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der feine Unterschied?

#1 von KOTEHOK ( gelöscht ) , 30.09.2010 15:15

Freundschaft!

Ich finde es gut, daß die nachwachsenden Generationen immer weniger zwischen "uns" und "denen" unterscheiden.
Aber es ist schon komisch, daß nach 20 Jahren (!) die feindliche Übernahme noch nicht vollständig aufgearbeitet wurde.

Zu gegebenen Anlass (20 Jahre Deutsche Einheit) werden sich die Politiker wieder feiern und die Einheit schön reden.

ABER: ich finde, gerade zu solchen Gelegenheiten sollte der Ausverkauf unserer Heimat thematisiert werden! Ich will dann nichts wissen von den Nаziverbrechen und daß wir armen Ossis ach so lange in unserer DDR leiden mussten! Und uns der glorreiche Westen befreit hat!
Stimmt! es war nicht so dolle bei uns; aber so richtig schlecht wurde es erst vor 20 Jahren.

Wir sind damals auf die Straßen gegangen, um die Mißstände abzuschaffen - wurden aber von den Heuschrecken überrollt... Da kommt am Sonntag ein Beitrag auf Sat1 (Planetopia 22:45), über einen Erfinder aus dem Osten, der erst enteignet und dann über den Tisch gezogen wurde; und einen Kollegen aus dem Westen, der ungehindert seinen Erfindungen nachgehen konnte.
Auch ihr lieben Wessis seid eingeladen, den Vergleich zwischen Ost und West im (West-)Fernsehn zu schaun.

Wir haben das Kapitel DDR aufgearbeitet, jetzt seid Ihr dran, die feindliche Übernahme zu reflektieren.
DANN wird es auch was mit der "echten" Einheit ... vielleicht zum 25. Jahrestag.

KOTEHOK

RE: der feine Unterschied?

#2 von delta , 30.09.2010 15:54

Sorry
lieber Freund, ich wüsste nicht was ich feiern sollte, geschweige welchen Profit
ich daraus gewonnen haben sollte und als Nachkriegsgeborener fühle ich mich
auch nicht verantwortlich, was vor meiner Zeit war. Ich bin einzig alleine für mein
Kind und eventuell für meine Frau und mich selber verantwortlich.
Der einige der behauptet, das er die DDR befreit hat ist H.Kohl und seine kriminellen
Anhängerschaft und dazu gehöre ich auch nicht.
Ich gehöre ganz normal zur Unterschicht so wie du offensichtlich auch und lediglich
das ausbaden, was andere verbrochen haben,. auch als Wessi.
Es lebe der feine Unterschied.



delta  
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RE: der feine Unterschied?

#3 von altberlin ( gelöscht ) , 30.09.2010 22:28

Ja, KOTEHOK, Du triffst es auf den Punkt, Mir graut schon vor den Seifenopern über die schlechte DDR und die gute BRD. Ich habs satt, immer vorgebetet zu bekommen, ich wäre befreit worden. Jetzt kann ich reisen, ja, aber ist das die ganze Freiheit?
Ich hatte die Freiheit, meine Selbständigkeit nach 18 Jahren 1992 aufgeben zu müssen, weil kein Geld mehr im Osten war, und die Freiheit zwang mich aus finanziellen Gründen nach Stuttgart.
Diese Freiheit sorgte dafür, das die Ehe zerbrach, diese Freiheit und deren Folgen zwangen uns, das früher gemeinsame Haus zu verkaufen.
Ich klage nicht, mir geht es eigentlich wieder sehr gut, bin erneut verheiratet, Auto, Reisen, keine Schulden. Und in zwei Jahren cut, Ende, ich gehe mit Frau nach Kroatien, haben dort eine ETW. Ich habe Glück gehabt, aber war das alles nötig ?
Vielen geht es nicht so, trotz Arbeit. Und vielen gehts nicht so, weil sie keine Arbeit finden. Nicht jeder kann oder will in den Westen gehen, und nicht jeder würde hier Arbeit finden.
Was soll dann diese Lobhudelei des Westens, uns die Freiheit und Selbstbestimmung gebracht zu haben. Für zahlreiche Menschen nur hohle Phrasen. Freiheit =ALG I oder II ???

altberlin

RE: der feine Unterschied?

#4 von Schlawine , 30.09.2010 22:31

Ich glaube ich gucke ein anderes Programm

Bei mir "lubhudeln" sie zu recht die DDR Bürger, die sich die Freiheit friedlich erkämpft haben.


Schlawine
--------------------------

"Es ist eine andere Welt, in der man zwischen »Freiheit« und »Freizeit« nicht unterscheiden kann, »Gesellschaft« sagt und »Zielgruppe« meint, von einem »Konzept« spricht und nicht einmal eine »Idee« besitzt, von einer »Idee« spricht und nicht einmal einen Einfall hat."
Roger Willemsen

 
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RE: der feine Unterschied?

#5 von delta , 01.10.2010 10:03

Komm,
hört auf..............
Der Helmut hat euch doch die Freiheit gebracht der Kanzler der Einheit was immer daß ist...
Nicht nur die ehemalige DDR ist ausverkauft worden, sondern auch der Westen. Was gehört den noch ganz Deutschland.
Deutschland wurde regelrecht in den letzetn 20 jahren verramscht an die ganze Welt. Es gibt so gut wie keine Großen
Namen mehr die nicht durch die Globalisierung gespaltete Eigetümer sind. Welche folgen das haben kann und hat, sehen
wir ja täglich.



