RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Zitat von peppe Auch wir Ossis die Ausgewandert sind musst uns alle massiv anpassen an den Westen, da konnte keiner weiterfahren wie einst!
Stimmt Peppe, ausgewandert ist aber keiner, sondern die Heimat wurde wegen der Arbeit, wegen der Liebe oder aus anderen Gründen verlassen. Was ich gerade bemerke ist, das mir die Menschen, welche in der Heimat geblieben sind, so nach und nach fremd werden. Je mehr man sich an das Leben hier anpasst, desto weiter entfernt man sich von der "ostdeutschen Lebensart", so weit es so etwas gibt. Gerade in der Provinz fühlen sich viele, die irgendwie die Kurve nicht bekommen haben, als Verlierer und verhalten sich auch so. Vieles wird negativ gesehen. Anstatt sich über Erfolge zu freuen, die es nach 1989 in den neuen Bundesländern gab, wird alles schwarz gesehen und alles schlecht geredet. Fremde und speziell solche, die auch noch fremd aussehen, haben es in den neuen Bundesländern besonders schwer. Obwohl Ausländer nur einen Prozent der ostdeutschen Bevölkerung ausmachen, finden dort mehr tätliche Angriffe auf diese Personen statt, als in Gegenden, wo es über 20% Ausländer gibt. Mit der Toleranz der Daheimgebliebenen ist es nicht weit her. Man verharrt gedanklich in der Vergangenheit, ist argwöhnisch gegenüber Neuem und verklärt die DDR. Von Religionen will man im Osten nichts wissen, man weiß nichts über diese und beklagt gleichzeitig einen Werteverfall im gegenseitigen Umgang.
Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Weilheimer.........Glück Auf das hasst du sehr gut beschrieben und ich kann diesen Beitrag von dir nur Unterschreiben!! Ich habe nach 25 Jahren mit nur noch zwei Personen Kontakt im Osten alles andre hat sich verloren; Der Grund dafür ; Man hat sich nichts mehr zu sagen man lebt in einern "andern Welt" und dies gejammer muss ich nicht mehr haben !! Eigentlich ist es Schade den der Osten ist gerade zum Reisen sensationel schön geworden geüber den Westen (DIES BESTÄTIGEN UNS AUCH IMMER WESSIS A ODER CH!!) aber die Menschen selbst sowas von frustriert sicher nicht alle aber ich schätze 80 % und hoffe es ändert sich was in den nächsten Jahren .........dem Tourismus tät es gut!!! Peppe
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Weili und Peppe, worüber wundert ihr euch eigentlich. Das ist doch nicht anderes als der "Pendel"ausschlag auf die andere Seite. Der mußte doch kommen. Und er ist noch extrem human, ich weiß zu genau wie er in der Ukraine aussieht (Thema Tataren) und wie er beim Tschechen aussah. Ich war und bin originaler Zeuge. Da ging/geht es anders zur Sache. Die Mentalitäten werden sich erst nach und nach "abschleifen". Und bei manchen Völkern ist ein abschleifen zum anderen Volk objektiv unmöglich. Mir fällt da der afrikanisch arabisch israelische "Laden" ein. Genauso ist es auch mit dem "Völker-Gematsche" in den USA. Wie lange gibt es diesen Laden schon. Und wie lange zanken sie sich schon untereinander. Indianer, "Busch-und Baumstammpersonal", Weiße untereinander, Gauchos, etc. Selbst in Kanada ist es nicht unbedingt und bedingungslos ruhig. Wir Deutschen haben das Glück, daß wir durch das Aussterben des Grenzerlebnis"personals", dieses Problem, auf natürliche Weise lösen können.
Wer sind die besten Fälscher der Welt? Die Medien!!!!
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Zitat von Weilheimer Gerade in der Provinz fühlen sich viele, die irgendwie die Kurve nicht bekommen haben, als Verlierer und verhalten sich auch so. Vieles wird negativ gesehen. Anstatt sich über Erfolge zu freuen, die es nach 1989 in den neuen Bundesländern gab, wird alles schwarz gesehen und alles schlecht geredet. Fremde und speziell solche, die auch noch fremd aussehen, haben es in den neuen Bundesländern besonders schwer. Obwohl Ausländer nur einen Prozent der ostdeutschen Bevölkerung ausmachen, finden dort mehr tätliche Angriffe auf diese Personen statt, als in Gegenden, wo es über 20% Ausländer gibt. Mit der Toleranz der Daheimgebliebenen ist es nicht weit her. Man verharrt gedanklich in der Vergangenheit, ist argwöhnisch gegenüber Neuem und verklärt die DDR. Von Religionen will man im Osten nichts wissen, man weiß nichts über diese und beklagt gleichzeitig einen Werteverfall im gegenseitigen Umgang.
Das kann ich nur untersteichen.
Man kann ja nicht sagen daß der SED-Staat auf irgendeinem Gebiet wirklich bleibende Werte hinterlassen hätte, aber auf einem Gebiet war er recht erfolgreich. In der Entchristlichung der Bevölkerung. Die Stabü-Lehrer die im Nebenjob häufig weihevolle Worte im brüderlichen Geiste von Lenin bei der "Jugendweihe" brauchten haben schnell umgelernt und machen nun einen auf "Humanismus". Und der Firlefanz von Stalin eingeführt geht munter weiter. Der Text geringfügig modfiziert.
