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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#271 von BesserWessi0815 , 27.06.2012 20:55

Zitat von michaka13 im Beitrag RE: 17. Juni -Deutschlands heimlicher Nationalfeiertag
Toll was man hier alles lernt.
Baumstamm-Soldaten.
Boiler-Armee.
Bin mal gespannt was noch so kommt!
Kamelrückenklopfer bezeichnet den Klodeckel, wenn er beim Trinken auf den Kopf-/Rückenbereich fällt.....
mutterheimat scheint hier besonders geplagt zu sein... Schutzhelme oder Schnabeltassen können Abhilfe schaffen...


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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#272 von Pamina , 27.06.2012 21:52

Wie wäre es mit Campingbeutel?

Mir war der Begriff völlig entfallen

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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#273 von mutterheimat , 27.06.2012 22:25

Da nun so manch ein original Westmann/Frau erhebliche Probleme mit dem ostdeutschen Wortschatz hat, etwas insbesondere für Besser-wisser- Wessi, Aber nicht nur in seine Richtung. Wie lauten, ohne Google, Bücher, Zeitungen, Fragen an Leute, aus dem Osten, folgende Übersetzungen. 1. Du ziehst wohl Luft durch den Kühler.
2. Warum gibt es keine Schuster in der Buchte.
3. Wer hat so eine Lorke produziert.
4. Was saufst du für eine Plempe.
5. Wo befindet sich deine Plempe.
6. Rück mal einen Heiermann raus.
7. Wo gibt es Gummiadler.
Es sind noch deutlich mehr existent, aber das soll erst mal reichen. Eventuell gibt es bei den Westlern Hintergrundwissen, OHNE irgendwo nachzufragen und nachzuschauen. Eventuell fällt da auch der Kamelrückenklopfer, auch seiner Meinung nach Klodeckel genannt, dem werten Besserwessi auf den Kopf. Kann ja sein.


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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#274 von mutterheimat , 01.07.2012 16:20

Zitat von mutterheimat im Beitrag #273
Da nun so manch ein original Westmann/Frau erhebliche Probleme mit dem ostdeutschen Wortschatz hat, etwas insbesondere für Besser-wisser- Wessi, Aber nicht nur in seine Richtung. Wie lauten, ohne Google, Bücher, Zeitungen, Fragen an Leute, aus dem Osten, folgende Übersetzungen. 1. Du ziehst wohl Luft durch den Kühler.
2. Warum gibt es keine Schuster in der Buchte.
3. Wer hat so eine Lorke produziert.
4. Was saufst du für eine Plempe.
5. Wo befindet sich deine Plempe.
6. Rück mal einen Heiermann raus.
7. Wo gibt es Gummiadler.
Es sind noch deutlich mehr existent, aber das soll erst mal reichen. Eventuell gibt es bei den Westlern Hintergrundwissen, OHNE irgendwo nachzufragen und nachzuschauen. Eventuell fällt da auch der Kamelrückenklopfer, auch seiner Meinung nach Klodeckel genannt, dem werten Besserwessi auf den Kopf. Kann ja sein.

Da es offensichtlich niemanden gibt, der es übersetzen kann, hier die Auflösungen. 1. Du spinnst wohl!
2. Warum gibt es keine Brötchen in der Wohnung! 3. Wer hat so einen schlechten Kaffee gekocht, (gilt ganz besonders für den Kaffee Mix zu alten DDR Zeiten). 4. Was ist denn das für ein elendes Bier, gilt besonders für das ehemalige Rostocker Bier. 5. Wo hast du deinen Säbel gelassen. Uralter Berliner Slang, noch vor der Führerzeit, bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Gilt in Richtung Polizeiausrüstung. 6. Rück mal ein 5 DM Stück raus, galt einst in der Hamburger Slang-Hafengegend. Interessant, kein original Westler hat es gewußt. 7. Wo kann man Brathähnchen/Broiler kaufen.


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zuletzt bearbeitet 01.07.2012 | Top

RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#275 von michaka13 , 01.07.2012 18:47

Da möchte ich Dir etwas widersprechen, mutterheimat. Nämlich hier:

Zitat
2. Warum gibt es keine Schuster in der Buchte.
2. Warum gibt es keine Brötchen in der Wohnung!


Der Begriff Schuster, bzw. Schusterjunge wurde und wird in Berlin verwendet. Als typisch ostdeutsch kann man das deshalb eigentlich nicht bezeichnen. Eher "berlinerisch". Sagt man das so? In Sachsen-Anhalt oder Thüringen würde wohl kein Bäcker wissen was Du willst, wenn Du nen Schuster, bzw Schusterjungen bestellst. Hier auch mal zum nachlesen:

"Schusterjunge in Berlin, aus einem Weizen-Roggen-Mischmehl gebacken. Er hat eine dunkelbraune Farbe, bleibt etwas länger haltbar und ist meist etwas weicher im Biss als die Weizenmehlbrötchen. Charakteristisch ist die zweifach geschnittene Oberfläche. In Schlesien wurde früher ein Brötchen, dessen geplante Ausformung misslungen war (keine Längsspalte in der Mitte) als Schusterjunge bezeichnet und preiswerter abgegeben."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%B6tchen

Auch den Begriff Heiermann würde ich nicht als typisch ostdeutsch bezeichnen. Hier im Rheinland war das 5-Mark-Stück schon immer ein Heiermann. Jedem Kölschen gut bekannt! Bei wikipedia hab ich grad das gefunden:

"Die Bezeichnung Heiermann wird in manchen Gegenden Deutschlands umgangssprachlich für das 5-Mark-Stück, heute selten auch für den 5-Euro-Schein, verwendet. Das Wort entstand wohl Anfang des 20. Jahrhunderts im norddeutschen Sprachraum, breitete sich anekdotischen Angaben zufolge aber mindestens bis ins Rheinland aus"

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Heiermann


Gruß, micha

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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#276 von Kehrwoche , 01.07.2012 19:27

Schuster in Verbindung mit Brötchen kenne ich nicht. Schusterjungen sind keine Brötchen in Berlin, wie michaka eben richtig schrieb. Daß Plempe zu Kaisers Zeiten mal Säbel bedeutete, kann ich nicht bestätigen. Mein Berliner Wörterbuch gibt da keine Auskunft. Plempe wurde wie Plörre für dünnen Kaffee oder mieses Bier udgl. verwendet. Aber ob es typisch Ostdeutsch ist können wohl nur Nichtberliner und unsere Wessis entscheiden.


