wir ziehen bald zu fünft als mittelgroße Familie nach Sachsen-Anhalt. Ich bin gebürtig aus Bayern, die Kinder auch, der Papa ist ein Ossi .
Gibts hier noch mehr von West nach Ost Wanderer? Lese hier und überall eigentlich nur vom umgekehrten Umzug.
Mir rät auch jeder ab, keiner versteht warum wir das vorhaben, mein Mann vermisst seine Heimat aber sooo stark + die Kinder lieben Oma und Opa die dort leben.
Kann man da als Wessi-Familie auch Anschluss finden? oder wird man dort nur beäugt?
sicher werden Euch die Sachsen-Anhalter mit ihren "Glubschaugen" auch mal anschauen. Und?!
...den "Bammel" kann ich nachvollziehen. Als ich vom Rheinland nach Niedersachsen ging, erging es mir genau so! Als ich dann da war, habe ich viele freundliche Menschen aus aller Welt angetroffen.
So wird es Dir/Euch hoffentlich auch ergehen. Davon bin ich überzeugt, da nicht alle aus Sachsen-Anhalt "gleichzeitig" beißen werden.... (und ECHTE Bayern überleben das sowieso!... sorgen muß man sich also nur um den Ossi in der Familie...)
Grüße von BW0815
...erzählt uns dann, wie oft Gebissen wurde - bin ja neugierig :-)
Also, ich weiß gar nicht was du von uns hören willst? Dein Mann liebt das Fleckchen Erde so und ich denke, er liebt es ,weil es dort wunderschön ist,also vertrau ihm und höre nicht auf all die Oberschlauen. In diesem Forum würden ganz viele wieder sehr gern dort leben, sie sind nur wegen der Arbeit von dort weg.Ich liebe meine neue Heimat jetzt sehr und möchte nicht mehr zurück, aber weil ich mir jetzt hier mein Leben aufgebaut habe, tu du es dort und erdrücke deinen Mann nicht mit dieser Angst, die hatten wir doch auch alle als wir fort gingen. Los Drehwurm, Ärmel hoch und deinem Mann vertraut, dann wirds toll
Ich denke Du wirst sehr schnell Anschluß finden, aber das kommt ja meißt auch auf einen selbst an. Wenn man in ein kleines Dörfchen zieht sind die Leut natürlich etwas reserviert gegenüber den Zugezogenen. Als wir damals in der Nähe von Dessau neu gebaut hatten, war das auch so. Und wir waren Ossis unter Ossis. Mittlerweile leben dort in der Nachbarschaft einige Leute aus den alten Bundesländern. Die direkten Nachbarn meines Bruders kommen aus Emden, dann gibts da noch ein Lehrerpaar aus Aachen, einen Unternehmer aus Bayern (er hat gleich seine ganze Firma nach S-A verlegt) und gerade baut ein junges Pärchen aus Bonn schräg gegenüber meinen Eltern. Und alle fühlen sich sauwohl, sind bis auf die Bonner schon seit Jahren da und wollen auch nicht wirklich wieder zurück. Also mach dir da mal keine Gedanken, das wird schon.
Wo ziehst Du eigentlich hin, in welche Region von Anhalt? Gibt schon ein paar schöne Fleckchen da.
Schönen Gruß von einem ehemaligen Sachsen-Anhaltiner,
Schön. Wieder ein Stück Wiederverinigung. Erschrick nur nicht, wenn Du beim Einkaufen Deine bayrischen Gewohnheiten anbringen willst und als Antwort: "Unsere Kunden wollen das nicht." zu Ohren bekommst. Das geht mir als Sachse in BW auch so, wenn ich nach Hackepeter oder warmer Gemüsebeilage für`s Mittagsmenü frage. Meiner bayrischen Steuerberaterin erging es in Dresden genau so. Also nicht überbewerten. Wenn Du da Geduld hast und die sehen Dich öfter einkaufen, dann ändert sich das. Gut Ding will eben Weile haben. Kannst ja auch mal nachfragen ob Du kein Kunde bist. Hilft manchmal. Du wirst auf zurückgebliebene, im doppelten Sinne treffen, da wirst Du nur mit dem Kopf schütteln können. Das haben wahrscheinlich die meisten Zurückgebliebenen gemeinsam. Egal wo sie leben. Jedenfalls wünsch ich Euch einen guten Start.
Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam) Buhli
es gibt sogar in sachsen anhalt oktoberfeste, also können sie die bayern samt ihren sitten gut leiden
na das passt schon, kleiner tipp "grüss gott" oder pfiat di (also keine ahnung ob richtig geschrieben, aussprechen kann ich das immer noch nicht) kommt als gruß nicht so gut an, übe schonmal ein sachsen anhaltinisches tach oder guten tag, bzw. tschüss... eh das ist schwerer sich da "umzupolen" ... brezn oder weisswürste bzw. leberkäs wirds auch nicht sooo häufig geben in den örtlichen supermärkten... das sind so kleine hinweise auf einen winzigen kulturschock ansonsten viel erfolg beim einleben in sa.-anh. du bist sicher nicht der einzige bayer dort, einen kannte ich auch, der wollte am liebsten dableiben, zog dann aus ber. gründen doch wieder gen niederbayern - er hatte schon das sachsen anhaltinische "ooooch" (auch) und "wa" prima hingekriegt. gruß aus dem tiefsten altbayern am rande des weisswurstäquators von einer ehem. sa.-anhaltinerin
Zum Lernen der anhaltinischen Sprache ist bei youtube "Rambo , der beste Koch der Welt " wärmstens zu empfehlen ! eher, viel Glück im " Land der Frühaufsteher " , es gibt nicht nur Industrieruinen , sondern wirklich schöne Landstriche und nette Leute .
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