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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#331 von Smithie23 , 24.08.2011 23:20

Weilheimer hat völlig Recht. Man darf sich besonders im Osten nicht einschüchtern lassen von wegen es gäbe keine freien Stellen und die wirtschaftl. Verhältnisse lassen es nicht zu und gleichzeitig wird immer berichtet, wie gut sich Deutschland in der Krise schlägt und wie gut wir im Gegensatz zu Anderen dastehen ... aber eben auch zum Großteil nur wegen niedrigen Löhnen. Viele Ossis sind leider immernoch zu sehr Duckmäuse, die lieber nen Job haben, als Sozialleistungen zu bekommen ... hat was mit Stolz zu tun und auch zum Teil mit der Erziehung, die vor 1990 noch stattgefunden hat.
Im Vergleich zu anderen Regionen, die teilweise auf hohem Niveau jammern (habe mich heute erst mit ner Kollegin unterhalten, die von ner Bekannten aus BaWü erzählt hat), ist es doch so, dass größtenteils höhere Löhne gezahlt werden KÖNNEN. Wir sprechen nicht von utopischen Summen ... deshalb ist es wichtig sich gewerkschaftlich zu engagieren.

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#332 von Buhli , 24.08.2011 23:26

Smithie, welches Jammerniveau meinst Du? Geistiges oder Materielles. Wirst sicher einen Unterschied feststellen.



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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#333 von Smithie23 , 25.08.2011 08:56

In dem Gespräch mit der Kollegin ging es um Materielles. Sie erzählte mir von ihrer Bekannten, dass dort wegen des Geldes gemeckert wird - und ich sagte dann eben, die müssten mal ne zeitlang hier im Osten arbeiten für Ostlohn. Da meinte sie, dass die sich das gar nicht vorstellen könnten, wenn die schon über den Westlohn meckern.

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#334 von reporter , 25.08.2011 09:17

Buhli hatte die Frage aufgeworfen, wer denn nun den Soli zahlt, aber genauer ausrechnen wollte er es dann doch nicht.
Soweit ich das überblicke, ist das Soli-Steueraufkommen in den Neuen Bundesländern bei etwa 5 % der gesamten Soli-Zahlungen.


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#335 von delta , 25.08.2011 09:26

Ich als sogenannter Wessi kann für die Lohnentwicklung im Osten des Landes nichts, aber Merkel schon eher.....
Ich denke eher umgekehrt ist das der Fall, durch ein überangebot von Arbeitskräfte im verhältnis Arbeitsmarktangebot sind die
Lohnpreise in Deutschland verdorben worden. Natürlich kann der ex DDRler persönlich nichts dafür.
Wir müssen begreifen, das wir von Wirtschaft und Politik Ausgespielt und Ausgebeutet werden. Gestern sah ich im ARD fernsehen einen
Bericht " exklusiv...Alt,arm,arbeitslos " hier wurde anhand von arbeitslosen Deutschen aufgezeigt, wie die Politik und die Wirtschaft
uns verarscht. Merkel und Ihre Ministerin v. der Leyen nehmen uns hier ganz schön auf die Schippe.
Die Arbeitslosenzahlen sind brutal gefälscht...........................
Die Arbeitslosen alten " um die 50 Jahre ) waren alle Fachkräfte. Wer noch Arbeit hat für gutes Geld, hat glück und kann folglich
die Probleme der anderen nicht nachvollziehen, vor allem wenn sie noch relativ jung sind. Alle Probanden die zu Wort kamen, konnten sich
Ihre probleme Jahre vorher auch nicht vorstellen, weil sie glaubten gut Ausgebildet zu sein würde sie nicht in dieser Situation kommen lassen.
Shmithie...
Richtig ist auch, das man sich als Arbeiter und Angestellter organisieren sollte, aber nicht mehr unter den Alten Gewerkschaften, auch wenn
sie teilweise neue Namen haben, so sind sie nicht mehr brauchbar, sie haben fast 30 jahre lang die Solidarität der Arbeitsgemeinschaft zerstört.
Durch falsche Fordrungen und die Falschen Politischen Einmischungen haben sie den zusammenhalt der Arbeiter und Angestellten systematisch zersetzt.
Die Arbeitnehmerzunft muß sich neu erfinden. Und zuerst mal deutsche intressen vertreten. Wer das nicht kapiert hat schon verloren, wem interresiert
das, wenn ein Sack Reis in China umfällt..... ich denke am wenigsten dehnen die an die Arbeitnehmerklasse gut verdient.... das ist die Wirtschaft und
der Volksvertreter.
Der Soli hat sich schon länst richtung Griechenland und so weiter verabschiedet....



