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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#16 von joesachse , 21.06.2009 22:38

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass unser herman, der ja alle verdammt, die jemalss in der DDR eine Funktion hatten oderr gar für die Stasi gearbeitet hatten, mit Monika Maron sich eine Zeitzeugin sucht, die ebenfalls zwei Jahre lang für die Stasi gearbeitet hat (siehe Wikipedia und dortige Links). Ich will hier nicht weiter über diese Details diskutieren, sondern einfach darauf hinweisen, dass herman einfach nicht wählerisch ist, wenn er hier stänkern und provozieren kann und ihm da auch frühere Pauschalurteile, die er hier abgegeben hat, nicht mehr interessieren.
Nicht nur, dass er die Äußerungen dieser Frau so interpretiert, wie es ihm in den Kram passt, er tut sich mit seinem Auftrag, hier im Forum zu provozieren, immer schwerer...

Gruß
Joesachse


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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#17 von herman , 21.06.2009 22:51

Jo Joe,

ich weiß. Das mit dem Grass liegt irgendwie quer zu deiner Argumentation. Das mache ich dann auch gern und komme auf die Stasi.

Natürlich, die Frau Maron stammt aus handverlesenenem SED-Adel. Deswegen ist ihr auch nicht mehr passiert als daß sie nicht mehr in Unserer Republik publizieren durfte und sie durfte im Rahmen der stillschweigenden Sozialistischen Gesetzlichkeit im Westen veröffentlichen. Im Gegensatz zu Stephan Heym der für Westveröffentlichung die einschlägigen Organe Unserer Republik am Hals hatte.

Ich bin nicht nachtragend. Nur wenn Leute uneinsichtig sind wie Krenz sieht das anders aus.
Frau Maron hat glaubhaft die notwendigen Schlußfolgerungen schon im SED-Staat gezogen und wo sie Recht hat da hat sie Recht.


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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#18 von DeutschLehrer , 21.06.2009 23:03

herman, Du enttäuschst mich !
300 Ostmark waren real mehr als 600 Euro. Und die CZ-Rentner lachen uns aus. Du weißt einfach nichts ! Wenn Du nicht so blöd wärst, könnte man ja mit Dir disskutieren.

Gruß DL

PS: Du tust mir leid !

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#19 von Masseur , 21.06.2009 23:04

Hahaha D.L. glaubst Du noch an den Klapperstorch???


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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#20 von joesachse , 21.06.2009 23:06

Zitat von herman
Wie ich zu der Themenüberschrift gekommen bin will ich dir gern erklären.

Die für mich sehr glaubwürdige Schriftstellerin Maron die schon in Unserer Republik den Mund aufgemacht hat und deswegen Publikationverbot bekam sagt sie will "das arg schiefe öffentliche Bild von den Ostdeutschen als Nostalgiker, Linkspartei-Wähler oder Rechtsradikale zurechtzurücken".

Welchen Personenkreis könnte Frau Maron damit meinen?

Nun, Nostalgiker gewisser Sorte, du findest sie hier im Forum zuhauf, jammern ununterbrochen herum wie schlecht es ihnen in der "BRD" ergeht. Bei der Linkspartei aka SED-Nachfolger ist das Gejammere Parteiprogramm ("Hartz IV ist Armut per Gesetz") und viele Parolen von Ostdeutschen Rechtsradikalen stehen da im Jammern nicht nach, sind zum Teil im Wortlaut austauschbar.

Wenn daher Frau Maron dieses Bild zurechtrücken will dann meint sie damit auch die Einstellung des besagten Personenkreises.

Allerdings, und da stimme ich mit Frau Maron nicht überein, bin ich der Auffassung daß es sich nicht um ein "öffentliches schiefes Bild" handelt sondern zum überwiegenden Teil einfach die Realität ist.
Nach meiner Meinung wird im Osten viel gejammert und das auf hohem Niveau. Und wie hoch dieser Anteil aus Nostalgikern, Linkspartei-Wählern oder Rechtsradikalen wirklich ist kann man teilweise auch an den Wahlergebnissen ablesen.

Am Beispiel von Bitterfeld setzt sich Frau Maron dann auch mit dieser Art des Jammerns auseinander, so richtet sie ihre Angriffe auch gegen den Jammer-Unterstützer Grass.



