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RE: Eingemauert

#241 von altberlin ( gelöscht ) , 02.11.2011 17:34

Nur mal so zum Thema Grundwehrdienst.

Sicher, froh waren die Wenigsten, und wenn sich dann doch eine gewisse Freude breit machte, dann nur darüber, das man möglichst unmittelbar nach der Lehre weg mußte. Mir ging es so, von daher hatte ich da keine familiären Probleme. Und meine Erfahrung war auch, das die meisten keine Familie hatten, ich habe weder im Ausbildungsbatallion noch in der Grenzkompanie von derartigen Problemen gehört. Solche Fälle, mit mehreren Kindern, waren nicht die Regel.
Außerdam war doch bekannt, was irgendwann blüht, da mußte man sich auch mental drauf vorbereiten. Ein früherer Kollege von mir hat Rotz und Wasser geheult, als er eingezogen wurde, er mußte weg von Frau und Kind (eins), hat sich aber dann ganz schnell an die neue Situation gewöhnt, bei der NVA eine Kabarettgruppe ins Leben gerufen und ist dadurch dann zum Fast-Schauspieler geworden.

Ich habe es für besser gehalten, die Sache mit erhobenem Kopf durchzuziehen, klein gekriegt hat man mich damals nicht und es wird auch heute niemand schaffen.
Ja, es war eine verlorene Zeit, besonders finanziell, aber soll man nun daran zu Grunde gehen ?

.

altberlin

RE: Eingemauert

#242 von Weilheimer , 02.11.2011 17:54

Zitat von Atze


Ansonsten, siehe unten, den Ausspruch vom Sir W. C.



Hauptmann Atze, du zitierst den Handlanger des imperialistische Klassenfeindes und macht dir seine Ideologie zu eigen? Hat nicht irgendein Kommunist aus dem ehemaligen Ostblock, was Kluges gesagt? Dir droht Schwedt und die Degradierung zum Uffz.


 
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RE: Eingemauert

#243 von Atze , 02.11.2011 17:59

Vielleicht könnte einer der Admins diese Beiträge zur "NVA" verschieben.

Auf solche Treads wie von Dir Altberliner antworte ich auch so sachlich, wie es sich gehört.

In jeder Wehrpflichtarmee dieser Welt ist es ziemlich gleich. Die Männer wollen eigentlich nicht zur Fahne, nehmen es aber als notwendiges Übel hin und machen das Beste daraus. Das war gemeint mit meiner Aussaage, dass die meisten Soldaten einen ordentlichen Dienst gemacht haben. Ausnahmen gab es immer und wird es immer geben, in Wehrpflichtarmeen. Ich hatte nun das große Glück, als ich noch junger Offizier war, in einer Einheit meinen Dienst zu versehen, die zu 100 % aus freiwilligen Soldaten bestand. Erst später lernte ich auch anderes kennen, da war ich aber schon nicht mehr in einer Kompanie, sondern Stabschef im Bataillon.

Das in der NVA ein Einberufungssystem existierte, hinter das kaum einer steigen konnte, auch ich nicht , ist wahr. Anstatt heimatnah einzuberufen, mußten die Soldaten durch die Republik fahren wie die Irren und verbrachten viel zu viel Zeit auf der Bahn, anstatt in den Familien. Eine sinnvolle Begründung kann ich dafür nicht geben. Anders ist das natürlich bei Truppenteilen / Waffengattungen oder Teilstreitkräften, die es nur selten gab oder die an bestimmte Bedingungen gebunden waren. Wer aus Suhl kam und zur Marine wollte oder dafür gezogen war, weil er als Uhrmacher eben ein hervorragender Torpedomixer war, der mußte eben reisen. Aber warum der Panzermann, der Infanterist oder Artillerist und Andere fahren mußte, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Eines muss man den Wehrorganen aber zu Gute halten, auch wenn es da Ausnahmen gab. Die Masse der Soldaten waren jung und wurden bei Möglichkeit mit 19, 20 oder 21 Jahren gezogen. Der 24 - 26-jährige war eher die Ausnahme. Nun gab es in den Motschützen- und Panzerregimentern, die 9. Kompanie, in der die älteren Soldaten zusammen gezogen wurden, damit der Durschnitt dort stimmte. Geführt wurden diese Kompanien in der Regel auch durch ältere Kompaniechefs, die entsprechende Lebenserfahrung hatten. Aber auch da gibt es sicherlich Ausnahmen, denn gerade in den Regimentern, wo die Fluktuation des Offiziersbestandes hoch war (z.B. 9. PD), war das eventuell nicht immer möglich.

