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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#61 von tom777 , 20.01.2011 18:08

seit wann denn das ????
oder er meint vor mauerbau°!

0815 war in der DDR ein bekannter Begriff..
nur mal so nebenbe...i


 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#62 von Weilheimer , 20.01.2011 18:27

Zitat von BesserWessi0815

Für eine DM konnte man 14 M erwerben - für eine DM mussten 17 M bezahlt werden -



Das war eher der Schwarzkurs in der DDR, aber keine Sparkasse hat so Devisen gehandelt. Das war dann eine andere DDR.


....ich fühl mich so leer, ich fühl mich so BRANDENBURG

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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#63 von Weilheimer , 20.01.2011 18:29

Zitat von tom777

0815 war in der DDR ein bekannter Begriff..
nur mal so nebenbe...i



Das war/ist nicht nur in der DDR ein geläufiger Begriff, der ist im ersten Weltkrieg für etwas Gewöhnliches in Deutschland entstanden.

http://de.wikipedia.org/wiki/08/15_%28Redewendung%29


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#64 von BesserWessi0815 , 20.01.2011 19:22

Zitat von Weilheimer
...aber keine Sparkasse hat so Devisen gehandelt.

Im Rheinland war mir das auch nicht bekannt - aber in Berlin-Charlottenburg war es laut Preisaushang ungefähr so....
...schade dass hier scheinbar niemand drauf eingehen mag:

Zitat
!Die Sparvermögen der Bevölkerung wurde über nacht um den Faktor 14 aufgewertet - die Schulden der Betriebe ebenso.
Dies war der Wille des Volkes.

oder auf: Frage: Warum waren die ehemaligen Handelspartner nicht bereit, für Produkte das ~14-fache nach der Währungsumstellung (1:1) zu bezahlen?

Wo ist die sozialistische Bruderfreundschaft geblieben, die u.a. zum Untergang der Betriebe geführt haben mag?


anders gefragt:

wer von Euch ist bereit für einen Liter Sprit/Benzin statt 1,50€ 21,--€ zu zahlen?

 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#65 von Björn , 20.01.2011 19:33

Zitat von tom777
wenn man keine ahnung hat und nur irgendwas nach pappelt
und sich nicht richtig mit allen und deren politik beschäftigt komm dieser müll zu stande !!

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0...8108613,00.html


Ich habe die Sendung damals direkt im Fernsehen gesehen. Die Treuhand-Arbeit mit ihren zwielichtigen Geschäften und Kunkeleien war ja hier im Forum auch schon mehrmals Diskussionsstoff.
Artikel und Sprüche a la "reporter" kennen wir daher ja auch schon von einem früheren User

Zu Birgit Breuel´s Treuhandjob gab es damals übrigens einen oft gehörten Spruch:
- die deutsche BB (Birgit Breuel) ist längst nicht so hübsch und gut wie das Original (Brigitte Bardot), aber mit 2.000Mark pro Tag fast genauso gut bezahlt!


@ BesserWessi0815: das viele "Vermögen" ehemaliger DDR-Bürger durch die Währungsunion aufgewertet wurden (4000 Mark je Erwachsener+ 2000M je Kind 1:1, das andere 1:2) ist auf den ersten Blick schon richtig, allerdings verteuerten sich im Ex-DDR-Gebiet damit auch die meisten Produkte des täglichen Bedarfs um das 3-5fache! Die billigeren Fernseher & Co. haben das wohl kaum wettgemacht, was man mit der Währungsumstellung zum normalen Leben mehr ausgeben mußte.


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http://www.youtube.com/watch?v=Mfbd3TESHwg&feature=related

 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#66 von BesserWessi0815 , 20.01.2011 21:07

... vielleicht wurden auch einfach nur die Schulden der VEB-Betriebe um den Faktor ~14 aufgewertet...?