Ich habe zu deiner sehr freien Interpretation des Werkes von Monika Maron leider keinen gefunden, der es ähnlich sieht wie Du. Du scheinst also nicht nur beim Lesen der Beiträge hier im Forum merkwürdig zu interpretieren, sondern auch beim Lesen anderer Seiten. Für den von mir fett markierten Satz fand ich außer Deiner Interpretation keine weitere Quelle, und der "Bitterfelder Bogen" ist ja noch nicht erschienen...

Aber vielleicht hast Du noch ein Zitat, welches Deine Aussagen belegt. (Ich denke nicht, dass Du da etwas finden wirst, was Di nicht wieder so an den Haaren heineiziehen musst wie oben...)

Gruß
JoeSachse


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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#21 von DeutschLehrer , 21.06.2009 23:13

@Masseur
Ich weiß nicht, was Du so komisch findest - Rechne nur mal jeweils die Kosten die der jeweiligen Rente gegenüberstehen - bei 300 Ostmark etwa knapp 20 Ostmark Miete, Brot für 0,52 M usw. ...
Ähnlich bei den CZ-Rentnern, die meißt noch Altmietverträge aus sozialistischen Zeiten haben ...

Gruß DL

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#22 von Masseur , 21.06.2009 23:18

Hallo @Deutschlehrer; ich weiß nicht, wie Du auf das Attribut "komisch" kommst???
Nichts dergleichen habe ich erwähnt in Wort oder Schrift:-(((


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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#23 von herman , 21.06.2009 23:21

Es geht um die Renten zur Wendezeit.

In Antwort auf:
Von 3 170 Kronen im "Jahr Null", also dem Jahr der Revolution 1989, erreichte der Durchschnittslohn in der zweiten Jahreshälfte 2003 immerhin bereits 17 084 Tschechische Kronen (etwa 570 Euro).




http://www.tschechien-online.org/modules...wcontent&id=371

Laut Bild gilt folgendes:

In Antwort auf:
Konkret in Euro und Cent heißt das: Nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung bekommen Männer in den alten Bundesländern mit 65 Jahren im Schnitt eine „Regelaltersrente“ von 781 Euro ausgezahlt. Die Ost-Rentner kriegen 1127 Euro.

Bei den Frauen ist der Abstand noch größer – im Westen gibt es 352 Euro, im Osten 608 Euro
(s. Tabelle).

Wie kommt dieser Unterschied zustande?

• Grund Nr. 1: Ost-Rentner können meist eine längere Lebensarbeitszeit vorweisen! Prof. Bert Rürup, Chef der Wirtschaftsweisen: „Rentner in den neuen Ländern haben bei Eintritt in den Ruhestand im Schnitt 45,1 Jahre gearbeitet, im Westen 40,3 Jahre. Bei Rentnerinnen sind es 37 Berufsjahre im Osten, im Westen nur 26,1 Jahre.“

• Grund Nr. 2: In der DDR hatten die meisten Frauen einen Job! Wegen der guten Versorgung mit Kinderkrippen-Plätzen konnten die Mütter oft schon drei Monate nach der Geburt ihres Kindes wieder ganztägig arbeiten – dadurch kommen sie auf mehr Lebensarbeitszeit!

• Grund Nr. 3: In der DDR herrschte offiziell Vollbeschäftigung, obwohl die Betriebe selten ausgelastet waren. Die vielen Arbeitslosen im Westen haben weniger Rentenbeiträge gezahlt, bekommen dadurch auch weniger Geld im Alter.

• Grund Nr. 4: Rentenerhöhungen im Osten! Rürup: „Um die gesetzliche Altersvorsorge schnell zu vereinheitlichen, sollte das Rentenniveau in den neuen Ländern, wie im Einigungsvertrag beschlossen, zügig an das westdeutsche angepasst werden.“ 1991 wurden die Renten im Osten zweimal um 15 % erhöht, 1992 um 11,65 % und 12,73 %, 1993 gab’s weitere 14,12 % mehr.

Wird der Renten-Unterschied zwischen Ost und West immer größer?

Nein. Denn pro Jahr Beitragszahlung gibt es im Westen immer noch mehr Rente als im Osten: Für ein Jahr Arbeit zum Durchschnittslohn erwirbt man im Westen einen Rentenanspruch in Höhe von 26,13 Euro im Monat, im Osten dagegen nur 22,97 Euro.