Das so manches Mädchen oder auch Ehefrau ihren Mann verlassen hat, der sie nicht regelmäßig besuchen konnte, weil er seinen Wehrdienst ableisten mußte, ist bedauerlich. Ich kann dazu nur sagen, da war die Liebe nicht groß genug, so traurig das auch für den Einzelnen ist. 18 Monate sind lang aber für eine echte Liebe sollte diese Zeit zu überbrücken sein. Ansonsten war es eben keine echte Liebe und wäre vermutlich früher oder später sowieso auseinander gebrochen.

Das mag sich hart anhören und ich höre schon den Aufschrei von Mäuselchen und Weilheimer, aber wenn sich besagte Herren mal echt Gedanken darüber machen (müssen sie aber nicht) können sie mir nur recht geben.

Gruß


Sir W. Churchill

"Eine der fröhlichsten Erfahrungen im Leben ist es, als Zielscheibe zu dienen, ohne getroffen zu werden."

 
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RE: Eingemauert

#244 von altberlin ( gelöscht ) , 02.11.2011 18:08

@ Atze, was die Liebes- oder Freundschaftsbindungen anbelangt, gebe ich dir Recht. ich habe während meiner Dienstzeit geheiratet, aber in zivil, um dummen Fragen gleich vorzubeugen, auch wenn es vielleicht illegal war. Und diese Ehe hielt dann ca 10 Jahre.
Übrigens hatte ich ebenfalls das zweifelhafte Vergnügen, bei 2 x Urlaub pro Halbjahr, von Mödlareuth über Plauen nach Berlin zu müssen, 6-7 Std. Reisezeit.

altberlin

RE: Eingemauert

#245 von peppe , 02.11.2011 18:27

........Liebe hin oder her mit keine 20lenze sich zu binden war für mich damals schon Horror Man muss doch erst mal Leben um vergleiche ziehen zu können. Ich hätte 1000% das Gefühl ich hätte was verpasst wenn ich so jung geheiratet hätte. Und heute im reifern Alter wenn ich drüber nachdenke was ich hätte alles verpasst was ich der wegen so erlebte nee nicht auszudenken was mir da entgangen wäre

ps. Das war aber für viele der DDR Teufelskreis ohne Ehe/Kind keine Wohnung ect. pp auch mit ein Grund für mich damals die Ausreise zu stellen Ich mir vorschriften machen lassen über mein Leben neeee



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RE: Eingemauert

#246 von Weilheimer , 02.11.2011 18:46

Zitat von Uffz Atze
Vielleicht könnte einer der Admins diese Beiträge zur "NVA" verschieben.


Unteroffizier Atze so schnell aus Schwedt zurück? Der böse Moderator Weilheimer, der Uffz. Atze verbal das Klo mit der Zahnbürste putzen lässt, kann auch verschieben. Nun musst du wieder ein paar Threads dienen und ackern und mit Taten glänzen, um wieder Hauptmann Atze zu werden.


Zitat von Uffz Atze

In jeder Wehrpflichtarmee dieser Welt ist es ziemlich gleich. Die Männer wollen eigentlich nicht zur Fahne, nehmen es aber als notwendiges Übel hin und machen das Beste daraus.



