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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#166 von delta , 20.08.2011 07:07

Zitat von Björn

Zitat von delta
nach und weiter........................









wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#167 von Björn , 20.08.2011 09:59

@ delta, was soll jetzt dein Beitrag mit "nach und weiter" eigentlich bedeuten???
Ist ja aber nichts Neues bei dir.


"Cantus Buranus" live auf Wacken 2010
http://www.youtube.com/watch?v=sh4Hedh84mw&feature=related

 
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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#168 von reporter , 20.08.2011 10:14

Bedauerlicherweise, oder soll ich sagen erwartungsgemäß, gab es Null Reaktion in diesem Forum, auf die Bemühungen von Axel Springer im Jahre 1958, den SED-Staat über eine Vereinbarung mit sowjetischen Besatzungsmacht dem Geltungsbereich des Grundgesetzes zuzuführen.

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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#169 von reporter , 20.08.2011 10:36

Zitat von Weilheimer
Klar gab es gute Dinge in der DDR, man sollte sich die Mühe machen, das konkret zu benennen. Ich fange mal an

Kinderbetreuung
Soziale Sicherheit
kostenloses Bildungssystem
zwischenmenschliche Beziehungen
bezahlbare Mieten
allgemeine Lebenshaltungskosten
Programme für kinderreiche Familien

wem noch was einfällt,kann es gern zufügen.



"Es war nicht alles schlecht", Mythen und Wirklichkeit.

Zitat
Fast zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung verschwimmt die Erinnerung an den SED-Staat zusehends. Selbst aufgeklärte Zeitgenossen, die die Diktatur noch am eigenen Leib erlebt haben, laufen immer wieder in die Fallen, die uns durch permanente Wiederholung zum alltäglichen Wissen gewordene Fehlurteile und Legenden über die DDR stellen. Besonders junge Leute wissen wenig über den Arbeiter- und Bauernstaat. So stellen deutsche Schüler der DDR ein erstaunlich positives Zeugnis aus. Vor allem ostdeutsche Jugendliche neigen zu posthumer Verklärung (Berliner Studie des Forschungsverbunds SED-Staat an der FU Berlin von Monika Deutz-Schröder und Klaus Schröder zum DDR-Bild von Schülern). Hier ist Abhilfe nötig, geht es doch um die Stabilisierung unserer Demokratie, um das Lernen aus der leidvollen Erfahrung von zwei Diktaturen auf deutschem Boden. Deshalb soll die beigestellte Übersicht als kleines Lexikon, das sich mit den aktuellen Mythen und Legenden zur Lebenswirklichkeit in der DDR befasst, dienen.



Also, aufgehts, hier sind die Fakten zusammengestellt:

http://www.kas.de/wf/de/71.6681/

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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#170 von Björn , 20.08.2011 11:06

War es denn tatsächlich so, wie der WELT-Artikel es schreibt? Gibt es unabhängige glaubhafte Zeugen oder Unterlagen für das Treffen?
Es geht schließlich um Axel Springer und seine Verlagsgruppe (zu der auch die WELT gehört), basierend tut alles auf Unterlagen und Aussagen der Axel Springer AG und es gibt verschiedene Versionen dieses Treffens in Moskau! Es gibt nämlich auch Berichte davon, daß Springer gar nicht Chruschtschow persönlich getroffen hat, anderen zufolge gab es nur ein sehr kurzes Interview
Wie es diese Verlagsgruppe (nicht nur BILD) öfters mit der Wahrheit nimmt, ist ja hinlänglich bekannt.
Außerdem kamen vor der Wende ca. 50% aller Zeitungen aus diesem ("meinungsbildenden") Verlag oder seinen Beteiligungsunternehmen. An mehreren Zeitungen in den neuen Bundesländern ist er ja auch in verschiedener Anteilsstärke vertreten.

Ändern tut es heutzutage aber nichts mehr, egal ob das Treffen stattgefunden hat oder nur eine Geschichte von Axel Springer war. Das er sich dem Kampf gegen die "Ostblockstaaten", den Kommunismus und gegen die Linken verschrieben hat, ist ja bekannt.


"Cantus Buranus" live auf Wacken 2010
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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#171 von delta , 20.08.2011 12:16

Zitat von Björn
@ delta, was soll jetzt dein Beitrag mit "nach und weiter" eigentlich bedeuten???
Ist ja aber nichts Neues bei dir.



Björn
ich bin immer wieder erstaunt über gewisse Humorlosigkeit.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#172 von Smithie23 , 20.08.2011 12:18

Also wenn meine Eltern mir erzählen, dass es damals günstiges Schulessen, Hort und Kindergartenplätze für JEDEN und gute medizinische Betreuung für JEDEN gab, dann bin ich wohl ein verklärter junger Ossi, weil ich das gut finde, obwohl es aus nem Unrechtssystem stammt ?? Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen im Westen noch Dingen aus der Diktatur von 1933 - 45 nachtrauern ... wenn ich die Autobahn gut finde, dann bin ich wohl auch ein verklärter Verfechter dieses Systems ??

