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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#16 von Weilheimer , 25.10.2009 17:55

Zitat von Wega

Du verhältst dich zu dem mir unterstellten Alten völlig diametral und damit pubertär!



Manche haben es nötig, durch übermäßigen Gebrauch von Fremdwörtern Intelligenz vorzutäuschen, ich nicht.



 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#17 von queeny , 25.10.2009 18:02

Wie heißt noch das Thema Fremdworte und was man damit sagt oder nicht sagt

Oder MJ gegen Wega aus dem Unsiversum Obwohl MJ ja um die Wega kreisen könnte. Mal so ganz theoretisch und diametral gesagt.

Tsss.


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#18 von Wega , 25.10.2009 18:06

Zitat von Weilheimer

Zitat von Wega

Du verhältst dich zu dem mir unterstellten Alten völlig diametral und damit pubertär!



Manche haben es nötig, durch übermäßigen Gebrauch von Fremdwörtern Intelligenz vorzutäuschen, ich nicht.




Was man nicht beherrscht kann man auch nicht benutzen, Weili!


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#19 von queeny , 25.10.2009 18:26

Wäre es nicht adäquat, den Usus heterogener Termini zu minimieren

Damit es für Otto-Normalo auch verständlich bleibt.


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#20 von Ines 64 , 25.10.2009 18:40



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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#21 von Weilheimer , 25.10.2009 18:49

Womit wir nun beim Bildungssystem angekommen sind. In den DDR einen Hochschulabschluss zu erlangen, hing nicht vom Geldbeutel der Eltern ab, denn Bildung war kostenlos. Das Bildungssystem war eine Errungenschaft und wurde so 1:1 von den Finnen übernommen, welche heute damit sehr erfolgreich bei PISA Studien sind.
In der BRD heute bekommt nur der gute Bildung, dessen Eltern sich private Schulen leisten können, was staatlich angeboten wird, kann man trotz Studiengebühren den "Hasen" geben. Die Hauptschule ist der größte Müll im Bildungssystem vom heutigen Deutschland, das was dort rauskommt, hat von Goethe und Schiller nichts gehört und kann noch nicht mal richtig schreiben.


 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#22 von queeny , 25.10.2009 19:00

Da muss ich aber vehement widersprechen, Weili. Ob Realschule oder Gymnasium - sehr viele Abgänger von dort beherrrschen nicht die Orthographie. Die Interpunktion erwähne ich erst gar nicht.

Ich selbst bin Lehrern gegenüber immer skeptisch. Ich finde aber auch, dass bei Bildung, insbesondere Schulbildung betreffend, die Elternhäuser gefragt sind. Auch wer wenig Geld hat, kann seinen Kindern Bildung vorleben und beibringen.

Wer liest denn heute beispielsweise noch großartig seinem/seinen kleineren Kind/Kindern noch vor. Nur wenige. Das Fernsehen ist Ersatz. Mit Micky Mouse & Co ist keine Bildung zu erreichen.

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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#23 von Weilheimer , 25.10.2009 19:14

Queeny meinst du im Ernst, wenn du deinem Kind Büchern vorliest, kannst den Ausgleich zu einem kranken Bildungssystem schaffen. Das klappt noch in der Grundschule, später musst du deinem Kind aktiv eine Schule aussuchen, damit es Chancen hat. Die Klassen in staatlichen Schulen sind mit fast 30 Schülern viel zu groß, bei solchen Klassenstärken kann der Lehrer nur Unterricht nach Vorschrift machen, ohne Rücksicht darauf, ob es der letzte begriffen hat. Das dem so ist, frustriert und demotiviert auch die Lehrerschaft. Die Lehrer sind im Durchschnitt auch viel zu alt und deswegen mit Verlaub gesagt, etwas knorrig. Es ist Tatsache so, das ein Lehrer der IT unterrichtet, weniger Fachkenntnisse hat, als ein Schüler der in seiner Freizeit eine Warezseite codet oder Admin eines Forums ist.


 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#24 von Minimal , 25.10.2009 19:21

Zitat von queeny
Auch wer wenig Geld hat, kann seinen Kindern Bildung vorleben und beibringen.
queeny



Es ist jedoch eine Tatsache, daß sich die Undurchdringlichkeit der gesellschaftlichen Schichten schon und gerade beim Bildungssystem zeigt. Tendentiell werden die Kinder von Geringverdienern ein schlechteres Bildungsniveau erreichen, als die Kinder von Akademikern. Gute Vorsätze - schön und gut. Die Statistiken zeigen, wie es wirklich läuft.

