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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#16 von joesachse , 21.11.2009 11:45

Wie schon im Forum berichtet habe ich im Gemeinschaftskundeunterricht meiner Kinder 2 x eine Stunde als "Zeitzeuge" Rede und Antwort gestanden, es war spannend und sehr interessant, ich denke, für beide Seiten.

Gruß
JoeSachse


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#17 von mutterheimat , 21.11.2009 12:09

Stimmt Joe und kalteschnauze, genau in dieser "Preisklasse" ist es auch gemeint, mit dem "einschlagen der Fachthemen in die Köpfe der Schüler". Genauso war es auch, mit unsern Wehrmachtsoffizieren und der BDM Frau, zum Thema 3. Reich und Geschichte. Und genau das ist der Fehler unserer Lehrer, Direktoren und Schulbosse bis ins Bildungsministerium. Die "Knobelbecher" mit dem gezielten und entsprechenden "Tritt" ORIGINALER Leute, wären da das richtige Mittel für diese neuen, alles ganz genau, wissenden Herrschaften.


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#18 von Kehrwoche , 21.11.2009 12:48

Es fragt sich nur, ob sich die Kinder in den Schulklassen (Migrantenanteil in den ABL ~30%) überhaupt so sehr für dieses Thema interessieren und ob es nicht u.U. sinnvoller wäre, in anderen Bereichen Interessen zu wecken. Ich denke da an Lesen, Schreiben und Rechnen.
Nicht jeder von uns ist in den Genuss gekommen, von Zeitzeugen Geschichten zu hören, z.B. über das Leben während des 3. Reichs, und groß geworden sind wir doch alle, oder?


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#19 von Colonia , 21.11.2009 18:57

Na gut, nach euern Antworten ist es scheinbar normal, dass Paulchen noch nichts über Sachsen und Gesamtdeutschland wusste... Richtig beleidigt bin ich dann also erst, wenn er es in vier Jahren zu den nächsten Bundestagswahlen immer noch nicht weiß... Lg

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#20 von Weinböhlaer , 21.11.2009 20:18

Interessant wäre mal, was wissen die Lehrer....... zu diesem Thema.

Jürgen

 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#21 von Weilheimer , 26.11.2009 18:29

Zitat von Weinböhlaer
Interessant wäre mal, was wissen die Lehrer....... zu diesem Thema.



Die jüngeren Lehrer haben nur Talkshow-Wissen über die DDR. Mein Sohn besucht gerade eine Berufsfachschule und eine Lehrerin hat dort scheinbar die Frage in den Raum gestellt, ob die Schüler lieber in der Demokratie oder in einer Diktatur, so wie in der DDR leben möchten. Allein diese Frage, ist mit Verlaub dümmlich, weil sie den Schülern vorgibt, was sie zu antworten haben. Weil die Schüler, meinen Sohn mal ausgenommen, nicht viel über die ehemalige DDR wissen, ist das ganze am Ende eine Huldigung des Gesellschaftssystems der Bundesrepublik Deutschland. Das Wissen über die DDR beschränkt sich bei vielen "Altbundies", wenn sie nicht gerade Verwandte in der DDR hatten, auf Mauer, Staatssicherheit, Care-Pakete in den Osten und den strengen Kontrollen an der deutsch/deutschen Grenze durch die Grenztruppen der DDR.
Sicher kann man weiter leben, wenn man nichts über die 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik weiß. Dieses Wissen kann unter Umständen sogar gefährlich sein, weil dieser Staat was soziale Belange, der Kinderbetreuung und dem Bildungssystem anging, einige Vorzüge gegenüber dem Kapitalismus hatte und man "anders" leben kann, als mit dem Kapitalismus. Ich denke von einigen Entscheidungsträgern heute, ist es nicht erwünscht, das Alternativen aufgezeigt werden. Auf der anderen Seite ist Wissen über die DDR Geschichtswissen und somit Allgemeinbildung.
Aufgrund der Tatsache, das uns in den nächsten Monaten und Jahren die Wirtschaft um die Ohren fliegen wird und es Massenentlassungen geben wird, einige Zahlen stehen ja heute schon im Raum, werden sich wieder einige Gedanken über eine Alternative zum Kapitalismus machen, welcher schon lange mehr keine soziale Marktwirtschaft mehr ist.


 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#22 von Weinböhlaer , 27.11.2009 20:25

Zitat von Weilheimer

Zitat von Weinböhlaer
Interessant wäre mal, was wissen die Lehrer....... zu diesem Thema.




Sicher kann man weiter leben, wenn man nichts über die 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik weiß. Dieses Wissen kann unter Umständen sogar gefährlich sein, weil dieser Staat was soziale Belange, der Kinderbetreuung und dem Bildungssystem anging, einige Vorzüge gegenüber dem Kapitalismus hatte und man "anders" leben kann, als mit dem Kapitalismus.




Sicher hast Du recht, aber das konfuse Bildungssysthem hier in Deutschland hat andere Gründe. Das kannst Du nicht am Kapitalismus fest machen.
Ich habe sehr gute Kontakte nach Frankreich, es ist auch kapitalistisch !
Da gehen alle die wollen ab dem 3.Lebensjahr in eine Kindereinrichtung, die können die französische Sprache wenn sie zur Schule kommen.
Dann gehen alle in eine Ganztagsschule und das bis zur 12. Klasse, die Verpflegung kostet den Eltern 2 € täglich.
Die Schulbücher gibt es kostenlos, es ist auch nicht so das für jedes neue Schuljahr neue Bücher gedruckt werden.
Ich könnte da noch einiges mehr aufzählen.
Oder nehmen wir Finnland, es hat fast das gleiche Schulsysthem wie früher die DDR (etwas was man hätte übernehmen sollen),
das Land ist auch kapitalistisch.

