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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#181 von Smithie23 , 23.06.2011 07:12

Marion, für manche Hinterwäldler gibts da keinen Unterschied, ob Neue Bundesländer VOR 1990 und NACH 1990. Alles Schlecht !! :-)

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#182 von michaka13 , 23.06.2011 09:08

Klasse Beitrag, skibby1909. Danke!

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#183 von Bücherwurm , 26.06.2011 21:23

@skippy1909
Danke, für deine ausführliche Antwort. Dein Beitrag gefällt mir sehr gut, weil er einige Wahrheiten enthält, die manche immer noch nicht erkennen wollen.


@Mario069
Kann es sein, dass du ein *Worteaufdiegoldwaageleger* bist? Dieses Mal hast du recht und deswegen bin ich großzügig, du bekommst es auch. ABER: ich werde deine Beiträge "im Auge" behalten und ja, meine Gelegenheit kommt schon noch.....Holzauge sei wachsam.

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#184 von Buhli , 28.06.2011 21:07

Letzte Woche war ich im Harz. Einfach Klasse diese Ecke. Nur leider begegnete ich dort an allen Ecken und Enden den Dellen die der Kalte Krieg in den Köpfen der Niedersachsen hinterlassen hat. Der Talsperrenführer der Rappodetalsperre möcht das Wasserversorgungssystem des gesamten Harzes anhand von Infomaterial und Bildern den Besuchern erklären. Die Elite in Clausthal-Zellerfeld weigert sich ihm Infomaterial zukommen zu lassen. Seit zwei Jahren gibt es im Landkreis Harz eine Busfahrkarte auf die Kurtaxe zur Gratisnutzung. Der Westharz Landkreis Goslar weigert sich da mit zumachen. Die Idee, so die Aussage des Bürgermeisters von Königshütte, haben sie aus dem Schwarzwald übernommen. Da hab ich es auch vor 7 Jahren kennen gelernt. Die Brockenbahn wollten die Niedersachsen auch bis Goslar haben. Bezahlen sollen es die Ossies. Der Stadtrundführer mit Pferdekutsche von Goslar darf bei seiner Führung nicht einmal die dortige JVA beim Namen nennen. Positiv umschreiben ja, aber keinen Klartext. Die Stadt kontrolliert ihn sogar deswegen. Anschisse hat er deshalb schon bekommen. Der Mann stammt aus Löbau...



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#185 von Smithie23 , 28.06.2011 21:38

Das ist ja fast wie diese unsinnigen Städterivalitäten zwischen Köln und Düsseldorf oder Halle und Magdeburg. Oder die "angeblichen" Unterschiede zwischen Schwaben und Badenern, zwischen Franken und Bayern. Sowas ist so richtig 19. Jahrhundert - Kleinstaaterei. Da haben selbst 2 Weltkriege und der Kalte Krieg nix dran geändert.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#186 von joesachse , 28.06.2011 21:47

Das hat aber alles nix mit Ossis und Wessis zu tun, sondern eher mit beschränkten Ansichten von Regionalpolitikern in Gemeinderäten, Kreiräten oder den Landesparlamenten. Was ich hier in den letzten 15 Jahren an Kleingeist in Diskussionen zwischen dem Hohenlohekreis und dem Landkreis Schwäbisch Hall mitbekommen habe, würde da auch Bände füllen: Tourismus, Nahverkehr, Gesundheitswesen und viele andere Themen scheiterten gelegentlich.
Und durch den Harz geht sogar eine Landesgrenze, daraus resultieren unterschiedliche Zuständigkeiten, unterschiedliche Verordnungen, unterschiedliche Geldquellen, unterschiedliche Fördertöpfe. Gute Beispiele für regionale länderübergreifende Zusammenarbeit sind in Deutschland dünn gesät.
Da ist dann die unterschiedliche Vergangenheit nur noch ein i-Tüpfelchen.

