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RE: NVA

#661 von Paule , 17.01.2012 20:29

@reporter: Wir können froh sein, daß die Stasiheloten und ostdeutschen NVA-Bauchschlitzer nicht losgezogen sind, sonst wären bekanntermaßen die geheimen Nato-Bauchschlitzer auf einen Besuch bei Dir vorbeigekommen, um Dir zielführend zumindest den Lutscher wegzunehmen:

GLADIO bei Wikipedia

Die Ambitionen der USA den Einfluß der Sowjetunion zurückzudrängen sind hier erläutert:

Rollback bei Wikipedia en

Das ganze hätte auch richtig brenzlig werden können:
"Im Dezember jenes Jahres erschien zudem ein Artikel des Pentagonberaters Colin S. Gray mit dem Titel „Victory is possible“ (Sieg ist möglich), der einen atomaren Überraschungsangriff der USA mit dem Ziel, die politisch-militärischen Führungskräfte der Sowjetunion auszuschalten, als notwendige „Option“ beschrieb und dazu selbst 20 Millionen Todesopfer in den USA als tragbares Risiko einkalkulierte. US-Präsident Ronald Reagan übernahm diese Strategie offiziell und machte ihren Erfinder zu seinem führenden Militärberater." aus Antikriegsforum Heidelberg

Da letztendlich beiden Lagern bekannt war, ein Atomkrieg ist begrenzt nicht wirklich möglich, auch wenn hier bekanntermaßen immer wieder neue Szenarien durchgespielt wurden, waren die konventionellen Streikräfte in beiden Lagern letztendlich der Garant zur Zeit des kalten Krieges, einen Atomkrieg zu vermeiden. Damit hätte ich einigermaßen wieder die Kurve zur NVA und zum Thema geschafft und hoffe, die Mods sehen das ähnlich. Ansonsten bitte korrigieren oder auch gern entfernen.

Hauptsächlich ging es mir darum, ein Gleichgewicht zu den Thesen unseres reporters zu liefern. Quasi Kalter Krieg 2.0.


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RE: NVA

#662 von Weilheimer , 17.01.2012 21:01

Zitat von andersdenker

Der Personenkreis existiert immer noch - nicht mehr in den früheren Funktionen ... ob dies gut oder schlecht ist - diese Bewertung bleibt jedem selbst überlassen .... Aber diese Personen, über deren Vergangenheit hier zum Teil sehr verächtlich diskutiert wird, sehen in der Mehrzahl die früheren Zeiten als TEIL ihres Lebens an .....



Wie, der Personenkreis existiert noch? Die NVA wurde kurz nach dem Staat abgewickelt. Wo keine Armee mehr gibt, kann es auch kein Personal zu dieser geben. Die Bundeswehr hat die meisten Offiziere der NVA in DM abgefunden oder ihnen eine Ausbildung für einen zivilen Beruf ermöglicht. Ich kann es ja verstehen, das einige ihren Dienstgraden, ihrer schicken Uniform und den dazugehörigen Machtbefugnissen und Privilegien hinterhertrauern, aber was nicht mehr ist, ist nicht mehr. Wer sich wegen Begriffen wie Bottich oder Boiler, Bunker oder Tagesack oder sonstige Bezeichnungen von Grundwehrdienstleistenden der DDR für Offiziere der NVA aus der Reserve locken lässt, ist selbst Schuld. Nicht vergessen, die Grundwehrdienstleistenden war nicht freiwillig bei dieser Armee und dieser Sarkasmus, war nichts weiter als eine Gegenwehr, gegen die Zustände in dieser Armee. Die Leute waren ihren Vorgesetzten in der Regel wehrlos ausgeliefert und wurden bei Bedarf auch schikaniert, wenn das Gesicht oder die Einstellung nicht passte. Eine Diktatur hat keine demokratische Armee.


 
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RE: NVA

#663 von Buhli , 17.01.2012 21:39

Atze, über das NVA-Fachwissen von unserem Reporter mußte ich auch schon schmunzeln.
Paule, das war mal was exakter. Ob Rep. das richtig einordnen kann?
B.W., vielleicht konnte Paule mit seinem Beitrag, Deine Frage, warum Rep. so attakieret wird, jetzt beantworten.
Rep., daß es Dir nicht "erinnerlich" ist, kann ich sogar nachvollziehen. Mir geht es fast ähnlich. Die Akten sind doch noch unter Verschluß. Den dafür zuständigen Geheimdienst gibt es schließlich noch. Schon vergessen? Ist das für Dich erinnerlich?
Wie er auch immer heist. Entweder die werden nach ner Sperrzeit oder nach Auflösung des Geheimdienstes veröffentlicht.
Ein Lieferant von mir, auch ein ehemaliger Ausgereister, bekommt noch nicht mal eine Antwort auf die Aktenanfrage beim BND oder Verfassungsschutz. Hat er mir erst im Dez. 2011 erzählt. Keine Antwort ist auch ne Antwort.



