte.

In diesem Land läuft vieles falsch aber die Mauertoten damit entschuldigen zu wollen, dass es ja "wo anders auch nicht besser ist" erinnert mich schon stark an die "braune Brühe" die meint die Konzentrationslager damit verharmlosen zu können, dass die Amerikaner ja auch die Indianer getötet oder in Reservate gesteckt hat.

Unrecht ist Unrecht, egal wer noch alles welches begeht.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#62 von Weilheimer , 05.02.2009 20:23

Schlawine Recht hast Du!


Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#63 von Ossilinchen , 05.02.2009 21:13

Danke Schlawinchen

An alle diskussionsfreudigen User, ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass eure Diskussionen irgendwann nichts mehr mit dem Thema zu tun haben?
Egal, welches Thema man liest.

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#64 von herman , 05.02.2009 21:46

In Antwort auf:
Jeder Polizist, dem aus welchen Grund auch immer ein Asylsuchender oder Flüchtling ums Leben kommt muss sich einem Untersuchungsverfahren unterziehen.Oft folgt die Suspendierung vom Dienst und ein Strafverfahren.
Dies hatte ein Grenzsoldat nie zu erwarten weil er seinen Befehl ausführte.


Vor genau 20 Jahren in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar wurde das letzte Opfer der SED-Dikatur erschossen. Es war der 20 jährige Chris Gueffroy. Zeitungen im Westsektor von Berlin meldeten eine offensichtlich gescheiterten Fluchtversuch. Ein "Organ" des SED-Staats kommentierte dies mit "Eine rote Leuchtkugel sind keine 10 Schüsse".

Zwei Tage nach dem Tode ihres Sohnes wird die Mutter in der Geistersprache der SED Diktatur "zur Klärung eines Sachverhalts" aufgefordert ins Ostberliner Polizeipräsidium zu kommen. "Ihr Sohn hat ein Attentat auf eine militärische Einrichtung begangen" formuliert das Mordsgesindel.
Der Totenschein war schon gefälscht. Der Stasi hatte die Todesursache "Herzdurchschuss" nicht gefallen, die Ärztin musste das ändern: "Herzversagen".
Der Grenzschützer Heinrich stützt seine Kalaschnikow auf einen Elektrokasten und zielt wie auf eine Schießscheibe. Heißt es später im Prozeßbericht.

Der Todesschütze Heinrich und drei weitere Grenzsoldaten werden vom Grenzkommandoschef Mitte mit dem "Leistungsabzeichen der Grenztruppen" ausgezeichnet. Sie erhalten eine Prämie.

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zuletzt bearbeitet 05.02.2009 | Top

RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#65 von bummi , 05.02.2009 23:31

ooh, @schlawine, das tut mir aber leid, daß deutsch - deutsche geschichte so
ist.
bei grenzsoldaten erübrigt sich die prozedur der anklage erheblich.
an der grenze steht: betreten verboten!
auf flugplätzen ist das nicht anders.
deswegen kann man natürlich einfach, wenn gerufen wird: ´halt, hände hoch!´
weiterlaufen.

zitat herman(in kopie), gekürzt:
"..letzte Opfer der SED-Dikatur erschossen. ... "Organ" des SED-Staats ...Geistersprache der SED Diktatur .. Mordsgesindel...
... Der Stasi ...
...Grenzschützer Heinrich ... Kalaschnikow ....eine Schießscheibe. ...

