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RE: Die Frau im Osten

#31 von Schlawine , 07.04.2009 20:46

Tut mir leid V.V. dann zähle ich mich auch zu den Leuten die mehr Schaden anrichten als sie verhindern denn ich finde dass Daneel mit seiner Meinung nicht falsch liegt.
Keiner von uns hat das Recht zu beurteilen, welches Leben lebenswert ist und welches nicht.
Es gibt tausend verschiedene Arten von "Behinderungen" . Ich schrieb bereits über die Autisten. Meine Freundin hat ein Kind mit Down-Syndrom. Das war auch vor der Geburt bekannt und sie hat es trotzdem bekommen. Frederike ist heute eine ganz liebenswerte junge Frau und keiner hat den Eindruck dass sie ihr Leben nicht für lebenswert hält. Warum soll sie falls sie das Glück haben sollte einen Partner zu finden kein Kind bekommen ?

Ich kann akzeptieren, dass andere anders darüber denken. Ich habe sicherlich auch nicht die "Weisheit mit Löffeln gegessen" . Sich aber lustig zu machen über Andersdenkende finde ich nicht o.k.

Tut mir leid aber das muss ich jetzt noch loswerden.


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RE: Die Frau im Osten

#32 von peppe , 07.04.2009 21:23

Ich bin der Meinung (ohne eine Glauben oder in einer Kirche zu sein...) Es ist der Grundstein für jedes Leben schon in die Wiege gelegt worden. Man kann zwar kleinigkeiten ändern oder besser machen..........aber jedes Leben auf Erden hat einen bestimmten Sinn einen bestimmten Hintergrund!..deso älter ich werde deso mehr glaube ich dran!!
Aus dem Grund; Gibt es keine Diskusion bei mir ob es geboren werden sollte oder nicht.....es kommt eh wie es kommen muss!! Wir bestimmen nicht die Welt DAS LEBEN!! das macht ein anderer für uns den keiner von uns kennt! Oder wie man es nenne soll ohne das ich als Missionar hier den Ruf abbekomme
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RE: Die Frau im Osten

#33 von Pamina , 07.04.2009 22:06

Peppe tut mir leid, ich bin bekennender Atheist und vertraue nur meinem gesunden Instinkt und Verstand, mit irgendjemand da sonstwo kann ich nix anfangen, respektiere aber alle ,die das können.

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RE: Die Frau im Osten

#34 von vae victis , 08.04.2009 15:24

meine kritiker mögen noch mal den kommentar von " Björn " lesen und dann kommen wir der sache ganz hautnach dran.
das ist meine freste überzeugung.

hier geht es nicht um eine leichte behinderung , sondern um schwerstbehinderung, und um nichts andere ist es mir
gegangen.

Down Syndrom oder einen Autisten ins feld zu führen um von eine hochgradige behinderung zu legimitieren finde ich albern.

wir sind schon ein komisches volk, bringen laufend gesunde kinder um, weil ein perversling sich daran hochgeilt und hacken das
nach ein paar tage wieder ab und hier führt man moralische gründe ins feld für eine abtreibung bei hochgradiger behindrung.

das ist für mich haarspalterei und hat nichts mit antitolleranz zu tun, das ist nun mal meine meinung.








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RE: Die Frau im Osten

#35 von Daneel , 08.04.2009 16:40

Vielleicht komme ich mal dazu ausführlicher zu antworten, aber ich versuche das mal in der Kürze:

Zu Björns Fall kann ich mich nicht beurteilend äußern, kenne aber Beziehungen dieser Art, meistens sind sie unter Obhut einer durch das Amtsgericht bestellten Betreuungsperson gestellt, wenn eine komplette selbstständige Lebensführung nicht möglich ist. Diese berät sie übrigens auch bei Fragen der Familienplanung.
Pflegekräfte werden notfalls je nach Bedarf über Pflegeversicherung und Jugendamt organisiert. So weit ich weiß, ist bei solchen Partnerschaften, wenn Zweifel existieren, wie immer wenn Kinder dabei eine Rolle spielen, das Jugendamt zur Stelle. Aber dabei spielt die Behinderung ja die kleinere Rolle.
Nun, ich weiß nicht was du an diesem Leben bemängelst, Björn. Ist einer von ihnen unglücklich, oder meinst du nur von deinem Standpunkt aus, sie müssten unglücklich sein, weil DU andere Vorstellungen von einem glücklichen Leben hast? Solange sie dabei auch noch gesund sind denke ich, aus meiner entfernten Sichweise nichts anstössiges an dieser Situation zu erkennen. Gibt viele Kinder die unglücklicher sind glaube ich, obwohl sie nicht behinderte Eltern haben.

