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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#31 von Schlawine , 28.02.2010 09:28


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"Es ist eine andere Welt, in der man zwischen »Freiheit« und »Freizeit« nicht unterscheiden kann, »Gesellschaft« sagt und »Zielgruppe« meint, von einem »Konzept« spricht und nicht einmal eine »Idee« besitzt, von einer »Idee« spricht und nicht einmal einen Einfall hat."
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#32 von Weilheimer , 28.02.2010 09:31

Zitat von Hansrudi
Das Problem ist doch das Schulsystem an sich , das die Kinder nicht fördert sondern nur aussortiert ! Und die sogenannten Schulreformen sind alles nur Experimente auf dem Rücken unserer Kinder !
Wo sind denn die Leistungsträger auf den Hauptschulen ??? Wenn das beste Ergebnis einer Klassenarbeit eine 3 ist???



Meine Meinung! Der Staat züchtet in den Hauptschulen Empfänger von Sozialleistungen, weil einfach zu wenig Bildung vermittelt wird. Selbst in Deutsch und Mathematik haben Hauptschulabgänger grundlegende Defizite und deswegen später kaum eine Chance weiterführende Schulen erfolgreich zu besuchen. Es fehlt zu viel Substanz.

 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#33 von michaka13 , 28.02.2010 09:43

Wundert Dich das weilheimer? Oft machen die Eltern den Kindern vor, wie man auch mit Sozialleistungen gut über die Runden kommt, ohne sich zu bemühen, ohne vernünftige Ausbildung. Und die Lehrer sollens dann richten, wenn die Eltern es versaut haben in der Erziehung. Ich denke, das das Problem auch darin besteht, das man sich dem langsamsten anpaßt, dem schwächsten. Man zieht den Stoff so oft durch, bis man meint der letzte hats jetzt auch begriffen. Den Starken, Lernwilligen, der bereit ist etwas zu lernen- den zieht man damit runter auf das Niveau des Schwächeren. Und später, im Leben als Erwachsene, sortiert die Gesellschaft diese Leute dann gnadenlos aus. Hartz 4, Sozialhilfe usw. Und der Grundstein wurde bereits im Elternhaus und in der Schule gelegt.


Gruß,micha

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#34 von joesachse , 28.02.2010 11:49

Ich denke, das Grundproblem ist, dass die Schule heute in unserem Land zwar einen Bildungsauftrag, aber keinen Erziehungsauftrag hat. Elternhaus und Schule sind die wichtigsten Einflüsse, die die Kinder erziehen können. Wenn es im Elternhaus funktioniert, ist die Schule kaum das Problem. Wenn es aber im Elternhaus nicht funktioniert, dann fällt die Erziehung der Kinder aus!!
Das Wichtigste ist doch, den Kindern Ziele zu vermitteln und einen Willen, diese Ziele zu erreichen. Dabei verstehe ich unter Zielen nicht nur den späteren Beruf, sondern auch die ganz einfachen Regeln des Zusammenlebens: Es sind gute Ziele, in sein Leben ohne Lügen zu meistern, anderen nicht weh zu tun, anderen zu helfen, zu fragen, wenn etwas unklar ist, Verantwortung zu übernehmen, all diese Dinge, die die Kinder im späteren Leben benötigen.
Natürlich ist Bildung auch wichtig, wird aber ohne Erziehung nicht wirklich funktionieren.
Und das pauschale Lehrer-Bashing ist ist natürlich auch unsinnig, ich habe viele engagierte Lehrer kennengelernt, aber natürlich auch die Typen, die innerlich schon gekündigt hatten.....

Gruß
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#35 von f1noq1so81 , 05.04.2010 14:29

Das passt jetzt zwar nicht ganz hierher, aber hier im LKrs. ist man dazu übergegangen, die 1.+2. Klassen zusammenzulegen und gemeinsam zu unterrichten.
Da werden dann schon in der 1. Klasse Lerndefizite sein, so dass man als Eltern die Pflicht hat, diese auszugleichen, wenn man möchte,dass aus seinen Kindern später mal etwas Schlaues wird.

