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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#466 von FEINDFLIEGER , 22.10.2011 20:04

Und selbst das ist noch zu wenig! Sollen die Abstriche machen,die meinen,daß sie mehr "verdienen" würden - aus unerfindlichen Gründen! Aber dazu wäre es auch notwendig,daß man sich nicht alles bieten läßt - dafür sind sich aber die Leute nicht einig genug...


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#467 von Weilheimer , 22.10.2011 20:10

Zitat von FEINDFLIEGER
Aber dazu wäre es auch notwendig,daß man sich nicht alles bieten läßt - dafür sind sich aber die Leute nicht einig genug...


In Deutschland ist der Neidfaktor sehr hoch, deswegen beäugt man sich argwöhnisch, anstatt geschlossen und einig aufzutreten. Hinzu kommt dann auch noch der Geiz, der dafür sorgt das sich einige den Gewerkschaftbeitrag sparen und so die Gewerkschaften in ihrer Schlagkraft schwächen.

 
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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#468 von reporter , 22.10.2011 20:47

Zitat von Smithie23
Meiner Meinung nach, ist Alles, was unter 9 € die Stunde bezahlt wird, Ausbeutung. Selbst die Tätigkeiten, die vielleicht eintönig sind und wo man nicht soviel Verantowrtung trägt, müssen so bezahlt werden, dass Derjenige, der sie macht, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann, etwas für Später sparen kann und gesund leben kann. BASTA ! Da gibt es für mich keine Diskussion !



Die gezahlten Löhne falle nicht wie Manna vom Himmel, sondern sie müssen erwirtschaftet werden.

9 € /Stunde entsprechen 173,33 * 9 = 1560 € Brutto-Monatslohn bei einer 40 h Woche.
Die Lohnnebenkosten sind im Fertigungsbereich mittlerweile so bedeutend geworden, dass sie die Löhne auf mehr als das Doppelte in die Höhe treiben können. Mithin müßte man für diesen Bereich Kunden finden, die für eine ungelernte Aushilfstätigkeit, das ist etwa das Profil eines Langzeitarbeitslosen, etwa 3000 € im Monat auf den Tisch legen.

Gelingt das nicht, wie sieht dann dein Vorschlag aus? Soll dieser Arbeitslose das ganze Arbeitsleben von der Öffentlichen Sozialfürsorge durchgebracht werden?


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#469 von Smithie23 , 22.10.2011 21:13

Zitat von Weilheimer
In Deutschland ist der Neidfaktor sehr hoch, deswegen beäugt man sich argwöhnisch, anstatt geschlossen und einig aufzutreten. Hinzu kommt dann auch noch der Geiz, der dafür sorgt das sich einige den Gewerkschaftbeitrag sparen und so die Gewerkschaften in ihrer Schlagkraft schwächen.



Richtig. Lieber zerfleischen sich Hartz4 Empfänger und Niedriglöhner gegenseitig, ansatt geeint aufzutreten. Und die etwas bessere Mittelschicht möchte den Status Quo am liebsten aufrecht erhalten: Komfort für niedrigen Preis und das freie Geld lieber für Luxusartikel ausgeben. Ist euch mal aufgefallen, dass bei Streiks die Leute, die sich negativ dazu äußern in den seltensten Fällen zur sog. "Unterschicht" gehören, sondern meist von der etwas verwöhnten Mittelschicht ? Das sind die Leute, denen es gut geht und die es lästig finden, wenn ihr gewohntes Leben durch sowas plötzlich nichtmehr in den geordneten Bahnen verläuft. Man muss bedenken: Nicht nur die Konzerne profitieren von Niedriglöhnern, sondern auch die Möchtegern-Reichen, die zwar keine Millionäre sind, aber auch keine Geringverdiener sind.

@reporter: Das Märchen ist uralt. Du sprichst wie so ein typischer Konzernlenker, der meint, die Personalkosten müssen niedrig gehalten werden, damit die Preise niedrig bleiben. Man kann nunmal nicht bis ins bodenlose an Personalkosten sparen und die zig Millionen, die jährlich als Gewinn entstehen, werden auch nicht geringer, wenn die Leute mehr verdienen. Im Gegenteil: Mehr Verdienst bedeutet auch höhere Einsatzbereitschaft und Courage im Job. In Deutschland hat es sich leider noch nicht durchgesetzt, dass gut bezahlte Arbeitnehmer zufrieden sind, was sich auf die Firma positiv auswirkt. Mit unzufriedenen Leuten kann zwar auch ein gewisser Grad an Profit gemacht werden - irgendwann jedoch wird das aber ins Gegenteil umschwenken.