Nein Uffz. Atze die Bundeswehr ging mit ihren Wehrpflichtigen um einiges besser um. Freitag am späten Nachmittag war für die Grundwehrdienstleistungen Schluss, dann ging es mit dem privaten PKW auf die Autobahn und nach Hause. Wer in Stuttgart wohnte, tat seinen Dienst in Ulm. Weltreisen wurden durch die Bundeswehr nicht organisiert. Zudem nahm die Bundeswehr bei der Einberufung auf die persönliche Lebenssituation, hätte sie es nicht getan, hätte der Wehrpflichtige eben verweigert. Das kannte die NVA nicht. Wer aus Glaubensgründen nicht dienen wollten, der wurde als Bausoldat 1,5 Jahren schikaniert.

Zitat von Uffz Atze

Ich hatte nun das große Glück, als ich noch junger Offizier war, in einer Einheit meinen Dienst zu versehen, die zu 100 % aus freiwilligen Soldaten bestand.



Freiwillige Soldaten? Uffz. Atze will den Weilheimer verscheissern. Wo hattest du freiwillige Wehrpflichtige in der DDR her? Das würde die Wehrpflicht ad absurdum führen.

Zitat von Uffz Atze

Das in der NVA ein Einberufungssystem existierte, hinter das kaum einer steigen konnte, auch ich nicht , ist wahr. Anstatt heimatnah einzuberufen, mußten die Soldaten durch die Republik fahren wie die Irren und verbrachten viel zu viel Zeit auf der Bahn, anstatt in den Familien. Eine sinnvolle Begründung kann ich dafür nicht geben. Anders ist das natürlich bei Truppenteilen / Waffengattungen oder Teilstreitkräften, die es nur selten gab oder die an bestimmte Bedingungen gebunden waren. Wer aus Suhl kam und zur Marine wollte oder dafür gezogen war, weil er als Uhrmacher eben ein hervorragender Torpedomixer war, der mußte eben reisen. Aber warum der Panzermann, der Infanterist oder Artillerist und Andere fahren mußte, ist für mich nicht nachvollziehbar.



Ganz einfach Uffz. Atze das war eine Armee einer diktatorischen Staates. Der Staat und seine Organe bestimmten, der Einzelne war unfrei und hatte keine Alternative als sich zu fügen. Diese Einberufungspraxis würde ich Schikane nennen, was anderes war das nicht.

Zitat von Uffz Atze

Eines muss man den Wehrorganen aber zu Gute halten, auch wenn es da Ausnahmen gab.



Uffz. Atze du als ehemaliger, von mir degradierter Offizier , hattest doch überhaupt keine Ahnung, was draußen los war. Du warst doch von deiner Ideologie geblendet. Die hast genau so gemacht, was man sagte, um dein warmes gut bezahltes Pöstchen zu behalten. Du warst ein sogenannter Buckel oder Bottich. 20 Jahre warst du untergetaucht, hast vermutlich jedem verschwiegen, was du früher gemacht hast und nun meinst du, es wäre an der Zeit aus dem Loch hervorzukriechen, die Luft wäre rein.

Zitat von Uffz Atze

18 Monate sind lang aber für eine echte Liebe sollte diese Zeit zu überbrücken sein. Ansonsten war es eben keine echte Liebe und wäre vermutlich früher oder später sowieso auseinander gebrochen.



Uffz. Atze, als Beziehungsberater. Davon hast du doch gar keine Ahnung. Tu doch lieber das was du früher bei der NVA gemacht hast, seltsame Reden führen und gelegentlich auch mal rumschreien. Wie viele Suizide von Wehrpflichtigen hast du zu verantworten? Laut inoffizieller Statistik müssen es ein paar gewesen sein.

Zitat von Uffz Atze

können sie mir nur recht geben.



Vergiss es.