Smithie


wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#336 von reporter , 25.08.2011 09:48

Wenn in Deutschland alles so schlimm ist, sollte man überlegen, ob es besser wäre, auszuwandern. Das war in allen Zeiten der Weg, um existenzbedrohender Armut zu entkommen.

Ich lese auch gelegentlich in einschlägigen Jammer- und Arbeitsvermeidungs- und Arbeitslosenforen. Dort wird eher von Vielen danach gefragt, wie man am schnellsten nach Deutschland kommen kann, um einen Antrag auf H4 zu stellen. Von Auswandern lese ich eigentlich garnichts.

Das bringt mich zu der Frage, wo in der Welt ist es denn soviel besser, wenn man die freie Wahl hätte.

(Aber bitte nicht mit Vorschlägen kommen, dank der guten Entwickung in Cuba, welches die Nachfolger dem Maximo Leader bescheinigen, es nochmal mit dem Kommunismus zu versuchen)


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#337 von Smithie23 , 25.08.2011 10:55

Klar, wenn Auswandern immer die beste Lösung ist und die Leute nach Schweden, Dänemark, Schweiz und Niederlande ziehen, dann ergibt sich dort bald dasselbe Problem wie in Deutschland. Man kann Problemen davonlaufen oder sie gemeinsam lösen. Deshalb finde ich es richtig, dass Arbeitnehmer sich organisieren und solidarisieren. Keiner vernünftiger Mensch fordert überzogene Lohnforderungen. Ich weiss, dass es unrealistisch ist, 50 % mehr Lohn zu fordern (auch wenn ich dann vielleicht West-Niveau habe). Aber es reichen da schon 10 - 15 % BRUTTO, und man merkt deutlich, wie die Lebensqualität steigt. Außerdem gehts ja bei Gewerkschaften nicht nur um die Löhne, sondern auch Arbeitsbedinungungen. Ich kann noch soviel verdienen, wenn ich auf Arbeit ein Klima habe, dass mich aller 2 Monate krank werden lässt. Da hab ich nix davon und eine Firma hat davon auch nix - im Gegenteil, es wurde ja bereits untersucht, dass Arbeitnehmer, die krank auf Arbeit gehen den Betrieb im Endeffekt mehr kosten, als wenn sie mal ne Woche zu Hause bleiben.

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Gute Nachricht: DDR auferstanden

#338 von reporter , 25.08.2011 16:33

Und ein Namen für die neue DDR gibts auch schon:

Lötzschland - Nachfolger Werbung schon im Kindergarten

Endlich gibts da wieder unsere Genossen Kindergärtnerinnen. Finanziert gemeinnützig mit Steuergeldern lernen die Kleinen

Zitat
Dem „Neuen Deutschland“ berichtete Petermann, dass Lötzsch den Verein sehr unterstütze. „Mit ihr haben wir zum Beispiel eine Bibliothek besucht. Sie hat den Kindern gezeigt, wie man solch eine Einrichtung benutzt. Daraus haben wir eine Bildergeschichte gemacht.“ Später wurde eine „Zuckiti“-Ausgabe in mehreren Ost-Berliner Bezirken dem „ND" kostenlos beigelegt. Bei anderer Gelegenheit rief Lötzsch die Schüler zu einem Malwettbewerb auf. Die malten der Politikerin eine Zuckertüte. Als Dankeschön wurden sie in den Tierpark eingeladen. Auf der Internetseite von Gesine Lötzsch wird „Zuckiti“ als „Konkurrenz“ für „Bummi“ beworben, so hieß die Kinderzeitung in der DDR, der Titel wird inzwischen von einem Verlag im badischen Rastatt weitergeführt.

Politiker anderer Parteien werden in „Zuckiti“ nicht vorgestellt. Politische Themen enthält das Blatt aber sehr wohl: So erschien zum „Tag der Befreiung“ – dem Ende des Zweiten Weltkrieges – eine Sonderausgabe auf Deutsch und Russisch.

Wichtiger Sponsor ist daneben das kommunale Wohnungsunternehmen Howoge. Es unterstützt den Druck der Kinderzeitung – zum finanziellen Umfang macht Howoge keine Angaben.



http://www.tagesspiegel.de/politik/im-lo...en/4539610.html

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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#339 von Buhli , 25.08.2011 20:35

Auswandern? Da würde ich ja bei den einreihen, die auch vor 1990 vor den Problemen weggerannt sind. Nur 5% Soliaufkommen aus den NBLs? Die Ursache für diese Ungerechtigkeit hat auch einen Namen. Helmut Kohl und seine Finanzexperten beim Umtauschkurs. Das kommt nun immer mal wieder in diversen Lektüren zum Vorschein. Meister Most hat das am Freitag in der "Laute" Sendung auch noch mal ganz deutlich gesagt. Dies ist sogar belegbar.