Viele Grüße
JoeSachse


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#187 von Smithie23 , 28.06.2011 22:30

Hat wohl was mit des Deutschen Lieblingsthema zu tun: Rivalität unter Nachbarn. Der Eine muss immer alles schöner und besser haben, als der Andere. Anstatt zusammenzuarbeiten.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#188 von skippy1909 , 29.06.2011 13:58

Bei uns hier ist es z. B. so, dass alle, die "hinter der Ruhr" (nördlich der Ruhr) leben, doof sind. Wenn man umzieht, bloß nicht hinter die Ruhr...

Diese Rivalitäten sind eigentlich so überflüssig wie ein Kropf, bringen aber manchmal doch lustige Stilblüten hervor. Nutzen tun sie aber keinem...

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#189 von Angi55 , 29.06.2011 14:45

Smithie erinnert mich sehr an meine kritische Tochter, denn sie hat mit ihren KLEINKINDNERVENZELLEN ganz anders die WENDUNGEN erlebt , als ihre ERWACHSENEN-VERGESSEN, nein, etwas ist verloren. Nein!! Den alten und neuen ZEITEN eine Chance geben,zu ueberleben... denn der GEIST dieser Zeit LEBT, in IHNEN und in Anderen, die hier nicht schreiben, weil sie schwer den GEIST wiedergeben koennen/ es ist ja ein GEIST.....er darf auch lieb und boese zugleich sein, denn schliesslich ist er unsterblich----jedenfalls hoffen SIE es, die KINDER der DDR, die jetzt etwa 25 oder 30 sind,aber die Erwachsenen, die alles erklaeren konnten und immer noch koennen und wollen, immer die VERNUNFT siegen lassen wollen oder genug andere LEBENsarten gefunden haben, die nichts mehr mit den KLEINEN Geistern zu tun haben, die da die Ehemaligen begleiten.Smithie, mein Toechterchen studiert Geschichte und weiss gar nicht, was besser zu ihr passt. Die vielen Erfahrungen aus dem NEBENJOBS oder ob sie lieber doch auf LEHRAMT umsteigt, weil alles KANN sie gut und dann besinnt sie sich und sagt, was sie braucht...endlich, im den richtigen Moment, dass der ANDERE versteht, warum es schwer faellt, zu sagen, was fuer sie jetzt wichtig ist.Denn sie hat so etwas an Gespuer aus der ALTEN Zeit.....und doch ist es wahr, es sind KINDHEITSSTIMMUNGEN 11 Alles Gute, und bewahre DIR Deinen Geist und manchmal schliess ihn ein, in einem Versteck.....von dem nur DU weisst....und lebe , auch mal ein wenig ohne die vielen STIMMUNGEN....


aw

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#190 von reporter , 29.06.2011 16:09

Zitat von Buhli
Die Brockenbahn wollten die Niedersachsen auch bis Goslar haben. Bezahlen sollen es die Ossies.



Ja, schlimm diese Niedersachsen.

Nach meiner Erinnerung wars irgendwie ganz anders.

Die 'Brockenbahn' gabs doch zu Mauerzeiten jedenfalls zum Brocken nur für die Kontrolletties mit ihren Schießprügeln und für die Russen, die dort einen Horchposten betrieben.

Für Bürger Unserer Republik gabs keine Brockenbahn, sie kamen noch nichtmal bis Schierke, denn dafür brauche man einen 'Passierschein' im eigenen Land, denn Schierke war 'Grenzgebiet' unserer werten Republik.

Und was die Finanzierung durch die armen Ossis angeht, da würde ich Zweifel anmelden, daß die Goslarer derartige Zumutungen angestellt haben, daß die Ossis das persönlich hätten zahlen sollen.