Die Folgen wären für jeden Betrieb, egal in welcher Gesellschaftsform - fatal.
Karl Otto Pöhl u.a. haben darauf hingewiesen - aber egal, da es niemanden mehr interessiert - leider.
Sicher werden sich andere Sündenböcke finden oder gefunden haben... "die Wessis", egal ob Hausfrau oder Kind...

Welcher Betrieb hätte schon eine Verschuldungsquote von < 7% vorzuweisen, um bei einer Schuldenvervielfachung um den Faktor 14 nicht als insolvent zu gelten? (Überschuldung - egal ob Süd, Nord, West, Ost)

die DDR-Bürger hatten eine Wahl und haben sich für den "Dicken" aus Oggersheim entschieden und damit gegen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe - heute sind natürlich wieder andere Schuld und neue Feindbilder werden gesucht -
"die Juden" haben als klassiche Sündenböcke ja hierzulande ausgedient.
Fazit: nicht der Politiker, der gegen jede ökonomische Vernunft die Sparguthaben wie auch die Schulden der Betriebe aufgewertet hatte ist Schuld, sondern der Wähler der dies verlangte!


 
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#67 von Schlawine , 20.01.2011 22:37

Zitat von Björn

Artikel und Sprüche a la "reporter" kennen wir daher ja auch schon von einem früheren User


-----------------

Was soll das denn wieder @Björn ? Mir ist @Reporter bisher nicht unangenehm aufgefallen. Er argumentiert sachlich und gut verständlich. Mir gefallen seine Beiträge und eine eigene Meinung wird ihm ja wohl noch erlaubt sein.


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„Nichts spornt mich mehr an als die drei Worte: Das geht nicht. Wenn ich das höre, tue ich alles, um das Unmögliche möglich zu machen.“
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#68 von reporter , 20.01.2011 23:35

Die Währungsumstellungen, die man den DDR Bürgern gewährte, waren eigenlich keine Umtauschaktionen, sondern Geschenkaktionen. Denn das DDR Geld war ja dann volkswirtschaftlich wertlos, man hat es anschließend erst in einem Stollen im Harz vergraben. Als dann doch einige irgendwie ran kamen hat man sich entschlossen, das Ostpapiergeld zu verbrennen.

Allerdings war selbstverständlich diese 'Umtauschaktion' aus politischen Gründen erforderlich.

Die Aluchips hatten noch einen gewissen Materialwert, sie wurden eingeschmolzen und wieder zum Beispiel in der Automobilproduktion verwendet.

An Umtauschrelationen von 1:14 kann ich mich nur kurz nach Mauerfall bei vietnamesischen Geldhändlern erinnern, da gings zeitweise auch auf 1:20. Zu Mauerzeiten lag der reale Kurs jahrelang so bei 1:4 bis höchstens 1:6. Den Schwindelkurs von 1:1 hat man den Touristen beim Mindestumtausch abgeknöpft.

Man fragt sich ja, wie überhaupt so ein realer Kurs entstehen konnte, denn die paar Ostrentner mit 300 Ostmark Rente konnten bei ihren Besuchen im Westen nicht soviele Ostmark in den Westen bringen, mal abgesehen davon, daß dies offiziell für den einfachen DDR Bürger sowieso verboten war.
Auch Günstlinge des Systems, die mal in den Westen durften, wie etwa Sudel-Ede, oder unser Star-SportReporter Örtel oder Genossin Lötsch machten da den Kohl auch nicht fett.

Es wanderte massenhaft Ostmark in die Westumtauschplätze bei sogenannten Koffergeschäften, wo Stasi-Leute aus der Abteilung von Schalck-Golodkowski kofferweise zur Finanzierung der BonzenSiedlung Wandlitz oder für die Beschaffung von westlichen Investitionsgütern und Industrieersatzteilen Ostmark in Westgeld umtauschten.

Denn unser Staatsratsvorsitzender hatte oft und gern den Knopf an der Gelddruckmaschine bedient um das Volk mit nominellen Lohnerhöhungen bei Laune zu halten. Es wurde soviel gedruckt, daß man immer weniger dafür kaufen konnte. Insbesondere waren werthaltige Güter und Dienstleistungen in den letzten Jahren der DDR Existenz mit Ostgeld überhaupt nicht mehr erhältlich.


