...will ich mich hier einmal kurz vorstellen. Daten und Maße könnt ihr meinem Profil entnehmen. Ich bin 2001 in den "Westen" gekommen, erst zum Studium, anschließend nicht aus Not oder so, sondern total freiwillig hier geblieben, habe mir bewusst einen Job in Köln gesucht, weil ich das Großstadtleben kennenlernen wollte. Seitdem fühle ich mich hin- und hergerissen zwischen dem Leben, das ich mir hier aufgebaut habe und dem Leben, das ich in der Heimat zurückgelassen habe. Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, was ich bin. Wenn ich hier unterwegs bin, sagen alle: "Na, du bist aber nicht von hier" (aber richtig einzuordnen ist mein Dialekt wohl auch nicht mehr) und wenn ich nach Sachsen komme, muss ich mir anhören: "Du redest schon wie ein Wessi". Ich finds irgendwie lustig, fühl mich halt gesamtdeutsch. Mit den Kölnern komme ich gut zurecht, wahrscheinlich habe ich eine gewisse Grundjeckheit, die mir das Einleben erleichtert hat. Trotzdem ist Kontaktfinden allein in der Fremde natürlich nicht leicht. So aufgeschlossen sind auch die Rheinländer außerhalb von Karneval nicht (meine Nachbarn kenne ich nach fünf Jahren noch nicht - das wäre im Osten nicht passiert! Oder passiert das da heute auch schon?). Ich freue mich auf neue Kontakte hier im Forum und vielleicht auch außerhalb des Internets in der realen Welt. LG
chayenne
08.11.2009 20:31
RE: Weil es sich ja so gehört...
hi colonia,
nein bei uns im schönen osten passiert es noch nicht und wird es auch nie.dafür sind wir viel zu kontaktfreudig.zum glück:-) liegt einfach an der menatlität.kunterhalt dich da mal mit einem echten schwaben drüber(der ossis oder dergleichen keine vorurteile gegenüber hat) und lass dir das mal erklären.wohn mit nem wessi zusammen(wg) und für die ist das ganz normal das so ein kennenlernen egal welcher art (ewig)dauert.für unser einen ist es schwer denn wir lernen bei uns selbst beim einkauf im supermarkt neue leute kennen:-).und die nachbarn kenn ich spätestens nach ein zwei wochen bestens.schade das es hier so schwer ist.versteht glaub keiner so recht.
Das muss wohl an den Schwaben liegen. Ich habe keine Probleme neue Leute kennen zu lernen. Ob beim Spaziergang mit dem Hund, im Schwimmbad oder auch beim Einkaufen. Ich finde immer schnell Kontakt. Man muss den Leuten natürlich auch freundlich ins Gesicht schauen und nicht vor sich hin muffeln. Von solchen Leuten gibt es hier in Norden natürlich auch genug aber auf die lege ich auch keinen großen Wert
Schlawine ----------------------------- Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun. Orson Welles
Zitat von Schlawine ...Ich habe keine Probleme neue Leute kennen zu lernen. Ob beim Spaziergang mit dem Hund, im Schwimmbad oder auch beim Einkaufen. Ich finde immer schnell Kontakt. Man muss den Leuten natürlich auch freundlich ins Gesicht schauen...
Ja, mit Hund würde ich meine Nachbarn auch schon kennen ... Nein, nicht dass ich falsch verstanden werde: das ist keine Beschwerde, sondern eine Feststellung. Natürlich habe ich auch schon Leute kennengelernt. Und so ein bisschen genieße ich die Anonymität der Großstadt ja auch. Man kann tatsächlich stundenlang shoppen gehen, ohne jemanden zu treffen, den man kennt. Wenn ich in Zwickau bin und schlendere mit meiner Mutter durch die Stadt, grüßt die ständig links und rechts. Und dann so Kommentare: "...was macht denn die Gabi in der Stadt??? Die hat doch Krankenschein...!!!" Und dabei ist Zwickau ja auch nicht so klein. Also das vermisse ich nicht...
Es ist ja wirklich so , wenn Du jemanden kennenlernen willst , brauchst Du einen Hund oder ein Kind . Gerade auf den Spielplätzen haben wir viele Leute kennengelernt , die aber meist auch aus Neufünfland waren . Und wo Du nette Leute in Köln findest , die auch außerhalb des Karnevals gut drauf sind , weißt Du ja hoffentlich :
Hallo Colonia, herzlich willkommen in der Welt.'' Ich bin ganz neu hier (im Forum),genau genommen, mein erster Beitrag. Im Forum hab' ich mich auch noch nicht vorgestellt. Erst mal sehen ob es mir gefällt. Ich ge- höre in eine andere Altersgruppe (wie ich das so sehe). Mein Gang Richtung Westen fand 1963 statt, da war ich 22 und ich mußte noch über die Mienen klettern. Das war schon mal nicht einfach, dann kam noch das ungewohnte Leben, das war zu dieser Zeit sicherlich härter als jetzt. Aber bereut habe ich diesen Schritt nie. Ist der Anfang einmal gemacht, geht alles wie von selbst. Einige Jahre habe ich locker gelebt, Abenteuer gesucht (Seefahrt, Fernfahrer, Reisebus) in dieser Reihenfolge. Nach zehn Jahren dann das was sich gehört: Heiraten, Haus bauen, Baum pflanzen, Kind zeugen. Dazu habe ich 20Jahre gebraucht. Dann kam Scheidung,Haus verkauft, Harley gekauft und wieder raus in die Welt bevor der Deckel zugemacht wird. Mir ist eigentlich alles mehr oder weniger geglückt, habe viele Freunde und bin zufrieden. Und das wünsche ich Dir auch. Niemals den Kopf hängen lassen, aber auch nicht Augen zu und durch. Ein wenig mit Bedacht, dann klappt das schon. Viel Glück
Zitat von Ilrak ... Und wo Du nette Leute in Köln findest , die auch außerhalb des Karnevals gut drauf sind , weißt Du ja hoffentlich : http://www.knusperflockenstammtisch.de
Nee, also da war ich noch nicht, habe ich auch noch nicht von gehört, ehrlich gesagt. Aber wenn es passt, werde ich mich da doch mal blicken lassen. So als guten Vorsatz fürs neue Jahr ist das doch gut geeignet, oder...
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