Bitte v.v. wo fängt für dich eine Schwerstbehinderung an wenn das Down Syndrom/Trisomie21 nicht dazu zählt?
Du regst dich drüber auf das man Beispiele bringt die dann nicht zählen, du bist doch derjenige der immer gerne alles in einem Topf wirft, weil differenzierte Betrachtungsweisen für dich zu mühselig sind. (z.B. Mittelstand/Mittelschicht) Aber ich denke wir reden von Menschen, ob behindert oder nicht behindert ist zweitrangig. Siehst du das ich das anders formuliere? Implizit sagst du behinderte Kinder sind kranke Kinder, wenn du schreibst vollkommen gesunde Kinder. Das nennt man dann indirekte Diskriminierung, so wie mancher behinderte Mensch das auch in der Ethikdiskussion um Abtreibung empfindet, wenn man Kinder, die mit seinen Behinderungsmerkmalen, genau aus diesem Grund abgetrieben werden sollen, empfindet, weil damit doch wohl eine Wertung von lebenswerten und nichtlebenswerten Leben zum Ausdruck kommt.
Beherrschung und Nutzung deutscher Sprache ist keinesfalls Haarspalterei sondern nur gezielte Anwendung kommunikativer Sprachmittel zur differenzierten Betrachtungsweisen. Aber natürlich kann man auch alles mit begrenztem Vokabular und einfachen Sätzen in eine gewisse Ordnung bringen.

Und es hat etwas mit intolerantem Verhalten zu tun, wenn man ausser seiner Wahrheit, andere Argumente und Fakten nicht sehen will. Wenn ich jetzt wieder konkrete Fragen an dich habe, drückst du dich bestimmt davor, oder?

Welche Taktrate verstehst du unter LAUFEND?

Wann bekomme ich die Antwort auf meine anderen Fragen?





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RE: Die Frau im Osten

#36 von Björn , 08.04.2009 19:22

Konkret bei dem Mädchen bezweifele ich, daß sie glücklich ist! Sie wird gar nicht wissen, was glücklich oder unglücklich ist, weil sie eben genauso wie ihre Mutter seit ihrer Geburt geistig behindert ist. Sie kann nicht sprechen, reagiert fast nie wenn irgend jemand (oder ein Hund) an ihr und der Pflegerin vorbei läuft usw. usw.! Ich glaube auch nicht, daß sowas ein Zufall ist, daß sie bei ihren behinderten Eltern auch so ist!
Mehr schreibe ich dazu hier nicht.


BJ

 
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RE: Die Frau im Osten

#37 von vae victis , 08.04.2009 20:12

ich schlisse mich Björn an, weil es zu nichts führt.
du hast deine sichtweise und ich meine.
ich weiche keinen millimeter und du auch nicht ,
also lassen wir das thema weil es fruchtlos ist.
belassen wir es dabei, weil wir dies sowieso nicht
entscheiden müssen.


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RE: Die Frau im Osten

#38 von Daneel , 23.06.2009 14:43

Folgender Beitrag ist heute in Spon zu lesen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...,631811,00.html

Allerdings teile ich die Ansichten nach wie vor nicht, da für mich konsequenterweise ein Leben gilt als unumkehrbar ab Alter sowieso, es sei denn das Wohl der Mutter wäre lebensbedrohlich gefährdet. Die Unterscheidung von behindert und nichtbehindert ist für mich auch in diesem Stadium ansonsten Euthanasie.



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RE: Die Frau im Osten

#39 von vae victis , 23.06.2009 19:45

Zitat von Daneel
Folgender Beitrag ist heute in Spon zu lesen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...,631811,00.html

Allerdings teile ich die Ansichten nach wie vor nicht, da für mich konsequenterweise ein Leben gilt als unumkehrbar ab Alter sowieso, es sei denn das Wohl der Mutter wäre lebensbedrohlich gefährdet. Die Unterscheidung von behindert und nichtbehindert ist für mich auch in diesem Stadium ansonsten Euthanasie.




Frage:

bist du selber in irgendeiner form schon mal selber vor dem problem gestanden
und weiter wer wie du die toleranz wie eine monstranz vor sich hinträgt sollte hier
andersdenken erlauben selbst zu entscheiden, ob für oder gegen eine abtreibung ist,
schlisslich ist der betroffene sein lebenlang damit beschäftig. er allein muß damit fertig
werden, sonst niemand .



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RE: Die Frau im Osten

#40 von Pamina , 23.06.2009 21:34

Jungs,ihr findet da sowieso keine Einigung und warum solltet ihr auch????????????????????
Jeder muß es so entscheiden, wie er es für sein Leben passend findet, aber dann eben mit aller Konsequenz, ich freue mich,dass ich diese Entscheidung nie fällen mußte.

Lasst doch eure Meinungen einfach nebeneinander stehen oder können Männer das nicht???????????

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RE: Die Frau im Osten

#41 von Masseur , 23.06.2009 21:37

Ja ja Pamina. So ist das. Über das was einen selbst nie betrifft, läßt es sich trefflich diskutieren und verurteilen.
Wenn wir Männer die Kinder kriegen müßten, wäre das schon längst verboten worden.
Mir reicht schon immer so ein trockener Stuhl oder ne kräftige Diarrhoe


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RE: Die Frau im Osten

#42 von queeny , 23.06.2009 21:44

Ich schreibe mal nichts. Muss ja nicht immer meinen Senf dazu geben. Und der wäre sowas von scharf!

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Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht um zu sehen, werdet Ihr Sie brauchen um zu weinen.

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RE: Die Frau im Osten

#43 von Pamina , 23.06.2009 22:12

Ich enthalte mich jetzt lieber auch der Stimme, Queeny

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RE: Die Frau im Osten

#44 von Schlawine , 23.06.2009 22:14

Wobei harte Stühle ja gut für den Rücken sein sollen


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RE: Die Frau im Osten

#45 von Masseur , 23.06.2009 22:33

Könnt Ihr ( queene, Pamina) mich mal aufklären?


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