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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#196 von reporter , 01.07.2011 16:10

Zitat von BesserWessi0815
Wessis durften ab 1990 auch in den Harz auf den Brocken



Ossis auch.

Was den Bahnbetrieb auf den Brocken angeht heißt es bei Wikipedia:

Zitat
Noch bis 1987 verkehrten Güterzüge auf der Brockenbahn, obwohl seit dem Mauerbau am 13. August 1961 der Brocken und sein Bahnhof zur Sperrzone gehörten und damit nicht für jedermann zugänglich waren. Die Züge fuhren bis zu diesem Zeitpunkt noch Kohle, Öl, Baumaterial für die Grenztruppen der DDR und Soldaten der Sowjetunion, die dort stationiert waren, zum Berg hinauf.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#197 von Björn , 01.07.2011 18:39

Die Preise für die Brockenbahn sind nur aus Kurzstrecken-Sicht vergleichsweise teuer! Schließlich kostet die Fahrt auf den Brocken und zurück seit einigen Jahren von jedem HSB-Haltepunkt aus (also auch mit der Harzer Schmalspurbahn aus Thüringen kommend) den gleichen Preis, damit nicht mehr dieses absolute Chaos an den letzten 2 Bahnhöfen herrscht, wo alle "Preisbewußten" dann eingestiegen sind (und vorher ihre Autos wegen überfüllter Parkplätze kreuz und quer überall geparkt haben ).


"Cantus Buranus" live auf Wacken 2010
http://www.youtube.com/watch?v=sh4Hedh84mw&feature=related

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#198 von reporter , 01.07.2011 23:30

Zitat von Björn
Die Preise für die Brockenbahn sind nur aus Kurzstrecken-Sicht vergleichsweise teuer! Schließlich kostet die Fahrt auf den Brocken und zurück seit einigen Jahren von jedem HSB-Haltepunkt aus (also auch mit der Harzer Schmalspurbahn aus Thüringen kommend) den gleichen Preis



Ja, dann ist mir das klar. Wenn ich mit meiner Kurzstrecke von Schierke auch die Thüringer von Nordhausen mit bezahle..

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#199 von Schlawine , 02.07.2011 09:28

Ist mir auch egal auch welcher Sicht die Bahn teuer ist. Wir wollten unseren damals noch kleineren Kindern etwas bieten und haben einen Haufen Geld für die Fahrt zum Brocken hingelegt. Dafür standen wir dann bis zum Brocken in der überfüllten Bahn und die Kleinen konnten nicht mal aus dem Fenster gucken
Mag sein dass der Preis berechtigt ist. Für mich hat sich die Ausgabe schlicht und einfach nicht gelohnt und ich würde heute mit kleinen Kindern lieber etwas anderes unternehmen als einen Ausflug zum Brocken und ansonsten einfach den Wanderweg wählen. Der ist toll


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„Nichts spornt mich mehr an als die drei Worte: Das geht nicht. Wenn ich das höre, tue ich alles, um das Unmögliche möglich zu machen.“
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#200 von Kehrwoche , 02.07.2011 12:25

Zitat von Schlawine
Mag sein dass der Preis berechtigt ist.


Der ist nie und nimmer berechtigt.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#201 von Buhli , 02.07.2011 13:27

Es scheint da jede Menge Menschen zu geben, die trotzdem da hoch fahren. Preisdiskusionen sind eh immer Subjektiver Natur. Die Subventionspolitik ist nun mal nicht mehr. Da muß auch die HSB durch.
Reporter, hast Du das damals als die Fahrt von einer zur anderen Endstation 20 Pf kostete, Monatskarten 15,-M, auch gesagt? Oder Dich gefragt wer Deine Fahrt wirklich bezahlt? Hast sicher auch gemeckert, als Du bewusst miterlebt hast wie sich der Zustand der Busse und Bahnen verschlechterte.



