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Food inc. - Was essen wir wirklich

#1 von Masseur , 06.01.2011 18:21

Habe mir gerade diesen erschütternden Film angeschaut und bin der Meinung, das er unbedingt sehenswert ist.
Bei einem Blick in die Supermarkt - Regale, dem Lesen der Zutatenlisten und im Zusammenhang mit den letzten ( öffentlich gewordenen ) Unregelmäßigkeiten der Nahrung produzierenden Industrie,
bekommt der Film eine Tragweite und für mich Verpflichtung, mein handeln zu überdenken.
http://www.youtube.com/watch?v=tNP9eRWGfnQ&feature=related


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#2 von delta , 06.01.2011 18:31

Nicht das verhalten des Verbrauchers muß sich ändern, sonder die Volksvertretern
die zwar immer neue gesetze erlässen, aber den Herstellern immer wieder hintertürchen
offenhält.
Wie willst du ansonsten 6 Milliarden und mehr Menschen ernähren. Soll jetzt jeder
Gartenbau und Viehhaltung betreiben. Bei der Masse ist effektive Wirtschaft von nöten.
Es kann doch nicht sein, das ich mit einer Mängelliste zum einkaufen fahren muß.
Dies gilt ja nicht nur für die ernährung sondern gleichermaßen für alle Dinge des Lebens.
verseuchte Häuser und wohnungen haben dies ja in den letzten jahrzehnte bewiesen.





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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#3 von Björn , 06.01.2011 18:36

Durch den derzeitigen Futtermittel-Dioxin-Skandal wittern jetzt auch die Veganer Aufwind und werben in den Medien öfters für tierproduktfreie Ernährung.
Dies soll machen, wer es für sich selbst als richtig sieht, soll aber anderen ihre Einstellung dazu genauso lassen!
Mein Fall ist Vegetarier/Veganer auf jeden Fall nicht


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http://www.youtube.com/watch?v=9N0L-zuhEq4&feature=related

 
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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#4 von Masseur , 06.01.2011 19:19

Falsch @delta.
Der Film schließt aber mit der richtigen Lösung.


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#5 von Björn , 07.01.2011 13:47

Zitat von www.Campact.de

Nein zu Gentechnik, Tierfabriken, Dumping-Exporten

Während der Messe »Grüne Woche« in Berlin treffen sich am 22. Januar 2011 etliche Landwirtschaftsminister aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung.

Das Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF und Co.: die Industrialisierung der Landwirtschaft voran zu treiben. Das heißt: Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte. Die Agrarkonzerne wollen für Gen-Saat, Agro-Chemie und Industrie-Food grenzenlose Märkte und weitere Milliarden-Subventionen. Sie wollen Agrarfabriken statt Bauernhöfe – überall. Dies alles unter dem Deckmantel den Welthunger und den Klimawandel zu bekämpfen. Unterstützt werden sie dabei von Kanzlerin Merkel und ihrer Bundesregierung.

Diese Agrarpolitik haben wir satt! Nein zur Landwirtschaftspolitik von EU und Bundesregierung!

-Sie fördert die Gentechnik-Industrie.
-Sie zerstört unsere Umwelt und die biologische Vielfalt.
-Sie zerstört lokale Märkte und schafft Hunger in Entwicklungsländern.
-Sie macht krank, erlaubt Tierquälerei und mästet Agrarindustrie.
-Sie schafft unmenschliche Arbeitsbedingungen auf Plantagen, in Ställen und Schlachthöfen.
-Sie macht Lebensmittel zu Agro-Sprit und heizt den Klimawandel weiter an.

Wir wollen:

-gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel
-eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft in Europa und weltweit
-eine tiergerechte und klimaschonende Landwirtschaft

Wir fordern von Merkel, Aigner und Barroso, von Berlin und Brüssel:

-Stopp der Subventionen für industrielle Tierhaltung!
-Stopp der Milchseen und Fleischberge! Stopp von Dumping-Exporten in Entwicklungsländer!
-Stopp der Spekulationen mit Lebensmitteln!
-Faire Marktregeln für bäuerlich ökologische Landwirtschaft weltweit!

Wir fordern eine neue, gerechte Agrarpolitik in Deutschland und Europa!



Der derzeitige Dioxin-Skandal mit knapp 5000 gesperrten Bauernhöfen/Agrarbetrieben (Stand heute Mittag) zeigt wieder mal, wie die Landwirtschaft, der Handel und wir Verbraucher von einigen (teils auch kriminellen) Firmen abhängig sind
Es können sonst schon viele Bauern aufgrund der niedrigen Preise kaum noch kostendeckend wirtschaften und jetzt müssen sie sogar alles entsorgen, ohne das feststeht wer ihre Kosten übernimmt!

http://www.tagesschau.de/inland/dioxin158.html

Hier noch ein Tageschau-Video zu den Auswirkungen und Kosten > http://www.tagesschau.de/multimedia/vide...ideo836916.html


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#6 von Harzhexlein , 07.01.2011 15:41

Wir holen unsere Eier meistens direkt beim Bauern und achten (wenn möglich) immer auf die Herkunft von Fleisch, Wurst und Gemüse! Bevorzugen da auch lieber einheimische Produkte und Saisonware bei Gemüse, statt aus Südeuropa oder vom anderen Kontinent.