 
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RE: Eingemauert

#247 von joesachse , 02.11.2011 19:25

Genosse Soldat Weilheimer, ich denke, Du gehst mit Uffz. Atze etwas zu streng um. Klar verteidigt er sein jungen Jahre unter dem DDR-Regime, sieht aber mache Sachen schon wesentlich differenziert als andere, die alles Böse und Schlechte aus dieser Zeit massiv verdrängen. Außerdem ist er ein leuchtendes Beispiel für die Ansichten dieser Zeit: Die Führenden hielten das, was sie tun, für prinzipiell in Ordnung, alle Probleme waren nur Einzelfälle in untergeordneten Dienststellen, das lag nicht am System. Diese damals in den unteren bis mittleren Führungsriegen weit verbreiteten Ansichten vertritt Atze mit einigen Einschränkungen noch heute.
(Und ich muss ehrlicherweise mal hinzufügen, dass Gefreiter JoeSachse auch diese Ansichten vertrat, dann aber in den ersten Jahren nach der Wende erkannte, dass die meisten Probleme in der DDR am System lagen.)
Allerdings scheint mir Uffz. Atze durchaus lernfähig zu sein, insofern sehe ich einer möglichen Beförderung mit zuversicht entgegen.

Und noch was: Dieser Laden NVA hätte mich auch als Familienvater noch ein paar Wochen zur Reserve einbezogen, wenn ich mich im VEB Dank meiner IT-Kenntnisse nicht unabkömmlich gemacht hätte.

@Atze: Jetzt verstehe ich den Altersdurchschnitt meiner 9 Kompanie....


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RE: Eingemauert

#248 von reporter , 02.11.2011 19:34

Für die SED-Diktatur blieb die NVA bis zum Ende des SED-Staates das wichtigste bewaffnete Machtinstrument.

Heute erzählt uns unser NVA-Büttel lustige Anekdoten aus der Dienstzeit und ehrpusselige Landser-Geschichten.

Früher war er zuständig für die Transmission der SED-Propaganda, die keinen Zweifel daran ließ, auch für die eventuelle Niederschlagung von Unruhen in den "Bruderstaaten" bereit zu sein, er war zuständig für Erziehung zum Haß auf den Klassenfeind und zuständig für die durchgehende Militarisierung in Schulen und Ausbildungseinrichtungen.

Er war zuständig dafür, daß durch ein überzogenes System der Einsatzbereitschaft Wehrpflichtige wochen- und monatelang ohne Ausgang und Urlaub in heimatfernen Kasernen eingesperrt waren.

Die Wehrpflichtigen in der NVA sollten die Unterwerfung lernen und auch als Aktivposten der Unterwerfung der Bevölkerung bei Bedarf fungieren.
Insbesondere NVA-Wehrpflichtige sollten an der Grenze in besonderer Weise gegen das eigene Volk bedarfsweise und rücksichtslos tätig werden.
Bei Gefährdung des SED-Regimes war die nötige Repression nach innen durch die NVA geplant:

Zitat
Und wenn die Volksarmee auf das Volk schießt? Im Revolutionssommer 1989 stand die DDR kurz vor dem Bürgerkrieg - und NVA-Berufssoldat Michael Heide wurde aus Angst vor Blutvergießen zum Saboteur: Mit dem Skalpell in der Tasche startete der Stabsfähnrich die waghalsige "Operation Sperrfeuer".



http://einestages.spiegel.de/static/auth...bad_saarow.html


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RE: Eingemauert

#249 von joesachse , 02.11.2011 19:50

Genosse Reporter, du magst recht haben mit deine Feststellungen zu Uffz Atze. Allerdings habe ich den Eindruck, dass bei ihm eine gewisse Resozialisierung im Laufe der letzten 20 Jahre durchaus gewisse Erfolge gezeigt hat. Und aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass die Resozialisierung ehemaliger Militärs (egal ob NVA oder Bundeswehr) gelegentlich nicht ganz unproblematische ist.


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RE: Eingemauert

#250 von reporter , 02.11.2011 20:02

Zitat von joesachse
Genosse Reporter, du magst recht haben mit deine Feststellungen zu Uffz Atze. Allerdings habe ich den Eindruck, dass bei ihm eine gewisse Resozialisierung im Laufe der letzten 20 Jahre durchaus gewisse Erfolge gezeigt hat. Und aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass die Resozialisierung ehemaliger Militärs (egal ob NVA oder Bundeswehr) gelegentlich nicht ganz unproblematische ist.



