Ossi Forum - bundesweites Kontakt- und Unterhaltungsforum


RE: Solibeitrag

#61 von herman , 05.05.2009 08:29

In Antwort auf:
was macht eigentlich das heutige System der Bundesrepublik nach hermanns Meinung dem System der DDR so überlegen?


Viele unser Freunde aus dem Beitrittsgebiet haben immer noch nicht realisiert was 1989 passiert ist.

Ihre DDR ist implodiert. Zusammengebrochen. Die SED hatte fertig.

Alle Anwartschaften waren wertlos. Das eigene Geld nichts wert. Das Ersparte futsch. Die Wirtschaft nicht wettberbsfähig und ruiniert. Telefon- und Kommunikationstechnik auf Vorkriegsniveau und schlechter. Die Infrastruktur verschlissen und heruntergewirtschaftet. Strahlende Atommüll-Berge, Quecksilberseen und andere Giftbrühe einfach in die Landschaft gekippt.

Die Brüder und Schwestern aus dem Westen räumten den Dreck auf, schenkten ihnen für ihr wertloses Ostgeld echtes Geld und rechneten ihnen die VEB Zeiten an. Und da kommt so einer her und schwadroniert warum das System der Bundesrepublik eigentlich fast genauso mies ist.

Da kannst du dich nur noch an den Kopf fassen.

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RE: Solibeitrag

#62 von vae victis , 05.05.2009 08:44

ich frag mich von welchen wettlauf hier die rede ist.
einen wettlauf hat es nie gegeben, weil die systeme beider
länder einfach zu unterschiedlich waren.
die DDR war dem osten zugewand und die BRD waren den
Ami´s und europa zugewand.
hier vergleiche anzustellen ist blödsinn.

es ist richtig das der soli in der zwischenzeit auch für andere zwecke
genutzt wird, aber ist es zur zeit des anfanges nicht auch so gewesen.
ich kann mich erinnern, das einige gewitzte stadtväter statt die genehmigten
soli gelder in die wirtschaft zu stecken sie, sie lieber verzinslich auf die bank
getragen haben.

nein, wir sind nicht einig volk, dafür sorgt die staatführung schon, weil sie
das zwar immer betont, aber nicht danach handelt in vielen bereichen.

da helfen auch nicht die stammtisch sprüche von " Thomy K. " den seine
äußerung ist ebenfalls stammtisch schelte. nicht die Wessi bürger sind
die bösen, aber auch nicht die Ossi´s bürger, sondern einzig alleine der
staat und die wirtschaft die über geld und macht verfügen.
das ist einzig unser feind, weil er nämlich für diese caos verantwortlich ist.

auch ich bin nicht politisch festgelegt und ich war es noch nie, weil es
bis heute keine partei geschaft hat mich zu überzeugen.
kompromisse machen ist eine sache, aber ständig kröten dabei herunter
zu würgen ist nicht mein ding.

auch darfst du mir glauben, das ich nicht vom geld versaut bin, soviel hab ich
nie besessen, das man das von mir behaupten kann.
aber deine pauschale meinung zu diesen punkt finde ich nicht in ordnung.

viele Deutsche haben mühsam alles aufgebaut, erst die letzten 20 jahre ist
sehr viel durcheinander geraten, hauptsächlich durch den globalisierungs effekt.

bei uns km noch die vereinigung hinzu, die leider nicht so billig war, wie eins
ein Herr H. Kohl versprach und damit ein volk überrumpelte und das auf
beiden seiten des landes.

ich habe noch nie jemanden nach dem maul geredet, das müsste eigentlich auch hier
schon bemerkt worden sein.

es gilt einzig und alleine den kopf abzuschlagen, der uns Ost und West entzweit.

tatsache ist, es gebe unmengen von arbeit im lande, nur ist es nicht mehr bezahlbar,
weil unmengen von geld verbrannt wird, und unmengen in sinnlose taschen verschwindet.
das ist das übel.
warum muß zum beispiel ein geschaster manager noch millionen euro als abfindung bekommen,
obwohl er scheiße gebaut hat. nicht fleiß wird belohnt , sondern lug und betrug am arbeitenden
bürger.
zu viele verdienen am täglich brot des bürgers kräftig mit ohne eine echte gegenleistung.
angefangen bei den volksvertreter. sieh gehören kalt gestellt.