Einen Grund an der Bildungsmissere bei uns sehe ich in der deutschen Kleinstaaterei und dem Einfluß der kat.Kirche.
Jeder unserer Landesfürste will mitreden, kommen 5 Kultusminister zusammen gibt es 6 Meinungen.
Wenn ich dann unsere neue Regierung von der Herdprämie reden höre geht mir das Messer in der Tasche auf.

 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#23 von mutterheimat , 27.11.2009 20:56

Ich bin, wie ich schon mehrfach schrieb, für dieses DDR/UdSSR Schulsystem. Und in gewisser Weise, diesbezüglich, für die "Knobelbecher" in der Schule, welche die Lehrer anhaben. Wenn man sich den "Tanz" heute dort ansieht, ist es mehr als nur angebracht, diese auch massiv einzusetzen. Die Wirkung dürfte, ich bin absolut und total überzeugt, frappierend sein. Letzens habe ich ich in Köln mal eine Schule gesehen, den Migrantenanteil auf dem Schulhof, beschreibe ich hier nicht, und die Art und Weise, der Schüler, den Lehrern, gegenüber, schade sage ich nur, daß genau das, gefehlt hat. Selbst die Lehrer denken es nicht nur, sondern wünschen es zurück. Beispiele gibt es, INOFFIZIELL, mehr als genug. Aber begreifen will man sie nicht.


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#24 von DeutschLehrer , 27.11.2009 21:18

Zitat von Weinböhlaer
Jeder unserer Landesfürste will mitreden, kommen 5 Kultusminister zusammen gibt es 6 Meinungen.
Wenn ich dann unsere neue Regierung von der Herdprämie reden höre geht mir das Messer in der Tasche auf.


Da bin ich mit Dir einer Meinung.

Gruß DL

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#25 von Hansrudi , 28.02.2010 08:21

Zitat von Schlawine
Klar @Kalteshnauze Geschichtsunterricht durch Zeitzeugen und Erdkundeunterricht ergänzt durch Reiseberichte wäre natürlich die optimale Lösung aber leider nur in Ausnahmefällen möglich
Also müssen wir uns mit Lehrern begnügen die ihren Unterricht mal mehr und mal weniger motiviert abhalten und uns damit abfinden dass auch unsere Kinder in einigen Fächern mehr und in anderen weniger motiviert sind




Begnügst du dich im Notfall auch mit einem weniger motivierten Notarzt ???

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#26 von Schlawine , 28.02.2010 08:48

@Hansrudi, hast du schon mal was von Galgenhumor gehört ? So ähnlich war mein Beitrag gemeint.
Lehrer sind Menschen und wie in jedem Beruf gibt es welche für die ihr Beruf auch Berufung ist und dann wieder welche die ihn nur machen um Geld zu verdienen.
Daran werden weder du noch ich etwas ändern können.

Ich hätte gerne im Notfall einen motivierten Notarzt der möglichst keine Fehldiagnosen stellt oder mir auf andere Weise schadet. Allerdings handelt es sich auch hier um Menschen und Menschen machen Fehler. Erst recht wenn sie vielleicht schon 20 Stunden Dienst hinter sich haben.
Aber hier geht es ja jetzt um Schule und nicht um den Pflegenotstand in diesem Land.


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"Es ist eine andere Welt, in der man zwischen »Freiheit« und »Freizeit« nicht unterscheiden kann, »Gesellschaft« sagt und »Zielgruppe« meint, von einem »Konzept« spricht und nicht einmal eine »Idee« besitzt, von einer »Idee« spricht und nicht einmal einen Einfall hat."
Roger Willemsen

 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#27 von Hansrudi , 28.02.2010 09:01

Das Problem ist doch das Schulsystem an sich , das die Kinder nicht fördert sondern nur aussortiert ! Und die sogenannten Schulreformen sind alles nur Experimente auf dem Rücken unserer Kinder !
Wo sind denn die Leistungsträger auf den Hauptschulen ??? Wenn das beste Ergebnis einer Klassenarbeit eine 3 ist ??? Wie sollen die Kinder da mitbekommen, das es auch Kinder in ihrer Altergruppe gibt, die das aus dem Handgelenk schütteln ??? Wo sind die Vorbilder ???
Wir können uns den Luxus der Volksverblödung so nicht mehr lange leisten , denn die heutigen Kinder sollen uns einmal im Alter versorgen !
Und das vergessen leuder viele verbeamtete Lehrer, die nur noch das Zauberwort `Frühpensionierung ` am Horizont sehen und leider nicht nach dem Wissenstand ihrer Schüler bezahlt werden .

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#28 von Pamina , 28.02.2010 09:05

Ja,ja Hansrudi, du bist also kein Lehrer!!!!!!!


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#29 von Hansrudi , 28.02.2010 09:22

Aber etwas DDR ; Dampf, Druck und Reviere , könnte ich den Kindern schon vermitteln !

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#30 von michaka13 , 28.02.2010 09:26

Zitat
Begnügst du dich im Notfall auch mit einem weniger motivierten Notarzt ???



Ich vermute mal, das ich im Notfall keine Wahlmöglichkeit zwischen einem "motiviertem" oder "unmotiviertem" Notarzt habe.
Ich würde mich von dem Arzt behandeln lassen der vor Ort ist.


Gruß,micha

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