Nehmt euer Herz in beide Hände, und macht was draus. (Zitat von Lutz Bertram. Ehemaliger blinder DT64 Moderator, den leider die Stasi in ihre Fänge bekam)
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#202 von reporter , 02.07.2011 14:58

Natürlich muß die Brockenbahn mehr verlangen als die S-Bahn in Berlin.

Erstens ist es ein Saisongeschäft und zweitens wird der Unterhalt des Schienenkörpers witterungsbedingt auch aufwendig sein und drittens nehme ich an bekommt die Brockenbahn keine Steuergelder.

Aber ob die geforderten exorbitanten Preise gerechtfertigt sind, da habe auch ich Zweifel. Wie manche andere auch, die ihren Ärger hier ausdrücken:

http://www.reisefuehrer-deutschland.de/s...den-brocken.htm

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#203 von Smithie23 , 02.07.2011 15:11

Die Preise sind in der Tat extrem hoch. Nur für diesen Beschwerdebrief habe ich wenig Verständnis. Wenn irgendwo gedrängelt und geschupst wird, dann sind in 1. Linie die Leute selber Schuld !! Ich meine, ich brauch doch keinen Kindergärtner an den Bahnstellen, nur weil sich die Familien mit ihren Anti-Autoritär erzogenen Kindern da gegenseitig drängeln. Wenn das ein wenig geordnet ablaufen würde (wie in Japan), dann gäbe es sowas auch nicht. Und ich dann dieses "Value for Money" lese und die Drohung mit Behördenalarmierung, dann krieg ich wieder das kalte kotzen (SORRY!!)

Wenn in meiner Heimat Dessau Leopoldsfest ist, dann schaffen es die Leute trotz großem Andrang, sich nicht tot zu trampeln. Muss man den Leuten denn ständig Anweisung geben, wie sie sich zu verhalten haben, nur weil es größere Andränge gibt ?


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#204 von Björn , 02.07.2011 15:59

Ist zwar eigentlich alles Off Topic, aber hier mal zur Info:
Nach einer Preiserhöhung für das gesamte HSB-Netz zum 1. Mai diesen Jahres kostet die Hin- und Rückfahrt auf den Brocken von allen Haltepunkten der HSB aus 28€ je Erwachsener, 14€ für Kinder von 6-11 Jahre und 68€ die Familiencard (2 Erwachsene und 3 Kinder/Enkelkinder etc. von 6-11 Jahre für das gesamte HSB-Netz) .
http://www.hsb-wr.de/hsb_barrierefrei/fahrplan/tarifbed.htm


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http://www.youtube.com/watch?v=sh4Hedh84mw&feature=related

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#205 von Weinböhlaer , 03.07.2011 12:47

Ich verstehe die Aufregung über diese Preise nicht.
Es ist die Marktwirtschaft........nehmen was geht.

Da wird sich aber kaum einer etwas in die Tasche schaufeln.
Die Strecke muß über die ganze Länge instand gehalten werden und das fast nur für
die Touristen. Also wer soll denn die Instandhaltung bezahlen, dazu kommt noch
der ganze Lok- und Wagenpark.
Die Bahnreisenden verteilen sich somit auf die ganze Strecke und Parkplätze sind
nicht so übervoll.
Manch einer gönnt sich im Urlaub eine Fahrt mit einer Pferdekutsche und motzt nicht
über die 50,00 € pro Stunde.

Wir waren Ende Mai in der Region und fanden das alles o.k., auch die Kurtaxe von,
ca. 14,00 €.
Die Busse konnten damit u.a. ohne Fahrscheine genutzt werden.
Die Buslinien bleiben damit erhalten und die Kosten dafür sind kalkulierbar.

Übrigens: Die Erbsensuppe mit Bockwurst auf dem Brocken war so was von lecker


Jene, die ihre Schwerter zu Pflugschare schmiedeten,
pflügen nun für die, die ihre Schwerter behielten.

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#206 von Weilheimer , 03.07.2011 13:07

Wer es sich nicht leisten kann oder leisten will, der fährt eben nicht hoch. Ich glaube schon, das so eine Dampflockstrecke diese Kosten verursacht. Für mich wäre es nichts 1 Stunde 40Minuten in so einem Zug zu sitzen, aber die Geschmäcker gehen eben auseinander.