so, jetzt muß ich aufhören, weil ich ins krankenhaus muß. wenn alles gut geht, bin ich morgen wieder da.

dann können wir noch ein wenig darüber reden.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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RE: Solibeitrag

#63 von herman , 05.05.2009 17:56

Was Kanzler Kohl versprach oder nicht versprach ist ziemlich wurscht.

Die Ossis wollten so schnell wie möglich die DM, '.. dann kommen wir zu ihr' falls sie nicht schnellstmöglichst kommt. Das war die klare Ansage.

Heute so zu tun als hätte sich der Ossi gewunden und als hätte er überlegt, ob er dieses oder doch lieber jenes wollte und ist dann Kohl auf den Leim gegangen ist lächerlich und hat nichts mit der politischen Wirklichkeit von damals zu tun. Außerdem, es gab weit und breit keine realistische Perspektive, denn dass der SED-Staat weiter gewurstelt hätte, wie hätte das gehen sollen? Der Regierungsschef der DDR, Herr de'Maziere drängte auf schnellen Beitritt, er hätte die Renten nicht mehr zahlen können. Sagte er damals in den Medien.

Und natürlich hats einen Wettbewerb der Systeme gegeben. Ostberlin wurde herausgeputzt und in Leipzig waren keine Dächer mehr auf den Häusern.

"Überholen ohne Einzuholen" war die Devise schon von Genosse Ulbricht. Und 1957 wußten es die Genossen auf ihrem Parteitag ganz genau und es wurde verkündet daß in den nächsten vier Jahren der westdeutsche Lebensstandard und Konsum erreicht wird. Das wäre dann 1961 der Fall gewesen. Eine Punktlandung der Planwirtschaft. Doch irgendwie haben die Menschen nicht dran geglaubt und eine Massenflucht setzte ein. Da baute dann unserer späterer Staatsratsvorsitzender E.H. sein Meisterstück.

Und Genosse Ulbricht ging als einer der Großen ein als Baumeister der Geschichte.

http://www.annikafink.de/ddr/haupt/kari/kari.html

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RE: Solibeitrag

#64 von ThomyK , 05.05.2009 18:17

Zitat von herman
[quote]
Die Brüder und Schwestern aus dem Westen räumten den Dreck auf, schenkten ihnen für ihr wertloses Ostgeld echtes Geld und rechneten ihnen die VEB Zeiten an. Und da kommt so einer her und schwadroniert warum das System der Bundesrepublik eigentlich fast genauso mies ist.


Diese Antwort ist an Dummheit und Ignoranz fast nicht zu überbieten und es fällt schwer,die Fassung zu bewahren und nicht auf das Niveau von hermann herab zu fallen.Und es fällt auch schwer,hier nicht den Begriff vom Besserwessi zu gebrauchen,denn es gibt im Westen zum Glück eine übergroße Mehrheit an Leuten,die nicht so blind durch die Geschichte trampeln wie hermann.Und mit denen man zum Glück noch sachlich streiten kann.
Aber weil hermann es so will: jawohl,der Westen hat unseren Dreck weggeräumt,hat alles was zu retten gelohnt hätte,beseitigt und ausradiert.Vielen Dank dafür!Danke auch für die Mark!
Ich habe hier nicht schwadroniert und die DDR mit der BRD verglichen,aber Kritik am jetzigen System ist ja wohl mehr als angebracht.Wer die momentanen Mißstände in der Gesellschaft nicht sehen will,der sieht sie halt nicht.
Zu doof für den Grünen Pfeil,aber Andersdenkenden Stammtischniveau vorwerfen...
Es gab und gibt ne Menge im Osten,was man gut auch im Westen zur Kenntnis nehmen sollte.

