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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#31 von Smithie23 , 25.05.2011 00:02

Sorry, so ganz kann ich das dann doch nicht nachvollziehen. Danke für die Geschichtsstunde. Es will nicht in meinen Kopf, dass Dinge, die zig Jahrhunderte her sind, heute ein Grund dafür sind, dass die Leute so sind wie sie sind. Aber eigentlich nicht verwunderlich, wenn man selbst im eigenen Bundesland die Leute nach Schwaben und Badenern teilt und jeder seine Klischees der anderen Gruppe betreffend pflegt. Komisch, vor 70 Jahren spielte es keine Rolle woher man aus Deutschland kam - da lag der Ossi mit dem Schwaben im Schützengraben.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#32 von Buhli , 25.05.2011 08:35

Es war ja auch nicht so Bierernst gemeint. Hast Du das Augenzwinkern nicht herrauslesen können? Übrigens lagen auch vor 70 Jahren noch keine Ossies mit Schwaben im Schützengraben. Das waren damals alles noch Deutsche.



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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#33 von Weilheimer , 25.05.2011 09:54

Zitat von Buhli
Es war ja auch nicht so Bierernst gemeint. Hast Du das Augenzwinkern nicht herrauslesen können?



Ich habe es auch nicht herausgelesen, was meinst du zu was in Foren Smileys gibt?

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#34 von delta , 25.05.2011 10:00

Zitat von Buhli
Ich kann mir schon vorstellen, daß es für einen wirklich mündigen Wessi schwer ist, die DDR in nicht ganz so schlechtem Licht zu sehen, wie sie nicht nur durch ehemalige DDR-Bürger in Gestalt von Hassern und auch von den linientreuen Medien dargestellt wird. Vor allem weil den die BRD Geschichte, die so manche Parallelen aufzeigt, verschwiegen wird. Ich erlebe ja nun die verschiedensden Typen. Von neugierig bis ablehnend. Alles da. Die die schon vor 1990 in der DDR waren, haben komischerweise nicht so eine ablehnende Haltung wie die, die es bis heute nicht dahin geschafft haben.




Buhli
wir kennen uns persönlich und ich denke das du weist das ich diese Haltung nicht habe wie du sie in deinen Zitat vorbringst.
Zitat:
Die die schon vor 1990 in der DDR waren, haben komischerweise nicht so eine ablehnende Haltung wie die, die es bis heute nicht dahin geschafft haben.[/quote]

Ende.


Zwei Dinge zur Sache aus meiner Sicht.....
erstens, wo wären wir, wenn es in Deutschland keine Unterschiede gebe, alle würden das selbe Essen, Trinken und vieles mehr.
Wäre das nicht langweilig.
Zweitns:
zu deinen Zitat folgendes......
Was sagt euch der F.J. Strauss Highway, wahrscheinlich wenig, es ist die Todesstrecke Nr. 1 in Deutschland. Sie führt von
München bis Passau und ist über 200 km lang. Vor weit über 40 Jahren kam F.J.Strauss und wollte eine Autobahn dorthin bauen,
bis zum heutigen Zeitpunkt sind nicht mal die hälfte der Autobahn gebaut worden und die Todeszahl nimmt weiter zu.
Es gab viele gründe, zwei grafierende davon sind a: der politische Grüne haufen und zweitens das liebe Geld und jetzt kommt
der Osten des landes ins Spiel. Hier wurde ein Vermögen ausgegeben für Straßen und Autobahnen. Das macht einen langen Hals
wenn man sich der Toten gewahr ist. Auch ich habe Bekannte darunter und sie waren nicht unbedingt Rasser.
Wenn es denn Grünen ernst wäre, hätten sie den massiven Straßenbau im Osten ebenfalls bekämpfen müssen, weil dort die Natur
ja auch schonensswert ist. Nein hier gab es neue Wähler zu gewinnen, die wollte man nicht gleich verprellen.
Ja,.....
und so kommt eins zum anderen was den Unterschied ausmacht. Das ist Demokratie.... was immer man damit
sagen will. Ich habe es bis heute nicht verstanden, weil meine Demokratie etwas gerechter ist als die von Lobbyisten.
Damit meine ich nicht Eigenheiten einer lebensweise, die kann jeder Leben wie er will, solange ich nicht gezwungen bin auch
Regenwürmer zu essen, nur weil der andere sie gut findet.


Übrigens:
F.J. Strauss kam damit nicht durch, weil es der rest der Deutschen nicht passte, sie waren der Meinung, Strauss brauchte die
Autobahn für sich, damit er schneller nach Passau Reisen konnte zum Politischen-Aschermittoch. Also prägte man den Begriff
F.J.St. Highway
sich



wer fehler findet, darf sie behalten, ich habe reichlich davon.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#35 von altberlin ( gelöscht ) , 25.05.2011 20:21

Zitat delta:
Wenn es denn Grünen ernst wäre, hätten sie den massiven Straßenbau im Osten ebenfalls bekämpfen müssen, weil dort die Natur
ja auch schonensswert ist.


Wenn da nichts passiert wäre, hätten wir perfekten Naturschutz, weil nur noch zu Pferde weiterzukommen wäre.
Ein bißchen Einsicht hat auch ein Grüner.


.


