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Dieses Thema hat 15 Antworten
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Mauergewinner Offline


Beiträge: 9

18.04.2009 11:58
Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Liebe Ossi-Freunde,

meine Geschichte "Stalinallee" nimmt gerade an einem Schreibwettbewerb teil. Du kannst sie unter folgendem Link finden und wenn Sie Dir gefällt dafür voten (obwohl man sich da erst anmelden muss, würde mich aber freuen):

http://bookrix.de/_title-de-mark-scheppert-stalinallee

Falls ich da unter die ersten drei komme, habe ich ein paar Mäuse, um daraus (ich habe 30 Geschichten geschrieben) ein Buch zu machen.

Also vielen Dank und schöne Grüße
Mark




DeutschLehrer Offline


Beiträge: 1.386

18.04.2009 14:32
#2 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Also ich schaffe es nicht einmal, die Geschichte zu lesen

Gruß DL

kirschli Offline


Beiträge: 3.850


18.04.2009 14:45
#3 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

ist doch ganz leicht,link öffnen und auf das Buch klicken und an der Seite rechts erscheint am Buch ein Pfeil auf den musst du gehen,zum bewerten musste dich registrieren


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

Name: knuddel

DeutschLehrer Offline


Beiträge: 1.386

18.04.2009 14:53
#4 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Danke, ich habe es nun auch geschafft

Gruß DL

Mauergewinner Offline


Beiträge: 9

30.04.2009 10:50
#5 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Liebes Ossiforum,

der User Björn bat mich, dass ich mein Projekt (oder mich) etwas genauer vorstelle. Bitte:

Als ich diese Geschichten 2008 zu schreiben begann, hatte ich mir vorgenommen, stellvertretend für meine Generation etwas Neues und Einzigartiges über die DDR zu schreiben. Denn seltsam: In keinem der angeblich so typischen literarischen Denkmäler für dieses verschwundene Land fand ich mich wieder. Weder gehörte ich zu der Generation von "Zonenkindern", ich wohnte in keiner "Sonnenallee" und keinem "Turm". Meine Jugend, meine Auseinandersetzung mit diesem seltsamen Ort namens DDR, meine Erfahrungen und meine Kämpfe kamen nirgendwo vor. Und erst recht nicht das Gefühl, das ich mit dieser Zeit verband. Komisch. War ich so ein Sonderfall?
Das konnte kaum sein. Wieder hatte ich dieses beunruhigende Gefühl, dass wir Ossis eigentlich bis heute keine eigene Stimme gefunden hatten, um mit Würde und Selbstbewusstsein, humorvoll und gerade deshalb auch ernsthaft von unserer Vergangenheit zu erzählen. Jenseits von Verklärung, Verkitschung, Verniedlichung, Ostalgie und - natürlich - politischer Aufarbeitung. Ich fand, dass im neuen Deutschland langsam ein Bild der DDR heranreifte, das mit meiner DDR erstaunlich wenig gemein hatte.

War ein Teil von mir also wirklich mit der DDR verschwunden? Meine Erlebnisse und Erinnerungen lebten in mir fort - doch um sie aufzubewahren, musste ich sie zu Papier bringen. Ich ahnte dabei natürlich nicht, wie schwierig es sein würde, so wie ich es mir vorgenommen hatte - mit sprachlichem Witz, behutsam und ehrlich - diese Zeit zu reflektieren und dabei von gängigen Mustern abzuweichen. Ich gab mir Mühe, mich nicht nur zu erinnern, sondern auch Verbindungen zur heutigen Zeit herzustellen, zu verfolgen, wie das Erbe der DDR im neuen Deutschland weiterlebt. So wie auch ich es tue.

Ich wusste, was ich suchte: das Kleine, das Genaue, das Detail, in dem vielleicht gerade, weil es so nebensächlich schien, das große Ganze sichtbar wurde. Dazu gehörte meine Familie mit all ihren Ritualen, meine Freunde mit all ihren verrückten Ideen, die Schule, die Sportwettkämpfe - meine persönliche Umgebung. Und das schon in meiner Jugend immer deutlicher werdende Gefühl, den gnadenlosen Mechanismen eines totalitären Staates unterworfen zu sein.

Die richtige Form für mein Unterfangen waren kurze, temporeiche Geschichten. Ich wollte gerade keine literarischen Denkmäler errichten. Nichts Monumentales wollte ich schreiben, sondern etwas Leichtes, nichts Sprödes, sondern etwas, das auf die Leser einen gewissen Sogeffekt ausübt.

Entstanden sind 30 Geschichten. In jeder davon steht ein prägnantes Erlebnis im Mittelpunkt. Doch sie sind auch untereinander verwoben. So tauchen manche Motive wie das berüchtigte "Schubert-Eck" immer wieder auf, werden hier nur beiläufig erwähnt, dort aber vertieft. Nebenfiguren aus einer Geschichte lernt man in einer anderen plötzlich besser kennen. So ergibt sich aus all den Einzelteilen letztendlich doch ein zusammengehöriges Ganzes, das aber assoziativ im Kopf des Lesers entsteht, das Freiräume lässt und lose verwoben ist.