Gruß,Thomas

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RE: Solibeitrag

#65 von Björn , 05.05.2009 18:58

Damit sind wir auch in diesem Treath wieder bei der Rente angelangt ;-)
herman, laut deinem Beitrag wollte L.de Mazieré angeblich die Einheit schnellstens, weil sonst keine Renten mehr gezahlt werden konnten :-o
Dann war er wohl nicht über die Renten-valuta-milliarden in der Schweiz informiert, die anschließend an die gesamtdeutsche Rentenversicherung gegangen sind!!


BJ

 
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RE: Solibeitrag

#66 von blafaselblub , 05.05.2009 19:02

Zitat von herman
Keine Frage. Die DDR hat in der unmittelbaren Nachkriegszeit mehr geblutet.

Man kann aber den maroden Zustand des SED-Staats zum Zeitpunkt seines Untergangs nicht nur auf diese Reparationsleistungen zurückführen. Ein großer Teil der noch heute vorhandenen Schäden sind "Eigenleistungen" der SED-Diktatur, etwa der Umstand durch den "planmäßigen Aufbau des Sozialismus" schon zu Zeiten von Ulbricht den Mittelstand verjagt und beseitigt zu haben.

In Antwort auf:
Der in späteren Jahren sich abzeichnende Leistungsverfall der DDR-Wirtschaft lässt sich aber nicht primär den Startbedingungen anlasten. Dafür waren vielmehr die teils gewollte, teils erzwungene Abschottung vom Weltmarkt, die Einbindung in den RGW und die chronische Innovationsschwäche des planwirtschaftlichen Systems verantwortlich.


http://www.kas.de/wf/de/71.6630


@hermann,
eine sachliche frage,
wie beurteilst du den reinen ökonomischen stand der bundesrepublick deutschland 1989?
meine antwort: etwas besseres als die wende konnte garnicht passieren .
und zum solibeitrag hat @vv eh schon den nagel auf den kopf getroffen.
lg
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RE: Solibeitrag

#67 von herman , 05.05.2009 19:42

Zitat von Björn
Damit sind wir auch in diesem Treath wieder bei der Rente angelangt ;-)
herman, laut deinem Beitrag wollte L.de Mazieré angeblich die Einheit schnellstens, weil sonst keine Renten mehr gezahlt werden konnten :-o
Dann war er wohl nicht über die Renten-valuta-milliarden in der Schweiz informiert, die anschließend an die gesamtdeutsche Rentenversicherung gegangen sind!!


Ja das täte mich schon wahnsinnig interessieren. Welche Werktätige Valuta-Milliarden in der Schweiz eingezahlt haben, von wem sie die Valuta durch welche Tätigkeit bekommen haben.

Denn ich hatte bisher gehört daß es einen Kapitalstock selbstverständlich nur für Ostmark nicht gegeben hat.

Seit Anfang der 80er Jahre reichten die Einzahlungen der Erwerbstätigen in Unserer Republik nicht mehr aus, die Renten wurden über aufgenommenen Staatsschulden finanziert. Da die DDR mehrfach vor dem Staatsbankrott stand, wurden die Renten mehrfach verspätet ausgezahlt.

Die auch dazu aufgenommenen Schulden der DDR wurden von Gesamtdeutschland im Rahmen des "Erblasten Tilgungsfonds" jetzt per Nachnahme abgezahlt.

Insgesamt war in der DDR keinerlei "Kapital" vorhanden. Selbst die Summe des DDR Staatseigentums war, wie eine Studie aus dem Jahr 2004 festgestellt hat, wegen des hohen Sanierungsbedarfs und der Umweltschäden negativ.

