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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#16 von delta , 25.03.2011 09:29

Zitat von BesserWessi0815
aha!
@delta, Du solltest die Parkuhr, für die Du stündlich zahlen und einwerfen musst, nicht mit Reparationszahlungen verwechseln.

Außerdem waren die Empfängergruppen unterschiedliche. natürlich auch die Relation zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des jeweiligen Landesteiles. Die BRD erhielt schon Nettoinvestitionszuflüsse aus dem westl. Ausland, die DDR verzeichnete eher Abflüsse in die UDSSR.

Die Fakten hat FreshWaterSkipper schon richtig zusammengefasst, ob es Dir paßt oder nicht.




Es geht nicht um mein Befinden, sondern das wir noch immer Reparationsleistungen Zahlen und ich werde mal schauen,
wo ich die unterlagen dazu finde. Erst vor kurzen habe wir die letzten Euro´s für den ersten Weltkrieg bezahlt.
In welcher Form oder unter welchen Decknamen diese Reparationsleistungen gezahlt werden, ist eine verschleierung der
Sache, nicht mehr und nicht weniger.

Deine sogenannten Nettoinvestionszuflüsse wie du sie nennt haben wir Milliardenfach schon zurückgezahlt und jetzt
fliesen sie seit gut 20 jahren in den Osten zu unseren Deutschen Brüdern und Schwestern.
Einige sund dabei Reich geworden. Alles andere sind Märchen von der Regierung um das Deutsche Volk nicht rebellisch zu machen.
Du würdest dich wundern, für was wir noch alles Zahlen.



wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#17 von falk , 25.03.2011 14:11

delta, nun aber sachte, mai gut'schter, lass aber nicht ganz die Hosen runter, denn diese können verfärbt sein.

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#18 von delta , 25.03.2011 18:11

Sorry, mein Freund
bist du es nicht, der das Nest nicht sauber hält.


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#19 von joesachse , 25.03.2011 23:19

Zitat von delta
Es geht nicht um mein Befinden, sondern das wir noch immer Reparationsleistungen Zahlen und ich werde mal schauen,
wo ich die unterlagen dazu finde. Erst vor kurzen habe wir die letzten Euro´s für den ersten Weltkrieg bezahlt.
In welcher Form oder unter welchen Decknamen diese Reparationsleistungen gezahlt werden, ist eine verschleierung der
Sache, nicht mehr und nicht weniger.


Jetzt sind wir aber gespannt, ob wir es einmal erleben, dass delta außer Stammtischparolen tatsächlich mal konkrete und belegbare Fakten bringt.
Ich glaube noch nicht wirklich dran, denn es wäre nach meiner Wahrnehmung das erste Mal hier im Forum.
Meistens hat delta das Ganze ja ausgesessen, so, wie es auch die Politiker mit unangenehmen Dingen tun. Oder er hat ebenfalls genau wie die Politiker zur Ablenkung neue Nebelkerzen gezündet.
Ich halte das für ein spannendes Thema und würde mich wirklich über Fakten freuen.

Gruß
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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#20 von delta , 26.03.2011 07:19

Joesachse tust du Google, ich kann nichts dafür das euch 40 jahre West-geschichte fehlt.
Du bist doch hier derjenige der Studiert hat und vorgibt alles besser zu wissen.
Außer das gegenargument ( Stammtischparolen ) bringst du ja auch nicht. Immerhin gibst
du entlich zu, das Politiker nicht die Wahrheit sagen und alles vertuschen wollen.
Ist immerhin schon ein erfolg. Duhast dazu gelernt.




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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#21 von Schlawine , 26.03.2011 07:57

Ich würde mich auch über einen konkreten Link zu diesem Thema freuen @delta.
Denn wenn die Politiker alles vertuschen und nirgends etwas zu diesem Thema steht dann frage ich mich woher du deine Weisheiten nimmst

Bauchgefühl ?


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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#22 von Schlawine , 26.03.2011 12:31

Na dann hab ich mal einen:

http://www.bpb.de/publikationen/OY8Z90,1...tschen_Staaten_(Teil_2).html


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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#23 von mutterheimat , 26.03.2011 13:10

Bei diesem Teil 2 fehlen entscheidente Dinge. Bewußt, oder unbewußt nicht veröffentlicht. Punkt 1: Wieviele Männer und Fauen aus der SBZ befanden sich in sowjetischer Gefangenschaft UND WANN kamen sie zurück in ihre SBZ-Heimat um im Produktionsprozeß dabei zu sein. Wie war denn das im Westen. Erinnert sei an den Vorschlag Frankreichs nach dem Krieg, auf der Stelle die Gefangenschafts-Männer in Frankreich einzugliedern, wenn sie wollen. Ohne Diskussion! Mit sofortigem Arbeitsplatz und Wohnung. Erst hinterher kamen die Briten und Amis. Bei den Sowjets gab es das überhaupt nicht. Des weiteren stimmt das bezüglich des Uranabbaus im Erzgebirge. Allerdings versetzte ausschließlich dieses Thema (Uranabbau im Erzgebirge) die UdSSR in die Lage, den Amis, atomar, Paroli zu bieten. Darum die Sonderstellung. Westdeutschland hat kein Uran und auch die UdSSR hatte es nicht, um es waffenfähig zu machen. Die Grundsubstanzen gaben es nicht her. Des weiteren gab es den Marshall Plan für Westeuropa. Der Westen konnte gar nicht so viele Dollars schlucken, wie gespritzt worden sind.