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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#277 von mutterheimat , 01.07.2012 19:32

Ich habe absichtlich den Heiermann als Stolperstein eingebaut. Er stammt nämlich nicht aus Ostdeutschland. Werter michaka13, ließ also mal die Auflösung genauestens nach den Buchstaben. Beachte dabei ganz genau die Währungsabkürzung. In Berlin hieß es doch, so weit ich mich erinnere immer, - bin Schrippen holen -. Im sächsischen ist der Begriff Buchte einst gängig gewesen, ebenso der Begriff Schuster. Aber nun weiter. Wer hat noch andere Übersetzungen parat.


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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#278 von mutterheimat , 01.07.2012 19:34

Zitat von Kehrwoche im Beitrag #276
Schuster in Verbindung mit Brötchen kenne ich nicht. Schusterjungen sind keine Brötchen in Berlin, wie michaka eben richtig schrieb. Daß Plempe zu Kaisers Zeiten mal Säbel bedeutete, kann ich nicht bestätigen. Mein Berliner Wörterbuch gibt da keine Auskunft. Plempe wurde wie Plörre für dünnen Kaffee oder mieses Bier udgl. verwendet. Aber ob es typisch Ostdeutsch ist können wohl nur Nichtberliner und unsere Wessis entscheiden.

Schau mal bei Emil und die Detektive nach (Erich Kästner).


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RE: Neues Spiel - typische Ostdeutscher Wortschatz

#279 von Kehrwoche , 01.07.2012 19:44

Du sitzt zu Hause und liest im Kinderbuch "Emil und die Dedektive" und bist nebenbei im OF? Wenn du das Buch vor dir hast, zitiere die Stelle doch kurzerhand. Ich habe es gerade nicht im Regal.


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RE: Neues Spiel - typischer ostdeutscher Wortschatz

#280 von BesserWessi0815 , 01.07.2012 20:52

Zitat von Pamina im Beitrag #267
.... kennst du die Grüne Minna?
klar, die fuhr hier auch rum, ist aber jetzt blau...
Zitat von Pamina im Beitrag #272
Wie wäre es mit Campingbeutel?
wie, kein Zelt? ...ohhh...

@mutterheimat, #6 (Heiermann) & #7 (Gummiadler) sind kein "typischer ostdeutscher Wortschatz"....
bin aber der Funktion als Foren-BesserWessi0815 gerecht geworden und habe den Betreff korrigiert....


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RE: Neues Spiel - typischer ostdeutscher Wortschatz

#281 von Pamina , 01.07.2012 22:15

Nee,nee BesserWessi GRÜNE MINNA war bei uns ein Anhänger für den Traktor, da wurden die Feldarbeiter aufs Feld gekarrt, wir Kinder auch, wenn wir uns Geld verdienen wollten beim Kartoffelsammeln.Cooles Teil, wenn im Winter der Bus nicht durch kam, der Traktor schaffte es, nix mit schulfrei

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RE: Neues Spiel - typischer ostdeutscher Wortschatz

#282 von Pamina , 01.07.2012 22:17

Heute sagt kein Mensch Campingbeutel, heute sagt jeder Rucksack

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RE: Neues Spiel - typischer ostdeutscher Wortschatz

#283 von BesserWessi0815 , 01.07.2012 22:28

na, ich dachte schon, ihr habt im Campingbeutel (Aldi-Tüte) übernachten müssen - statt Zelt... :-)

Zitat von Pamina im Beitrag #281
...GRÜNE MINNA war bei uns ein Anhänger für den Traktor, da wurden die Feldarbeiter aufs Feld gekarrt, wir Kinder auch, wenn wir uns Geld verdienen wollten beim Kartoffelsammeln.
ja nee is klar...
Im Rheinland hat die grüne Minna nur die Bösewichte in den Knast befördert... sag, was hast Du ausgefressen? Bankraub?
Zudem gab's auch die "weißen Mäuse", das waren die Verkehrspolizisten auf weiß/grünem Motorrad. Sind aber auch sicher alle blau.... -Prost!-


 
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RE: Neues Spiel - typischer ostdeutscher Wortschatz

#284 von Björn , 01.07.2012 23:35

@ BW0815: das hier ist zum Beispiel ein Campingbeutel > http://www.dhm.de/gos-cgi-bin/dbsatz.pl?...atenbank=allwww
Den Begriff gab es aber auch teilweise in der "alten" BRD


Krypteria: http://www.youtube.com/watch?v=pVHK7AadSV8&feature=related

http://material.festival-mediaval.com/gr.../300x250ani.gif

 
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RE: Neues Spiel - typischer ostdeutscher Wortschatz

#285 von Pamina , 01.07.2012 23:54

BesserWessi, Alditüten gab es bei uns noch nicht, hatten alle Nylonbeutel, also war diese Art der Übernachtung doch wohl eher was, das in deiner Region bevorzugt wurde

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