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RE: NVA

#664 von andersdenker , 17.01.2012 22:06

Zitat von Weilheimer

Zitat von andersdenker

Der Personenkreis existiert immer noch - nicht mehr in den früheren Funktionen ... ob dies gut oder schlecht ist - diese Bewertung bleibt jedem selbst überlassen .... Aber diese Personen, über deren Vergangenheit hier zum Teil sehr verächtlich diskutiert wird, sehen in der Mehrzahl die früheren Zeiten als TEIL ihres Lebens an .....



Wie, der Personenkreis existiert noch? Die NVA wurde kurz nach dem Staat abgewickelt. Wo keine Armee mehr gibt, kann es auch kein Personal zu dieser geben. ........





Ich empfehle VERSTEHENDES LESEN - und zwar bereits bei den eigenen Beiträgen ... Der Unterschied zwischen Personal und Personenkreis - und dieser letztgenannte Begriff wurde vom Foristen @Weilheimer in die Diskussion eingebracht - sollte eigentlich jedem gebildeten Mitteleuropäer geläufig sein ..... Das es kein Personal der Ex-NVA mehr gibt, ist auch hinreichend bekannt ....

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RE: NVA

#665 von Paule , 17.01.2012 22:22

Zitat von Paule
ein Gleichgewicht zu den Thesen

Es muss wohl heißen: "Gegengewicht". Falls einer der Mods so freundich wäre, zu korrigieren. Danke.


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RE: NVA

#666 von Weilheimer , 17.01.2012 23:19

Zitat von andersdenker

Zitat von Weilheimer

Zitat von andersdenker

Der Personenkreis existiert immer noch - nicht mehr in den früheren Funktionen ... ob dies gut oder schlecht ist - diese Bewertung bleibt jedem selbst überlassen .... Aber diese Personen, über deren Vergangenheit hier zum Teil sehr verächtlich diskutiert wird, sehen in der Mehrzahl die früheren Zeiten als TEIL ihres Lebens an .....



Wie, der Personenkreis existiert noch? Die NVA wurde kurz nach dem Staat abgewickelt. Wo keine Armee mehr gibt, kann es auch kein Personal zu dieser geben. ........





Ich empfehle VERSTEHENDES LESEN - und zwar bereits bei den eigenen Beiträgen ... Der Unterschied zwischen Personal und Personenkreis - und dieser letztgenannte Begriff wurde vom Foristen @Weilheimer in die Diskussion eingebracht - sollte eigentlich jedem gebildeten Mitteleuropäer geläufig sein ..... Das es kein Personal der Ex-NVA mehr gibt, ist auch hinreichend bekannt ....




Ah ja, gut das du mich drauf hinweist, werde es mal versuchen, irgendwann. Wie sagt meine Sohnemann immer "Heul doch!" in diesem Sinn "Gute Nacht"

 
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RE: NVA

#667 von andersdenker , 17.01.2012 23:21

Zitat von Weilheimer
.... in diesem Sinn "Gute Nacht"



Dito ... schlaf schön und träum süß

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RE: NVA

#668 von reporter , 18.01.2012 00:19

Zitat von andersdenker
@reporter - und nun wirklich endgültig zum letzten Male: Der SOLDAT der Spezialtruppe Fallschirmjäger hatte die unangenehme Eigenschaft seine Zeit bei Kommandostabsübungen zu verbringen - wie der Name schon sagt, waren dies "Sandkastenspiele" älterer Herren, die in höheren Stäben - also Führungsorganen -



Wie bei der Diskussion um den Kriegsorden der NVA operierst du hier auch unsauber. Es handelte sich um keine Sandkastenspiele älterer Herren, sondern die Zuarbeit zu "Bordsteinkante" erfolgte durch Trainierung des Häuserkampfs vor allem auf dem Truppenübungsplatz Lehnin. In der dortigen Anlage Scholzenslust hatte man eine Potemkinsche Kulisse eingerichtet, mit Airport, Bar, Kino, Hotel, Schule, einem Stück Kanal und zwei U-Bahneingängen. Und die Taktik übte man in Strausberg an einem 12 mal 12 Meter großen Modell West-Berlins.