 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#25 von queeny , 25.10.2009 19:27

Es muss sich halt was in den Köpfen ändern. Auch dazu sind die Medien da! Die Mensche erinnern, dass da kleine Menschen neben ihnen sitzen, die wissbegierig sind. Schließlich werden Kinder so geboren. Alles andere wird anerzogen.

Auch diese sogenannten Privatsender sollten ihr Niveau erhöhen. Kleistern mit ihren dümmlichen Sendungen den Leuten die Hirne zu. Muss es rund um die Uhr TV geben? JUX 24 Stunden und das jeden Tag im Jahr?




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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#26 von queeny , 25.10.2009 19:39

Es war nur ein Beispiel, Weili.

Der Grundstock für eine Bildung wird im Elternhaus gelegt oder, wie in sehr vielen Fällen, eben nicht. Aufklärung junger Eltern ist dringend erforderlich und ein einheitliches Bildungssystem in ganz Deutschland mit identischen Lehrplänen und identischen Lehbüchern.

Es brennt in D bildungstechnisch. Man will nicht von anderen lernen. Schon gar nicht diese neue Koalition. Am Bildungssystem der DDR braucht keiner herumkritisieren. Es war nicht schlecht. Besser jedenfalls als das heutige.


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#27 von Minimal , 25.10.2009 20:08

Zitat von queeny
Es muss sich halt was in den Köpfen ändern. Auch dazu sind die Medien da! Die Mensche erinnern, dass da kleine Menschen neben ihnen sitzen, die wissbegierig sind. Schließlich werden Kinder so geboren. Alles andere wird anerzogen.

Auch diese sogenannten Privatsender sollten ihr Niveau erhöhen. Kleistern mit ihren dümmlichen Sendungen den Leuten die Hirne zu. Muss es rund um die Uhr TV geben? JUX 24 Stunden und das jeden Tag im Jahr?



Sag mal queeny, lebst du in einer Traumwelt? Was sind denn "die Medien" heute? Ich beschränke mich mal aufs TV. Da gibts die Privaten, und die machen genau eines: Bedürfnisse erzeugen und dann Bedürfnisse decken. Da geht es ausschließlich um die Kohle. Am besten verdient man mit billigen Serien, Reality TV und anderem eigenproduziertem Zeugs. Da kann man es sich nicht leisten, zu bilden, denn mit Bildung liefe man Gefahr, schlechte Quote zu machen. Klar, muss das aus deren Sicht 24 Stunden am Tag laufen und soll sich auch niemals ändern. Dann haben wir die Öffentlichen. Wenn man ARD+ZDF vor 22:00 einschaltet, merkt man oft gar nicht, daß man nicht im Kommerz-TV ist, denn denen haben sie sich weitgehend angeglichen, auch aus Angst vor der Quote. Lichtblicke gibts bei den Öffentlichen überall mal, auf den Dritten, versteckt im Nachtprogramm, auf arte, phoenix...

Andere haben es hier auch schon geschrieben und wenn du nach Italien oder Amerika guckst, siehst du, wie weit es gehen kann: niemand von den Mächtigen oder den Vermögenden hat ein Interesse daran, die Bevölkerung in irgendeiner Art und Weise aufzuklären, bessere Menschen aus Ihnen zu machen, sie schlau zu machen. Die lachen sich ins Fäustchen, daß man auch noch daran verdienen kann, sich ein dummes Wahlvieh zu züchten.

Foren wie dieses hier, und viele andere Webseiten im Internet - die sind ein Lichtblick. Weil hier kann jeder seine Meinung sagen, kann theoretisch viele erreichen und es kostet sogut wie nichts. Noch. Aber schärfere Gesetze, Abmahnwesen und weiß der Geier was, werden ihr ihriges tun, damit es keine unbeschriebenen Wände zum Bemalen mehr geben wird.

 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#28 von Knurlinse_51 , 25.10.2009 20:08

Zitat von Ines 64
Wir leben jetzt und heute.Erinnerungen an die Vergangenheit sind verschleiert und unreal. Man kann sich garnicht mehr wirklich in diese Zeit zurückversetzen. Es ist einfach zuviel in der Zwischenzeit passiert, um noch realistisch zu urteilen. Die DDR gibt es nicht mehr, um sie mit irgendetwas zu vergleichen.