Ich kenne kaum Fälle, wo Niedriglöhner eine besonders hohe Einsatzbereitschaft für das Unternehmen zeigen, was vollkommen Verständlich ist. Der Sklave im alten Ägypten wird nach einem 14 Stunden Tag auch nicht zum Sklaventreiber gehen und fragen, ob er noch 1 Stunde länger machen kann und gleichzeitig auf seine Ration Brot verzichtet !!


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#470 von reporter , 22.10.2011 21:39

Zitat von Smithie23

@reporter: Das Märchen ist uralt.



Wie ich dir vorgerechnet habe, ist dies kein Märchen, sondern die Realität. Deine restlichen Einlassungen zeigen, daß du keine Vorstellungen hast, wie man dauerhaft mit dieser Situation umgehen sollte.

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#471 von BesserWessi0815 , 22.10.2011 21:48

...ich finde Smithie23's Bereitschaft ~3.000€ monatlich zu zahlen, um eine weitere Stelle mit neun €/h brutto zu schaffen, vorbildlich!
Chapeau!
Hätte dieses Land nur 6 Millionen Smithie's, gäbe es keine Armut mehr in diesem Land.


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#472 von reporter , 22.10.2011 21:54

Zitat von BesserWessi0815
...ich finde Smithie23's Bereitschaft ~3.000€ monatlich zu zahlen, um eine weitere Stelle mit neun €/h brutto zu schaffen, vorbildlich!
Chapeau!
Hätte dieses Land nur 6 Millionen Smithie's, gäbe es keine Armut mehr in diesem Land.



Woher weißt du daß Smith 3000 € plus seine Lebenshaltungskosten verdient, Netto wohlgemerkt?

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#473 von Smithie23 , 22.10.2011 22:06

Soviel verdiene ich mich Sicherheit nicht - außer du machst aus 1 Monat 3 Monate !!
@reporter: Ein Stundenlohn von 9 €/brutto ist realistisch und keine Firma, die ordentlich arbeitet, wird daran zugrunde gehen. Du redest genau so wie die Firmenchefs, die Personalkosten drücken, um selber in die eigene Tasche zu wirtschaften. Ein Unternehmen, das Niedriglöhne zahlt, hat in meinen Augen keine Existenzberechtigung. Niedriglohn ist Diebstahl am Arbeitnehmer und an der Gesellschaft. Würden die ganzen Niedriglöhner in Deutschland endlich normal bezahlt werden, es würde den Sozialkassen und Renten zugute kommen - auch deiner eigenen, reporter !!!

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#474 von BesserWessi0815 , 22.10.2011 22:28

...das ist doch kein Problem, Smitie23:

wie 'reporter' 20:47 bereits schrieb, mußt Du nur Kunden finden, die bereit sind den Preis für die Dienstleisung zu bezahlen, dann wuppt das auch....
...solange diese jedoch nicht gefunden worden sind, ist es müßig Maximalforderungen zu stellen, oder nicht?

Es regnet leider eben nicht immer Manna vom Himmel, vielleicht war dies in der DDR früher anders - aber das können weder Du noch ich beurteilen - vermute ich.

Das Genöle, dass man selbst keinen Stundensatz wie in München oder Stuttgart erhält, finde ich absurd.
Über 50 Millionen Wessis teilen dasselbe Schicksal, aber einzelne Ossis fühlen sich benachteiligt.
Die Leute in Niedersachsen, Rheinland, Westfalen, Ruhrpott, Schleswig-Holstein haben nicht diese Ansprüche, die man von vielen Ostdeutschen mehr als deutlich vernimmt, vielleicht wäre dieses Anspruchsdenken auch etwas realitätsfern.


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#475 von peppe , 22.10.2011 22:47

Dresdner Pflanze lass Ihn........... wieder mal krach zuhause ôder mit den linken Bein aufgestanden, weiss der Geier warum er so daneben ist..............
Einfach nciht krum nehmen Plfänzchen, Schamm drüber überlesen und nichts persönlich nehmen



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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#476 von Weilheimer , 23.10.2011 06:27

Peppe, nichts von dem ist richtig. Ich habe in meiner Verwandtschaft auch solche Menschen, die nichts tun und nichts verändern konnten und nun mit einer Magerrente leben müssen. Die haben im Leben auch alles richtig gemacht und für alles eine passende Ausrede parat. Ein selbstkritischer Rückblick-Fehlanzeige! Wie das Internet nichts vergisst, so vergisst auch das Rentenkonto Zeiten fruchtloser Tätigkeit nicht. Solche Lebensgeschichten erinnern mich immer an die Fabel "Die Grille und die Ameise" von Jean de la Fontaine. Hier die Version der Jungen Liberalen aus Weinheim-Schriesheim.