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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#7 von Weilheimer , 07.01.2011 15:59

Ich weiß nicht, von welchem Importeur dieser Spruch stammt.
Die Briten bekommen das, was gut ist,
die Franzosen bekommen das, was schmeckt und
die Deutschen bekommen das was billig ist.
Aus beruflichen Gründen habe ich Kontakt zu Obst- und Gemüsegroßhändlern und es ist eine Tatsache das die Deutschen keine gute Ware bekommen, weil sie einfach nichts zahlen wollen. Es gibt zwar immer diese Lippenbekenntnisse "Wir kaufen Qualität, das Fleisch nur von glücklichen Kühen und die Eier von glücklichen Hennen und Obst und Gemüse nur aus genfreien, biologischen Anbau, aber dann an der Kasse ist dann doch nur das Fleisch aus dem Angebot für 2,99 Euro das Kilo oder die Eier für 1,19 Euro für 10 Stück und die Tomaten für 1,49 Euro das Kilo im Einkaufswagen. Die Verbraucher sind durch den Preisdruck, den sie erzeugen, selbst Schuld an Dioxin- und Gammelfleischskandalen. Jeder bekommt genau das zu "fressen", was er bereit ist zu zahlen. Das ist mein Statement dazu.


Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das Schöne zu nennen, konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt fertigbringen.


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#8 von joesachse , 07.01.2011 17:27

Ich glaube,hier wird einiges stark und falsch Verallgemeinert.
Ich kaufe relativ viel Obst und Gemüse und auch die Eier auf dem Hof, aber wenn der jetzt im Norden stehen würde, hätte das gar nichts gebracht.
Zum Thema BIO und teuer kaufen: Auch das ist unsinnig, in nahezu jedem Test von Lebensmitteln bei der Stiftung Warentest zählen BIO-Produkte auch zu den Verlierern, es gibt hier die Chance, viel Geld für vergammelte oder giftige Waren auszugeben. Für den Preisdruck in Deutschland sind nicht die Verbraucher verantwortlich, sondern meiner Meinung nach primär das übergroße Angebot und der Kampf der Lebensmittelhändler um den Deutschen Markt. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine größere Verkaufsfläche pro Einwohner im Lebensmittelhandel als in Deutschland. Hier muss endlich Schluss sein mit Subventionierungen dieses Marktkampfes, wenn die eine oder andere große Kette Pleite gehen würde und die Zahl der Lebensmittelmärkte sinken würde, dann würde dies diesen Konkurrenzkampf und den damit verbundenen Preisdruck entschärfen. Natürlich hätte dann nicht mehr jeder seinen Discounter vor der Haustüre, aber das wäre prinzipiell sicherlich gut so. Und vielleicht würde sich dann auch der eine oder andere "Tante Emma Laden" wieder lohnen.

Und natürlich muss der Staat seiner Kontrollpflicht nachkommen.

Gruß
JoeSachse


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#9 von delta , 07.01.2011 17:57

Joesachse
Hier muß ich dir unbedingt mal beiflichten.
Kein Kunde velangt ein Hänchen für 1,99 Euro.
Wenn ich mir keins leisten kann, kaufe ich auch keins.
Angebot und nachfrage.
Ich glaube eher noch, das 1,99 zu teuer ist, sonst
wären die meisten Hersteller oder produzenten schon
längst pleite.
Auch die Subvention spielt eine große Rolle, je größer der
Produzent desto mehr gelder aus der EU.
Der Markt wird sich aber noch verschärfen durch die EU
Osterweiterung.