Auch die anderen bekannten detaillierten Vorbereitungen kann man nicht als Sandkastenspiele bezeichnen.

Ich wüßte nicht, das man im Verteidiungsministerium der Bundeswehr in Bonn ein 100 m² Modell von irgend einer Stadt in Ostdeutschland für ein Sandkastenspiel verwendet hätte.


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RE: NVA

#669 von BesserWessi0815 , 18.01.2012 03:24

..in einem Eurer Links hier im Forum, habe ich mal weiter geklickt: die denkbaren Ziele der "Alten Herren" begrenzten sich nicht nur auf Berlin. Auch das Rheinland, in sieben Tagen, sollte erobert werden. Damit auch Bonn. Der [gedankliche] Angriffskrieg hätte von dieser Position auch wieder mal Paris erreichen können.
Glücklicherweise ist es nicht so weit gekommen.

@Paule: von der "Rollback" - Strategie wurde ich schon als Schüler in der 8. Klasse informiert. Das war kein Geheimnis, was vertuscht werden musste. Die Russen standen doch schon überall in Ost-/Mitteleuropa. Das Zeitgeschehen wurde, von dem was bekannt war, auch kommuniziert. Auch von Gehlen/BND hatte ich damals etwas mitbekommen, aber noch nicht einordnen können.
Die Infos habe ich, sowohl damals -als auch rückblickend heute- als normativ(also wertfrei!) empfunden. Eine Wertung oder gar Beeinflussung staatlicher Seite sah und sehe ich heute auch nicht. Wir hatten ja keine Stabsbürgerkunde.
Wer mir als "Wessi" jetzt eine vergleichende Beurteilung absprechen will - mag das tun.
Die Mutter meiner Freundin war jedoch Lehrerin und unterrichtete dieses Fach in Erfurt.
Daher habe ich zumindest ein wenig Grundwissen zu "StaBü" - wenn auch keine Details aus ihrer Lehrpraxis.


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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RE: NVA

#670 von andersdenker , 18.01.2012 06:51

@reporter: Der Unterschied zwischen einer Kommandostabsübung und dem Erlernen/Trainieren von militärischen Fähigkeiten und Fertigkeiten (DIES nur als wertfreien Begriff für alle Ausbildungsinhalte anzusehen) sollte irgendwann einmal akzeptiert werden......
"Trainingscamps" gibt es bei allen Armeen dieser Welt - ansonsten empfehle ich, mal nach ABLE ARCHER 83 im Netz zu suchen - das war ebenfalls "nur" eine KSÜ .... hätte aber ganz andere Folgen als die Bordkante-Szenarios haben können.

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RE: NVA

#671 von Buhli , 18.01.2012 08:30

Andersdenker, er hat sicher die Links von Paule nicht verstanden. Der verwerfliche Unterton von ihm ist für mich auch nicht ganz verständlich. Eben weil es das bis heute auf der ganzen Welt noch gibt. Kann sein, daß er das nicht aufnimmt.



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RE: NVA

#672 von Atze , 18.01.2012 08:32

Mogn Männers und Mauselinchen,

ich hatte selber mit der Musterung nichts zu tun. Aber soweit ich weiß, hat gerade das Ministerium für Staatssicherheit, seine Vorauswahl bei den neu Einzuberufenen bereits im Vorfeld getroffen. Freunde von mir, mit denen ich gemeinsam bei der GST (auf dem Flugplatz Neustadt Glewe) gesprungen bin, wurden zwar durch die normale Musterungskommision gemustert aber sie wußten schon, dass sie in Wachregiment Felix Edmundowicz Dzershinsky (FED) eingezogen werden.

Überhaupt ist es richtig, wie hier schon beschrieben, dass bei vielen schon klar war, wo sie ihren Dienst versehen werden. All die jungen Männer, die eine bestimmte Ausbildung hatten wurden auch entsprechend eingesetzt. So war es klar, dass ein Funker der GST auch zu den Nachrichtentruppen (heute heißen diese Truppen "Fernmelder") gezogen werden oder zu den FEK-ern (Funk-Elektronischer Kampf - heute heißt das "ELOKA" - Elektronischer Kampf).