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#69 von Björn , 21.01.2011 00:04

Zitat von Björn
.... Die Treuhand-Arbeit mit ihren zwielichtigen Geschäften und Kunkeleien war ja hier im Forum auch schon mehrmals Diskussionsstoff. Artikel und Sprüche a la "reporter" kennen wir daher ja auch schon von einem früheren User


Da ist der komplette Zusammenhang!!!
Wenn ein User andere Mitglieder namentlich mit zynischen Beiträgen über "leider verpaßte Anteilskäufe" verspottet und außerdem offizielle Ermittlungsfakten (u.a. auch aus der Frontal 21-Sendung ersichtlich) über Treuhand-Mauscheleien, -Bestechungsgelder sowie andere strafbare Handlungen durch Mitarbeiter dieser Behörde versucht schön zu reden (welche leider verjährt oder wegen dem schriftlichen "*Freibrief für fahrlässige Verfehlungen im Treuhand-Zusammenhang*" nicht bestraft werden können), muß eben auch mit so einem harmlosen Spruch wie oben zitierten rechnen

Hier sind mehrere Forumsmitglieder (nicht nur ich), die seit längerem schon auf direkte Antworten auf etliche Fragen an ihn warten. Da geht man ja aber lieber nicht drauf ein Schließlich hilft nicht immer Mr. Google & Co. weiter, vor allem nicht, wenn man für falsche Behauptungen genaue Quellen sucht


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#70 von Kehrwoche , 21.01.2011 00:59

Zitat von BesserWessi0815
die DDR-Bürger hatten eine Wahl und haben sich für den "Dicken" aus Oggersheim entschieden und damit gegen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe - heute sind natürlich wieder andere Schuld und neue Feindbilder werden gesucht

Genauso war es! Über Nacht wurden die DDR-Betriebe zu Ladenhütern.
Wie reporter schon schrieb, war die Währungsumstellungen, die man den DDR Bürgern gewährte, keine Umtauschaktion, sondern eine Geschenkaktion. Das Ostgeld hatte im NSW nie einen großen Wert.
Wie sonst erklärt sich die Tatsache, daß Schalck-Golodkowski's "Kunst und Antiquitäten GmbH" auf der ständigen Hatz nach Wertvollem die DDR systematisch ausraubte?? Dafür wurde Schalck-Golodkowski dann auch zum höchstdekorieten Staatssekretär der DDR. Stasi-Mielke höchstselbst ordnete 1977 den Raub des Sophienschatzes aus dem Stadtmuseum Dresden an. Es wurden Kulturgüter von unschätzbaren Wert gegen alle geltenden Gesetze ins Ausland verhökert.

Aber wie Björn schon schrieb:

Zitat von Björn
Da geht man ja aber lieber nicht drauf ein

......


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#71 von Björn , 21.01.2011 01:15

Das Ost-Geld wurde damals in einem Seitenstollen der militärischen unterirdischen Lager- und Verlade-Anlage Langenstein eingelagert (im Volksmund wegen seines langen Verladegleises auch "unterirdischer Bahnhof Halberstadt" genannt) und der Zugang zu diesem Stollen dann versperrt und gesichert. Also nicht irgendwo vergraben Dies ist alles auch mehrfach im Internet nachlesbar. Selbst in der Schule wurde die Anlage im Zusammenhang mit dem Thema KZ Langenstein-Zwieberge (Rüstungsproduktion, Deckname "Malachit" > http://www.reimahg.de/index.php?id=91&tx...=3194570043< ) behandelt. Ich war 1992 mit dem Bundeswehr-LKW mal zu einem Transport in der Anlage dort. Da dies bis Ende 1994 Militärgebiet war, ist man anders nur mit Sondererlaubnis rein gekommen.