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#10 von Weilheimer , 07.01.2011 18:45

Joesachse was den Wettbewerbsdruck angeht, gebe ich dir Recht. Allerdings hat der Verbraucher die Marktmacht, das kannst du leugnen, ist aber dennoch so. Wenn alle das Kilo Schweinefleisch für 2,49 Euro beim Real kaufen und das Fleisch vom örtlichen Metzger, doppelt so teuer, aber aus kontrollierter Zucht verschmähen, dann entscheidet der Kunde sehr wohl, wie das Essen in der Zukunft produziert wird. Im Moment entscheidet in Deutschland der Geiz, aber nicht der Verstand. Ich bin mir ganz sicher, es passieren noch mehr Skandale bei der Lebensmittelproduktion, nur werden nicht alle aufgedeckt. Auf jeden Fall werden wir durch diese Vorfälle angeregt zu überlegen, ob wir täglich billiges Fleisch essen müssen oder eben nur ein mal die Woche, was Gutes mit nachvollziehbarer Herkunft auf dem Teller liegt. Ich kenne einen Bio-Bauern, den Herrn Engel aus Bühlerzell-Schönbronn. http://www.naturhof-engel.de/ Es auf keinen Fall so, das die Kunden ihm das nachweislich biologisch produzierte Fleisch und die Wurst aus den Händen reißen. Von Dioxin Skandal sind übrigens Bio-Höfe nicht betroffen, weil die aus solchen dubiosen Quellen kein Futter für ihre Tiere beziehen, sondern nur die Massenhersteller.
Lieber Joesachse, ich hätte nun gern mal von dir eine Quelle, wo Bioprodukte als giftig eingestuft wurden und deswegen bei der Stiftung Warentest schlecht abgeschnitten haben.


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#11 von Björn , 07.01.2011 18:59

Da sehe ich einiges anders wie JoeSachse, da ich als Ex-"Bauer" mich noch immer für das Thema interessiere.
Ich habe in den Medien bisher nur Anzahl-mäßig große Hühnerhöfe mit Boden-/Volierenhaltung als betroffene Betriebe gesehen (viele Betriebe in NRW, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind Ex-Käfighaltungsbetriebe). Dort wird in der Regel nur industriell hergestelltes Fertigfutter per Futterautomatik verfüttert. Ich weiß von zwei Betrieben dort, wie es Anfang-Mitte der 90´er da drinnen aussah Öko-/Bio-Betriebe beziehen dagegen ihr Futter nicht von diesen großen Futterherstellern, teilweise kommt es vom eigenen Bauernhof oder aus der Region. Die Schadstoffe bei ihren Produkten (Beispiel Eier) stammen, wenn vorhanden, durch die Böden (scharren bzw. Futterpflanzen) und Luftverschmutzung (Dioxin aus der Industrie kann auch über den Luftweg kommen). Die Wahrscheinlichkeit einer Schadstoffbelastung ist aber geringer als bei Fertigfuttermischungen.

Ich habe in meiner Goslarer Zeit auch immer die Eier und Kartoffeln vom kleineren Bauern (mit Freilandhaltung) in der Nähe geholt. Außerdem öfters Obst und Gemüse vom griechischen Händler. Der Geschmack vor allem beim Obst (Mangos, Bananen usw.) und den Tomaten war ein Riesenunterschied zu den Discountern! Soviel teurer war es dabei auch nicht.
Man braucht doch z.B. bei Südfrüchten nur mal die Bananen für 1€/kg oder Mangos für 50 Cent/Stück bei Lidl, Netto usw. verkosten, schmecken tun sie fast nie richtig und von gutem Frucht-Aroma ist dort auch selten was zu merken

Wie Weilheimer schon schrieb: die meisten Leute holen nur die billigsten Eier im Laden, am besten für 1,00-1,20€ der 10er-Pack (meist noch aus dem Ausland). Wie soll da bei den Preisen vernünftigere Haltung und Fütterung in Deutschland gehen, wenn ein deutscher Hühner-Hof mit billiger Boden-/Volierenhaltung schon Kosten von 5-7 Cent/Ei hat, aber meist nur 5 Cent vom Handel bekommt Da muß er kräftig sparen, daß ist wie bei den Milchpreisen
Natürlich hat der Kunde den meisten Einfluß auf die Preise! Wenn die meisten nur das billigste nehmen und bei noch billigeren Aktionen richtig zuschlagen, geht der Umsatz der anderen Produkte im Laden drastisch zurück. Damit werden diese Erzeuger weniger los und müssen sehen, wie sie die Unkosten wieder heraus holen (an Qualität sparen, Produktionsumstellung oder Betriebsaufgabe).

@ delta erzähle uns mal, wo der Kunde nicht die billigen Preise haben will
Wenn z.B. Lidl, Aldi oder auch Kaufland ein ganzes Hähnchen für 1,50-2,50 € oder das Kilogramm Hähnchenleber für 2-3 Euro, das Kg Schweineschnitzel oder -braten für 3 Euro sowie den Rinderbraten zum Kilopreis von 5 Euro verkauft, wird gekauft wie verrückt (man kann es ja zum Glück einfrieren)! Ansonsten wird nur das nötigste davon geholt. Wie soll das vernünftig Kostendeckend sein??? Über die Fleischqualität, den Fettanteil oder den Geschmack braucht man sich dann aber auch nicht beschweren!
Frag mal einen Bauern bei dir in der Nähe, was er für Kosten je Kilogramm Fleisch hat und schau dir dazu im Vergleich seine Tierhaltung an (Billig um jeden Preis oder vernünftige Haltung mit Qualität).