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RE: Solibeitrag

#68 von ThomyK , 05.05.2009 19:50

Zitat von blafaselblub

@hermann,
eine sachliche frage,
wie beurteilst du den reinen ökonomischen stand der bundesrepublick deutschland 1989?
meine antwort: etwas besseres als die wende konnte garnicht passieren .
und zum solibeitrag hat @vv eh schon den nagel auf den kopf getroffen.
lg
blafaselblub


Genau das meinte ich auch in meinem Beitrag s.o.
Man sollte heute nicht so tun,als wäre die Bundesrepublik im Jahr 1989 in einer Phase der Hochkonjunktur gewesen!
Genau das Gegenteil ist der Fall,ich darf Harald Bathelt, Clare Wiseman und Guido Zakrzewski zitieren (allesamt Wirtschaftsexperten): Zitat "...Ende der 60er Jahre zeigten sich jedoch die ersten Anzeichen wirtschaftlicher Stagnation, die sich in Verbindung mit der Ölkrise von 1973 zu einer breiten Wirtschaftskrise ausweiteten. Nach 1981 stiegen die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich an. Während der 80er Jahre basierte die wirtschaftliche Entwicklung weitgehend auf dem Wachstum des Dienstleistungssektors sowie technologieintensiver Industriezweige. Dies führte insgesamt sowohl in räumlicher als auch in sektoraler Hinsicht zu unausgewogenen Strukturen..."
Das klingt nun wieder nicht gerade danach,als ob sich die Bundesrepublik im Jahr 1989 gerade auf dem Zenit der Konjunktur befunden hat...
Vielleicht sollte man sich wirklich in der Diskussion an Fakten orientieren und nicht immer auf der Schiene JetztmüssenwirfürEuchdieKarreausdemDreckziehen rumreiten.

Gruß, Thomas

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RE: Solibeitrag

#69 von joesachse , 05.05.2009 20:07

@ThomyK: herman dazu zu bewegen, mal mit nachprüfbaren Fakten zu arbeiten, ist zwecklos. Erstens passen die meistens nicht in sein Weltbild und zweitens kann man mit Fakten nicht so schön provozieren wie mit Behauptungen über die schlimme marode kaputte DDR, vor allem, wenn man solche Behauptungen mit allgemeinen Angriffen auf die Forumsteilnehmer verbindet.

Zitat von herman

Die auch dazu aufgenommenen Schulden der DDR wurden von Gesamtdeutschland im Rahmen des "Erblasten Tilgungsfonds" jetzt per Nachnahme abgezahlt.


Es gibt dazu auch andere Meinungen, unter anderem die, dass dieser Fonds ein großer Fehler der Bundesregierung war und die Regierung hier von den Banken über den Tisch gezogen wurde...

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,1883768

Zitat von herman

Insgesamt war in der DDR keinerlei "Kapital" vorhanden. Selbst die Summe des DDR Staatseigentums war, wie eine Studie aus dem Jahr 2004 festgestellt hat, wegen des hohen Sanierungsbedarfs und der Umweltschäden negativ.


Quelle

Gruß
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Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: Solibeitrag

#70 von Wega , 05.05.2009 20:11

Zitat von herman
Der Regierungsschef der DDR, Herr de'Maziere drängte auf schnellen Beitritt, er hätte die Renten nicht mehr zahlen können. Sagte er damals in den Medien.




Entweder lügst du oder Dr. Schäuble!
Schäuble führt in seinem Buch "Der Vertrag", anderes als du ins Feld.
de Maiziere wollte nicht so schnell wie die Bundesrepublik, also hat man ihm die "Pistole auf die Brust gesetzt" - entweder die Vereinigung schnellstens und Hilfe oder der wirtschaftliche Zusammenbruch. die von der DDR-Führung favorisierte Konförderation wurde durch Schäuble verworfen.

 
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RE: Solibeitrag

#71 von blafaselblub , 05.05.2009 20:44

servus nochmal,
wir weichen vom soli zwar ab, jedoch sollte man die "ökonomie" (anführungszeichen ganz bewusst) im jahr der wende beider damals noch unabhängigen deutschen staaten etwas tiefgründiger betrachten. ups, sorry, der soli ist ja ein teil der jetztigen....
und @hermann, was bedeutet überhaupt kapital in der ehem. ddr für dich, um da deiner ansicht etwas näher folgen zu können?
meinst du banktechnisch buchgeld, von irgendwelchen ...konten, bewertung von, wenn auch zum großen teil veralteten industrieanlagen, know how..., menschen.
mir fällt da noch vieles mehr ein, nur die medien + "augsburger puppenkisten" haben da gemacht wie immer, es riecht nach knete.
ich möchte hier nicht provokativ auftreten, sachlichkeit sollte trumpf sein.
lg
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RE: Solibeitrag