 
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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#24 von Kehrwoche , 26.03.2011 14:46

Zitat von mutterheimat
Der Westen konnte gar nicht so viele Dollars schlucken, wie gespritzt worden sind.

Richtig mutterheimat, nur wird das gerne von einigen vergessen. Diese vielen Dollars in Verbindung mit einem erfindungsreichen Unternehmertum machten es salopp formuliert möglich, daß selbst der arbeitscheueste Westdeutsche produktiver sein mußte als der fleißigste Ostdeutsche. Wenn sich nun heute einige hinstellen und rumjammern, daß immernoch jedes Jahr Milliarden € in den Osten fließen, "wo man doch selbst sein Leben lang hart für seinen Wohlstand arbeiten mußte", ist einfach nur lachhaft. Das sind die gleichen Leute, die in den frühen 60ern Beifall geklatscht haben, als billige türkische Arbeitskräfte ins Land geholt wurden, um die Arbeiten zu verrichten, bei denen sie sich selber nicht die Finger schmutzig machen wollten.
Heute sind diese Leute Rentner und meckern über ihre (viel zu hohe) Rente.


Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.
Konrad Lorenz

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#25 von Smithie23 , 26.03.2011 17:04

Endlich mal Einer, der es ausspricht. Und ich gehöre wohl schon zu der nächsten Generation, die Abends ne Kerze ins Fenster stellen muss als Dank für die Unterstützung, die uns aus dem Westen zukommt.
Es spielt natürlich keine Rolle, dass Ossis heute immernoch weniger verdienen, aber teilweise produktiver sind - das sie für Westdeutsche sich den Buckel krum schuften, aber auch Steuern zahlen, die in einen Topf kommen und nicht im Ossitopf oder Wessitopf landen.

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#26 von Ilrak , 26.03.2011 17:50

Man darf auch nicht vergessen , daß der weitstgehende Schuldenerlass bzw. Verzicht
auf Reperationen seitens der Westmächte teuer erkauft ist :
Adenauers Deutschland musste sich auf Gedeih und Verderb das amerikanische Wirtschafts- und
Finanzsystem überhelfen lassen - was sich heute als wahrscheinlich nicht so klug herausstellt .
Außerdem war olle Konni ein entschiedener Gegner der deutschen Einheit . Da hätte er ja mit den
Russen und denen aus Pankoff reden müssen .


Revolution ist das Morgen schon im Heute,
ist kein Bett und kein Thron für den Arsch zufriedener Leute.
(Renft - Zwischen Liebe und Zorn )

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#27 von joesachse , 26.03.2011 18:52

Da mich diese Sache tatsächlich interessiert und delta ja wie gewohnt nicht in der Lage ist, konkrete Informationen zu liefern, habe ich mal etwas recherchiert.
Die als Folge des Versailler Vertrages entstandenen Reparationsforderungen wurden vor in den 20er Jahren durch die Ausgabe von Staatsanleihen bedient. Nach dem 2.Weltkrieg wurde die Schuldensituation Deutschlands im
Londoner Schuldenabkommen im Jahre 1953 neu geregelt. Die folgenden Infos stammen aus diesem Artikel.
Die Allierten bestanden darauf, dass Deutschland die Vorkriegsschulden bedient. Unter Verhandlungsführung von Hermann Josef Abs wurden diese Rückzahlungen von 13,5 Mrd. DM auf 7,5 Mrd. DM reduziert. Bis zur Wiedervereinigung war eine territoriale Aufteilung dieser Schulden vereinbart, die BRD zahle den Anteil für den den Westen bis 1983 zurück. Durch die Wiedervereinigung lebte die "Schattenquote" für den Osten Deutschlands von 239,4 Mio DM wieder auf. Diese wurde scheinbar in den Folgejahren etwas getilgt, am 03.Oktober 2010 wurde mit einer letzten Schuldenzahlung von 69,3 Mio. € diese Schulden endgültig getilgt.
(Achtung, Wikipedia-Infos erheben keinen 100%iger Wahrheitsgehalt)
Interessant finde ich, dass diese Sache in der Öffentlichkeit nur sehr eingeschränkt Beachtung fand, allerdings hat zumindest delta ein Teil dieses Medienechos mitbekommen.

Soweit die Infos zur Geschichte.

