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spiegel online über Hoyerswerda

#1 von Minimal , 24.07.2009 11:17

Wehmütiger Beitrag über Hoyerswerda

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,636417,00.html

Bringt keine neuen Erkenntnisse, lesen tu ich sowas trotzdem immer.


 
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#2 von peppe , 24.07.2009 11:46

@Sie brachten mal vor 1-2Jahren einen Film von Ostdeutschlandsdörfern und Städten das fast nur noch Alte leute dort gibt die vereinsamen und die gestrandeten an der Flasche hängen Sehr eindrucksvoller Film war dies und so sehe ich Ostdeutschland auch heute!! Leider
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#3 von kirschli ( gelöscht ) , 24.07.2009 13:22

Also es stimmt schon das die Bevölkerung schwindet auch hier in Görlitz. Das aber alle nur noch an der Flasche hängen ist ja wieder mal stark Übertrieben!! Wer kann haut ab und da hat die Regierung eine sehr große Mittschuld. Denn alle die nicht fort gehen werden ja als Asozial und Faul bezeichnet oder als nicht Flexibel genug! Wer sich aber hier eine Existens aufgebaut hat und sogar noch ein Häuschen hat ,warum soll der seine Heimat verlassen. Wärend die Bundestagabgeordneten von Bonn nach Berlin kosten los hin und her geflogen werden, das vergessen viele leider.Und das auf Kosten des Steuerzahlers, forscht doch mal nach, wie viele ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben als nach Berlin umgezogen wurde und was dehnen alles geboten wurde!!!!!

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten


Wanderin zwischen zwei Welten http://www.youtube.com/watch?v=ztQYImOwY...laynext_from=PL

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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#4 von ossipower , 24.07.2009 14:09

ja so ist es leider die haben und bekommen noch alles in den arsch geblasen . zum wohle des deutschen volkes . lol oder besser doppel lol. mfg

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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#5 von peppe , 24.07.2009 14:17

@Kirschli..........dies brachten Sie im Filmdas sind nicht meine Worte!!! Wenn mich nicht alles täuscht wurde sogar in deiner alten Heimatecke gedreht
Ja und das die andern hin und hergeflogen werden gibt es auch im 2010 noch eine erhöhung der Mwst. ganz gut
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#6 von mathias , 24.07.2009 14:47

Alter Hut..
und fern der realität..
Komisch, das grade Potsdam, und der Speckgürtel wächst, und gedeit.
Klar, die Wirtschaftskrise wird uns auch etwas zurück werfen, aber nicht so stark, wie die Boomregionen im Süden, die ja mehr auf die Weltkonjunktur angewiesen sind, und es daher härter treffen wird.
Ich habe die medien, und objektive Berichterstattung zum Thema Ostdeutschland aufgegeben..


Spürst du es in dir? Wie uns das Leben erfüllt mit Glück? Wir alle sind hier zu leben unser Geschick. Sing ein Lied! Vergiss die Sorgen, wenn ein Tag zu Ende ist! Komm vertrau auf morgen, weil das Leben es uns verspricht!

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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#7 von Weilheimer , 24.07.2009 16:28

Was der Spiegel da bedauert, war 1989 mit Einführung der D-Mark absehbar. Jeder der in Stabü besser als 4 war, konnte sich das im voraus ausmalen. Die Mehrheit der DDR-Bevölkerung hat den Kapitalismus gewählt und nun müssen heute mit den Konsequenzen leben. Eine große Masse unserer Landsleute wollte die D-Mark, aber weiter so arbeiten wie in den Glanzzeiten der DDR. Die D-Mark und der Euro stehen für Leistung, was man heute verdient ist richtiges Geld, von dem man sich, soweit man genug davon hat, auch etwas leisten kann. Was mich an unsere "Alten" immer aufregt, ist das sie behaupten "sie hätten doch immer gearbeitet". Das mag ja vielleicht auch stimmen. Nur war diese Arbeit eben nicht produktiv genug, weil es in den DDR Betrieben oft "Leerlauf" gab, der manchmal auch von den Werktätigen "organisiert" wurde. Auf schwäbisch "die haben im Dreieck geschafft". An anderer Stelle in diesem Forum habe ich bereits schon einmal beschrieben, was ich damit meine. Eine direkte Folge dieser unproduktiven Arbeit, teils durch die Planwirtschaft, teils durch eine schlechte Einstellung zur Arbeit (mit dem verdienten Geld konnte man ja fast nichts kaufen) war der Niedergang des Staates DDR.
Der Kapitalismus steht für Effizienz und Wettbewerb. Alles was sich nicht rechnet, wird entweder verstaatlicht oder dicht gemacht. Weil es in der DDR sehr viele ineffiziente Betriebe gab, wurden auch viele Betriebe geschlossen mit den Folgen für Ostdeutschland. Solche Bevölkerungsverwerfungen sind auch nicht Besonderes. Von der Presse wird das nur hochgespielt und ändern wird sich deswegen auch nichts. Italien hat die gleiche wirtschaftliche Situation, strukturstark im Norden und ein schwacher Süden. Es kräht kein Hahn danach, wenn die jungen Menschen in Süditalien ihre Heimat verlassen. Wer sich dafür entscheidet,in der Heimat zu bleiben, aus welchen persönlichen Gründen auch immer, kann sich hinterher nicht beklagen, das er kleinere Brötchen bäckt. Auch wenn es von den Bürgern Ost keiner glaubt, so ein Umzug in die Fremde, ist nicht "ohne" und damit sind nicht nur die Umzugskosten gemeint. Jeder der im Leben was erreichen will, muss sich heute "drehen" und beweglich sein und das auch noch im höherem Alter.