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Zitat von mutterheimatWeili und Peppe, worüber wundert ihr euch eigentlich. Das ist doch nicht anderes als der "Pendel"ausschlag auf die andere Seite. Der mußte doch kommen. Und er ist noch extrem human, ich weiß zu genau wie er in der Ukraine aussieht (Thema Tataren) und wie er beim Tschechen aussah. Ich war und bin originaler Zeuge. Da ging/geht es anders zur Sache. Die Mentalitäten werden sich erst nach und nach "abschleifen". Und bei manchen Völkern ist ein abschleifen zum anderen Volk objektiv unmöglich. Mir fällt da der afrikanisch arabisch israelische "Laden" ein. Genauso ist es auch mit dem "Völker-Gematsche" in den USA. Wie lange gibt es diesen Laden schon. Und wie lange zanken sie sich schon untereinander. Indianer, "Busch-und Baumstammpersonal", Weiße untereinander, Gauchos, etc. Selbst in Kanada ist es nicht unbedingt und bedingungslos ruhig. Wir Deutschen haben das Glück, daß wir durch das Aussterben des Grenzerlebnis"personals", dieses Problem, auf natürliche Weise lösen können.
Ich habe mal von einen alten Geschichtsleher hier in der Schweiz einen Satz gehört; er sagte in 100 Jahre wird man fragen auf eine Friedhof sich fragen...welcher davon war ein Schweitzer?!.. sehr hart dieser Satz aber ich bin mir sicher das es so kommt, wenn man die vermischung von Menschen sieht in kürzester Zeit kann es wohl nicht andes sein in 100 Jahren!! Aber eben dann bin ich irgend wo und es ist mir gleich..........!! Peppe Ps: Na ja im Moment sehe ich nur noch Schwarz hier was die zweibeiner angeht und habe schon einwenig Mühe damit ......aber was will ich machen
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
@herman Du weißt wieder mal wenig ! Das tatsächlich unchristlichste Land Europas ist Tschechien. In der DDR gab es noch relativ starke christliche Gemeinden. Übrigens auch die Jugendweihe ist keine DDR-Erfindung sondern viel älter
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Zitat von DeutschLehrer@herman Du weißt wieder mal wenig ! Das tatsächlich unchristlichste Land Europas ist Tschechien. In der DDR gab es noch relativ starke christliche Gemeinden. Übrigens auch die Jugendweihe ist keine DDR-Erfindung sondern viel älter
Gruß DL
Was DL erzähl mal woher kommt die Jugendweihe ?! Dies intressiert mich auch. Und lass dir nicht auf den Kappe Sch.... gell DL!! Desöftern ist es mehr wert "Reden ist silber-schweigen ist Gold"!!!! Peppe
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Zitat von DeutschLehrerÜbrigens auch die Jugendweihe ist keine DDR-Erfindung sondern viel älter
Eine der üblichen Verdrehungen unser Freunde aus dem Beitrittsgebiet. Die Jugenddweihe aus der Zeit vor Hitler (während der Nazizeit war die Jugendweihe verboten) konnte im SED-Staat von den damaligen Interessenten nicht praktiziert werden da sie zunächst von den Deutschen Statthaltern in der Sowjetzone verboten wurde.
Natürlich interessierte das Stalin wenig der sich Anfang der 50er ansehen mußte wie sein westlicher Vorposten zunehmend dahinsiechte und Millionen bereits in die Flucht geschlagen hatte. So sann nicht das deutsche Hilfspersonal in Ostberlin sondern das Politbüro der KPDSU auf Abilfe und meinte die Kirchen hätten zuviel Einfluß in ihrer deutschen Kolonie, der zurückzudrängen wäre. Der Firlefanz "Jugendweihe" wurde dann im Mai 1953 vom Politbüro der KPdSU beschlossen im Rahmen weiterer Beschlüsse über „Maßnahmen zur Gesundung der politischen Lage in der DDR“. Die Jugendweihe der Freigeister der Weimarer Zeit hatte NullKommaNichts mit der von Stalin angeordneten Installation des sozialistischen Religionsersatzritus zu tun. Die Freigeister von damals würden sich das wohl auch energisch verbitten. Alles nachzulesen bei Wikipedia. Aber es ist ja inzwischen Mode daß sich die SED-Nachfolger als die verkannten Libertinäre aufspielen.
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Wo sin eigentlich die Admin und Mods geblieben wenn hier jeder sein Sch... schreibt. Kenne noch Zeiten da seit ihr mir bei jedem zweiten Beitrag auf die Nüsse gegangen. So ein Gschiß hier!
RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"
Ich habe in meinem Leben nun beide Seiten erlebt, meine eigene Jugendweihe, vor der ich eigentlich nicht mehr viel weiß, und die Konfirmation meines Sohnes, die ich richtig toll fand. Ich bin nun wahrlich kein hardcore Kirchgänger aber solche Veranstaltungen hat die evangelische Kirche, so lacks gesagt, drauf. Es ist sehr feierlich und die Jugendlichen erinnern sich sicher ihr ganzes Leben an diesen Gottesdienst. Ich bin der Meinung, die Wende und der Abgang der SED und ihres Staates, hat in den Köpfen der Daheimgebliebenen eine emotionale Leere hinterlassen, die bei vielen durch nichts aufgefüllt wird. Folge ist eine Radikalisierung und alles ehemals Zwischenmenschliche, was in der DDR ausreichend vorhanden war, geht den Bach runter. Obelix kannst du mal erklären, was dich konkret stört. Ich kann in diesem Thread nichts Anstößiges finden.
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