Bei den Fallschirmjägern war dies wohl auch klar. Allerding benötigte dieser Truppenteil pro Jahr bei leibe nicht so viele junge Rekruten, wie dort ihren Dienst absolvieren wollten. So wurde nur etwa jeder Dritte in dieses TT gezogen, der eigentlich die Voraussetzungen dazu hatte. Die anderen ehenamligen Fallschirmspringer der GST, wurden dann meistens in die Aufklärungseinheinheiten eingezogen. Davon gab es ja einige mehr. Jedes Regiment hatte eine Aufklärungskompanie, jede Division hatte ein Aufklärungsbataillon in welchem der FAZ (Fernaufklärungszug) auch mit dem Fallschirm ins rückwärtige Gebiet des Gegners eindringen konnte und es gab noch die beiden SAK (SAK III und SAK V -Spezial Aufklärungskompanie) der Militärbezirke, die ebenfalls gesprungen sind.
Die Kampfschwimmer der Volksmarine (KSK-18, Kampfschwimmerkompanie-18) holte sich lieber gute Taucher und lehrten erst in der NVA das Fallschirmspringen, so wie es auch an der OHS (Offiziershochschule der Landstreitkräfte) mit den OffzSchääälern der Aufklärungskompanie geschah.

Trennung

Ein Staat, der ein stehendes Heer besitzt, also auf jeden Fall alle Staaten, die in den Blöcken eingebunden waren, besaßen eine operative Planung. Das bedeutet, das ab Regiment / Brigade den Kommandeuren und seinen unmittelbaren Stellvertretern klar war, welche Aufgaben ihre Truppe im Ernstfall zu erledigen hat. So ging es weiter zur Division, dem Armeekorps, der Armee und der Front bis hinauf zu den Truppen des Kriegsschauplatzes. Diese operative Planung unterlag der strengsten Geheimhaltung und niemand, außer der an der Planung beteiligten wußte Genaueres. Wäre die Wende nicht gekommen, wären solche Informationen auch nicht an die Öffentlichkeit gekommen. Das man natürlich bei KSÜ´s (Kommandostabsübungen) verschiedene Varianten von Verteidigungs- und Angriffsgefechten auf Karten durch spielt, ist keine Erfindung der NVA oder der Russen. Das machen alle Stäbe dieser Welt.
Es gibt auch KSÜ´s mit handelnden Truppen. Diese Truppen haben dann in der Regel, ihre alle zwei Jahre wiederkehrenden Regiments- oder gar Divisionsübungen durchgeführt. So konnten die Handlungen, die auf der Karte geplant wurden, in der Praxis überprüft werden. Die Handlungen der darstellenden Truppen geschahen jedoch auf auf TÜP´s (Truppenpbungsplätzen). Da nun die DDR nicht so doll damit gesegnet war, die Soldaten und Kommandeure jedoch in unterschiedlichen Geländen trainieren sollten, verlegten die Truppen während solcher Übungen von einem zum anderen TÜP und handelten dort. Ob das nun Kehnert war zum trainieren des Forcierens oder aber Nochten zum Schießen mit vollem Kaliber oder gar der russische TÜP Wittstock, wo sogar zwei Regimenter nebeneinander handeln konnten.

Nicht anders macht das die BW oder die US-Army oder wer auch immer.

Das die NATO Angriffspläne auf das Territorium der Staaten des Warschauer Vertrages besaß und dazu auch trainiert hat, hat der Agent "Topas" der an maßgeblicher Stelle der NATO-Planung saß, anhand von Dokumenten, die er für den WV besorgt hat, bewiesen.
Topas saß schon bei mir im Auto und ist bei uns vor drei Jahren gesprungen. Ich kenne ihn also persönlich. Ein sehr charmanter Mann. Überaus intilligent und symphatisch. Wer also hier schwadroniert, "die böse NVA" und die "gute NATO" denkt soweit, wie ein Ferkelchen scheißt.

In diesem Sinne

Foto: "Topas" in blauem Polohemd, nach Verleihung des Sprungabzeichens der NVA und einer Medaille und Urkunde zu seinem ersten Fallschirmsprung.


Sir W. Churchill

"Eine der fröhlichsten Erfahrungen im Leben ist es, als Zielscheibe zu dienen, ohne getroffen zu werden."