Ich kann mich aber auch noch genau an den Harz-Tagestourismus von vielen Altbundesbürgern in den ´80er Jahren erinnern. Sie haben immer viel Geld umgetauscht und haben dann auffallende Großeinkäufe an billigen Lebensmitteln und Kindersachen/-spielzeug etc. getätigt, waren auch an vielen Ausflugszielen anzutreffen oder sind in den Restaurants essen gewesen. Bei 15-20 Mark Gaststättenrechnung für eine vierköpfige Familie hat sich dies für sie auch gelohnt. Für ein kleines Trinkgeld (bevorzugt 1-2 DM) wurden sie auch oft bei der Platzwahl bevorzugt


@ Kehrwoche: das weiß man ja auch trotzdem und wird nicht bestritten, daß unter S-G vieles verhökert wurde, was nicht niet- und nagelfest war


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#72 von reporter , 21.01.2011 08:32

Zitat von BesserWessi0815

Erinnert sich eigentlich noch jemand an Karl Otto Pöhl?
Er hat die Umstellung zum Kurs 1:1 als ökonomischen Suizid für die DDR-Wirtschaft vorausgesagt und konnte sich gegen den "Dicken" nicht durchsetzen.

Die Wirkungen waren doch schon vorher bekannt... also?




Die Wirkungen waren bei Fachleuten allgemein bekannt. Selbst eine vor Gesundheit strotzende Volkswirtschaft hätte so eine Aufwertung nicht verkraftet. Bundesbankpräsident Pöhl hatte nur den Mut, es öffentlich dem Kanzler zu sagen.

Kanzler Kohl hatte aber meines Erachtens keine Wahl, wenn er die historische Chance nicht verstreichen lassen wollte.

Übrigens, auch Genosse Lafontaine war gegen die schnelle Einführung der DM in der DDR. Aber damals, als Saarländischer Regierungschef nicht ganz uneigennützig. Die Einheit Deutschlands, bekannte mal der frankophile Lafontaine, geht ihm eigentlich am Arsch vorbei. Er befürchtete die hohen Aufwendungen, die heruntergewirtschaftete DDR wieder aufzupäppeln. Und weiter befürchtete er den massenhaften Zustrom von DDR Bürgern auch in sein Ländle. Und beauftragte deshalb seine Hausjuristen, zu prüfen, ob man die Ossis nicht wieder zurückschicken könne.


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#73 von altberlin ( gelöscht ) , 21.01.2011 08:41

Zitat von Schlawine
Betr. reporter: Er argumentiert sachlich und gut verständlich. Mir gefallen seine Beiträge und eine eigene Meinung wird ihm ja wohl noch erlaubt sein.



Seine Beiträge mögen seine persönliche Meinung wiederspiegeln, aber sicher nicht die meinung aller User, die dieses, von tiefstem DDR-Hass geprägte Geschreibsel lesen müssen. Realität und Wahrheit muß gewahrt werden, es gibt genug menschen, die ohne Parteibuch und ohne ständige Verbeugung vor dem damaligen Politbüro trotzdem ehrlich und anständig ihr Brot verdient haben und auch einen gewissen Wohlstand erreichen konnten. Wenn reporter dazu nicht in der Lage war, muß er das mit sich ausmachen. Wenn er damals noch zu jung war, sind Äußerungen, wie er sie gemacht hat, Propaganda. Und ist er gar ein Wessi, sieht er die Dinge aus einer anderen Betrachtungsweise.
Mir ist leider nicht bekannt, wer oder was er ist. Er kann sich gerne mal outen.
Und noch eins: "Der Dicke" hat uns die Einheit gebracht, richtig. Er hat die D-Mark gebracht, auch richtig. Und er hat uns blühende Landschaften versprochen, aber nicht weiter definiert, was wir darunter zu verstehen haben. Blühende Unkrautfelder auf verwaisten Fabrikhöfen und Felder voller Wildblumen anstatt fruchtbarer Feldanbau, das jedenfalls hat niemand erwartet, auch nicht den Verlust der Arbeit teilweise auf Lebenszeit.
Und wenn die bundesdeutschen "Fachleute" hinterher feststellen, daß der Verfall der DDR-Betriebe ja so viel schlimmer ist als angenommen, frage ich mich, was waren das für Fachleute ?
In meinen Augen Spekulanten, die mit Kalkül auch das noch platt machten, was eventuell noch zu retten gewesen wäre.