#72 von ThomyK , 05.05.2009 21:15

@joesachse: hermann mit Fakten zu widerlegen reizt schon,jedoch ist das,glaube ich,vergebliche Müh'...
Wenn ich seinen verbalen Dünnef und die Zaubersprüche hier im Forum lese,dann denke ich,in Deckung gehen zu müssen,so schießen mir die Worthülsen aus dem PC entgegen und mir fällt nur das hier ein:
Allaf und Hellau,wenn es nicht so ernst wäre.
Klar war die DDR runtergewirtschaftet,marode,hat schlimme Umweltsünden begangen,Regimegegner verfolgt usw.
Aber warum geht das vielen Leuten im Westen nicht in den Kopf,für was die DDR eben auch stand: garantierter Kindergartenplatz,Schulessen für 2,75 Mark/Woche,eine Flasche Milch für 20 Pfennig und für Jeden,Betreuung der Kinder im Hort nach der Schule,bezahlbarer Urlaub auch für Familien mit mehreren Kindern,betreuter Urlaub für alle Kinder... Um nur wenige Beispiele zu nennen.
Obdachlos musste in der ach so bösen Zone auch Keiner sein,weil der böse Kommunistenstaat bezahlbaren Wohnraum für Alle schaffen wollte (es aus finanziellen Gründen aber nie schaffen konnte)und seine Bürger nötigte,eine billige Wohnung für 75 Mark warm zu mieten.(wenn man Beziehungen hatte)
Was glauben eigentlich solche Leute wie hermann,wer das alles bezahlt hat oder woher das kam? Der Westen oder wie? Da will natürlich heute Niemand mehr was davon wissen,weil es ganz einfach nicht in den Zeitgeist passt oder man damit keine Stimmungen gegen die DDR bedienen kann.
Da soll mir jetzt Niemand kommen von wegen kommunistische Ansichten,weil ihm meine Meinung nicht passt.
Mich kotzt nur schon immer an,wie Leute über den Osten urteilen wollen,die lieber im Urlaub nach Thailand fliegen,aber auch nach 20 Jahren Einheit noch nie in den neuen Ländern waren.
Unwissenheit und Unterwürfigkeit war in der deutschen Geschichte schon immer verhängnisvoll!

Gruß, Thomas

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RE: Solibeitrag

#73 von herman , 05.05.2009 23:13

Zitat von joesachse
@ThomyK: herman dazu zu bewegen, mal mit nachprüfbaren Fakten zu arbeiten, ist zwecklos. Erstens passen die meistens nicht in sein Weltbild und zweitens kann man mit Fakten nicht so schön provozieren wie mit Behauptungen über die schlimme marode kaputte DDR, vor allem, wenn man solche Behauptungen mit allgemeinen Angriffen auf die Forumsteilnehmer verbindet.

Zitat von herman

Die auch dazu aufgenommenen Schulden der DDR wurden von Gesamtdeutschland im Rahmen des "Erblasten Tilgungsfonds" jetzt per Nachnahme abgezahlt.


Es gibt dazu auch andere Meinungen, unter anderem die, dass dieser Fonds ein großer Fehler der Bundesregierung war und die Regierung hier von den Banken über den Tisch gezogen wurde...

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,1883768

Zitat von herman

Insgesamt war in der DDR keinerlei "Kapital" vorhanden. Selbst die Summe des DDR Staatseigentums war, wie eine Studie aus dem Jahr 2004 festgestellt hat, wegen des hohen Sanierungsbedarfs und der Umweltschäden negativ.