Das heißt: Nach 45 Beitragsjahren hat ein ostdeutscher Durchschnittsverdiener 1033,65 Euro Standardrente, 142,20 Euro im Monat weniger als der westdeutsche.





http://www.bild.de/BTO/tipps-trends/geld...ten-westen.html

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#24 von Kehrwoche , 21.06.2009 23:26

Zitat von Kehrwoche
Rumjammern tun im Osten eigentlich nur die Alten, die im Vergleich zu ihren Westbrüdern und -schwestern oftmals mit leeren Händen dastehen, obwohl sie auch ihr Leben lang gearbeitet haben. Sie hadern mit ihrem Schicksal immer alles geglaubt zu haben. Erst den Kommunisten, die sie belogen, betrogen und zuletzt verkauft haben, dann dem Kohl, als er ihnen "blühende Landschaften versprach" und mit 100 DM-Scheinen wedelte.


Zitat von herman

Also wenn ich mich recht erinnere, das gilt für die Nachwenderentner, deren VEB Zeiten wurden doch vollständig hochgerechnet. Was zu fantastischen Erwerbsbiografien und zu entsprechenden Renten geführt hat.
Die Ostrentner waren die wahren Gewinner der Einheit.


Das ist sicher richtig, daß viele, die zur Wende im Rentenalter waren oder in Vorruhestand gegangen sind, eine gute Rente haben. Die jammern ja auch nicht!

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, daß ich nicht von Rentnern sprach. Ich meinte die Generation, die zur Wendezeit im undankbaren Alter ab 40 war, die abgewickelt wurden, und die seitdem eine Odyssee bestehend aus Arbeitslosigkeit, Umschulungen, ABM's, Zeitarbeit und 1 Euro-Jobs hinter sich haben. Was meinst Du, was die heute für eine Rente bekommen? Wenn sie ganz großes „Glück“ hatten, kam nach der Wende noch der Alteigentümer und hat ihnen ihr Häuschen weggenommen.
Also ich finde, die dürfen doch jammern, oder?


Wer meine Texte falsch zitiert oder durch Zitate sinnentstellt, oder falsch zitierte oder sinnentstellte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Ossiforum nicht unter 2 Jahren bestraft.

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#25 von herman , 22.06.2009 00:25

Bei den mittleren Jahrgängen gebe ich dir Recht. Da siehst düster aus. Viele werden die Grundsicherung in Anspruch nehmen müssen da ihre Renten unter dem Minimum liegen werden.

Gejammert haben aber gerade Unsere gut bestückten Freunde aus dem Beitrittsgebiet. Und sogar so viel daß Altkanzler Schmidt hierfür recht deutliche Worte fand.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,269386,00.html

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#26 von Kehrwoche , 22.06.2009 02:35

Ich schätze den Altbundeskanzler Schmidt sehr und werde deshalb nicht widersprechen. Meinetwegen haben viele, die zur Wende ins Rentenalter eintraten, Ende 2003 rumgejammert.

Jetzt haben wir aber 2009!

Etliche, der vielen Rumjammerer von 2003, sind mittlerweile leider von uns gegangen. Von den verbliebenen, nicht mehr ganz so vielen, heute mindestens 80jährigen Jammerern von damals, leben heute ca. 38% in Pflegeheimen (ergoogelt), sind kaum noch ansprechbar oder falls doch, dann meckern diese lieber übers Personal, ihren harten Stuhl o.ä. als über ihre Rente.

Herman, mal ehrlich, den klassischen Jammerossi von damals gibt es doch heute kaum noch. Im Westen wird doch genauso rumgejammert, oder?
Leider ist es heute schon zu spät für mich aufzuzählen, worüber hier alles so rumgejammert wird.
Vielleicht hilfst Du mir ja dabei!?

Gute Nacht allerseits!


Wer meine Texte falsch zitiert oder durch Zitate sinnentstellt, oder falsch zitierte oder sinnentstellte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Ossiforum nicht unter 2 Jahren bestraft.

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#27 von herman , 22.06.2009 07:50

Zitat von DeutschLehrer
@Masseur
Ich weiß nicht, was Du so komisch findest - Rechne nur mal jeweils die Kosten die der jeweiligen Rente gegenüberstehen - bei 300 Ostmark etwa knapp 20 Ostmark Miete, Brot für 0,52 M usw. ...
Ähnlich bei den CZ-Rentnern, die meißt noch Altmietverträge aus sozialistischen Zeiten haben ...