Die Grille und die Ameise

Es war einmal eine Grille, die das Leben liebte und mit ihren Freunden viel Spaß hatte.
Diese Grille war durchaus bereit, eine ihr gemäße Arbeit anzunehmen, aber es stellte sich
heraus, daß keiner der vielen Arbeitsplätze, die ihr angeboten wurden, für sie zumutbar
war. Die Arbeitsagentur bestätigte sie in dieser Auffassung. Mit Verachtung blickte die
Grille auf eine ihr bekannte Ameise, die sich bedenkenlos von den Kapitalisten ausbeuten
ließ, und dies für eine Hand voll Euros. Die Grille zog es vor, ihre Zeit den schönen Dingen
des Lebens, wie Wein, Weib und Gesang, zu widmen.
Es kam der Winter und die frierende Grille berief eine Pressekonferenz ein, in der sie zu
wissen verlangte, ob es mit den Grundsätzen der Gerechtigkeit vereinbar sei, daß die
Ameise ein großes beheiztes Haus hat und Nahrungsvorräte im Überfluß, während andere
in der Kälte litten und hungerten. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen zeigte Bilder der
fröstelnden Grille und in starkem Kontrast dazu Aufnahmen der Ameise in ihrem
gemütlichen Heim vor einem Tisch voller Speisen. Führende Kommentatoren der
Tagespresse zeigten sich schockiert über diesen krassen Gegensatz und fragten: "Wie ist
es möglich, daß in einem so reichen Land so viel Armut zugelassen wird?"
Der Fall erregte landesweite Aufmerksamkeit und bald schaltete sich NEID (Nationale
Einheitsgewerkschaft der Insekten Deutschlands) ein, deren Vertreter in einer populären
Talkshow darauf hinwies, daß die Grille, die unübersehbar eine grüne Körperfarbe hat,
das Opfer einer bisher schon immer latent vorhandenen Grünenfeindlichkeit geworden ist.
Bekannte Persönlichkeiten der Popmusik gründeten die Initiative "Rock für Grün" und alle
Welt war gerührt, als ein von der britischen Königin geadelter Popstar auf einem Konzert
dieser Bewegung das eigens für diesen Anlaß komponierte Lied "It´s Not Easy Being
Green" anstimmte.
Sowohl Vertreter der Regierungs- als auch der Oppositionsparteien nutzten jeden
öffentlichen Auftritt, um ihre Warmherzigkeit und ihr Mitgefühl zu zeigen, indem sie
erklärten, daß sie alles in ihrer Macht stehende tun würden, um der armen Grille ihren
gerechten Anteil am allgemeinen Wohlstand zu verschaffen, daß die hartherzige Ameise
es lernen müsse zu teilen und daß Einkommensunterschiede immer ein Ausdruck von
Ungerechtigkeit sind.
Die Bundesregierung, der von Journalisten immer wieder vorgeworfen worden war, daß
sie dieses brennende Problem aussitzen wolle, zeigte ihre Handlungsfähigkeit und legte
im Bundestag ein "Gesetz zur wirtschaftlichen Gleichstellung grüner Insekten" vor, das
Ameisen mit einem Solidaritätszuschlag auf deren Einkommensteuer belegte. Dieser
Gesetzesvorschlag wurde von allen Parteien des Bundestages angenommen. Von nun an
lebten alle Mitglieder der Volksgemeinschaft in mitfühlender Geschwisterlichkeit und
niemand störte es, daß aus unerklärlichen Gründen die Wirtschaftsleistung des Landes
von Jahr zu Jahr zurückging.

 
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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#477 von FEINDFLIEGER , 23.10.2011 06:54

@ Weilheimer: Sowas kommt raus,wenn man mit Scheuklappen durch's Leben geht! Dann erkläre ich dir mal meine Sicht der Dinge: Solange es diese eklatanten Unterschiede zwischen Ost und West gibt,werde ich sie auf meine Art und Weise auch anprangern - und mir ist das Schicksal einzelner dabei völlig wurscht! Das Forum wird nicht dazu beitragen,diese Unterschiede auszumärzen! Im Geheimen hoffe ich ja doch,daß einige ihre Sichtweise mal etwas überdenken... Ich bin jedenfalls nicht "in den Westen" gegangen,um neue Freunde zu finden - wenn ich jemanden lieb haben will,gehe ich in mein Schlafzimmer! Ich habe es mir so eingerichtet,daß ich in Ruhe beobachten kann,wie es auch an die "Pfründe" der Westdeutschen geht - und ich habe einen Haidenspaß dabei...


