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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#46 von obelix , 20.04.2009 21:08

Wenn ich alles was ich schreibe oder geschrieben habe noch für jeden kommentieren müßte, fehlte mir die Zeit zum arbeiten und auch zum lesen

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#47 von peppe , 20.04.2009 21:31

Zitat von Weilheimer
Ich habe in meinem Leben nun beide Seiten erlebt, meine eigene Jugendweihe, vor der ich eigentlich nicht mehr viel weiß, und die Konfirmation meines Sohnes, die ich richtig toll fand. Ich bin nun wahrlich kein hardcore Kirchgänger aber solche Veranstaltungen hat die evangelische Kirche, so lacks gesagt, drauf. Es ist sehr feierlich und die Jugendlichen erinnern sich sicher ihr ganzes Leben an diesen Gottesdienst.
Ich bin der Meinung, die Wende und der Abgang der SED und ihres Staates, hat in den Köpfen der Daheimgebliebenen eine emotionale Leere hinterlassen, die bei vielen durch nichts aufgefüllt wird. Folge ist eine Radikalisierung und alles ehemals Zwischenmenschliche, was in der DDR ausreichend vorhanden war, geht den Bach runter.
Obelix kannst du mal erklären, was dich konkret stört. Ich kann in diesem Thread nichts Anstößiges finden.


Weiheimer .......ich kann dir nur eins sagen ich bin beides JW und Konfirmation und beides war schön für mich im Jahre 77 aber dank das ich in der Kirche war haben gerade die mir in meiner Ausreisezeit so zur Stange gehalten wie keiner in meiner Familie jeder dachte an sich!!! Dies nur nebenbei aber seither zahle ich gern Kirchensteuer obwohl ich auch nie hingehe aber gerade dies Oranisation hat mir geholfen und das zählt!!!
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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#48 von Pamina , 20.04.2009 22:12

Naja, da sag ich jetzt mal nix zu, nur so viel Konflikte darfst du mit denen auch nicht haben, dann ist auch Schluss mit lustig, dann werden die oft auch recht weltlich.
Mich hat letztens eine eingeladen zu ihrer kirchlichen Trauung, sie wollte dann natürlich unbedingt wissen, wie ich es fand.
Klar war es schön, aber ne tolle standesamtliche ziehe ich vor, diese ewigen Psalme und die vielen Liedchen, das ist nicht mein Ding, aber ich bin auch ein ziemlicher Realist.
Wem`s gefällt, dem gönne ich es sehr.....

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#49 von WELLO , 29.04.2009 14:14

Komme mal zurück auf die Überschrift von diesem Beitrag: Man ist sich die ganzen Jahre über fremd geblieben.

Ein bemerkenswertes Eingeständnis, das ehrlich und realitätsbezogen klingt. Eigentlich ein Anlass, mal darüber nachzudenken, warum das so ist. Ich finde, es ist gar nicht so schwer, darauf zu kommen - es sind die Erinnerungen und Vorstellungen, mit denen die Köpfe und Herzen unterschiedlich gefüllt sind. Das hat sooo einen riesigen Umfang, dass da bei manchen eine ganze Mauer reinpasst...

Zum passenden Anlass hierzu ein Beitrag von Frau Sass ("good bye, Lenin"), in dem sie gleich eine ganze Handvoll Nägel auf die Köpfe trifft.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Katrin...rt18664,2757229

Gruß Wello

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#50 von vae victis , 29.04.2009 15:26

ich will hier nicht streiten was richtig oder falsch ist und war, aber eine
bemerkung zu Frau Sass bemerkung in bezug auf das desintresse der
Wessi´s zu der wahren ost geschichte.
aus meiner warte sehe ich das folgender massen. seit kriegsende werden
wir im westen mit unsere vergangenheit in bezug der juden vernichtung
bobadiert, da wollen einfach die leute nicht auch noch eine weitere
geschichte dranhängen. wir haben einfach die schnauze voll von vergangene
tagen, wir haben zu kämpfen mit der aktuellen zeitgeschichte die uns
ständig weiterhetzt.
ich glaube nicht, das hier bedarf besteht alte geschichten aufzuwärmen, weil
sie sowieso nicht mehr zu ändern sind.
auch im goldenen wessi-land land ist vieles falsch gelaufen, auch wenn man das
nicht gerne zugibt in gewisse kreise, heute ist es krass sichtbar.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#51 von peppe , 29.04.2009 15:38

V.v da gebe ich dir vollkommen recht! Ich sehe es so; In gewissen Situation muss man sich an die vergangenheit Erinnern damit man nicht den selben scheiss wieder macht!!!Und was die heutige Zeit angeht und deren Problem..........es war ja alles schon mal da auf eine gewisse art und weisse man muss nur in Geschichtsbüchern lesen um alles nachvollziehen zu können was gerade abgeht
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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#52 von Daggi , 22.07.2009 14:48

die wessis meinen immer sie sind was besseres. möchte mal wissen warum? sie können doch nichts weiter wie labern. wenns ums arbeiten geht ziehen sie den schwanz ein. können den ossis nicht das wasser reichen. sie müssen endlich mal kapieren ,bescheidenheit zu üben. Sie können sich einfach nicht anpassen.

