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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#46 von altberlin ( gelöscht ) , 30.03.2011 21:01

Zitat von BesserWessi0815
... noch in den 80-igern war es für eine Frau nicht möglich, ein eigenes Girokonto (Spaßkasse) zu eröffnen,...



Wohl einziger Vorteil dieser antiquarischen Regelung : Ungehemmter Schuhkauf wurde vermieden.


.


Sinnlos ist ein Leben ohne Sinn für Unsinn
(unbekannt)

altberlin

RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#47 von falk , 30.03.2011 22:19

Es geht nicht um Einzelpersonen.

Die Ausgabe der jungen welt von morgen, den 31.03.2011, auf Seite 3 unter dem Titel "In Westeuropa ohne Beispiel" von Hans Daniel, bringt es auf den Punkt.

Zitat:

"... angesichts der von politischen Sondergerichten eingeleiteten 125 000 Ermittlungsverfahren, in die mindestens 250 000 Bundesbürger einbezogen und an die 10 000 Bundesbürger
zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen verurteilt worden waren, von Zahlen sprach, die »einem Polizeistaat alle Ehren machen«. Für diese Tatbestände, urteilte Diether Posser, Verteidiger
in zahlreichen Verfahren gegen Gegner der Wiederaufrüstung der BRD oder deren Ost- und Deutschlandpolitik, zeitweiliger Justizminister in NRW, gab es »in keinem westeuropäischen Staat ein Beispiel."

Quelle: http://www.jungewelt.de/aktuell/pdf/index.php

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RE: Aufarbeitung der Deutschen Geschichte

#48 von falk , 12.04.2011 19:32

joesachse berichtet in seinem Beitrag am 26.03.2011 offensichtlich v. Reparationszahlungen von Deutschland aus dem I. Weltkrieg.


Noch nicht quantifiziert wurden die Reparationsleistungen v. D. aus dem II. WK. Hier kurz einpaar wichtige Daten in einem Zeitraffer dargestellt:


02. August 1945:

In der Potsdamer Konferenz vom 02. August 1945 (Dreimächtekonferenz), dessen Vereinbarung von J. W. Stalin, Harry S. Truman und C. R.

Attlee unterzeichnet sind, wird völkerrechtlich klar geregelt, u. a. auch die von Deutschland zu entrichtenden Reparationsleistungen s. Kap. IV.

Quelle: http://www.documentArchiv.de/in/1945/potsdamer-abkommen.html


25. Mai 1946:

Die USA stellen die Reparationsleistungen an die Sowjetunion ein.

Quelle: http://www.nachkriegsmuseen.de/chronik49.html


06.September 1946:

In der berüchtigten Rede in Stuttgart forderte der US-amerikanische Aussenminister Byrnes offen die Revision der Potsdamer Beschlüsse und sprach sich gegen die Oder-Neiße-Grenze aus.


10.03. bis 24.04.1947:

Die vierte Außenministerkonferenz tagte in Moskau, die zum Tagungsende für gescheitert erklärt wird.

Die Sowjetunion forderte:

einen deutschen Einheitsstaat,
die Beteiligung an der Kontrolle des Ruhrgebietes,
die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als endgültige deutsche Ostgrenze,
die Auflösung der Bizone und die Rückgbe des Saargebietes an Deutschland und
eine Reparationszahlung von 10 Milliarden Dollar.

Die USA und Großbritannien forderten:

die wirtschaftliche Einheit Deutschlands mit föderativen politischen Strukturen und eine Korrektur der Oder-Neiße-Linie.

Frankreich forderte:

die Abtrennung des Ruhr- und Saargebietes von Deutschland.#

etc. nachzulesen, ebenda http://www.nachkriegsmuseen.de/chronik49.html

Tatsache ist und bleibt, dass nach Einstellung und Ablehnung der Reparationszahlungen, wie vorgenannt, die Bürgerinnen und der Bürger der Sowjetischen Besatzungszone und nach Gründung

der DDR, am 07. Oktober 1949, in vollem Umfang die Reparationsleistungen für ganz Deutschland an die Sowjetunion und an Polen zu tragen hatten.


Ende 1989 berichtet der Bremer Historiker Prof. Arno Peters folgendes:

Zitat: " Im Nov. 1989 sorgte Prof. Dr. Arno Peters für Aufsehen, als er Reparationsausgleichszahlungen der Bundesrepublik an die DDR forderte. P. begründete seine Forderung mit den von der

DDR - stellvertretend für die Bundesrepublik - aufgebrachten Reparationsleistungen an die Sowjetunion (jeder Ostdeutsche leistete im Schnitt 16.124 Mark an Reparationen, jeder Westdeutsche

nur 126 Mark)."

Quelle: http://www.heliheyn.de/Maps/Biog1.html

Darin stellt Prof. DR. Arno Peters fest:

Wenn die Reparationszahlungen, die Deutschland im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges geleistet hat, gleichmäßig auf die Bürger ganz Deutschlands verteilt worden wären, ergäbe sich unter

Berücksichtigung einer normalen Verzinsung von sechs 5/8 % eine Ausgleichszahlung an die DDR-Bürger in Höhe von 727,1 Mrd. DM (zu Preisen von 1989).

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