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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#61 von Kehrwoche , 20.06.2009 21:30

Wir werden vom Verfassungsschutz beobachtet!!!
Warum nur???
Vielleicht sollten wir uns, wenn wir schon mal beim Großreinemachen sind, von einigen unserer "Linksextremisten" gleich mitverabschieden!
Dann wären wir auch den Verfassungsschutz und somit @herman los!


Wer meine Texte falsch zitiert oder durch Zitate sinnentstellt, oder falsch zitierte oder sinnentstellte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Ossiforum nicht unter 2 Jahren bestraft.

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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#62 von herman , 20.06.2009 21:45

Liebe Kehrwoche,

ich möchte dir beim Augenlicht meiner Mutter versichern daß ich weder mit der ostdeutschen Stasi noch mit den Diensten der Bundesrepublik noch mit einem sonstigen Geheimdienst jemals etwas zu tun gehabt hatte noch etwas zu tun habe.

Zu meiner Enttäuschung gibts noch nichtmal bei der Birthler-Behörde einen Eintrag.

Ich mache lediglich von meinem Bürgerrecht in einem freien Lande Gebrauch indem ich mir eine eigene Meinung erlaube.



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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#63 von Schlawine , 20.06.2009 21:49

Und deine Mutter ist wirklich nicht blind ?


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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#64 von joesachse , 20.06.2009 22:46

Zitat von herman
Zu meiner Enttäuschung gibts noch nichtmal bei der Birthler-Behörde einen Eintrag.




Das verwundert mich bei so einem extremen Gegner des DDR-Regimes dann aber doch.

Gruß
JoeSachse


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#65 von Weilheimer , 20.06.2009 22:50

herman, ich war ein Bürger des Staates DDR und war auch bei den Montagsdemos in Leipzig. Ich überlege gerade, wo ich das ganze Geld gelassen habe, welches ich als "Fremdgesteuerter" des "imperialistischen Feindes" erhalten habe. 1989 war ich ein besonders wichtige Persönlichkeit als Wehrpflichtiger habe ich die Nationale Volksarmee der DDR "konterrevolutionär" unterwandert.
Natürlich gab es in der DDR absolut keinen freien Willen, wenn man aufs Klo ging, guckte der Mitarbeiter des MFS schon aus der Schüssel. Ja, sogar der Zeugungsakt wurde vom MFS überwacht, nichts mit freier Liebe, in der DDR war alles unfrei, keine Freude, Lachen war ausdrücklich verboten. Die entsprechenden Muskeln wurden mit Botox gelähmt. Auf Wunsch des MFS wurde der Partner in bestimmten Fällen ausgewählt, war der hässlich, hast du einfach Pech gehabt, Widerspruch war nicht möglich. herman das war genau so, musst du mir glauben.


Wenn eine Frau nicht spricht, soll man sie auf keinen Fall unterbrechen.

Clint Eastwood


 
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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#66 von Kehrwoche , 20.06.2009 23:04

Weili, aber ein bischen blöd waren wir Ossis schon.

Eindrucksvoll unter Beweis stellte das damals unsere sächsische Zonengaby:

http://www.racheshop.de/blog/zonengaby.jpg


Wer meine Texte falsch zitiert oder durch Zitate sinnentstellt, oder falsch zitierte oder sinnentstellte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Ossiforum nicht unter 2 Jahren bestraft.

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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#67 von herman , 21.06.2009 08:45

Zitat von joesachse
Zitat von herman
Zu meiner Enttäuschung gibts noch nichtmal bei der Birthler-Behörde einen Eintrag.




Das verwundert mich bei so einem extremen Gegner des DDR-Regimes dann aber doch.

Gruß
JoeSachse


Ehrlich gesagt, hat mich auch gewundert.

Ich wurde zwar nicht "zur Klärung eines Sachverhalts" von der Spitzeltruppe einbestellt, aber einige unfreiwillige Kontakte mit den staatlichen Anscheißern gabs schon.

Der kafkaeske Spitzelladen war eben auch nicht perfekt.




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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#68 von Daneel , 22.06.2009 09:29

Auch die Stasi wusste zu unterscheiden zwischen "Große Klappe und nichts dahinter" , sowie Menschen, denen man zutraute Regimekritiker zu sein oder mit solchen in Berührung kamen.



Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt


 
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Studentenunruhen der 60er Jahre

#69 von Björn , 24.06.2009 22:01

Da hier auch die Stasi Thema ist, gleich nochmal zum Thema Studentenproteste '68 und Fall Ohnesorg!
Wer hat heute vormittag SWR1-"Leute" gehört? Ich habe es zufällig gehört und das Gespräch interessiert verfolgt.
Zu Gast war ein Exil-iranischer Autor, der die Studentenproteste, auch im Zusammenhang mit dem Schah-Besuch in der BRD, maßgeblich mit organisierte! Er kritisierte wieder mal die Springer-Presse für ihre Berichte und sagte, die Unruhen und Radikalisierung gab es schon vor dem Fall Ohnesorg!


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RE: SED wollte schon 53 die Mauer bauen

#70 von Masseur , 24.06.2009 22:23

Zitat von Daneel
Auch die Stasi wusste zu unterscheiden zwischen "Große Klappe und nichts dahinter" , sowie Menschen, denen man zutraute Regimekritiker zu sein oder mit solchen in Berührung kamen.