Bei Bekannten hab ich gesehen, dass selbst in der Realschule die Lehrer so verpeilt sind, dass sie nicht mal den Lernstoff für das laufende Jahr durchkriegen. In einer Fremdsprache war es so schlimm, dass sie in der 10.Klasse immer noch beim Stoff der 8.Klasse waren. Da muss man sich nicht mehr wundern, dass Deutschland immer blöder wird.

Ich werde auf jeden Fall bei meinem Kind drauf achten, dass es was Gscheites lernt und dass der Stoff durchgenommen wird, sonst gibts Rambazamba und ich geh auf dei Barikade.


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#36 von Weilheimer , 05.04.2010 20:31

@f1noq1so81 na dann wünsche ich dir mal viel Spaß und einen fetten Geldbeutel. Die Defizite darfst du dann durch Privatunterricht ausgleichen. Die Lehrer in der staatlichen Schule werden dir wohl nicht weiterhelfen.

 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#37 von kirschli ( gelöscht ) , 05.04.2010 20:34

Die Lehrer brauchen in Punkto Geschichte erst selbst mal vernünftigen Unterricht!!!




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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#38 von Mamakarin , 05.04.2010 22:10

Hallo Leute,

Ab der 5. Klasse werden die Bundesländer und deren Hauptstädte gelehrt. Aber was Ost und West betrifft gibt es keine Unterschiede mehr. Es ist alles Deutschland.
Viel schlimmer finde ich wenn mich mein Großer 10. Klasse fragt, "was feiern wir am Tag der deutschen Einheit?". Das finde ich einfach nur peinlich.
Als ich auf dem Elterabend vor 3 Jahren!!! ins Klassenzimmer kam traf mich fast der Schlag. Da hing doch tatsächlich noch eine Landkarte mit 2 Deutschen Staaten........das war in einer 7 Klasse.

Heimat und Sachkund gibt es jetzt auch ab der 1 Klasse und heißt MNK= Mensch Natur Kultur. Der eigene Ort und die Jahreszeiten und der Kalender stehen anfangs im Vordergrund. Die Tier und Pflanzenwelt und der Mensch kommt auch dahinein.

Traurig finde ich auch, dass es schönschreiben und Ordnung nicht mehr gibt.....das interressiert niemanden mehr.

LG Karin

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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#39 von Andy05 , 05.04.2010 23:15

 
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#40 von f1noq1so81 , 05.04.2010 23:25

@Weilheimer: Es ist nicht immer nur der fette Geldbeutel, der zählt.
Mit Menschenverstand und IQ kommt man auch weiter ;-) ♥


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#41 von Ilrak , 06.04.2010 09:18

Zitat von f1noq1so81
@Weilheimer: Es ist nicht immer nur der fette Geldbeutel, der zählt.
Mit Menschenverstand und IQ kommt man auch weiter ;-) ♥



Vor allem braucht man einen langen Atem und viel Zeit für die Kinder .
Wir stehen vor einem ähnlichen Problem , da an der "Schule" unserer Tochter der
Unterricht nicht nur stunden- , sondern teilweise tageweise ausfällt .
Am Prüfungstag ( - und im Leben - ) fragt aber niemand mehr danach , ob irgendwann
mal Zeit für das eine oder andere Thema war .
Auch hier bleibt nur , sich selbst mit dem Lehrbüchern beschäftigen und nicht behandeltes
selbst erklären - oder teure Nachhilfe .
Wir überlegen schon , von uns aus eine Wiederholung des Schuljahres zu beantragen und einige
andere Eltern da mitmachen lassen . Das würde evtl. auch mal die Behörde wecken .


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zuletzt bearbeitet 06.04.2010 | Top

RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#42 von f1noq1so81 , 06.04.2010 13:51

Ja da stimme ich voll zu.
Wenn die aufsichtsführenden Behörden wüssten, wie der Schulalltag wirklich aussieht, dann würden schneller Köpfe rollen bzw. sich etwas ändern
Aber das Traurige ist ja, dass es den meisten Eltern ...egal ist was ihre Kinder lernen, geschweige denn überhaupt nicht wissen,
welcher Stoff gerade in der Schule dran ist. Viele Eltern wissen ja auch gar nicht mehr, was sie selber einmal gelernt haben oder sind selber schon Opfer
dieser "Ausfälle" geworden.