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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#478 von Schlawine , 23.10.2011 08:14

Ja FEINDFLIEGER, wahrscheinlich hast du recht und das Forum wird nichts dazu beitragen diese Unterschiede auszumärzen. Allerdings könnte es dazu beitragen die Sichtweise des ein oder anderen zu verändern wenn jeder die Beiträge der anderen mal ganz entspannt lesen und darüber nachdenken würde.Die meisten Beiträge sind es nämlich durchaus Wert.
Stattdessen wird an alten Vorurteilen festgehalten und darauf herumgeritten und wenn einer anderer Meinung ist dann fühlt man sich sofort persönlich beleidigt. (Zum Glück gibt es auch eine Menge User bei denen das nicht so ist )

@Weili du hast schon recht und ich kenne solche Leute auch und rege mich darüber auf. Ich denke so lange man einen funktionierenden Kopf und einen gesunden Körper hat kann man die Karre immer selbst aus dem Dreck ziehen und muss nicht über etwas jammern was man selbst nicht verändert.
Allerdings kannst du dir auch über einzelne User hier nicht nach 4-5 Beiträgen schon ein Urteil erlauben und ihr Leben beurteilen. Ich habe eine Arbeitskollegin die ist 60 Jahre alt und hat 40 Jahre als Krankenschwester gearbeitet. Davon 20 Jahre in der DDR in der Chirurgie. Sie ist jetzt schwer körperlich eingeschränkt. Durch die Arbeit und weil früher kein rückenschonendes Arbeiten bekannt war bzw. die Hilfsmittel fehlten ist ihr Rücken kaputt und die Kniegelenke. Außerdem hat sie Gelenkrheuma. Eigentlich ein Fall für die Rente aber da ihr Ehemann an Bauspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist ackert sie weiter weil die Rente die sie jetzt bekommen würde nicht reichen würde um davon zu leben. Zumal sie nicht weiß wie lange ihr Mann ihr noch bleibt.
Es sind nicht immer nur Faulheit und Ignoranz die zu finanziellen Schwierigkeiten führen


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„Nichts spornt mich mehr an als die drei Worte: Das geht nicht. Wenn ich das höre, tue ich alles, um das Unmögliche möglich zu machen.“
Harald Zindler, dt. Umweltaktivist, 1981 Mitbegründer Greenpeace Deutschland

 
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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#479 von Smithie23 , 23.10.2011 09:13

Mir ist es eigentlich SCH...EGAL, wie die Lebensverhältnisse im Westen sind, was die Mieten kosten etc. Wenn man von dem Stundenlohn selbst im Osten nicht ordentlich leben kann, dann ist das nicht hinnehmbar. Da ists egal, ob die Mieten geringer sind. Würd ich so verdienen, wie im Westen, dann pfeif ich drauf, ob die Miete dann 200 € höher ist, weil ich dann immernoch mehr Kohle zur freien Verfügung habe. Und zu den Preisen von Waren und Dienstleistungen: Es ist auch ein Märchen der Firmen, dass die Preise steigen, wenn die Belegschaft mehr Geld haben will, weil die Firmen/Konzerne so große Gewinne einfahren mit günstigen Preisen, dass eine Lohnerhöhung nicht ins Gewicht fallen würde. Der LIDL Typ und die Aldi Brüder sind so reich geworden, weil sich deren Filialen mit günstigen Preisen sehr profitabel sind - was wären da schon 200 € netto mehr, wenn der Laden dicke dasteht ?
Es wird immer versucht den Arbeitnehmer klein zu halten mit solchen Aussagen. Bis man irgendwann mal auf die Straße geht - der Deutsche muss endlich mal lernen, was für ne Macht er hat, wenn die Arbeit mal ruht. Aber am Beispiel der deutschen Bahn sieht man ja, wie die Deutschen so eingestellt sind. Der Bahnkunde regt sich auf, weil der Streik ihn in seinem Tagesablauf tangiert. Das sollte dem Streikenden aber egal sein, weil der "Kunde König" trägt nicht dazu bei, dass dei Bedingungen sich bessern. Er will am liebsten kostenlos fahren und noch nen roten Teppich ausgerollt bekommen - wei es dem Bahnmitarbeiter geht, ist ihm SCH...EGAL. Deshalb gehen die Leute auch weiterhin zu LIDL und Schlecker.

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RE: Die Ossis sind doch alle gleich

#480 von Kehrwoche , 23.10.2011 10:39

Zitat von Smithie23
Mir ist es eigentlich SCH...EGAL, wie die Lebensverhältnisse im Westen sind...
...der Deutsche muss endlich mal lernen, was für ne Macht er hat, wenn die Arbeit mal ruht...


Letzteres setzt aber voraus, daß einem ersteres eben nicht SCH...EGAL ist!
Pech für dich, denn du bist es, der Unterstützung bräuchte. Aber solange du so denkst, wie du denkst, werde ich meinen Hintern nicht auf die Straße begeben.
Mir ist es solange nämlich auch SCH...EGAL, wie du lebst.


Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.
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