Quelle

Gruß
JoeSachse


Ich werde jetzt nicht den Googel-Zampano machen und jede Meinungsäußerung mit einem Link belegen damit Buchhalter Joe zufrieden ist, zumal es sich hier um eine unstreitige und selbstverständliche Feststellung handelt. Auch der TagesspiegelLink kommt da zu keinen anderen Erkenntnissen, er stellt fest daß die Banken die Politiker über den Tisch gezogen haben.

Daß die Bilanz insgesamt negativ ist kann auch an der Schlußbilanz der Treuhand abgelesen werden.

Die DDR-Wirtschaft war in großen Teilen unverkäuflich. Wer meint, der Verkauf einer ganzen Volkswirtschaft muß doch unterm Strich mehr Plus als Minus bringen sieht sich bei Unserer Republik getäuscht.

In Antwort auf:
Am Ende hinterließ die Treuhand einen Schuldenberg von umgerechnet rund 137 Milliarden Euro.


Selbstverständlich gib es bei solche historischen Umbrüchen auch immer Ganoven die ihre Schäfchen ins Trocknen bringen. Das ändert allerdings nichts an der desaströsen Schlußbilanz.

http://einestages.spiegel.de/static/topi...r_treuhand.html

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RE: Solibeitrag

#74 von herman , 05.05.2009 23:29

Zitat von Wega
Zitat von herman
Der Regierungsschef der DDR, Herr de\\\\\\\\\\\\\\\'Maziere drängte auf schnellen Beitritt, er hätte die Renten nicht mehr zahlen können. Sagte er damals in den Medien.




Entweder lügst du oder Dr. Schäuble!
Schäuble führt in seinem Buch "Der Vertrag", anderes als du ins Feld.
de Maiziere wollte nicht so schnell wie die Bundesrepublik, also hat man ihm die "Pistole auf die Brust gesetzt" - entweder die Vereinigung schnellstens und Hilfe oder der wirtschaftliche Zusammenbruch. die von der DDR-Führung favorisierte Konförderation wurde durch Schäuble verworfen.


Ich war damals in Thüringen mit dem Auto unterwegs. Da war so eine Art Sprechstunde mit deMaziere im Radio. deMaziere sagte man müsse möglichst schnell den Schwebezustand überwinden, da die DDR kein Geld mehr für Renten hätte. Übrigens keine Neuigkeit. Die DDR segelte seit Anfang der 80iger am Rande der Pleite lang, es kam deswegen schonmal zu verspäteten Rentenzahlungen. Warum soll es anders sein wenn sich der Staat in Auflösung befindet?

Die Pistole auf die Brust gesetzt haben deMaziere die Abgeordneten der freigewählten Volkskammer speziell aus dem Thürigen und Sachsen von der DSU die den SED-Staat gestrichen satt hatten und die sofort den Beitritt wollten.
Sofort den Beitritt wollten auch die Massen die in der DDR für "Deutschland einig Vaterland" demonstrierten.

Eine Konföderation mit längerem weiterem Bestehen der DDR wollte nicht nur Schäuble aus nachvollziehbaren Gründen nicht, das wollten auch die Ossis nicht, entsprechende politische Parteien die für eine Konföderation eintraten wurden bei den freien Volkskammerwahlen in die Versenkung geschickt. Alles andere sind Blähungen eines Jammerossis 20 Jahre später.

Das wollte nur Lafontaine, der neue Heilsbringer der Ossis. Der hat seine Juristen damals als Saarländischer Regierungschef beauftragt zu prüfen wie man die zuziehenden Ossis wieder elegant herausbefördern kann.

Und das wollen 20 Jahre später Jammer-Ossis die jetzt nicht nur Telefon sondern sogar Internet haben (Keine Selbstverständlichkeit im Sozialismus wie man am Beispiel Cuba sieht) .

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RE: Solibeitrag

#75 von ThomyK , 06.05.2009 00:20

Zitat von herman


Und das wollen 20 Jahre später Jammer-Ossis die jetzt nicht nur Telefon sondern sogar Internet haben (Keine Selbstverständlichkeit im Sozialismus wie man am Beispiel Cuba sieht) .[/quote]


Real existierender Satiriesmus.

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