Mein Wunsch wäre, dass sich aus den einzelnen Elementen ein "Gesamtgefühl", eine "Gesamterfahrung" einstellt, die mein "DDR-Gefühl" nachvollziehbar macht. Weil ich davon überzeugt bin, dass ich nicht der Einzige bin, dem hier etwas fehlt.

Ich möchte Erinnerungen und Ereignisse, die ich für persönlich bedeutsam, aber darüber hinaus auch für allgemeingültig halte, aufbewahren und teilen. Ich glaube, die Chancen stehen gut, dass sich dadurch auch viele andere Ossis in meinen Geschichten wieder finden.
Was das Interesse von "Wessis" betrifft, so bieten ihnen meine Geschichten einen Einblick in den Alltag einer Welt, die sie so nie kennen gelernt haben.
Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, hier allen Lesern auf unterhaltsame Weise etwas nahe zu bringen, das auch 20 Jahre nach Mauerfall immer noch bedroht ist (und sich wahrscheinlich auch immer mehr dem Vergessen nähern wird).
Ich öffnete also staubige Kartons, betrachtete Urkunden und Zeugnisse ausmeiner Jugend, hielt alte Fotos in den Händen. Irgendwann entdeckte ich die Rubrik "Zeitzeugen" bei "Spiegel Online" und sandte der Redaktion im August 2008 unverlangt einen sehr geradlinigen, schnörkellosen Text. Meine Geschichte "Endlich angekommen" steht noch heute als eine der am besten bewerteten Artikel im Ressort "Einestages" und wurde von vielen Lesern als Empfehlung weitergesandt. Das machte mir Mut, weitere Geschichten zu schreiben.

"Die Roman-Geschichten von Marek sind temporeich und witzig geschrieben und dabei schonungslos ehrlich. Ein unterhaltsamer und radikal persönlicher Blick auf den Alltag in der DDR, der gerade deshalb für alle in diesem neuen Deutschland von Bedeutung sein sollte. Marek erzählt mit eigener Stimme von einer anderen DDR als der, die wir so oft verabreicht kriegen."
H. K., Journalist, Drehbuchautor und freier Lektor

Wie gesagt, bei Interesse E-mail an: mauerfall20@yahoo.de

Björn Offline


Beiträge: 4.882


30.04.2009 14:31
#6 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Mich und auch einige andere interessiert nur gerne mal, wo du herkommst, und welche Altersgruppe du bist usw. ;-)


BJ

Mauergewinner Offline


Beiträge: 9

03.05.2009 20:32
#7 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Sorry: ich wurde in Berlin-Friedrichshain geboren und lebe noch heute dort. Beim Mauerfall war ich 18 und jetzt bin ich 37.

vae victis Offline


Beiträge: 1.109

04.05.2009 09:26
#8 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

klingt nach einen geschichts oder buchschreiber.

betreibst du das in professioneller art oder womit verdienst du dein geld.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

Mauergewinner Offline


Beiträge: 9

04.05.2009 14:11
#9 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Meine "Stalinallee" hat es tatsächlich unter die ersten 25 beim Schreibwettbewerb geschafft hat und nun wird eine Jury entscheiden, wer letztendlich gewinnt.

Das bedeutet, dass ich in diesem Jahr mein kleines Buch mit 30 DDR-Geschichten veröffentlichen werde. Ich hatte bewusst die langatmigste (nicht lustige) Geschichte am Wettbewerb teilnehmen lassen, denn auch schwere Kost muss einmal getestet werden.

Als kleine Entschädigung hier noch eine nicht so ernste:

http://bookrix.de/_title-de-mark-scheppert-bunte-ddr

Also vielen Dank
Mark

P.S.: Schreiben ist nur ein Hobby - ich arbeite im Marketing (so gesehen...hilft mir das vielleicht auch)

kirschli Offline


Beiträge: 3.850


04.05.2009 16:26
#10 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Nah dann Gratulation und die letzte Hürde wird hoffentlich auch noch genommen.


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

Name: knuddel

vae victis Offline


Beiträge: 1.109

04.05.2009 16:59
#11 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

nun, wenn ich meine lebensgeschichte aufschreiben würde, würde sich manch einen die haare aufstellen,
aber das interresiert heute keinen mehr und ich denke meine geschichte ist kein einzelsiksal. leider pick man
sich immer nur eine aus und die wird den ausgeschlachtet ob mit oder ohne wahrheit.
deswegen lese ich solche geschichten oder romane garnicht mehr. mir hat meine gereicht.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

kirschli Offline


Beiträge: 3.850


04.05.2009 17:30
#12 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

V.V. ich denke es wird vielen anderen genauso gehen.


" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

Name: knuddel

vae victis Offline


Beiträge: 1.109

04.05.2009 17:38
#13 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

sagte ich doch.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

kirschli Offline


Beiträge: 3.850


04.05.2009 18:22
#14 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten
ich sehe schon ich lese heute wieder nur die hälfte

" wie dus machts ist egal-falsch ists alle mal"

knuddel

Angefügte Bilder:
Baby1.gif  
vae victis Offline


Beiträge: 1.109

04.05.2009 20:38
#15 RE: Ossi braucht Hilfe Zitat · antworten

Kirschli
macht doch nichts, ich mag dich trotzdem noch.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

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