Jo Daneel, der Depp sprich Beauftragte alias Schnitzel - Spitzel merkst aber nich.


Lieber von Christo verpackt, als vom Leben gezeichnet

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RE: Studentenunruhen der 60er Jahre

#71 von Björn , 24.06.2009 22:32

Achso, auch wenn es dem herman sicher nicht paßt:
Der Autor schließt eine Beeinflussung der Studentenproteste durch die Stasi aus. Er hält zwar immer alles für möglich, aber erst sollte es natürlich bewiesen werden! Aber die Springer-Presse spekuliert fleißig und behauptet, ohne den Fall Ohnesorg wäre es nie so weiter gegangen!
In Wahrheit waren die Gründe für die Radikalisierung u.a. das brutale Vorgehen der (BRD-)Polizei gegen die Demonstranten und deren einfaches Zusehen bei den prügelnden Jubel-Persern!


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RE: Studentenunruhen der 60er Jahre

#72 von herman , 24.06.2009 23:20

Dass die Stasi die 68 Studentenproteste gesteuert hätte glaube ich auch nicht. Dazu wären diese Figuren auch intellektuell garnicht in der Lage gewesen. Allerdings haben sie über "linke" studentische Gruppierungen versucht Einfluß zu gewinnen.

Wie der Stasi-Offizier Bohnsack berichtete hat die Stasi sogar "Resolutionen" verfaßt die bei den Protesten den Gutmenschen untergeschoben wurden die gegen den Nato-Doppelbeschluß als Reaktion auf die sowjetischen Atom-Mittelstreckenraketen protestierten. Wie aus einem anderen Link in Zusammenhang mit dem Fernsehjournalisten Löwenthal hervorgeht plazierte die Stasi im ZDF Spitzel auch als "Meinungsbildner" um den verhaßten Journalisten Löwenthal der vor aller Welt die Unterdrückungspraktiken der SED-Diktatur offenlegte vom Sender zu drängen.

Wie der Vorgang um die Erschießung des Studenten Ohnesorg durch den Stasi-Spitzel Kurras zu bewerten ist wissen wir auf der Basis der bekannten Unterlagen nicht. Vielleicht werden noch mehr Schnipsel zu neuen Erkenntnissen führen. Denn bei einem Regime daß noch 1990 eine Million Valuta und 200000 Ostmark für die Ausbildung von Mord-und Spießgesellen ausgeben wollte kann man nichts ausschließen.


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RE: Studentenunruhen der 60er Jahre

#73 von mutterheimat , 26.06.2009 21:47

Diese Studentenunruhen haben jedenfalls etwas gebracht. Wenn auch mit extremer Verspätung. "Hervorragendes" Minister und und Bundestagspersonal. Fachlich absolut "kompetent". Wissend, wie dem normal sterblichem zumute ist, in der Endphase der 90 und Anfangsphase des 2000 Zeitraumes. Glänzende Wendeköpfe bezüglich militärischer Einsätze (Jugoslawien, Afghanistan, etc). Und noch etwas können sie gut. Wissen, wie man an russisches Gas kommt, denn man kann mit Beziehungen und speziellen Telefonmummern pokern. Es hat zu dem Zeitraum (68er Bewegung) in der alt BRD etwas gefehlt. Nicht die Preisklasse RAF. Sondern eine harte Hand, in der Art eines Stalin, oder Chruschtschow. Manches wäre uns erspart geblieben. Ein kräftiger Tritt in den Ar..... so wie wir ihn 1953 erlebt haben, bzw. weitergehend erleben durften. Aber etwas ist doch interessant, bezüglich der originalen Überschrift. Worauf basierte wohl die Ablehnung durch Chruschtschow bezüglich der Mauer? Kann es sein, daß der sich seiner militärischen Macht absolut bewust war, und auch, (Anfang des Koreakrieges), nachweisen konnte. Das Atommonopol der USA war nicht mehr existent.


 
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RE: Studentenunruhen der 60er Jahre

#74 von herman , 27.06.2009 00:49

Chruschtschow sollte nicht unterschätzt werden. Er kam mit einfacher Bauernschläue daher, zog sich vor der Uno auch schonmal den Schuh aus um damit aufs Rednerpult zu dreschen.

Die Ablehnung der Mauer auf die die SED schon vor 61 drängte, vielleicht fürchtete er um das katastrophale Bild was damit der "Sozialismus" bot. Er war es schließlich der wenige Jahre zuvor mit dem Stalinismus abgerechnet hat wo man in Ostberlin wie bei ertappten Lügnern stiekum die Stalin-Straßen umbenannte und die Bilder Stalins aus dem öffentlichen Leben ohne Diskussion entfernte.

Chruschtschow wurde im Gegensatz zu den anderen Sowjetherrschern nicht am Kreml sondern auf einem Moskauer Friedhof beigesetzt der mitten in der Stadt liegt. Wenn man mal dort ist sollte man seiner gedenken, denn der einfache Bauernsohn aus der Ukraine hat anläßlich der Cuba-Krise die Menschheit vor dem Abgrund bewahrt.

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RE: Studentenunruhen der 60er Jahre

#75 von Daneel , 22.01.2012 13:02

Heute wurden neue fakten zum Fall Ohnesorg im Spiegel veröffentlicht:
http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,810583,00.html

Danach erfolgte die Tötung gezielt per Kopfschuss und wurde von der Westberliner Polizei vertuscht.


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