Gruß DL


Mir wird ja immer wieder vorgeworfen ich diskutiere eigentlich nicht, sogar unsere Forums-Verwalter decken mich da mit entsprechenden PMs ein.

Aber da muß ich doch sagen, der Herr Ingenieur ist nun wirklich erkenntnisresistent.

Da kannst du ihm hundertmal sagen, die festgesetzten Preise in der VEB-Vodoo Wirtchaft hatten nichts mit den Aufwendungen zu tun die entsprechenden Waren und Dienstleistungen auch zur Verfügung zu stellen.

Da auch im Sozialismus nur das verbraucht werden konnte was vorher erwirtschaftet wurde, schon die Aktivistin Frieda Huckauf wußte das, wich man in den Pump aus. Der Pump im Sozialismus funktionierte so wie bei einer maroden Firma, die sich knapp über Wasser hält, nämlich wirtschaften auf Verschleiß und Unterlassung von Investition und Modernisierung.

Das Ergebnis sah man in Halberstadt und Leipzig und Greifswald und am Silbersee in Wolfen und sonst auch eigentlich überall, Frau Maron berichtete darüber, und in den schrottreifen Industrieanlagen und heruntergewirtschafteter Infrastruktur.

Über 1000 Millliarden wurden hineingesteckt um den Schrott zu beseitigen, deswegen zahlt heute der Steuerzahler den Mehrbetrag der sich aus der Differenz der 20 Ostmark bei der "Miete" und den 52 Ostpfenning beim Brot zum realen Erstellungsbetrag ergibt per Nachnahme zurück.

Und der Warenkorb des Herrn Ingenieurs bei den wertvollen 300 Ostmark Rente würde ganz anders aussehen wenn er seinen PC mit dem er hier seine Weisheiten verbreitet mit dem VEB-Marktpreis von 80000 Ostmark berücksichtigen würde.


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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#28 von DeutschLehrer , 22.06.2009 08:53

Zitat von herman
Und der Warenkorb des Herrn Ingenieurs bei den wertvollen 300 Ostmark Rente würde ganz anders aussehen wenn er seinen PC mit dem er hier seine Weisheiten verbreitet mit dem VEB-Marktpreis von 80000 Ostmark berücksichtigen würde.


Den PC muss ich nicht in meinem Warenkorb berücksichtigen, da ich ihn mir nie gekauft hätte. Soviel wäre mir das Ossiforum nicht wert gewesen !

Gruß DL

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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#29 von vae victis , 22.06.2009 10:05

Zitat von herman
Es geht um die Renten zur Wendezeit.


Laut Bild gilt folgendes:

In Antwort auf:
Konkret in Euro und Cent heißt das: Nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung bekommen Männer in den alten Bundesländern mit 65 Jahren im Schnitt eine „Regelaltersrente“ von 781 Euro ausgezahlt. Die Ost-Rentner kriegen 1127 Euro.

Bei den Frauen ist der Abstand noch größer – im Westen gibt es 352 Euro, im Osten 608 Euro
(s. Tabelle).

Wie kommt dieser Unterschied zustande?

• Grund Nr. 1: Ost-Rentner können meist eine längere Lebensarbeitszeit vorweisen! Prof. Bert Rürup, Chef der Wirtschaftsweisen: „Rentner in den neuen Ländern haben bei Eintritt in den Ruhestand im Schnitt 45,1 Jahre gearbeitet, im Westen 40,3 Jahre. Bei Rentnerinnen sind es 37 Berufsjahre im Osten, im Westen nur 26,1 Jahre.“

• Grund Nr. 4: Rentenerhöhungen im Osten! Rürup: „Um die gesetzliche Altersvorsorge schnell zu vereinheitlichen, sollte das Rentenniveau in den neuen Ländern, wie im Einigungsvertrag beschlossen, zügig an das westdeutsche angepasst werden.“ 1991 wurden die Renten im Osten zweimal um 15 % erhöht, 1992 um 11,65 % und 12,73 %, 1993 gab’s weitere 14,12 % mehr.

Wird der Renten-Unterschied zwischen Ost und West immer größer?