In Our Darkest Hour. In My Deepest Despair. Will You Still Care? Will You Be There? In My Trials And My Tripulations. Through Our Doubts And Frustrations. In My Violence. In My Turbulence. Through My Fear And My Confessions. In My Anguish And My Pain.Through My Joy And My Sorrow.In The Promise Of Another Tomorrow. I'll Never Let You Part. For You're Always In My Heart.

 
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#8 von Daniel-Langi , 24.07.2009 16:33

Zitat von peppe
@Sie brachten mal vor 1-2Jahren einen Film von Ostdeutschlandsdörfern und Städten das fast nur noch Alte leute dort gibt die vereinsamen und die gestrandeten an der Flasche hängen Sehr eindrucksvoller Film war dies und so sehe ich Ostdeutschland auch heute!! Leider
Peppe



So ist das in meiner alten Heimat und Geburtstadt Schleiz auch so, trotz der Rennstrecke ist Schleiz ne richtige Rentnerstadt geworden.
Die ganze Jugend, ( auch ich ) sind oder machen von dort weg.

Gruß Daniel


" Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, frag nach Salz & Tequila ;-)

 
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#9 von peppe , 24.07.2009 18:09

Weili.........der Satz ist spitze Auch wenn es von den Bürgern Ost keiner glaubt, so ein Umzug in die Fremde, ist nicht "ohne" und damit sind nicht nur die Umzugskosten gemeint. Jeder der im Leben was erreichen will, muss sich heute "drehen" und beweglich sein und das auch noch im höherem Alter.[/quote] Bravo!!
Sch... auf das eigen Häusschen .........es bremst oft nur dein Leben wäre meine Satz noch dazu, damit man frei und beweglich bleibt!!
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#10 von kirschli ( gelöscht ) , 24.07.2009 19:14

peppe wenn alle so denken würden , wo kämen denn dann die Mitwohnungen her


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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#11 von Weilheimer , 24.07.2009 19:20

Pepe, das muss jeder mit sich selbst ausmachen, was ihm wichtiger ist. Wenn man sich für sein Grundstück mit Haus in der Heimat entscheidet, kann man hinterher nicht rumjammern, weil man nicht flexibel genug auf den heutigen Arbeitsmarkt reagieren kann und am Ende Hartz 4 Empfänger mit eigenem Haus ist. Ich habe auch kein Haus, werde mir auch kein Wohneigentum zulegen, auch wenn es eine tolle Altersvorsorge sein soll, allerdings mit erbärmlicher Rendite. Aus heutiger Sicht werde ich als Rentner wieder in Ostdeutschland leben oder noch weiter östlich in Thailand.



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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#12 von mathias , 24.07.2009 19:26

OT einschub:
Welli..

"Die D-Mark und der Euro stehen für Leistung, was man heute verdient ist richtiges Geld, von dem man sich, soweit man genug davon hat, auch etwas leisten kann."

die Monetaire Basis des Euro besteht zu ca 70 % aus dem Dollar..
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com...bare-summe.html
und der wird grade gedruckt, dass die schwarte kracht..
Ob das dann ein solides Währungssystem ist, wenn sich die Monetaire Basis grade selbst in Luft auflöst..
da ist skepsis angebracht!

"Der Kapitalismus steht für Effizienz und Wettbewerb."
Wir erleben grade eine so gewaltige Überproduktionskrise, dass man da wohl nicht von effizienz sprechen kann..
ehr im Gegenteil!
So eine Kollarbierung habe ich nur einmal erlebt, und das war, als das Ende der RGW passierte, und wie da, wird sich unsere Wirtschaft auf Jahre (um auf die Ausgangswerte von 2008 zu kommen, werden wir zwischen 2015-2017 brauchen, voraussetzung, dass die Politik nichts dummes macht, und wir ab 2011 wieder ein solides Wirtschaftswachstum zwischen 1-2% jährlich hinbekommen..) nicht erholen..

