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RE: Die Frau im Osten

#1 von Björn , 01.04.2009 22:58

Peppe, bei dem was du hier schreibst, glaube ich nicht daß du Kinder hast!!
Ich habe zwar was gegen leichtfertige Abtreibungen (so nach dem Motto "Verhütung danach")! Ich habe aber auch was dagegen, daß Schwerstkranke oder geistig Behinderte Kinder kriegen, wo von Anfang an feststeht, daß diese behindert und/oder Pflegefälle werden!! Was ist das für eine Verantwortung gegenüber den Kindern??


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RE: Die Frau im Osten

#2 von mutterheimat , 01.04.2009 23:13

Ich bin in etwa der gleichen Meinung wie Björn. Nur mit dem Unterschied, ich sage, wenn es absolut klar ist, des daß Kind physisch, oder psychisch absolut keine Chance hat, ein normales Leben zu führen (daß heißt ohne die ständige und permanente Hilfe anderer Personen), so sollte man es erlösen. Und damit es keine Mißverständnisse gibt, wenn es von vornherein klar ist! Früher nannte man das Euthanasie. In gewisser Weise war es, meiner Meinung nach, richtig.


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RE: Die Frau im Osten

#3 von kirschli ( gelöscht ) , 02.04.2009 09:18

Oh je ich glaub das nicht,hier geht es um die selbst Bestimmung der Frauen und nicht darum dafür zu sorgen das Menschen die anders sind und auch nichts dafür können zu verdammen und ihnen irgend welche Rechte zu nehmen.Das was ihr schreibt ist mit sehr heißer Nadel gestrickt!
Wären wir noch im Mittelalter kämmt ihr dahin


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RE: Die Frau im Osten

#4 von Schlawine , 02.04.2009 09:35

Danke Kirschli, da schließe ich mich an. Keiner kann sich anmaßen zu wissen, welches Leben lebenswert ist und welches nicht.
Jeder Mensch ist anders und ich habe schon so viel Lebensfreude in Gesichtern gesehen wo ich es nicht erwartet hätte, weil man immer von sich selbst und seinem eigenen Empfinden ausgeht.
Jede Familie die so ein Kind erwartet muss selbst entscheiden ob sie sich das zutraut oder nicht.


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RE: Die Frau im Osten

#5 von queeny , 02.04.2009 12:34

Und da ist noch was. Was ist mit dem Mann im Osten und im Westen? Immer wird nur über Frau gesprochen bzw. hergezogen. Ich glaube schon, dass Frau auch mehr als ein Kind haben wollte. Sicher nicht jede, jedoch mehr als man ahnt. Was ist mit Mann? Ich höre in meinem Umfeld ständig, auch von meinen zwei Söhnen, dass Kinder Geld kosten, dass man sich keine Kinder leisten kann usw.

Die Herren, die am meisten über Abtreibung herziehen und sie verteufeln, haben meistens keine Kinder. Siehe "WIR SIND PAPST - BENEDIKT" und die weitere männliche berockte Zunft - die Scheinheiligkeit also, aber auch Otto- Normalverbraucher mit keinem eigenen Nachwuchs oder vielleicht mit einem Ableger! Welchen Part spielt Mann in diesem Spiel? Ich glaube eine sehr erhebliche Rolle!!


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RE: Die Frau im Osten

#6 von Pamina , 02.04.2009 17:56

Auwaia Kirschli und Schlawine ,jetzt falle ich bei euch durch bis ganz unten, aber ich sag es trotzdem, wenn ich gewußt hätte, dass ich ein schwerbehindertes Kind kriege, dann hätte ich es nicht gewollt und hätte abtreiben lassen.........allerdings hätte ich es nicht gewußt und es wäre auf diese Welt gekommen, dann wäre ich seine Mutter, nur ich und eine ganz aufopferungsvolle glaube ich dazu.

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RE: Die Frau im Osten

#7 von Schlawine , 02.04.2009 18:12

Jede Familie die so ein Kind erwartet muss selbst entscheiden ob sie sich das zutraut oder nicht.
----------

Hast du wohl überlesen, was Paminchen ???

