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RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#16 von altberlin ( gelöscht ) , 24.01.2011 22:10

Der Lebensstandard war ähnlich wie heute, jedenfalls bei Otto-Normalo, nur das Geld floß damals anders.
Heute ist Miete Energie und Fahrpreise teuer, Konsumgüter nicht. Damals war es umgekehrt. Für eine 84 qm Neubauwohnung 74 Ostmark Miete (warm), unschlagbar. Dafür hat der Farb-TV über 5000 Glocken gekostet.
Lebensmittel waren in Durchschnitt ähnlich. Reisen, naja.....
Ehepaare mit 1300 - 1400 Mark konnten gut leben. Und bevor jetzt wieder einer fragt, wo man das verdient hat :
Ich war Maler beim VEB, knapp 6 Mark/Std., meine damalige Frau Sekretärin Humboldt-Uni. 2 Kinder.
Angehörige von PGH`s verdienten noch mehr, und meist gab es dann noch Jahresausschüttung (nicht wenig).

.


Sinnlos ist ein Leben ohne Sinn für Unsinn
(unbekannt)

altberlin

RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#17 von joesachse , 24.01.2011 22:19

Aber die Definition von Luxus hat sich geändert. Lebensmittel sind so billig wie fast nirgendwo in den alten EWG-Staaten, Elektrogeräte gehören auch kaum zum Luxus, der Farbfernseher ist Standard beim Harz-4-Empfänger.
Luxus ist es da schon eher, regionale Produkte beim Bauern zu kaufen.
Autos und Reisen sind Luxus, wenn auch deutlich billiger als in der DDR (im Vergleich zum Einkommen).

Zitat von Buhli
Für uns als Verbraucher hat sich da nicht so sehr viel geändert.


Genau das kann ich nicht erkennen. Der Preis heute orientiert sich primär am Markt, nur der Ertrag hängt von den Herstellungskosten ab. Bei einer Werksführung bei Porsche in Leipzig wurde mir die Philosophie von Porsche so erklärt: Wer einen Porsche kauft, kauft dieses Auto nicht wegen des Preises, sondern weil er einen Porsche will. Eine Marke, hinter der sich gewisse Funktionalitäten und ein gewisses Prestige verbergen.
Da beginnt der Luxus.

Gruß
JoeSachse


Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. (Goethe)

 
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RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#18 von peppe , 25.01.2011 11:32

Überlegt euch mal wie oft ihr damals die sogenannten Luxusgüter gekauft habt im Osten?! Im Gegensatz zu heute!!! Fangen wir doch mal mit der Elektronik an; Aller wieviel Jahre gibt es den einen neuen Computer?ein neues Handy? ect. Wie oft kauft ihr euch heute einen neuen Mantel gegenüber damals in der DDR (der wurde von der Jahresendprämie gekauft )
Auf gut Deutsch gesagt wir sind heute ZU VOLLGEFRESSEN in ieder Hinsicht. Und genau dies kann nicht mehr weitergehen.
Was die Autos angeht, muss ich mich selber an die Nase nehmen; Ich will die Zahl hier nicht schreiben wieviel ich hatte seit ich in der CH bin. Aber so gepflegt wie meine Pappe habe ich hier nie eins schäm* Grund; Es ist ja relativ einfach sich ein neues zu beschaffen...so wie es mit allen ist!! Wir müssen wieder lernen alles mehr zu schätzen was wir haben und bevor wir etwas kaufen sich wirklich fragen BRACUHE ICH DIES WIRKLICH!!
Peppe wünscht einen schönen Tag



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RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#19 von kalteschnauze , 25.01.2011 15:58

Zitat
Wir müssen wieder lernen alles mehr zu schätzen was wir haben und bevor wir etwas kaufen sich wirklich fragen BRACUHE ICH DIES WIRKLICH!!

öhm? da ich leider keine gelddruckmaschine im keller habe, muss ich auch heute kostspielige käufe abwägen, ob ich die auch wirklich brauche. haushaltsgeräte, autos etc. werden bei uns auch erst neu gekauft, wenn unwiderruflich kaputt, nicht weil es da was moderneres gibt

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RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#20 von peppe , 25.01.2011 17:35

@Kalteschnauze ....sorry wollte ja wirklich nimand auf die Füsse treten, vergiss nicht wir sind noch nicht pensioniert beide und kinderlos da sieht die lage anders aus
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RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#21 von Buhli , 25.01.2011 21:18

Altberlin, wie kommst du darauf, daß in PGHs mehr verdient wurde? Ich bin da nie über die 600,-M rausgekommen. Im IH-Berlin kam ich dann auf etwa 1000,-M und als ich in DD dann von der PGH ins WBK bin, ging es auch nicht unter 950,-M ab. Damit ließ es sich gut leben. Ich hab auch heute nicht den Eindruck, einen besseren Lebensstandart als damals zu haben.
Peppe, bei Autos in der DDR kann ich nicht mitreden. Ich wollte damals keins. Meine 250er ETS war Klasse. Die hat mich durch die ganze Republik gekarrt. Ohne Probleme. Autos zur Nachwendezeit hab ich auch schon reichlich gekauft. Privat kaufen würde ich mir jedoch nie ein neues. Ist es auch nicht wert. Meine Stereoanlage (4,400DM) hab ich schon seit 1994, mittlerweile sogar länger als die teure DDR (3800,-M) Anlage. Für eine HIGH End Anlage ist mir das Geld allerdings dann doch zu Schade. Trotz Ohrenschmauß.
Joe, es war auf LUXUS bezogen. Da hat sich nicht viel geändert. Es ist nur noch was dazu gekommen. Luxus ist jetzt noch breiter gefächert. Nicht nur der. Auch der Müll, mit dem wir überschüttet werden.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Einheitspreise - wie funktionierte das eigentlich?

#22 von peppe , 25.01.2011 22:36

@Buhli....ja die alten Platten, wenn du gerade Steroanlagen ansprichst; Habe echt viel gesammelt damals die unsere liebe Verwandschaft mitgebracht hatte ..etliche Jahre nach der Wende habe ich Sie hierher geholt und das ende vom Lied.Bin zu Faul die aufzulegen hole mir lieber die Musik ab den Compi runter. Im Moment bin ich total Fan vom Internet Radio...absoluter "wahnsinn" der Klang!! Haben uns Logitech zwei gekauft im altem Jahrabsolut genial!!!
Buhli, wir können es kaum erwarten das alles ab der Steckdose kommmt!! Die Zukunft in Dingen Computer ect. ist spannende denje. Wir schauen heute schon kein Fernsehn mehr, ja fast nicht mehr Sonntag Tatort muss immer noch sein Ist irgend wie Kult bei uns Alles andre über den Compi
Salü vom Peppe



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