...Todesschütze Heinrich und drei weitere Grenzsoldaten werden vom Grenzkommandoschef Mitte mit dem "Leistungsabzeichen der Grenztruppen" ausgezeichnet. Sie erhalten eine Prämie."

kh

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#66 von bummi , 05.02.2009 23:34

Zitat von Ossilinchen
Danke Schlawinchen

An alle diskussionsfreudigen User, ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass eure Diskussionen irgendwann nichts mehr mit dem Thema zu tun haben?
Egal, welches Thema man liest.


wertes @ossilinchen,
zur ddr gehört das und zur republik gesamt jenes.
es ist durchaus vertretbar zu wissen, wo sei häusle steht.
also ich bin der meinung, daß das unsere geschichte ist.
könn´wer gerne abstimmen.

kh

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#67 von WELLO , 06.02.2009 00:54

@bummi
Der Unterschied war:
Manche Leute, die nicht zu den "Gleicheren" gehörten, hatten damals keinen einzigen normalen Grenzübergang, den sie hätten benutzen können, in Ost-West - Richtung. Diese Übergänge wurden ja 1961 extra verschlossen, auf dass das gemeine Volk im sozialistisch eingefriedeten Areal verbleiben möge. Und irgendein mögliches Procedere, diese Grenze legal zu passieren, wurde selbstverständlich gleich mit abgeschafft.

Soweit ich mich erinnere, gab es davor eine Konferenz der Warschauer - Pakt - Staaten, bei der die Forderung Ulbrichts nach Grenzschließung nur eine knappe Mehrheit fand - Chruschtschow habe sich dabei der Stimme enthalten. So - sinngemäß - ein Spiegel - Beitrag aus späteren Jahren.

Leute wie Chris Geoffroy haben dann versucht, ohne einen solchen die Grenze zu überqueren. Zyniker höhnen ihnen auch heute noch hinterher: schön blöd, da stand doch: Betreten verboten - können Sie nicht lesen!? Nebenher wird so auch noch suggeriert, dass diese Art "Grenzverletzer" eigentlich verabscheuungswürdige Kriminelle sind. Und der Schutz der empfindlichen, verletzlichen, heiligen Staatsgrenze geht ja allemal über den Schutz des Lebens...

An allen anderen Grenzen in Europa war und ist eine Überquerung immer möglich, da gibt es normale Übergänge, die jeder normale Mensch in beide Richtungen benutzen kann. Schmuggler gehen dann bewusst das Risiko ein, erwischt zu werden mit ihren Drogen etc. und gehen dann lieber Seitenwege.

Die Berichte von der Aachener Grenze hinterlassen da einen seltsamen Beigeschmack nach Ablenkung - seht mal her, die ham' aber auch... 1952, richtig, war das nicht die "faschistische Adenauer - Republik der Bonner Ultras, mit ihren Auftraggebern im Pentagon", in der der böse Klassenfeind jeden Tag Amok lief und "aufrechte Patrioten" jeden Tag massenweise "eingekerkert" wurden...?? Aber ach, das ist schon so lange her, und an diese Sprüche erinnert sich kaum noch einer...

Gruß Wello

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#68 von bummi , 06.02.2009 03:54

dein einwand ist berechtigt, @wello.
er wäre, betont auch für ddrler berechtigt gewesen.
den ostpolis kann keiner unterstellen, sei hätten nix unternommen, um den zustand zu beenden.
natürlich muß, wenn gehandelt, verhandelt, getagt und geforscht wird, jemand da hin können, wo
das stattfindet. eben - der bessere! in meinen augen - dergeeignete.
ich will nur mal den rein rechnersichen aspekt einer normalen touristik herbringen, um
zu veranschaulichen, daß die reisefreiheit, für den osten, schlicht unbezahlbar war.
zumindest in der ausübung, wie ihn hätten alle, zu bestehenden bedingungen, durchführen sollen.

fangen wir einfach mit den üblichen kleinzeug an:
unfall - medi betreuung - abrechnung
rechtsfall - vertretung - verurteilung etc

allein damit - und mit dem alleinvertretungsanspruch des bundes, wäre
schon ein hund aus der kiste gesprungen. dazu kommen ganz einfach bissige gesetze,
wie, ´daß ein besucher nachweisen muß, für die zeit des urlaubes unabhängig
von (staatlichen) hilfen leben kann´. das ist ja z.b. ukrainern (siehe orange etc.)
zum verhängnis geworden.