Nein. Denn pro Jahr Beitragszahlung gibt es im Westen immer noch mehr Rente als im Osten: Für ein Jahr Arbeit zum Durchschnittslohn erwirbt man im Westen einen Rentenanspruch in Höhe von 26,13 Euro im Monat, im Osten dagegen nur 22,97 Euro.

Das heißt: Nach 45 Beitragsjahren hat ein ostdeutscher Durchschnittsverdiener 1033,65 Euro Standardrente, 142,20 Euro im Monat weniger als der westdeutsche.





http://www.bild.de/BTO/tipps-trends/geld...ten-westen.html






etwas stößt mir bei " Grund 2 auf "

die unterschiedlichen lebensarbeitszeiten mögen noch eine erklärung sein, aber wie erklärst du mir den unterschied volkswirtschaftlich.

1.) haben ost-rentner nicht so viel verdient wie im westen
2.) haben sie nicht die hohen sozialen abgabeleistungen gehabt wie die westrentner.
3.) die ost währung hatte keinerlei bedeutung für die westliche welt, erst recht nicht für die Deutsche mark und folglich war sie wertlos für die Deutsche rentenkasse.


bitte verstehe mich nicht falsch, aber ganz in ordnung ist die bevorzugung der ostrentner nicht, vor allem da man weis, das die biografien
und desweiteren die berufsbezeichungen selten mit der westlichen berufsbezeichung zu vergleichen war.

mir geht es nicht darum neid zu schüren, aber man sollte auch nicht so tun als wenn alles normal hier abgelaufen ist.
ich denke eher man hat in vielen fällen politisch entschieden, weil man keinen ärger mit den ostbürger haben wollte, man hat sie auf
diese art gekauft und der westrenter zahlt dafür weil der sich nicht wehren kann und wird.


Ich bin das Abbild meines Gottes und folglich mache ich fehler so wie " Er ",
nur nicht so große.

vae victis  
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RE: Monika Maron geht das Gejammere der Ossis auf den Keks

#30 von Weilheimer , 22.06.2009 13:33

Zitat von vae victis

mir geht es nicht darum neid zu schüren, aber man sollte auch nicht so tun als wenn alles normal hier abgelaufen ist.
ich denke eher man hat in vielen fällen politisch entschieden, weil man keinen ärger mit den ostbürger haben wollte, man hat sie auf
diese art gekauft und der westrenter zahlt dafür weil der sich nicht wehren kann und wird.


Es wird aber eine Neid-/Verteilungsdiskussion lieber vae victis! Eigentlich müsstest du es auch besser wissen, der Staat hat nichts in der Vergangenheit aufgespart, um die heutigen Renten und deine Rente zu zahlen. Das Geld kommt von denen die momentan arbeiten und Sozialbeiträge zahlen, also auch von den Ostdeutschen.
Man könnte den Altbundis nun vorwerfen, in der Vergangenheit etwas faul, was das Kinder kriegen angeht, gewesen zu sein und nur an ihre Karriere gedacht zu haben und dadurch immer weniger Zahler produziert zu haben. Das nun die Ostdeutschen mit ihrer gesunden Bevölkerungsstruktur wieder eingemeindet wurden, ist dabei mehr als ein Glücksgriff für Deutschland.
Es ist nun auch ein Fakt, das in Ostdeutschland die Netto-Rente geringer ist als im Westen, denn Betriebsrenten konnten sich die Menschen im Osten nicht aufbauen. So ein System gab vor 1989 nicht, und die Masse der Betriebe sind ja den Bach runter gegangen.
Hinzu kommt dann noch das die alte Bundesrepublik jahrzehntelang von Ostdeutschland profitiert hat. Die Ostdeutschen haben die Reparationen nach dem 2. Weltkrieg an die Sowjetunion allein aufbringen müssen, dabei wurden komplette Industrieanlagen und auch Gleise in Ostdeutschland abgebaut und die SU gebracht.
Der Westen dagegen bekam als Starthilfe den Marschallplan und konnte sich am Wirtschaftswunder erfreuen.
Dann war die ehemalige DDR auch viele Jahre lang, die billige Werkbank für Produkte aus dem Quelle-Katalog. Der Ostdeutsche hat billig gearbeitet, damit sich der Westdeutsche was leisten konnte.
V.V., das alles solltest du auch berücksichtigen, wenn es um die Renten in Deutschland geht.


Wenn eine Frau nicht spricht, soll man sie auf keinen Fall unterbrechen.

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