Ich bin wirklich froh, dass ich in Brandenburg zur Schule gehen konnte. Bei uns hat Ordnung geherrscht und die Lehrer haben drauf geachtet, dass der
ganze Stoff durchgenommen wird, so dass man nicht verblödet. Man hat auch über den Tellerrand geschaut und nicht nur auf die nächsten drei Strassen.


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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#43 von Buhli , 07.04.2010 21:13

f1noq1so81, wie sollen denn die Lehrer guten Unterricht geben? Die sind doch selbst Opfer der schlechten Bildungssysteme dieser Republik. Die können nur das weitergeben was sie selbst beigebracht bekamen.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#44 von joesachse , 07.04.2010 22:07

Ich habe als engagierter Elternteil im letzten Jahr 18 Jahre Schulzeit, davon 14 Jahre Gymnasiumszeit meiner Kinder abgeschlossen. Es war in der Schule wie in allen anderen Berufen auch: Ich habe engagierte Lehrer kennengelernt, junge und hoch motivierte Referendare, aber auch erfahrene Oberstudienräte, die den Kindern nicht nur viel Wissen beigebracht haben, sondern die Kinder für das Lernen begeistert haben. Und ich habe Lehrer kennengelernt, deren Unterricht langweilig und demotivierend war, ja sogar Ausnahmen, die man eigentlich nur als asozial bezeichnen konnte.
Und das, was ich eben über die Lehrer geschrieben habe, trifft genau so auf die Eltern zu: Aufgeschlossene motivierte Eltern, die Ihr Kind fordern und fördern, aber immer die Selbstständigkeit der Jugendlichen erkannten, ihre Kinder zwar schützen wollten, aber dadurch, dass sie ihre Kinder stark machten.
Und ich habe Eltern kennengelernt, die ihre schon fast erwachsenen Kinder vor den Anstrengungen des Lebens und Lernens schützen wollten, die vor Ehrgeiz brennend ihre Kinder überforderten, oder denen die ganze Schulzeit ihrer Kinder gleichgültig war.
Deswegen halte ich dieses globale Draufschlagen auf Lehrer und Schule für falsch und unkonstruktiv.
Es gibt sicherlich viel, was verbessert werden kann und muss, aber das sollte konkret benannt werden.
Ich halte es für das größte Problem, dass Bildung in Deutschland Ländersache, ja sogar Schulsache ist und es in Deutschland vom Bundesland und der Schule und sogar zu stark vom Lehrer abhängt, welches Wissen vermittelt wird. Bildungspolitische Kleinstaaterei im Zeitalter der Globalisierung ist aus meiner Sicht die falsche Lösung.

Gruß
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RE: Was sie in der Schule über den Osten lernen...

#45 von Weilheimer , 08.04.2010 04:43

Ja Jörg, du redest von Gymnasien, das sind die Edelschulen in Deutschland, vorher werden die Kinder fein säuberlich gesiebt, das die Eliten auch schön unter sich sind. Die deutsche Schule ist so angelegt, das Kinder die nicht lernen können und nicht lernen wollen, durch das Sieb fallen und hinten irgendwann mit riesigen Bildungsdefiziten ins Berufsleben einsteigen wollen, aber keiner will sie, weil sie nicht mal richtig schreiben oder rechnen können. Du hast Gymnasialerfahrung, meine Erfahrungen beziehen sich auf die Hauptschule, die meiner Meinung abgeschafft gehört. Es ist doch schon etwas seltsam, das meist Kinder von Migranten in die Hauptschule gehen müssen, auch weil die Grundschullehrer entsprechende Empfehlungen herausgeben.
Engagement durch die Eltern ist in der Hauptschule meist nicht gewollt und wird geblockt, diese Erfahrung durfte ich sammeln. Ich hatte schon das Gefühl zu stören, wenn ich mich gelegentlich über den Notendurchschnitt meines Sohnes schlau machen wollte.


 
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zuletzt bearbeitet 08.04.2010 | Top

   

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