und dann die reise- oder touristikspezifischen dinge
buchungen
haftung
rechtsverträge
und hunderte mehr

ging nicht; vor allem brauchte die ddr zumindest die rechtsstaatliche anerkennung.
und wenn sie mit verfolgbaren rechtsbedingungen a la besatzungsrecht geregelt
worden wäre.
der bund hatte in den vierzigern und fünfzigern versprochen, monopole zu
zerschlagen und großbanken zu enteignen. das erfolgte bekanntlich nicht.
mit der folge, daß diese gruppen viel zu einflußreich gehalten wurden,
die eine annährung, rein politisch, verhinderten.

wenn ich mir allein die fälle einer saison in einem hotel anschaue,
werden da beträge bewegt, die konnte die ddr mit ihrer währung, unter
den verhältnissen, nicht bewegen. klingt einfach - ist schwer.
aber wirtschaftlich ohne weiteres rechenbar und nachvollziehbar.
es muß auch jedem klar sein, daß kein politiker den wunsch verfolgt, seine
anvertrauten oder wähler in den hintern zu treten oder zu enttäuschen.
gesamtpolitisch ist das sozialisten nicht eigen und auch nicht
deren ziel.
gen osten mußten unsere polis zwangstauschsätze einführen, weil
die relativ wohlhabenden ossis den rest des ostens leer kauften.
selbst da kamen probleme, die wirtschaftlich nicht zu realisieren gingen.
jedes der rwg - länder hatte bestimmte beziehungen etc. und damit auch
unterschiedliche handelsbeziehungen/sortimente. der tscheche war sehr
gut in südamerika und spanien, was eben bestimmte sortimente dieser
länder bescherte. eben, für das angebot an ihre bevölkerung, die sich
das eben verdient hatten. usw. der rumäne hat gut mit dem franzose.
bulgarien bedingt gut mit dem türke etc.
leute, die abhauen wollten, brauchten eigentlich nur nach pomorie (bulgarien),
sich auf die fähre setzen und weg. jeder konnte so in die türkei.

zur grenze und was da ablief:
http://www.grh-ev.org/html/body_eine_makabere_liste.htm
muß man auch die personen hören, die sie bewacht haben.
auch die, welche ermittlungen im terrain führten.
wieso sollen die plötzlich träumen:
http://www.geheim-magazin.de/
die legen ihre sicht der dinge hin und fertig.

grundsätzlich bleibt festzustellen, daß alles zonen waren und
frankreich eine ersatzsiegermacht. dementsprechend gilt eben,
daß ich die gesetze achte, die jede zone durch wahlen festgelegt hat.
wir bzw. unsere eltern und großeltern haben uns diesen zustand
hinterlassen. soll mer jetz unserer eltern erschießen?

schönen abend noch - schau auf die uhr!
ich schreib schon wieder menüs und bestellungen:-)))

wir haben aktuell sechs grad plus! und etwas regen.

kh

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#69 von Schlawine , 06.02.2009 15:02

Zitat von bummi

ooh, @schlawine, das tut mir aber leid, daß deutsch - deutsche geschichte so
ist.
bei grenzsoldaten erübrigt sich die prozedur der anklage erheblich.
an der grenze steht: betreten verboten!
auf flugplätzen ist das nicht anders.
deswegen kann man natürlich einfach, wenn gerufen wird: ´halt, hände hoch!´
weiterlaufen.



Das muss man mal auf sich wirken lassen.Wie gesagt, langsam wird mir schlecht und ich werde zur Schonung meiner Nerven zu diesem Thema nichts mehr lesen.

@Wello: Gib es einfach auf.Gegen unbelehrbare Besserwisser kommst du nicht an.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#70 von Weilheimer , 06.02.2009 16:23

Zitat von bummi

bei grenzsoldaten erübrigt sich die prozedur der anklage erheblich.
an der grenze steht: betreten verboten!
auf flugplätzen ist das nicht anders.
deswegen kann man natürlich einfach, wenn gerufen wird: ´halt, hände hoch!´
weiterlaufen.