Bekanntlich waren die Überreste der Brockenbahn zur Wende, wie auch andere Teile Unserer Republik, in einem erbarmungswürdigen Zustand, ein Herr Rehlinger, saarländischer Minister für Wirtschaft kam nach Sachsen-Anhalt ebenfalls dort als Minister für Wirtschaft und zapfte geschickt verschiedene Fördertöpfe zur deutschen Einheit an und finanzierte damit die Generalüberholung der Brockenbahn. Bekanntlich finanziert bis heute Sachsen-Anhalt einen großen Teil seines Haushalts aus Bundeszuweisungen.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#191 von Buhli , 30.06.2011 15:35

Das ist soweit richtig. Fuhr die Bahn etwa während des Kalten Krieges zum Brocken? Das haben die Truppen doch mit Autos gemacht. Als es allerdings um die Verlängerung vom Brocken nach Goslar ging, wollten die Niedersachsen erst die Kosten selbst tragen, danach mit S-A teilen und zu guter Letzt nichts mehr beitragen. So die Infos vom Bürgermeister aus Königshütte.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#192 von Mario069 , 30.06.2011 17:21

Zitat von Bücherwurm
@Mario069
Kann es sein, dass du ein *Worteaufdiegoldwaageleger* bist? Dieses Mal hast du recht und deswegen bin ich großzügig, du bekommst es auch. ABER: ich werde deine Beiträge "im Auge" behalten und ja, meine Gelegenheit kommt schon noch.....Holzauge sei wachsam.



Nu glor. Alles Gute deinen Augen.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#193 von reporter , 01.07.2011 10:41

Zitat von Buhli
Fuhr die Bahn etwa während des Kalten Krieges zum Brocken? Das haben die Truppen doch mit Autos gemacht. Als es allerdings um die Verlängerung vom Brocken nach Goslar ging, wollten die Niedersachsen erst die Kosten selbst tragen, danach mit S-A teilen und zu guter Letzt nichts mehr beitragen. So die Infos vom Bürgermeister aus Königshütte.



Der "Kalte Krieg" war es nicht. Sondern unsere werte Republik. Die sperrte mit dem Mauerbau auch die Bahn für den Personenverkehr, damit die 'Bürger' nicht türmten.
Meines Wissens wurde dann die Bahn nur noch für Materialtransporte für die Russen und das DDR Wachpersonal genutzt.

Es kann schon gut sein, daß Goslar sich es nochmal mit der Bahn überlegte. Solche Aktionen müssen gut durchdacht sein, denn sie können leicht zum kommunalen Steuergrab werden, wenn das Touristenaufkommen dann doch nicht da ist.

Übrigens, die Brockenbahn fand ich, war sauteuer. Für eine Familie mit mehreren Kindern eine richtige Luxusangelegenheit. Und vom Parkplatz Torfhaus gibts einen gut ausgeschilderten Wanderweg zum gegenüber liegenden Brocken als preiswerte Alternative um auf den Brocken zu kommen. Auch der Wanderweg vom Osten durch die Kalte Bode ist sehr schön, allerdings länger.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#194 von Buhli , 01.07.2011 12:44

Soweit ich informiert bin, fuhr bis 1990 nicht eine Lok da hoch. Nur Schade, daß die Niedersachsen so lange brauchen um das Durch zudenken. Einige Hunderttausend Touristen seit mehreren Jahren relativ konstant, trotz dieser Preise, sprechen doch längst für ausreichend Tourismus. Braunlage hat sich am Busticket beteiligt und seitdem mehr Tourismus, von dem es besser leben kann.



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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#195 von BesserWessi0815 , 01.07.2011 13:10

Wessis durften ab 1990 auch in den Harz auf den Brocken - eigene Bilder habe ich nicht.
Es gibt aber Bilder vom Brocken im Netz um die Zeit 1990 - so ähnlich habe ich es auch in Erinnerung.
Ich kann mich an eine Dampflok zwischen Sorge und Elend erinnern und ein Cafè im Bahnhof, wo der Klecks Schlagsahne teurer war als der Kuchen.
Wer sich für den Grenzverlauf interessiert wird auch hier (überweigend aus Sicht der Grenzer) Infos finden. http://www.forum-ddr-grenze.de/t1409f8-G...-Brocken-4.html
(durch die vielen Abkürzungen ist es evtl. etwas schwer zu lesen - da muss ich jetzt echt mal meckern, da es so unverständlich ist und gleichzeitig auf jeden Fall die Autoren im Ossiforum loben, da hier kaum Insiderkürzel verwendet werden)


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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