Ich muss mich schon wundern über so ein Pauschalurteil. Wer und ob sich jemand wie an etwas erinnert, sollte jedem nicht nur hier im Forum, sondern überhaupt überlassen sein. Jeder hat seine "Geschichte", nicht Jede ist lustig aber auch nicht nur tierisch ernst. Was hier geschrieben steht, sind Sichtweisen Einzelner, die bei aller Unterschiedlicheit der Sicht auf die Dinge und - last but not least - der Idee dieses Forums wegen respektiert werden sollten.

Zitat von Schlawine
Es gibt in Deutschland unzählige Karitative Organisationen und noch mehr Möglichkeiten, sich aktiv und ehrenamtlich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, um genau diese (christlichen!) Werte zu wahren. Man muß nur seinen bequemen Hintern aus dem Sessel hieven und etwas tun.

Gut gebrüllt..., das tun auch - so wie ich - viele und nochmehr Menschen in diesem Land. Und Zivilcourage gibt es nicht minder. Auch DAS erfassen Videokameras an öffentlichen Plätzen und Einrichtungen. Nur ist es ziemlich unpopulär, in den Medien darüber zu berichten, weshalb mich Pauschalurteile über Faulheit und Desinteresse nicht wundern.


Man kann sich über ALLES ärgern, aber man ist nicht dazu verpflichtet.

 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#29 von joesachse , 25.10.2009 22:15

[quote="Knurlinse_51Gut gebrüllt..., das tun auch - so wie ich - viele und nochmehr Menschen in diesem Land. Und Zivilcourage gibt es nicht minder. Auch DAS erfassen Videokameras an öffentlichen Plätzen und Einrichtungen. Nur ist es ziemlich unpopulär, in den Medien darüber zu berichten, weshalb mich Pauschalurteile über Faulheit und Desinteresse nicht wundern.
[/quote]

Volle Zustimmung. Viele hier im Forum (mich gelegentlich einbegriffen) neigen immer wieder zu Pauschalierungen. Dies wird uns ja schließlich auch von den Medien tagtäglich eingetrichtert. Sobald man sich aber intensiv mit einem Thema auseinandersetzt, merkt man, dass Pauschalurteile fast immer falsch sind. Dabei ist es oft nicht nur eine Minderheit, sondern sogar die Mehrheit der mit Pauschalurteilen verurteilten Personengruppe, auf die dieses Urteil nicht zutrifft. Egal, ob Lehrer, Jugend, Frauen, Männer, Polizisten, Rechtsanwälte, Ärzte, Politiker...
Solche Pauschalurteile verhindern of auch wirliche Diskussionen über Probleme und Fragen unserer Gesellschaft.

Und noch ein Satz zum Thema Bildungspolitik: Solange unsere Schulen so wenig den Bedürfnissen der Gesellschaft genügen und solange nicht klar erkannt und auch definiert wird, dass die Schulen nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern auch einen Erziehungsauftrag haben, solange wird sich da wenig ändern. Glücklicherweise ist aber auch da einiges in Bewegung geraten, diese Dinge werden öffentlich diskutiert. Wir sollten die Erziehung der Kinder wieder als eine gesellschaftliche Aufgabe betrachten, so wie es früher in Ost und West war, im Osten unter politischem Vorwand, im Westen aus der Gemeinschaft heraus.

Gruß
JoeSachse


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter

#30 von queeny , 25.10.2009 23:47

Ich lebe in keiner Traumwelt, Minimal. Es sind meine Gedanken zu diesem Thema. Basta. Die Realität ist nicht menschenfreundlich. Und wenn ich hier meine Gedanken nicht mehr formulieren darf, auch wenn sie etwas idealistisch sind, dann wäre es ja wohl weit genug.

Es ist mir auch völlig schnurz, was beispielsweise bei den Amis abgeht. Es geht hier um unser deutsches Bildungssystem und es geht um Eltern, die ihre Kinder aus Bequemlichkeit verblöden lassen, was selbstverständlich nicht auf alle Eltern zutrifft.

Zuerst kommt das Elternhaus und legt die Grundlagen, erst danach kommt die Schule mit ihrem Bildungsauftrag.


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