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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#340 von Björn , 25.08.2011 21:03

@ reporter, wie ist denn dann deine Meinung zu den "Prenzelmännchen"??? Dabei handelt es sich um ehrenamtliche CDU-Leute, die mit kräftiger Unterstützung durch ihre Partei diverse Aktionen und Hilfsprojekte an Kita´s und Schulen durchführen. Besser kann man doch nicht versuchen, sich positiv in Szene zu setzen!
Ganz bestimmt ohne jedwede Hintergedanken und der CDU-Spitzenkandidat Dr. Kühne ist auch nur zufällig als reiner Privatmann dabei Darum nutzt die CDU auch diverse Internetseiten, um es überall bekannt zu machen und parteipolitisch auszuschlachten
http://www.cdu-prenzlauer-allee.de/index.html
http://www.wahl.de/themen/prenzelm%C3%A4nnchen
http://ecosia.org/search.php?q=Prenzelm%C3%A4nnchen

Für unseren "reporter" hat das aber bestimmt absolut nichts mit Einflußnahme zu tun (ist ja schließlich eine "anständige" Partei) und ist nur hochanständig sowie ohne Hintergedanken zu betrachten


"Cantus Buranus" live auf Wacken 2010
http://www.youtube.com/watch?v=sh4Hedh84mw&feature=related

 
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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#341 von Buhli , 25.08.2011 21:23

Deshalb geht ja auch die Lampenindustrie in Kindergärten und Schulen. Die Sparlampen sind ja wichtig für die Umwelt. Ohne Hintergedanken.



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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#342 von reporter , 25.08.2011 23:58

Zitat von Björn
@ reporter, wie ist denn dann deine Meinung zu den "Prenzelmännchen"??? Dabei handelt es sich um ehrenamtliche CDU-Leute, die mit kräftiger Unterstützung durch ihre Partei diverse Aktionen und Hilfsprojekte an Kita´s und Schulen durchführen.



Ehrenamtlich ist doch in Ordnung.

In Lötschland wird in dem gut vernetzten Wahlkreis von Lötsch im Ostberliner Bezirk Lichtenberg (Ehemaliger Sitz von Hoch und Guck) das Projekt, die ehemalige SED Genossin Lötsch den Kleinen nahezubringen, mit Mitteln der Öffentlichen Verwaltung aka Steuermitteln bearbeitet.
Lötsch selbst hat keinerlei kommunale Funktion, sondern sie ist Parteichefin der Gruppierung SED/PDS/Linkspartei und Bundestagsabgeordnete desselben Vereins.


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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#343 von Björn , 26.08.2011 06:18

Genau so eine Antwort hatte ich auch von dir erwartet und nichts anderes! Wenn es aber eine unpolitische Angelegenheit wär, könnten ja auch Nicht-CDU-Mitglieder dort mithelfen, stattdessen wird es lieber zur Mitglieder- und Wählergewinnung genutzt!

Zitat von Björn

Für unseren "reporter" hat das aber bestimmt absolut nichts mit Einflußnahme zu tun (ist ja schließlich eine "anständige" Partei) und ist nur hochanständig sowie ohne Hintergedanken zu betrachten


"Cantus Buranus" live auf Wacken 2010
http://www.youtube.com/watch?v=sh4Hedh84mw&feature=related

 
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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#344 von Schlawine , 26.08.2011 09:46

Ich kann nirgendwo lesen dass @reporter von einer unpolitischen Angelegenheit schreibt. Es ging doch nur um "ehrenamtlich" also ohne Bezahlung und "aus Steuermitteln finanziert".
Das ist für mich schon ein wichtiger Unterschied.


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„Nichts spornt mich mehr an als die drei Worte: Das geht nicht. Wenn ich das höre, tue ich alles, um das Unmögliche möglich zu machen.“
Harald Zindler, dt. Umweltaktivist, 1981 Mitbegründer Greenpeace Deutschland

 
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RE: Gute Nachricht: DDR auferstanden

#345 von reporter , 26.08.2011 10:54

In Lötzschland ticken die Uhren anders.

Genossin von Frau Lötzsch ist Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin von Lichtenberg, sie findet die Aktion, die Genossin Lötzsch den Kleinen nahe zu bringen, eine "ganz tolle Sache, was die da machen".

Emmrich macht auch schonmal mit Steuermitteln Stadtteilfeste, wie das "Fennpfuhl-Fest", wo der letzte DDR-Spionagechef Werner GROßMANN eine Signierstunde gibt und Emmrich die Schirmherrin macht.

http://www.welt.de/regionales/berlin/art...fuer_Eklat.html

Auch Lötzsch, die in ihrem Büro Stasi-Mitarbeiter beschäftigt, pflegt ihre Kontakte ins Stasi-Milieu.

http://www.handelsblatt.com/politik/deut...eu/3355336.html


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