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RE: NVA

#673 von reporter , 18.01.2012 08:57

Zitat von BesserWessi0815
von der "Rollback" - Strategie wurde ich schon als Schüler in der 8. Klasse informiert. Das war kein Geheimnis, was vertuscht werden musste. Die Russen standen doch schon überall in Ost-/Mitteleuropa. Das Zeitgeschehen wurde, von dem was bekannt war, auch kommuniziert. Auch von Gehlen/BND hatte ich damals etwas mitbekommen, aber noch nicht einordnen können.



Es gibt da einen grundsätzlichen qualitativen Unterschied. Der ganze Warschauer Pakt war ein von Stalin zusammengezimmertes Machtinstrument, um Stalins Beute, so etwa die Baltischen Staaten, zu sichern. Die Regime dieser Paktstaaten wurden von der betroffenen Bevölkerung durchweg abgelehnt, geschweige denn irgendwo legitimiert, was sich dann mehr als deutlich bestätigte, als die kommunistischen Systeme, wo dies historisch erstmalig möglich war, von der Bevölkerung entfernt wurden.

Diese Einschätzung war allerdings nicht neu erst mit der Wende, jeder Berufssoldat, der noch seine Sinne beieinander hatte und der sich freiwillig in den Dienst dieser Armeen gestellt hat, wußte, daß er als Stütze und Hilfskraft einer Diktatur fungierte.

Da nützt auch kein ehrpusseliges Herumreden um die "Verantwortung gegenüber meinen Männern" und ähnliche Landser-Schmonzetten. Und speziell den SED-Staat betreffend, hilft kein verschwiemeltes Bemühen der SED-Armee, sich als Erben der Bewegungen um die preussischen Befreiungskriege zu gerieren.


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RE: NVA

#674 von Daneel , 18.01.2012 10:24

Das war damals so wie heute, die Menschen die sich freiwillig zur Armee melden, sind oftmals Idealisten, die an eine gute Sache glauben und davon überzeugt sind, dass sie einer guten und gerechten sache dienen werden. Das war in der DDR so, das war in der BRD so, und das ist im heutigen Deutschland so. Und ein reporter darf seine Meinung dazu äußern, ob er es versteht, oder nicht, aber richten kann er drüber nicht, und das ist gut so, da er da eine sehr einseitige Sichtweise hat. Nicht umsonst und nicht aus purem Idealismus führt die führende Nation der NATO ständig Krieg.


Ich will ans Meer zurück, ein letzter Blick
Spüren, wie der Wind mir Flügel gibt
Ich will ans Meer zurück, dort wo das Glück
Mich endlich wieder in die Arme nimmt

 
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RE: NVA

#675 von Paule , 18.01.2012 12:29

Zitat von reporter
Es gibt da einen grundsätzlichen qualitativen Unterschied.

Bevor Du schwadronierst, könntest Du ja auch meinem Link folgen. Jeder der noch seine Sinne zusammen hat, liest dort z.B.:

"...Für die USA war die NATO das Instrument zur Durchsetzung ihrer Hegemonie im westlichen Lager, die geschwächten europäischen Mächte sicherten sich durch ihre freiwillige Unterordnung Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Interessen gegenüber dem Ostblock und den um ihre Unabhängigkeit kämpfenden Länder Afrika und Asiens..."

"...Unter dem Stichwort „Roll back“ konzentrierten sich die politischen und militärischen Anstrengungen daher auf das Zurückdrängen des „aggressiven Kommunismus.“ Dies begann zunächst in der eigenen Hemisphäre mit der militärischen Bekämpfung der linken Volksfront in Griechenland und der Ausarbeitung von Putschplänen, die eine Machtübernahme durch kommunistische Parteien – z.B. in Frankreich und Italien – verhindern sollten..."

beide Zitate, siehe Link in meinem letzten Beitrag - Antikriegsforum Heidelberg.

Wer jetzt freiwillig ein wenig mitdenkt, kann allerdings und ohne unsauberes operieren erkennen, die NATO war, wie auch der Warschauer Pakt, ein "zusammengezimmertes Machtinstrument". Damit entfällt zielgerichtet der qualitative Unterschied.

q.e.d.

p.s.: Achtung: für die werten Mitleser, ich habe bewusst unseres reporters Phrasen verwendet, auch wenn das nicht meinem Stil entspricht, in der Hoffnung, ein (wenn auch geringes) Einsehen zu erreichen. Diese Hoffnung ist wohl vergebens.

Entschuldigung an die Mods - abseits vom Thema, bitte bei Bedarf löschen oder verschieben. Ich danke.

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