 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#207 von Smithie23 , 03.07.2011 16:25

Sehe ich auch so. Der, der damit nicht einverstanden ist, muss es ja nicht nutzen. Für mich persönlich wäre das auch nix, aber lieber Zug fahren, als Bus fahren - zumindest bei so ner Strecke.
Aber der Laie weiss eben nicht, dass die Strecke und Lok gewartet werden müssen, dass die Leute, die vom Tourismus leben, bezahlt werden müssen ... aber wenn man mit Gästen/Reisenden Geld verdienen will, dann ist das ja scheinbar schon ein Verbrechen ... zumal es im Harz nicht so viel an Industrie gibt.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#208 von BesserWessi0815 , 30.08.2011 23:35

...da fällt mir gerade noch etwas aus meiner rheinischen Schulzeit ein, Bücherwurm:
...der Deutschlehrer schrieb "DDR" in Anführungszeichen, in Klassenarbeiten (das/die Themen weiß ich nicht mehr), wurde das Unterlassen der "" rot markiert, aber nicht als Fehler gewertet - anders die Bezeichnung für die Bundesrepublik Deutschland, wer diese mit BRD abkürzte - egal ob mit oder ohne "" - , erhielt einen Fehlerpunkt - diesen erhielt ich auch

dies wurde auch vorher angekündigt - ich habe es aber trotzdem - oder gerade deshalb? - ausprobiert...

der Typ war eh ein lustiger Kautz: eines Tages, als es mir nicht gut ging, besuchte ich ihn im Lehrerzimmer und bat darum gehen zu dürfen, die Bitte wurde abgelehnt. Wenige Sekunden später ist es passiert, vor den Augen seiner Kollegen k*tzte ich ihm auf die Füße - und durfte gehen... warum nicht gleich so?
Wer das Malheur entsorgen musste ist mir nicht bekannt, auf dem Heimweg ging es mir aber prächtig und der restliche Tag verlief sehr heiter..... <ggg>


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#209 von Buhli , 31.08.2011 23:10

BW, wie Du es also selbst erlebt hast, gab es diese bornierten Type eben nicht nur ín der DDR. Vielleicht nicht so viele, aber sie waren da. Das erinnert mich so an Erzählungen von Leuten die so ihr Tänzchen mit den Westbeuteln erlebt haben. Ich selbst hab es in den Klassen in den ich war, nie erlebt. Beim letzten Klassentreffen im März, hab ich die Lehrer mal zu diesem Thema befragt. Es waren immerhin drei da. Sie hatten alle ein entspanntes Verhältnis zu diesem Thema. Mit den dreien gab es auch keinen Knatsch. Sie erzählten aber, daß es unter den Lehrern Gesprächsthema war und so mancher nicht recht wußte wie er damit umgehen sollte. Die Direktoren haben da ja Order gegeben.
Der Lebenskamerad von meiner Tante wurde auch ein Jahr observiert nach dem er die DDR besucht hat. Das wurde ihm auch so offeriert. Er hat es mir selbst gesagt als ich im Dez. 89 in Nürnberg auf der Matte stand. Steht schon hier im Forum drin. Damals war er Zivilangestellter bei der Bundeswehr.



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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#210 von reporter , 31.08.2011 23:22

Zitat von BesserWessi0815
...da fällt mir gerade noch etwas aus meiner rheinischen Schulzeit ein, Bücherwurm:
...der Deutschlehrer schrieb "DDR" in Anführungszeichen, in Klassenarbeiten (das/die Themen weiß ich nicht mehr), wurde das Unterlassen der "" rot markiert, aber nicht als Fehler gewertet



Vielleicht liegt es daran, dass die Rheinländer ja meistens ziemlich humorvolle Leute sind, und so sich auch dein wackerer Deutschlehrer darüber gewundert hat, daß man in drei Buchstaben drei Lügen unterbringen konnte.

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