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RE: der feine Unterschied?

#6 von Björn , 01.10.2010 21:44

Da fällt mir doch passend gerade was Aktuelles aus den Nachrichten der letzten Tage zum Thema Firmeneigentümer durch Globalisierung ein:
AWD Pharma -Arzneimittelwerk Dresden > einer der ältesten Arzneimittelhersteller Deutschlands

Was nützen Beschäftigungs- und Standortgarantien, wenn diese Firma aus finanz- und betriebspolitischen Gründen mehrmals verkauft wird und seit 2 Jahren der israelischen TEVA gehört, die auch Ratiopharm übernommen hat! Jetzt soll das sächsische Werk geschlossen werden und nach Ulm zu Ratiopharm "verlegt" werden. Einem Teil der insgesamt 300 Mitarbeiter wurde der Wechsel nach Ulm angeboten ( ich vermute mal nur die Vertriebsleute), den anderen wird spätestens zum Ende des nächsten Jahres gekündigt
Wie heißt die Firma denn dann, etwa >AW-Ratiopharm "DresUlm"<

http://www.awd-pharma.com/de/inhalt/unte...e.shtml?navid=3
http://www.mdr.de/sachsen/dresden/7720250.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Arzneimittelwerk_Dresden


FAUN mit neuer Sängerin Rairda
http://www.youtube.com/watch?v=D_-Ucqo-MPU

 
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RE: der feine Unterschied?

#7 von altberlin ( gelöscht ) , 01.10.2010 22:31

Muß noch schnell grinsend zur Botoxparty anläßlich des 3. Oktober.

Danke, Helmut.

altberlin

RE: der feine Unterschied?

#8 von Buhli , 02.10.2010 08:37

Kotehok, Du bist aber ein Optimist. Bist Du Dir wirklich sicher, daß die Wessies für ihre Aufarbeitung nur noch fünf Jahre brauchen?. Wir sollten uns mal in zwanzig Jahren wiedersprechen. Auch im Osten sind sie noch nicht ganz fertig. Die Bayern haben immerhin vierzig Jahre gebraucht um vom Nehmer- zum Geberland zu werden. Allerdings auch nur durch die Einverleibung der Ex-DDR. Sonst müssten die sicher noch heute die Hand aufhalten. Was bei manchen Projekten auch geschieht.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
Buhli

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RE: der feine Unterschied?

#9 von Smithie23 , 02.10.2010 10:36

Leider könnte dieses Ossi-Wessi Denken auch in den folgenden Generationen auftauchen - wenn die jetzigen und älteren Generationen den Jüngeren diese ganzen Klischees einimpfen. Viele aus dem Westen kommen zwar zum studieren hierher, aber Vorurteile bleiben dann trotzdem.

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RE: der feine Unterschied?

#10 von delta , 02.10.2010 10:44

Es lebe der Unterschied.



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RE: der feine Unterschied?

#11 von delta , 02.10.2010 10:54

Buhli
entschuldige, aber das kann nicht ganz stimmen, hier ein hinweis der vielleicht aufklärung bringt.



http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderfinanzausgleich




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RE: der feine Unterschied?

#12 von altberlin ( gelöscht ) , 03.10.2010 16:54

@ delta

Schau dir mal die Tabelle Finanzvolumen an, bes. die Jahre 1950 - 1986


altberlin
zuletzt bearbeitet 03.10.2010 16:55 | Top

RE: der feine Unterschied?

#13 von BesserWessi0815 , 03.10.2010 18:37

richtig altberlin,
richtige Bayern verschweigen diese Jahrzehnte schon mal gern... ... sind ja mehr als 20 Jahre gewesen!

der feine Unterschied?
der feine Unterschied!

Prost auf die deutsche Einheit!


... zum 03.10.2010 wünsche ich allen einen schönen Feiertag!
... vom Wetter her gefiel mir der 17.06. zwar besser, aber dieses Jahr war das Wetter ja mal traumhaft...

 
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RE: der feine Unterschied?

#14 von altberlin ( gelöscht ) , 03.10.2010 18:44

Jo, so sind sie , unsere Schluchtenjodler....

altberlin

RE: der feine Unterschied?

#15 von Mario069 , 03.10.2010 20:09

Helmut hat uns gar nichts gebracht. Der ist nur durch ein Misstrauensvotum ins Amt gekommen. Er hat die Einheit nicht verhindert, soll man ihn dafür loben?

Nein, die Mauer ist nicht gefallen, sie wurde gestürzt. Und zwar von den Ossis. Von Wiedervereinigung kann man auch nicht sprechen, da dieser Staat immernoch offiziell BRD heißt, obwohl zwei souveräne Staaten vereinigt wurden.

Ich habe wirklich das Gefühl, dass überhaupt kein Interesse daran bestand und besteht, die DDR als Land zu betrachten, in dem es mehr als die Stasi gab. Dieses Beispiel mit dem Erfinder zeigt doch, dass pauschal alles niedergebügelt wurde.

Zitat
Deutschland wurde regelrecht in den letzten 20 jahren verramscht an die ganze Welt.



delta, das hat nichts mit dem Mauerfall zu tun, das ist Marktwirtschaft.

Ich bin froh, dass es diese DDR nicht mehr gibt, aber diese BRD will ich auch nicht.


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zuletzt bearbeitet 03.10.2010 | Top

   

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