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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#173 von delta , 20.08.2011 12:29

Nein Smithie
nicht alles war schlecht in der vergangeheit hüben und drüben.
Das problem im Westen ist und war, das man glaubt/e das wir erstens
die ganze Welt ernähren können und zweitens den Bürger auch für die
unsinnigsten Projekte das Geld aus der Tasche ziehen kann und das mit
dem Recht, das man vom Volk gewählt wurde.
Das ist der große Irrtum der Volksvertreter.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#174 von Smithie23 , 20.08.2011 12:37

Genau das ist DAS was ich nicht verstehe. In BaWü, die nun nicht wirklich für ihre Protestkultur bekannt sind, geht man wegen nem Bahnhof auf die Straße, anstatt mal für gerechte Löhne und Reformen im Gesundheitswesen einzutreten. Aber der Deutsche geht eben nur wegen den Sachen auf die Straße, die ihn persönlich betreffen. Wenn der Nachbar verhungert, ist das scheinbar nicht so wichtig, wie ein unterirdischer Bahnhof, der vielleicht 20 Km von Grundstück des Streikenden entfertn ist.


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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#175 von Weinböhlaer , 20.08.2011 13:10

Hey Reporter,

haste im Osten gelebt oder willste es uns nur glauben machen, biste am Ende ein Troll ,
mir scheint es es so.


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugschare schmiedeten,
pflügen nun für die, die ihre Schwerter behielten.

 
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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#176 von BesserWessi0815 , 20.08.2011 13:21

den von Reporter genannten Link: "DDR Mythos und Wirklichkeit" finde ich sehr interessant,
in der Spalte (rechts) gibt es noch eine Navigationsleiste zu den einzelnen Themen:
"Altersarmut - Antifaschismus - Arbeiterstaat - Besserer deutscher Staat - Demokratischer Staat - Drogenproblem - Friedensstaat - Geheimdienst - Gerechtigkeit - Gesundheitssystem - Gleichberechtigung der Frau - Kirchen in der SED-Diktatur - Lebensstandard - Mauerbau - Neonazis - Religionsfreiheit - Sozialismus - Sport - Staat im Staate - Studium - Umweltschutz - Vermögensverteilung - Wohnraum + Wirtschaftsmacht - Wirtschaftliche Benachteiligung"

Parallelen dieser Eindrücke finden sich im Forum massiv wieder und werden dadurch sogar noch glaubwürdiger.

"Echte Ostalgiker" sollten sich dort besser nicht einlesen.... könnte das Weltbild ins Wanken bringen... und wie man an diversen Anfeindungen gegenüber reporter in diesem Forum ablesen kann - tun sie es auch nicht.

ich weiß nicht, warum so viele "Ossis" sich meinen rechtfertigen zu müssen, manche Dinge waren eben so wie sie waren - fertig! es muss sich doch niemand für eine glückliche und unbeschwerte Kindheit rechtfertigen, gerade wenn die eigene Familie nicht betroffen war, dass es aber "Einzelne" gab, die mehr als nur schöne Kindheitserinnerungen haben, sollte auch respektiert werden.


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#177 von Björn , 20.08.2011 15:16

Zitat von BesserWessi0815

... es muss sich doch niemand für eine glückliche und unbeschwerte Kindheit rechtfertigen, gerade wenn die eigene Familie nicht betroffen war, dass es aber "Einzelne" gab, die mehr als nur schöne Kindheitserinnerungen haben, sollte auch respektiert werden.


Natürlich gab es genügend negative Fälle quer durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten in der DDR!
Man sollte aber auch nicht die Negativ-Fälle als einzig wahren Allgemein-Zustand deklarieren und diejenigen, die ein "normales" Leben in der DDR hatten als Schönredner und Ostalgiker betiteln!
Was soll diese negative abwertende Verwunderung in den Medien, wenn die meisten Ex-DDR-Bürger die Frage "ob sie damals wie in einem Gefängnis gewohnt haben", verneinen Die Fragesteller waren scheinbar noch nie in einem Gefängnis drin

Zitat von Weilheimer
Klar gab es gute Dinge in der DDR, man sollte sich die Mühe machen, das konkret zu benennen. Ich fange mal an
Kinderbetreuung
Soziale Sicherheit
kostenloses Bildungssystem
zwischenmenschliche Beziehungen
bezahlbare Mieten
allgemeine Lebenshaltungskosten
Programme für kinderreiche Familien
wem noch was einfällt,kann es gern zufügen.