Gruß
JoeSachse


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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#28 von BesserWessi0815 , 26.03.2011 22:41

7,5 Mrd. DM ~ 3,83 Mrd. € ist ja echt ein Witz, das sind Peanuts im Verhältnis zu dem menschlichen Leid und der materiellen Zerstörung Europas.

(Kein Staat und und kein Volk kann die realen Kriegsfolgen eines jeden Krieges "entschädigen", "kompensieren" o.ä. es ist eher symbolisch!)

Die Verantwortlichen für die ganzen Schäden haben selbst wohl nur einen Bruchteil gezahlt. Heute sind selbst manche Dividendenausschüttungen höher.
Allein die HRE soll in kürzester Zeit über 100 Mrd. Bankenrettung vom Staat erhalten haben, ein "Popelsbetrag" von ~3,83 Mrd. wurde dagegen über Jahrzehnte gestundet. -erbärmlich!-

Dass diese Stundung möglicherweise eine wirtschaftliche Wohltat für D darstellte, sollte mal nicht unerwähnt bleiben!
Es gibt aber, durchaus, interessierte Gruppen, die sich nun darüber mokieren, dass diese Stundungsregelung geschaffen wurde. Das ist dumm und beschämend!

Die Konsequenz aus diesen schmerzlichen Erfahrungen müsste eigentlich weiltweit heißen: "wehret den Anfängen" und "nie wieder Krieg"....
und die "Nachfolgeorganisationen" (sei es nun NPD, Republikaner & co) der Verantwortlichen gehören -nicht nur wirtschaftlich- in Haftung genommen... diese schulden dem deutschen Volke mind. 3,83 Mrd. €! Frage: wann beginnen sie mit der Rückzahlung?


 
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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#29 von joesachse , 26.03.2011 23:01

Zitat von BesserWessi0815
7,5 Mrd. DM ~ 3,83 Mrd. € ist ja echt ein Witz, das sind Peanuts im Verhältnis zu dem menschlichen Leid und der materiellen Zerstörung Europas.

(Kein Staat und und kein Volk kann die realen Kriegsfolgen eines jeden Krieges "entschädigen", "kompensieren" o.ä. es ist eher symbolisch!)



Dazu mehrere Anmerkungen:
Das Haushaltsvolumen der BRD lag 1952 bei 23 Mrd. DM, in London wurde insgesamt die Zurückzahlung von 14 Mrd DM Verbindlichkeiten beschlossen.
Und Reparationen hatten nie was mit Entschädigung des Volkes zu tun. Die Reparationsforderungen nach dem ersten Weltkrieg sollten die Konurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Verhältnis zu den französischen und britischen Kapitalisten schwächen. Reparationen mussten in der Geschichte immer die Verlierer an die Gewinner eines Krieges zahlen, egal wer Schuld war und angefangen hat. Deswegen haben die Reparationen nicht wirklich was mit Gerechtigkeit zu tun.
Die Deutschen hatten Glück, dass der Westen nach dem 2. Weltkrieg Westdeutschland als Bollwerk gegen den Kommunismus brauchte und deshalb eine Schwächung nicht wirklich im Interesse der Westmächte war. Außerdem stand die Bildung der Bundeswehr bevor, auch dafür wurde ja Geld benötigt...
Soweit zur geschichtlichen Situation damals im Westen.

Gruß
JoeSachse


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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#30 von FreshWaterSkipper , 28.03.2011 18:26

Zitat von delta
Sorry
wo hast du den diese Weisheiten her. So einen Blösinn hab ich schon lange nicht mehr gehört.
Du vergisst wohl das vor dem Krieg die gesamtbevölkerung beteiligt war an den Weltkrieg.
Die Trennung Deutschlands hat nicht der Bürger sondern einige wenige aus allen beteiligten
Staaten beschlossen.
Und deine unkenntnis zu Reparationsleistungen bei diesen starken Worten ist ebenfalls eine frechheit.
Wenn du schon keine Ahnung hast, dann verkneif dir wenigstens deine falsche Anschuldigungen gegenüber
den Westdeutschen Bürger.
Bis zur heutigen Stunden Zahlen wir Reparationleistungen an alle Kriegsteilnehmer, nun bist du auch
seit der Vereinigung beteiligt.



Sind keine Weisheiten, sondern Fakten. Sage auch nicht, dass der "Bürger" die Trennung beschlossen hat. Die war Beschluss der 4 Siegermächte.
Die Reparationsleistungen sind nicht meine Erfindung, und ich habe auch nicht den "westdeutschen Bürger" beleidigt, sondern nur dargelegt, was die Basis für die unterschiedliche Entwicklung der 2 deutschen Staaten war. Zum Glück blieb den Westdeutschen all das erspart. Und der Marshall-Plan ist auch nicht meine Erfindung.
Ich bleibe dabei, ohne Hitlers Vernichtungskrieg keine Teilung mit all ihren Folgen.

MfG

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