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Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#1 von peppe , 26.01.2011 18:38

- Habt ihr euren Beruf/Studium erneuert im Westen?
- Wer Arbeitet hier denn noch auf seinen erlernten Beruf?!
- Wer hat hier schon unter seinen Nivau Arbeit angenommen nach der Devise ; Hauptsache ein Job!!
Auf Schlawine ihre Bitte hin stelle ich dies mal rein....damit auch manch ein Wessi hier lesen kann was ein Ossi damals hat auf die Reihe bringen um hier Fuss zu fassen Jawohl!!
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RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#2 von Weinböhlaer , 26.01.2011 20:32

Ich habe mal Werkzeugmacher gelernt, nach der NVA
die Meisterschule ( algem.Maschinenbau) besucht,
bis 1989 als Schichtmeister (3) gearbeitet.
Nach der Öffnung der Grenze durch Zufall ein Angebot
in der Südpfalz bekommen.
In einem Betrieb für Großmischanlagen angefangen und
mit 49 Jahren den Meister noch mal gemacht.
Mit 66 offiziell aufgehört, aber wenn es brennt heute noch aktiv.
Ich hatte nur 2 Arbeitgeber in meinem Arbeitsleben.


Jürgen


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugschare schmiedeten,
pflügen nun für die, die ihre Schwerter behielten.

 
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RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#3 von peppe , 26.01.2011 20:46

Jürgen ich ziehe den Hut vor DirBravo! Mehr kann man dazu nicht sagen, ausser ein bisschen Glück gehört auch immer dazu, oder?!
Wie sieht den dein Plan aus in der Pension, einfach sicht treiben lassen ist mit Sicherheit nicht deins oder gar Kaffeefahrten mit den Car
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RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#4 von Weinböhlaer , 26.01.2011 21:27

@ peppe,

ich habe schon manches geschrieben dazu. Ich will mich nicht unbedingt wiederholen.
Nur so viel: ich fahre Bike, gehe segeln (Charter) nach Kroatien und Holland.
Versuche nachzuholen wozu ich bis zu Rente keine Zeit hatte.
Ich hasse Pauschalreisen, alles was schon organisiert ist so wie so.

Jürgen


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RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#5 von peppe , 26.01.2011 22:24

Jürgen..jetzt machst du mich aber hellhörig: SegelnMit wem und wo bist du bis jetzt gesegelt?! Wir haben es bis jetzt nur 3x erleben dürfen 1.mal ins costa rica 2. von Kiel bis Kopenhagen 3. ganz Lustig und einfach auf der Ostsee inkl. Bodden!!
Peppe der übrigens auch immer mit sein Velo=Fahrrad unterwegs ist....ausser um die jahreszeit wenn ich im Lande bin geht nix



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RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#6 von Weinböhlaer , 27.01.2011 01:03

Sehr aktiv seit 2005.
Die Scheine hab ich noch in der DDR gemacht und sie 1990 sofort
umschreiben lassen.
Ich hatte da schon einen Pirat
Meine Reviere sind:
Kroatien, Griechenland mit Freunden
Niederlande mit meiner Frau
2010 bin ich mal fremd gegangen und war 10 Wochen mit einem Freund
auf der Ostsee unterwegs, mit einem Motorboot (etwas größer).

Ein paar Bilder davon:

Griechenland 2005
Kroatien 2006
Kroatien 2007
Griechenland 2008
Griechenland 2008
Friesland 2009
Friesland 2009
Dänemark 2009 noch mal


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pflügen nun für die, die ihre Schwerter behielten.

Angefügte Bilder:
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 Griechenland 2005 I.jpg   Kroatien 2006.jpg   Kroatien Siebenik 2007.jpg   Griechenland 2008 I.jpg   Griechenland 2008.jpg   Friesland- Warns 2009.jpg   Friesland- Warns 2009 II.jpg   Soenderburg-DK.jpg 
 
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zuletzt bearbeitet 27.01.2011 | Top

RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#7 von Ilrak , 27.01.2011 12:04

Mal zum Thema.