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:S...544182.html?p=1

nichts gegen deine Meinung, noch vor ein zwei Jahren habe ich da durchaus ähnlich gedacht, aber wenn man sich dann mehr mit den Hintergründen beschäftigt, dann mutet das ehr anders an..

PS:
bzgl Kaufkraft..
Der Zloty war eh nie eine harte Währung, und wurde in Folge der Schocktherapie nochmals um 25% abgewertet.
Zwischenzeitig hat er sich bei seinen höchstwerten auf 3:1 zum Euro angenährt, und infolge der Krise wiederum auf 4,5:1 abgesackt..
diese Tatsache hat sich nicht als nachteil erwiesen, und mittlerweile kann man davon ausgehn, dass der Zloty und Polen wohl die Krisengewinner sind..
http://www.ftd.de/politik/europa/:Stolz-...ung/542607.html


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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#13 von Weilheimer , 24.07.2009 19:40

Jeder der mal ein bisschen im Kapital von Marx gelesen hat, weiß das die wirtschaftliche Entwicklung im Kapitalismus zyklisch verläuft. Es kann nicht jahrelang Zuwächse geben, es geht auch abwärts, wie man gerade feststellt. Es ist eine der Schattenseiten des Kapitalismus, das er diese Krisen nicht beherrschen und verhindern kann. Es ja schon viel viele Unternehmen eine Krise, wenn sie den gleichen Umsatz vom Vorjahr erreichen. Es gibt noch genügend Unternehmen, die in der "Krise" einen Gewinn erwirtschaften oder sogar davon profitieren. Die Japaner hatten 10 Jahre lang eine Krise und es ist keine Hungersnot ausgebrochen. Ein älterer Herr, schon weit über 70 hat mir vor kurzem erst gesagt, ein großer Teil dieser Krise findet in den Köpfen statt und wird durch die Medien transportiert.



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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#14 von Minimal , 24.07.2009 20:24

Das Dilemma, an denen Marx und Engels litten, war, daß die scheinbar unmittelbar bevorstehende Revolution zu ihren Lebzeiten nicht stattfand. Daß nach 150 Jahren noch immer keine Umwälzung erfolgt ist (unter Vernachlässigung diverser Experimente), würde sicher selbst Marx' Fantasie übersteigen. Zu verhindern, dass die Armen verhungern und zu verhindern, dass sie sich selbst bewusst werden, ist scheinbar das Lebenselixier des Kapitalismus.


 
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RE: spiegel online über Hoyerswerda

#15 von mathias , 24.07.2009 20:35

im selben Glauben wie der 70 jährige, war ich noch 2001..
Und nur die wenigsten haben verstanden, dass die Agendapolitik nichts anderes war, wie eine reaktion auf die Rezession von 2000ff.
Was glaubst du wohl, was dann wohl als Antwort auf diese Konjunkturdelle erfolgen wird, wenn man dann nur ansieht, dass in der Zeit das BIP um nur 0,5% schrumpfte, und wir nun von 5,5-6,5% schrumpfung des BIP (in Zahlen: 2008 betrug das Deutsche BIP 3.667.513 mio. US Dollar) reden, und diesmal der Export wohl nicht so schnell anspringen wird, wie 2003 geschehn..ja sogar die primäre Achillespferse sein wird..

Das wird ein sauböses erwachen geben, zumal es diesmal vorallem Badenwürttenberg, Bayern, Hessen und Hamburg beuteln wird, wie kaum eine andere Region..
Wegbrechen der Wirtschaftlichen Basis dieser Länder?
Maybe..
VDMA rechnet mit 15-20% produktionsrückgang der Firmen, bis zu 1.500 Firmenpleiten, inkl dessen 50.000 und 60.000 Arbeitsplätze als Verlust..
http://4.bp.blogspot.com/_4bEaRUYaLZ4/Sk...Y/s1600-h/1.jpg
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com...nkturdaten.html
Automobilindustrie nach Abwrackprämie...usw usf..
Die Krise ist so real, wie die davor, nur um einiges derber..und könnte eine Industriewüste hinterlassen!

Hoffen wir, das sie nur halb so schlimm wird, wie die nackten Zahlen es andeuten, und selbst dann, wäre sie noch das bösteste, was ich mir bis dato vorstellen konnte..


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12.08.2009
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