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#53 von peppe , 22.07.2009 14:52

Zitat von Daggi
die wessis meinen immer sie sind was besseres. möchte mal wissen warum? sie können doch nichts weiter wie labern. wenns ums arbeiten geht ziehen sie den schwanz ein. können den ossis nicht das wasser reichen. sie müssen endlich mal kapieren ,bescheidenheit zu üben. Sie können sich einfach nicht anpassen.

Wer sich hier wohl nicht anpassen kann bist du sonst würdest du nicht so ein frusthaufen sein
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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#54 von BautznerSenf , 22.07.2009 16:20

Moin!

Daggi, genausowenig wie es "die" Jugendlichen oder "die" Alten gibt, gibt es "die" Wessis oder "die" Ossis.
Ueberall sind Menschen und keiner ist gleich. Und wenn man offen, freundlich(!) und vorurteilsfrei (!!!) auf Menschen zugeht, kann man richtig nette Leute kennenlernen.

Und sei ehrlich zu Dir selbst: Daheim haben Dir auch nicht alle gefallen, nicht mal in Deiner Gegend und ueber die anderen Regionen wurden schon immer Witze gemacht, auch innerhalb der DDR...

Mit bestem Gruss

BautznerSenf


Besten Gruss
BautznerSenf

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#55 von Daneel , 22.07.2009 17:29

Zitat von BautznerSenf
und ueber die anderen Regionen wurden schon immer Witze gemacht, auch innerhalb der DDR...



Besonders über die Sachsen, das war das Volk südlich von Schwerin und Neubrandenburg bis runter zur Grenze zur CSSR und BRD, die der Fischkopp nicht weiter auseinander differenzierte. ^^



Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt


 
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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#56 von Kehrwoche , 22.07.2009 17:38

So ähnlich haben wir es auch gehandhabt. Nördlich von Berlin Fischköppe, südlich Sachsen.


Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.
Friedrich Schiller

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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#57 von peppe , 22.07.2009 17:53

wenn ich daran denke was die Sachsen einst an der Ostsee für Sozialhilfe geleistet haben bringen Tiefkühltruhen, Wurst aus Sachsen, Kühlschränke und was weiss der Geier nach oben für ein Bett an der Ostsee muss ich heute noch lachen wenn ich daran denke
Da hat sich manch ein Fischkopp gesund gestossen................
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zuletzt bearbeitet 22.07.2009 | Top

RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#58 von Stella , 27.09.2009 00:41

Um nochmal auf das Thema des Threads zurückzukommen: bin 1988 geboren und meine Eltern haben mir beigebracht, dass es nur ein Deutschland gibt (Papa aus DDR geflohen, Mama in Zagreb geborene Volksdeutsche). Je mehr Medienberichte ich sehe/lese, desto häufiger habe ich das Gefühl, dass man uns Deutschen einreden will, dass man "gaaaanz unterschiedlich" sei, wenn man aus Ost- bzw. Westdeutschland stammt. Das finde ich falsch, denn es verunsichert mich und bestimmt auch noch den einen oder anderen aus meiner Generation. Deshalb wär' ich dafür, dass man miteinander statt übereinander redet. Darum hab ich so ein Forum wie dieses auch gesucht. Freu mich auch über PM's


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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#59 von blafaselblub , 28.09.2009 19:53

Zitat von Stella
Um nochmal auf das Thema des Threads zurückzukommen: bin 1988 geboren und meine Eltern haben mir beigebracht, dass es nur ein Deutschland gibt (Papa aus DDR geflohen, Mama in Zagreb geborene Volksdeutsche). Je mehr Medienberichte ich sehe/lese, desto häufiger habe ich das Gefühl, dass man uns Deutschen einreden will, dass man "gaaaanz unterschiedlich" sei, wenn man aus Ost- bzw. Westdeutschland stammt. Das finde ich falsch, denn es verunsichert mich und bestimmt auch noch den einen oder anderen aus meiner Generation. Deshalb wär' ich dafür, dass man miteinander statt übereinander redet. Darum hab ich so ein Forum wie dieses auch gesucht. Freu mich auch über PM's


hi stella,
du bringst es auf den punkt
herzliche grüße von einem vater mit tochter, ebenfalls "Baujahr" 1988
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RE: "Man ist sich die ganzen Jahren über fremd geblieben"

#60 von bittersweet , 29.09.2009 08:10

"wir haben zu kämpfen mit der aktuellen zeitgeschichte die uns
ständig weiterhetzt."

du bringst es auf den punkt-das ständige hetzen der (west)deutschen gegen oder nach irgendetwas...gegen sozialisten/kommunisten,gegen kinderbetreuungseinrichtungen und für die frau am herd,gegen gleiche bildungschancen für kinder und für elitäre bildungseinrichtungen...
aber sei nicht so sehr verbittert;inzwischen hast du ausreichend (ossi)deutsche,die für die gleichen ziele leiden,ähm streben.
schwarz-gelb wird eurem gemeinsamen leiden nun sicher bald ein ende bereiten.
und die paar in zukunft zig-tausend abgewickelten,entsorgten arbeitnehmer...DU gehörst sicher nicht dazu...

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