Meine Lieblingsschwägerin hat auch abtreiben lassen weil das Kind schwer behindert gewesen wäre und ihr der Mut dazu gefehlt hat. Ihr Mann hat sich damals aus der Entscheidung ziemlich raus gehalten und sie damit sehr allein gelassen.
Sie leidet noch heute unter dem Entschluss obwohl sie es nach wie vor für richtig hält.

Meine Freundin Jutta hat ihr Kind bekommen. Das Mädchen ist jetzt 25 , mehrfach behindert und die Woche über in einem Behindertenheim. Die haben das gut hinbekommen und eben bei dieser jungen Frau sehe ich soooo viel Lebensfreude im Gesicht wenn sie zu Familienfeiern geholt wurde. Für die Familie war das genau die richtige Entscheidung.

Jeder Mensch ist anders und darum finde ich eben dass das auch jeder für sich entscheiden muss. Die Familien müssen mit ihren Entscheidungen weiter leben und kein anderer hat das Recht darüber zu urteilen.


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RE: Die Frau im Osten

#8 von Pamina , 02.04.2009 18:39

Kritik angenommen, ja, ich sehe es auch so, dass das jeder für sich entscheiden muß.

Ich könnte es nicht, ich bin ein Weichei,nur wenn ich dann gefordert wäre, dann würde ich wahrscheinlich zur Höchstform auflaufen, aber nie so lange ich zu entscheiden hätte.

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RE: Die Frau im Osten

#9 von vae victis , 04.04.2009 07:32

nun regt euch mal nicht auf, nicht alle männer drücken sich vor der aufgabe.
richtig ist, das es instanzen gibt , die glauben zu wissen was richtig oder falsch ist,
und genau hier sind es die volksvertreter , wo viel überhaupt oft vom thema reden,
obwohl sie überhaupt keine ahnung haben können., weil sie eben keine kinder haben
oder wie die grüne Poltiker die keinen führerschein haben aber über Autos und umwelt
reden. so ist es eben nun mal.
ich denke zuerst hat die frau das recht zu entscheiden ob sie ein behindertes kind haben will,
oder nicht. der mann sollte natürlich als zukünftiger vater ein absolutes mitsprache recht
haben und nur diese beiden sollten entscheiden können. sie sollten aber auch wissen, was alles
dran hängt an so einer verantwortung, wenn diese kind zur welt kommt.
und behinderung ist nicht gleich behinderung.
jedenfalls sollten die Eltern das entscheiden dürfen, und nicht ein Papst oder Volksvertreter.

ich für mich, wäre schon in zweifel ob ich mir diese verantwortung antun wollte.


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RE: Die Frau im Osten

#10 von Björn , 04.04.2009 14:52

Hier ist wohl was mißverstanden wurden:

Zitat von Björn
Ich habe aber auch was dagegen, daß Schwerstkranke oder geistig Behinderte Kinder kriegen, wo von Anfang an feststeht, daß diese behindert und/oder Pflegefälle werden!

Damit sind behinderte Erwachsene gemeint, die behinderte Kinder kriegen!! Oft kommen sie ja vorher schon nicht alleine klar!
2 traurige Beispiele dieser Woche aus Dt.: geistig behinderte Eltern erschlagen ihre 3jährige Tochter- Grund unbekannt, andere ließen Baby verhungern :-(


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RE: Die Frau im Osten

#11 von vae victis , 04.04.2009 16:36

da gehe ich mit dir konform
ich denke es ist verantwortungslos, das behindert
menschen, kinder zeugen.
das ist für mich falsch verstandene menschlichkeit.
übrigens:
lass ich vorige tage irgendwo das eine Engländerin
auf der suche nach einer frau ist, für ihren behinderten sohn.
er wäre jetzt im alter, wo man ihm die freude der körperlichen
liebe nicht verwehren könnte. auch er soll in den genuss kommen.

die frau sollte aber nicht behindert sein.

da kann man nur den kopf schütteln über soviel dummheit.



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RE: Die Frau im Osten

#12 von kirschli ( gelöscht ) , 04.04.2009 18:21

Zitat von Björn
Hier ist wohl was mißverstanden wurden:
Zitat von Björn
Ich habe aber auch was dagegen, daß Schwerstkranke oder geistig Behinderte Kinder kriegen, wo von Anfang an feststeht, daß diese behindert und/oder Pflegefälle werden!