.


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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#74 von delta , 21.01.2011 08:54

Sorry
das ich mich hier mal einmische in Ehemalige DDR angelegenheiten, aber das geht zu weit.
Richtig ist, das Lafontain bedenken hatte was die Kosten betrafen, und er hat ja auch
recht bis heute damit.
Blauaugig wurden blühende Landschaften versprochen ohne zu sagen woher das Geld dafür
kommen soll. Das war auch der spätere grund, warum Lafontain und Schröder eigene Wege
gingen, weil Lafontain das vorraus sah, was andere nicht sehen wollten.
Man muß kein Freund von Lafontain sein, um zu sehen das er Recht hat und hatte.
Wer mindest eins seiner Bücher gelesen hat, muß Ihn recht geben.
Der Globale Sunami ist ja in vollen gange, wie alle jeden Tag im Geldbeutel feststellen
können.
Die meißten ex DDR Bürger konnten es garnicht schnell genung erwarten, die DM in den Händen
zu halten, sie sahen nur die Vorteile, aber nicht die Nachteile.
Auch im Westen mußte und muß man für sein Geld arbeiten, wollte man etwas erreichen.
Frage: Wollt ihr wirklich eure Aluchips wieder haben... nein natürlich nicht, aber eure
alten Vorteile. Seit mir nicht böse, aber auch hier im Westen können sich nur bestimmte
Schichten die Rosinen rauspicken, der rest muß schauen wo er bleibt.
Wie ich schon einmal schrieb, wir können nur gemeinsam gegen das Kartell des Polit - Adels
vorgehen, ansonsten haben wir keine Chance die Situation zu ändern.



wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

delta  
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RE: War in der DDR wirklich alles schlechter TEIL II

#75 von Schlawine , 21.01.2011 08:55

Zitat von Björn

Ich kann mich aber auch noch genau an den Harz-Tagestourismus von vielen Altbundesbürgern in den ´80er Jahren erinnern. Sie haben immer viel Geld umgetauscht und haben dann auffallende Großeinkäufe an billigen Lebensmitteln und Kindersachen/-spielzeug etc. getätigt, waren auch an vielen Ausflugszielen anzutreffen oder sind in den Restaurants essen gewesen. Bei 15-20 Mark Gaststättenrechnung für eine vierköpfige Familie hat sich dies für sie auch gelohnt. Für ein kleines Trinkgeld (bevorzugt 1-2 DM) wurden sie auch oft bei der Platzwahl bevorzugt


------------

Ganz so kann das nicht gewesen sein. Lebensmittel und Kinderbekleidung zumindest durften aus der DDR nicht ausgeführt werden da sie subventioniert wurden. Sicher wurde die ein oder andere Thüringer am Zoll vorbeigeschmuggelt aber viel kann das nicht gewesen sein denn dazu waren die Damen und Herren vom Zoll zu gründlich.Vor allem wenn sie gesehen hätten dass da mehr als die geforderten 25DM bei der Einreise umgetauscht wurden hätten sie bei der Ausreise alle Taschen durchgesehen. Ich weiß noch, dass meine Oma in Sachsen-Anhalt mir als Kind Schuhe geschenkt hatte. Die habe ich dann während meiner Ferien dort täglich tragen müssen damit sie nicht mehr neu aussahen und an der Grenze ist meine Mutter trotzdem fast vor Angst kollabiert.
Mit der leckeren Bratwurst wurde "Reiseproviant" belegt um sie mitnehmen zu dürfen. Größere Mengen wären immer aufgefallen.


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