Bummi, Du hast einen Wortschwall drauf, das einem die Augen bluten. Und nun wird es gleich wieder ernst. Es ist mittlerweile allgemein bekannt, das Grenzregime der DDR verstieß gegen die DDR eigenen Gesetze und kein Grenzer kann sich heute auf "Befehle" berufen, wenn ihm heute nachgewiesen kann, er hat jemanden an der Grenze erschossen, denn dieser Soldat hatte die Möglichkeit "nicht zu treffen". Es gibt den Befehl und dann gibt es noch den Menschen als denkendes Wesen. Die Kriegsverbrecher von 1933 bis 1945 konnten sich auch nicht auf einen "Befehlsnotstand" berufen. Mit den Grenztoten und den Tätern in Uniform ist das im Prinzip nichts anderes. Es ist daher völlig korrekt das diese Grenzsoldaten für ihre Tat zur Verantwortung gezogen. Die meist jungen Menschen, welche die Enge der DDR verlassen wollten, waren nicht die Verbrecher, sondern die, welche mit der Kalaschnikow im Anschlag diese Flucht gewaltsam verhindern wollten. Das möchte ich in diesen Thread klarstellen. Um wieder die Kurve hin zum Thema des Threads zu bekommen, diese Staatsgrenze der DDR war etwas Unnatürliches und gleichzeitig der Sargnagel der DDR.


Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.


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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#71 von herman , 06.02.2009 20:29

Die Schießprügel der Diktatur und ihre Schreibtischtäter hätten sich noch dreister und menschenverachtender aufgeführt wenn es die Zentrale Ermittlungsstelle gegen die SED-Regierungskriminalität in Salzgitter nicht gegeben hätte.

Es ist schade daß man dem führenden SED-Gesindel um Honecker und Co. nicht den Prozeß wegen Hochverrat gemacht hat. Manche Bürgerbewegte strebten dies während der DDR Zeit noch an.
Denn die Drahtzieher und handelnden Täter haben sich auch nach DDR-Recht des Totschlags schuldig gemacht habe. Der Straftatbestand der "Republikflucht" im DDR-Gesetzbuch war Unrecht, weil er im Widerspruch zu dem im Artikel 8 der DDR-Verfassung anerkannten Grundrecht der Freizügigkeit steht.

Auch das allgemeinen Ausreiseverbot war nach DDR Recht rechtswidrig, denn damit sollten die Menschen in der DDR gezwungen werden, »zur Aufrechterhaltung des Zwangsregimes beizutragen« (so auch der Bundesgerichtshof 1960).
Derartige, "allein vom politischen Machtstreben getragene gesetzliche Knebelungen des Einzelmenschen" verstießen gegen die Würde des Menschen, "da sie ihn zum Gefangenen im eigenen Lande machen", und widersprächen Artikel 13 der UN-Menschenrechtserklärung von 1948: "Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren." führt der Bundesgerichtshof aus.

Das SED-Regime hat sich einen Dreck um seine eigenen Gesetze geschert.

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#72 von bummi , 06.02.2009 20:57

gerade @weili, höre ich vorwürfe, daß ein normaler polizist angeklagt
und vom dienst entfernt wird, der !gezielt! einen demonstranten ins
jenseits befördert.
was soll dazu der grenzer sagen, der im bewußtsein an einer grenze, betont,
steht, an der zig grenzer umgelegt wurden?
in dem ganzen spaziergangausartungen, die eindeutig provoziert sind,
werde ich dazu äußern - und zwar sehr bewußt, daß sich von den ganzen
anhängern dieser theorie oder he. keiner körperlich, auf dem flugplatz oder im hafen,
einer grenzsicherung aussetzen würde, indem er sie wider jeder
regeln überschreitet.