Das diese von Weilheimer z.B. genannten Sachen nur Mythos sind, findest du auf dieser Seite der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung aber auch nicht bzw. nicht belegt, oder habe ich da was überlesen??
Zum Beispiel Altersarmut: damals waren Rentner trotz niedriger Renten nicht auf die "Tafeln" und andere Almosen angewiesen, heutzutage sieht das bundesweit anders aus! Letztes Jahr waren schon je nach Region 10-20% der Rentner auf sogenannte "Tafeln" und Sozialläden angewiesen
Hier noch was zum Thema Altersarmut:
http://www.pflegewiki.de/wiki/Altersarmut
http://www.heise.de/tp/blogs/8/150300

PS: mich stört an mehreren Stiftungen, daß sie mit den öffentlichen Geldern, die sie zur Finanzierung erhalten, gezielt parteipolitisch im In- und Ausland agieren.


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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#178 von delta , 20.08.2011 15:27

Zitat von Smithie23
Genau das ist DAS was ich nicht verstehe. In BaWü, die nun nicht wirklich für ihre Protestkultur bekannt sind, geht man wegen nem Bahnhof auf die Straße, anstatt mal für gerechte Löhne und Reformen im Gesundheitswesen einzutreten. Aber der Deutsche geht eben nur wegen den Sachen auf die Straße, die ihn persönlich betreffen. Wenn der Nachbar verhungert, ist das scheinbar nicht so wichtig, wie ein unterirdischer Bahnhof, der vielleicht 20 Km von Grundstück des Streikenden entfertn ist.




Siehst du Smithie das ist das was ich auch meine.
Nehmen wir ein Beispiel Achtung nicht persönlich nehmen gilt für allehier im Forum wird immer darauf hingewiesen das man nicht vom Thema abweichen soll,
nun ist aber so das viele Themen ineinandergreifen so auch in der Politik und genau hier wird aber oft etwas vermengt was wirklich nicht miteinander zu tun hat.
Auch Gewerkschaft ist politik und hier wird das Mitglied seit Jahrzehnten mißbraucht.
Die Gewerkschaft ruft am 1 Mai eines jeden Jahres zu Maikundgebungen auf und sie sollten in erster Linie für das Soziale in der Familie und in der Arbeitswelt
auftreten, was aber machen sie .... Für Menscenrecht in der Welt, für die Atompolitik, für grüne Imweltpoliitk und so weiter und so weiter. Dabei werden die von mir
genannten Themen aber extrem vernachlässig. Das Soziale Element in Deutschland tritt dabei total in den Hintergrund. Entweder geht es den Deutschen wirklich noch zu
gut oder er merkt noch immer nicht das man Ihn verscheissert. Dem Staat ist das willkommen., Das die probleme ablenken von der Familien und Arbeitswelt abgelenkt werden.
In wie weit hier die paralellen zu DDR zeiten laufen weis ich natürlich nicht, aber ich könnte mir vorstellen das hier durchaus änliches ablief.
Zum Bahnhof denke ich das es nicht um den Bahnhof als solches geht, sondern rein um dessen Kosten die gewaltig sind und auch gelogen wird über dessen wirklichen Gesamtkosten
in einer Zeit wo der Staat pleite ist.


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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#179 von Andrea42 , 20.08.2011 15:51

Zitat von kalteschnauze
....heute in riesen lettern für sehschwache... "fritz? wepper wird mit 70 vater ...



Jepp... sowas kommt immer gut, jaaaaaaaaaaaannnnz wichtig zu wissen... aber ich sag immer, jeder, wie er mag, gibt ja auch welche die "Gala" und "Bunte" lesen ... da kann ich nun gar nix mit anfangen, weil es mir da hochkommt, wenn ich, wie im Mom an Ostafrika denke, dann kann ich die "Probleme" der High Society nicht ohne Brechreiz ertragen...


"Komm essen wir Opa" - Satzzeichen retten Leben!!

Leute, die am höchsten stehn, müßten auch am weitsten sehn. Wenn's in solcher Wolkensphäre nur nicht oft so neblig wäre!

 
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RE: 13. August Ein Tag der Freunde und der Trauer

#180 von reporter , 20.08.2011 16:12

Zitat von Björn

Zum Beispiel Altersarmut: damals waren Rentner trotz niedriger Renten nicht auf die "Tafeln" und andere Almosen angewiesen,



'Angewiesen' ist da keiner. Es ist ein zusätzliches Angebot. Heute muß keiner unter Grundsicherungsniveau (etwa Hartz IV) leben, denn wer weniger hat, wird auch hier auf Grundsicherungsniveau angehoben.

Die 'Mindestrenten' in der DDR wurden selbstverständlich nicht thematisiert.

Die Mindest-Rente betrug in der DDR (in OstMark):


1949 1950 1953 1956 1959 1964 1968 1971 1972 1976 1979 1984
55 65 75 105 115 120 150 160 200 230 270 300

Mehr als ein Ausflug mit der Volkssolidarität in die Bezirkshauptstadt zum Haus der DSF war da auch nicht drin.


Björn rechnet schonmal aus, was er dann lieber gehabt hätte.

Mal davon abgesehen, daß die ganze Schoose nicht mehr funktionierte und de Maiziere auf Beitritt drängte, weil er auch diese Renten nicht mehr bezahlen konnte.


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