Völlige Übereinstimmung, ich wollte es noch anmerken, da war es schon zu spät.

Die Figur des Uffz ist natürlich nicht identisch mit unserem User Atze, es ist der Uffz 'an sich' mit seinen Aufgaben und seinen prinzipiellen Zuständigkeiten.


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RE: Eingemauert

#251 von Weilheimer , 02.11.2011 20:09

Ich will doch dem Atze doch nur ein wenig kontra geben, nur lesen und schweigen, das könnte als Zustimmung gewertet werden. Sicher sieht er einiges differenziert, um dann zu schlußfolgern "schön war`s", die unter der NVA gelitten haben, die gab es tatsächlich bis zum bitteren Ende, meint er "Pech gehabt". Es ist doch in Ostdeutschland gerade Tatsache so, dass die alten Kader, auch die die Schuld auf sich geladen haben, nach 20 Jahren deutsche Einheit unter Ausnutzung der heutigen Freiheit und der Probleme in Deutschland aus ihren Löchern hervor kriechen, um sich als Helden feiern zu lassen. Die Erinnerung an 40 Jahre DDR darf nicht verblassen, sicher war einiges "schön", aber das negative überwiegte. Atze, wenn dir persönlich diese Jacke nicht passt, musst du sie dir nicht anziehen, sie passt vermutlich wie ein Maßanzug.


 
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RE: Eingemauert

#252 von Paule , 02.11.2011 20:35

Heute erzählt uns unser Schmock reporter lustige Anekdoten aus dem Märchenbuch und ehrpusselige Spiegel-Geschichten.

Zitat von reporter

Zitat
Und wenn die Volksarmee auf das Volk schießt? Im Revolutionssommer 1989 stand die DDR kurz vor dem Bürgerkrieg - und NVA-Berufssoldat Michael Heide wurde aus Angst vor Blutvergießen zum Saboteur: Mit dem Skalpell in der Tasche startete der Stabsfähnrich die waghalsige "Operation Sperrfeuer".

http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/5885/der_saboteur_von_bad_saarow.html



Habt Ihr die witzigen Kommentare zum Beitrag dieser spannenden Geschichte gelesen?

Im Revolutionssommer 1989 war ich mit dem Grundwehrdienst beschäftigt und wir hatten ganz normalen Dienst, keinerlei Anzeichen von Bürgerkrieg.

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RE: Eingemauert

#253 von joesachse , 02.11.2011 20:45

Zitat von Weilheimer
Es ist doch in Ostdeutschland gerade Tatsache so, dass die alten Kader, auch die die Schuld auf sich geladen haben, nach 20 Jahren deutsche Einheit unter Ausnutzung der heutigen Freiheit und der Probleme in Deutschland aus ihren Löchern hervor kriechen, um sich als Helden feiern zu lassen.


Dieser Satz könnte sich auch auf die von reporter zitierte Geschichte beziehen, die Kommentare dazu sind wirklich lesenswert.
@Paule, da scheinst Du allerdings irgendwie Glück gehabt zu haben, ich habe einige Bekannte, die haben im Herbst 1989 anderes erlebt...


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: Eingemauert

#254 von Paule , 02.11.2011 21:06

Müsste einige Seiten vorher stehen, im HERBST (nicht im REVOLUTIONSSOMMER) gab es 1-2 Tage Aufregung, die aber nicht das Kasernengelände verlassen hat.


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RE: Eingemauert

#255 von Buhli , 02.11.2011 21:31

Zitat Reporter:"Wallraff fährt die Variante vom Genossen Gysi, er ist abgeschöpft worden." Mal wieder so ein sachliches, nachvollziehbares Argument. Was hat das mit Wallraffs Wehrpflichterlebnis zu tun? Der mus da verdammt früh abgeschöpft worden sein.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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