Damit sind behinderte Erwachsene gemeint, die behinderte Kinder kriegen!! Oft kommen sie ja vorher schon nicht alleine klar!
2 traurige Beispiele dieser Woche aus Dt.: geistig behinderte Eltern erschlagen ihre 3jährige Tochter- Grund unbekannt, andere ließen Baby verhungern :-(


Björn das machen auch völlig normale Eltern leider


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RE: Die Frau im Osten

#13 von Daneel , 06.04.2009 10:08

Ich mußte hier beim Lesen oft den Kopf schütteln, besonders dann, wenn manche zu wissen meinen, was gut oder nicht gut für behinderte Menschen sind, obwohl ihr ALLE auch behindert seid. Oder heisst es doch besser behindert WERDEN? Das Wort wird in den Raum geworfen, ohne das sich erstmal jemand die Mühe macht, von welcher Art und Grad der Behinderung wir da überhaupt reden!?
Jede Mutter wird meines Wissens immer Reue spüren, wenn sie ihr Kind spät abgetrieben hat, ob behindert oder nicht spielt keine Rolle, weil da schon eine Beziehung zum Kind vorhanden war. Ich selber tue mich schwer und versuche die Entscheidung bewertungslos zu akzeptieren, nicht immer gelingt es. In vielen Fällen bin ich der Meinung, wenn es die Lebensumstände zulassen, sollte ein Ja für das "behinderte" Kind am wahrscheinlichsten sein. Andere Kinder werden durch Unfälle oder andere Widrigkeiten erst spät(er) behindert, da können sich es die Eltern dann auch nicht mehr aussuchen. Also kann man sich nicht wirklich GEGEN ein behindertes Kind entscheiden, man kann sich nur gegen ein Kind entscheiden, welches mit höchster Wahrscheinlichkeit behindert zur Welt kommt.
Manche Menschen glauben das "Behinderte" keine Freude am Leben haben und nur vor sich hin vegetieren, denen kann ich getrost versichern dem ist nicht so, natürlich hadern sie mit ihrem Schicksal, aber ja, sie Leben gerne, und alle diese haben auch eine Sexualität geehrter vae victis, das magst du abnormal finden oder nicht, aber ändern kannst du es nicht, und natürlich bevorzugen auch diese attraktive Partner, aber auch hier gilt, wo die Liebe hinfällt, es gibt übrigens auch Prostituierte die sich speziell auf Behinderte spezialisiert haben, kannste mal im Spiegel recherchieren, gab vor Jahren ein Beitrag dazu.
Und wer bitteschön gibt hier jemanden das Recht Menschen mit behinderungen ein selbstbestimmtes Leben in Abrede zu stellen, ja auch mit Kind, was ist daran so verwerflich? Eure Diskussion gleitet an einigen Stellen dahingehend ab, dass hier Leben mit unterschiedlichen Wertigkeiten versehen wird, nur ist das eine Frage wie man behindert ist oder wird, oder sind manche so behindert, dass sie sich einfach nur selbst im Wege stehen?

Klartext: Es ist eine hoher Grad Privatsache in dieser Entscheidung in die zu viele von aussen kaum wahrnehmbare Faktoren eine Rolle spielen, das solche Entscheidungen für oder gegen Schwangerschaftsabbruch, eine undiskutable Entscheidung ist.



Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt


 
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RE: Die Frau im Osten

#14 von queeny , 06.04.2009 15:53

Ja, es ist Privatsache und jeder muss so oder so mit seinen Entscheidungen zurechtkommen. Der Staat hat sich hier auch nicht einzumischen.

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RE: Die Frau im Osten

#15 von Schlawine , 06.04.2009 17:35

Daneel du hast die Sache wieder auf den Punkt gebracht. Danke

Im Schullandheim hatten wir öfter Besuch von einer Gruppe autistischer Menschen. Diese Behinderung stellt sich auch erst während der Entwicklung heraus und wird nicht prenatal diagnostiziert. Das waren so fröhliche junge Leute die so viel Spaß am Leben hatten. Die einzigen die damit Probleme hatten waren die so genannten "Normalen" die auch noch bei uns zu Gast waren.


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