Ist jetzt länger geworden als beabsichtigt


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#12 von joesachse , 07.01.2011 19:07

In Heft 6/2010 der Stiftung Warentest gab es einen Artikel mit dem Thema, ob Biolebensmittel wirklich besser als herkömmliche Lebensmittel sind. Ich will hier mal kurz zusammenfassen, es geht um Tests der letzten 7 Jahre:
Gesamturteil mangelhaft: 15 Bio/ 14 konventionell
Pestizidrückstände hoch: 2 Bio/ 9 konventionell
Sensorik mangelhaft: 10 Bio/ 6 konventionell
Mikrobiologisch mangelhaft: 7 Bio/ 4 konventionell

Ein Satz aus dem Fazit:
Hinweise, dass Bioware gesünder oder schmackhafter ist als konventionelle, liefern die Testergebnisse allerdings nicht.

Ich habe die Zeitung abonniert, den Artikel gibt es hier online, allerdings nur gegen Bezahlung:
http://www.test.de/themen/essen-trinken/...097977-4098825/

Viele Grüße
JoeSachse


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#13 von Björn , 07.01.2011 19:40

Die Anzahl bei den Pestizid-belasteten zeigt es doch
Oft wird das Aussehen von Bio-Produkten gegenüber konventionellen bemängelt. Das hat auch viel mit der Behandlung der konventionellen Produkte zu tun! Zum Beispiel durch Begasung oder Tauchen in bestimmte Flüssigkeiten für bessere Haltbarkeit und Aussehen, genauso werden Zitrusfrüchte und teilweise sogar Südfrüchte wie Pfirsiche etc. behandelt (daher grundsätzlich gut abwaschen).
Bei Hühnerfutter für Legehennen werden künstliche farbbildende Stoffe zugesetzt, damit das Eigelb schön gelb aussieht und bei Masthähnchen-Futter andere für rosa Fleischfarbe Dies alles ist bei Bio-/Ökoprodukten streng verboten!!!


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#14 von Masseur , 07.01.2011 19:45

Weihnachten ist zwar vorbei, ich wünsche mir trotzdem, das ihr vielleicht mal den Link der Dokumentation anklickt um festzustellen, das die Problematik gut aufgearbeitet und recherchiert wurde.
Das da wo Bio draufsteht, nicht unbedingt Bio drin sein muss, gilt ob der schlechten, verbraucherunfreudlichen Gesetzgebung in Deutschland sowieso.
Es geht aber um mehr.
Wenn die Menschheit sich vergiften und umbringen will, soll sie doch.
Aber die Achtung vor der Natur, vor der Kreatur, vor Dem was wir täglich benötigen wie gesundes Wasser, reine Luft und und und - fehlt in meinen Augen bei einem Grossteil der Bevölkerung.
Die Bauern sind das letzte Glied in der Kette der Produktion.
Und wenn von ihnen verlangt wird hauptsächlich billig zu produzieren, dann machen die das.
Für uns Deutschen wurden die billigen, nach nichts schmeckenden Tomaten aus Holland ja erst erfunden.
Schaltet die Glotze ab und zieht Euch die Doku `rein.


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RE: Food inc. - Was essen wir wirklich

#15 von joesachse , 07.01.2011 20:23

@masseur: Teil 6/6 geht nicht, wegen SONY ...

Ansonsten zeigt der Film eine Seite der Problematik der menschlichen Ernährung, die hemmungslose Ausbeutung von Mensch und Natur. Die andere Seite ist aber immer noch, dass Millionen von Menschen gegen das Verhungern kämpfen, denen geht es darum, überhaupt irgendwas zu Essen zu bekommen, und aus deren Sicht ist die Natur grausam und unmenschlich. Allerdings begreifen diese Völker oft besser, dass der Mensch ein Teil der Natur ist und deshalb die Diskussionen "Mensch gegen Natur" unsinnig sind.
Es ist heutzutage in unserem Lande zum Überleben nicht mehr notwendig, sich damit zu beschäftigen, wie man sich ernährt. Trotzdem sollte meiner Meinung nach jeder grundlegendes Wissen dazu haben. Und wer es kann und will, sollte sich auch intensiver mit der Thematik beschäftigen. Aber jede Art von Steuerung und Beeinflussung dieser Selbsterfahrung wird von allen Seiten torpediert und ausgenutzt: Um Maximalprofit zu erzielen, um politische Macht zu erhalten, um von den Spenden der Menschen Leben zu können. All das macht es für Otto Normalverbraucher ungeheuer schwierig, seine Wahrheit zu finden.

Gruß
JoeSachse


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