Ich war wohl ein ziemlicher Glückspilz , in der DDR Flugzeugmechaniker lernen zu können .
Schon bei der Übergabe der Facharbeiterbriefe wurde uns in einer ziemlich schäbigen Art
verkündet : Wenn ihr hier was werden wollt , müsst ihr in die Partei eintreten .
( Es war weniger der Fakt , der mich verblüffte , mehr die Art , wie es gesagt wurde )
Zumindest war die Ausbildung dann bei der NVA ganz nützlich , und als diese Zeit zu Ende ging ,
versuchte ich dann sowas wie Karriereplanung nach meinen Vorstellungen bei der Interflug .
Und da erfüllte sich die Prophezeihung - die Wege , die ich gehen wollte , waren nicht zugänglich " ohne " ,
und das , was man für mich vorgesehen hatte , gefiel mir nicht
Zudem konnte ich noch von den Erkenntnissen profitieren , die anderer NVA-Rückkehrer vor mir hatten ,
alles in allem wenig ermutigendes , alles , was man vorher so versprochen hatte , " wenn du drei Jahre gehst..."
war mehr oder weniger nichtig .
Zum Glück stand die Reichsbahn ja personalmäßig immer auf dem Schlauch , sodaß recht kurzfristig ein
Vertrag unterschrieben war . Und : Die 1000 Mark , die es für Drei-Jahres-Rückkehrer bei der IF geben sollte ,
gab´s bei der DR auch .
Also noch mal eine Weile in verschiedene Werkstätten , und dann die Lokführerausbildung über viele Stationen und Jahre .
Nach ´90 dann hatte ich überhaupt keine Ambitionen , dem Lockruf der Bundesbahn zu folgen .
Erst ´98 ereilte mich der Sozialplan , " Geh in den Westen oder geh ganz .." , nicht so sehr , weil wir im Osten noch zu viele
waren , mehr , weil im Westen hoher Bedarf bestand ( die Expo stand bevor ) wurde diese Völkerwanderung in Gang gesetzt.
Also noch mal neue ( Zusatz- ) Ausbildungen .
Beruflich war der Schritt in den Westen sicher ein Fort-Schritt . Inwieweit das gesellschaftlich richtig ist , weiß ich nicht .


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RE: Wer Arbeitet hier noch auf seinen erlernten Beruf in der DDR?

#8 von peppe , 27.01.2011 12:44

Zitat von Ilrak
Mal zum Thema.

Ich war wohl ein ziemlicher Glückspilz , in der DDR Flugzeugmechaniker lernen zu können .
Schon bei der Übergabe der Facharbeiterbriefe wurde uns in einer ziemlich schäbigen Art
verkündet : Wenn ihr hier was werden wollt , müsst ihr in die Partei eintreten .
( Es war weniger der Fakt , der mich verblüffte , mehr die Art , wie es gesagt wurde )
Zumindest war die Ausbildung dann bei der NVA ganz nützlich , und als diese Zeit zu Ende ging ,
versuchte ich dann sowas wie Karriereplanung nach meinen Vorstellungen bei der Interflug .
Und da erfüllte sich die Prophezeihung - die Wege , die ich gehen wollte , waren nicht zugänglich " ohne " ,
und das , was man für mich vorgesehen hatte , gefiel mir nicht
Zudem konnte ich noch von den Erkenntnissen profitieren , die anderer NVA-Rückkehrer vor mir hatten ,
alles in allem wenig ermutigendes , alles , was man vorher so versprochen hatte , " wenn du drei Jahre gehst..."
war mehr oder weniger nichtig .
Zum Glück stand die Reichsbahn ja personalmäßig immer auf dem Schlauch , sodaß recht kurzfristig ein
Vertrag unterschrieben war . Und : Die 1000 Mark , die es für Drei-Jahres-Rückkehrer bei der IF geben sollte ,
gab´s bei der DR auch .
Also noch mal eine Weile in verschiedene Werkstätten , und dann die Lokführerausbildung über viele Stationen und Jahre .
Nach ´90 dann hatte ich überhaupt keine Ambitionen , dem Lockruf der Bundesbahn zu folgen .
Erst ´98 ereilte mich der Sozialplan , " Geh in den Westen oder geh ganz .." , nicht so sehr , weil wir im Osten noch zu viele
waren , mehr , weil im Westen hoher Bedarf bestand ( die Expo stand bevor ) wurde diese Völkerwanderung in Gang gesetzt.
Also noch mal neue ( Zusatz- ) Ausbildungen .
Beruflich war der Schritt in den Westen sicher ein Fort-Schritt . Inwieweit das gesellschaftlich richtig ist , weiß ich nicht .



Inwieweit das gesellschaftlich richtig ist , weiß ich nicht .
Richtig ist dies mit Sicherheit nicht! Aber wie alle Wissen verlagert sich alles; Ich lebe ja schon viele Jahre in der CH. Aber wenn ich mit den öffentlichen Fahre habe ich manchmal das Gefühl ich bin in meiner alten Heimat in Sachsen Ob Busfahrer, oder Schaffner mit den breitesten säsischen mit entgegenkommen auch wenn ich in das Restaurant bin kommt mir ne säsischen Kellnerin entgegen ! Bin mal gespannt wie lang das anhält!Damals als ich hierherkam waren fast nur A für diese Job da und heute Össis weg Ossis da
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