alle die hier in dieses horn blasen, sollen mir einfach zeigen, daß
sie unverwundet so einen grenzübertritt vollziehen können.
ich kenne das bissl anders!
mir ist dabei absolut egal, wie arm, dumm und alt dieser mensch ist.
daß unsere jungen leute, die sich diesen schritt trauten, einer ente oder
unmöglichen versprechen aufgesessen sind, steht dabei kaum zur debatte.
gerade da suche ich die schuldigen, die nach wie vor nicht vor
gericht stehen; und sogar noch museen betreiben. ein skandal ohne
vergleich!
in den angeführten links wird klar beschrieben, wie junge leute,
deren leben mißachtend, von entsprechenden jongleuren angeheizt wurden,
den "ungefährlichen" versuch zu wagen. es wird klar von zahlen gesprochen und
von geschäftemacherei zu lasten der betroffenen familien.

kh

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#73 von bummi , 06.02.2009 21:03

Zitat von herman
...Schießprügel der Diktatur ... Schreibtischtäter ...dreister und menschenverachtender ...Zentrale Ermittlungsstelle...SED-Regierungskriminalität ....

...SED-Gesindel...Honecker und Co. ...Prozeß wegen Hochverrat... Drahtzieher ...handelnden Täter ... nach DDR-Recht ... Straftatbestand ... "Republikflucht" im DDR-Gesetzbuch war Unrecht, weil er im Widerspruch zu dem im Artikel 8 der DDR-Verfassung .... Grundrecht der Freizügigkeit...
Auch das allgemeinen Ausreiseverbot war nach DDR Recht rechtswidrig, denn damit sollten die Menschen in der DDR gezwungen werden, »zur Aufrechterhaltung des Zwangsregimes beizutragen« (so auch der Bundesgerichtshof 1960).
Derartige, "allein vom politischen Machtstreben getragene gesetzliche Knebelungen des Einzelmenschen" verstießen gegen die Würde des Menschen, "da sie ihn zum Gefangenen im eigenen Lande machen", und widersprächen Artikel 13 der UN-Menschenrechtserklärung von 1948: "Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren." führt der Bundesgerichtshof aus.

Das SED-Regime hat sich einen Dreck um seine eigenen Gesetze geschert.


schade, ich habe keine braune farbe zum unterstreichen

kh

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#74 von herman , 06.02.2009 22:46

In Antwort auf:
schade, ich habe keine braune farbe zum unterstreichen


Wo wir gerade bei der Farbenlehre sind. Mal ganz abgesehen daß nur ein unverbesserlicher Anhänger des untergegangenen schäbigen Spitzelstaates die Entscheidung des Bundesgerichtshofs als "braune farbe" kommentiert, in der Geschichte gabs ja diese Sorte schon gleich nach dem Kriege.

Der Sozialdemokrat Schumacher als starker Fürsprecher des Individuums hat schon 1947 unter dem Eindruck wie sich das SED-Gesindel mit Tyrannei an die Macht geputscht hat hervorgehoben, daß die Kommunisten die Tyrannei nur von braun auf rot umfärben wollen. Er nennt sie rotlackierte Nazis. Und hatte dadurch fast hellseherische Fähigkeiten, denn wissen konnte er nicht in jener Zeit daß sich das Regime mit Spitzelstaat und Kalaschnikows bis 1989 in Deutschland hat über Wasser halten können.

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RE: Hätte man den Staat DDR "retten" können?

#75 von Björn , 07.02.2009 00:43

Nun werdet bitte mal alle wieder sachlich und laßt euch nicht von irgendeinem User provozieren!!
Menschenschmuggel ist für einige immer ein Riesen-Geschäft! Westdeutsche Schleusergruppen haben an jedem Flüchtling damals mehrere tausend Mark verdient (einige Flüchtlinge sprachen von 10-15Tausend Mark, die sie gezahlt haben)!!! Heutzutage sind es Afrikaner, Asiaten usw. (siehe Süditalien).
Aber was haben Urteile der BRD aus den 50-70 Jahren für eine Bedeutung in der DDR, CSSR, UdSSR usw. gehabt? Gar keine!


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