Sinnlos ist ein Leben ohne Sinn für Unsinn
(unbekannt)

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#36 von Buhli , 25.05.2011 21:24

Tschuldschung Weili.
Delta, daß Gelder in den Osten geflossen sind, die zum Neuerrichten der Infrastruktur eingesetzt wurden ist ja I.O. Den langen oder dicken Hals, den so mancher Wessie dabei bekommt, hat er nicht diesem "Neubau" zu verdanken, sondern seinen Landsleuten aus den gebrauchten Bundesländern. In der Öffentlichkeit schön vertuscht, auch durch die linientreuen Medienmacher, sind von dem Geld was in den Osten geschickt wurde, nur knapp 20% im Osten angekommen. Der "klägliche" Rest von 80% ist auf dem Weg dahin bereits im Westen versackt. Wieviel Billionen waren es doch gleich? Selbst wenn nur die Hälfte dort angekommen wäre, wäre die gesamte bundesdeutsche Volkswirtschaft auf einem wesentlich besseren Niveau. Somit haben wir auch den Schuldenstand diesen korrupten Bossen zu verdanken. Mein Spruch dazu ist immer: "Wir wären auf dem Standard von Dubai."
Bin gerade beim lesen des Buches "Die korrupte Republik". Da sind meine Vermutungen mit Fakten und Daten belegt. Andere Bücher die das bestätigen hab ich schon genannt. Durch die Vielzahl dieser Bücher lassen sich noch ganz andere Zusammenhänge erkennen.



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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#37 von delta , 26.05.2011 09:36

Sicher ist das nicht abzustreiten, aber auch im Straßenbau ist jedenfalls viel Geld geflossen, was
nachgewiesenermaßen hier ja seit Jahren fehlt, trotz fder vermehrten Steuereinnahmen durch die Öl,
Benzin und sonstige Verkehrssteuer einnahmen.

und Buhli
dann solltest du auch die Bücher lesen.....

Machtwahn
v. Albrecht Müller
Droemer Verlag

und das Buch
Kein Schwarz, Kein Rot, Kein Gold
Kopp Verlag


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#38 von Smithie23 , 26.05.2011 20:53

Zum Thema: Manchmal könnte man denken, dass Ossis innerhalb der Arbeiterklasse ne Art 2. Klasse sind: Weniger Geld, kein flächendeckender Tarifvertrag, mehr Arbeit als im Westen und härtere Arbeit. Viele große Firmen lagern Dienstleistungen in den Osten aus, weil die Personalkosten günstiger sind. Ossis mucken seltener auf, wenn man mit Arbeitsbedingungen unzufrieden ist, da im Osten die Drohung mit Kündigung und den rar gesähten Stellen sehr gut funktioniert. Ich arbeite in nem Unternehmen, was zur Sparkassen-Finanzgruppe gehört und wir erbringen für diverse Sparkassen in Ost und West (mehrheitlich West) Dienstleistungen und Unterstützung. Wenn ich manchmal mitbekomme, wie im Westen gearbeitet wird bzw. den Sparkassenkunden irgendwelcher Quatsch erzählt wird, dann kann man oftmals echt zweifeln, warum die soviel mehr Geld bekommen und ein recht ruhiges Leben haben, während man selber versucht das Beste zu geben, aber unterdurchschnittlich bezahlt wird.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#39 von michaka13 , 26.05.2011 21:23

Zitat
Wenn ich manchmal mitbekomme, wie im Westen gearbeitet wird bzw. den Sparkassenkunden irgendwelcher Quatsch erzählt wird, dann kann man oftmals echt zweifeln, warum die soviel mehr Geld bekommen und ein recht ruhiges Leben haben, während man selber versucht das Beste zu geben, aber unterdurchschnittlich bezahlt wird.



Junge, Junge. Soviel Schwachsinn auf einem Haufen. Ich erzähl Dir jetzt mal, wie die Fachleute der Sparkasse im Osten arbeiten. Hier speziell die Filiale Bad Kösen der Sparkasse Burgenlandkreis. Am 20.05. hat Frauchens Mutter 70 englische Pfund bei eben genannter Sparkasse eingezahlt. Es war Geld, das wir von unserem Osterurlaub übrig hatten. Heute am 26.05. ist immer noch keine Gutschrift über die Summe auf Schwiegermamas Girokonto bei dieser Sparkasse erfolgt. Auf Ihre heutige Nachfrage wurde ihr geantwortet, man müsse erst den Umtauschkurs ermitteln und man wüßte auch die Gebühren für den Umtausch noch nicht. Erstens: Gebühren sollten in der Gebührenordnung (oder so ähnlich) der Kasse stehen. Zweitens: Selbst ich als Laie kann den Umtauschkurs dank Internet und google innerhalb von Sekunden bestimmen. Aber im "Westen" erzählen die Angestellten ja nur Quatsch, was Smithie. Wie nennst Du dann das dämliche, unfähige Gequatsche dieser "ostdeutschen" Sparkassen-Angestellten?

Wenn das "das Beste" ist was eine Sparkasse im "Osten" zu bieten hat, dann will ich die schlechten Leistungen einer Sparkasse gar nicht erst kennenlernen. Offensichtlich sind diese Angestellten zu faul, zu dumm oder was weiß ich, um so einen Job zu machen!


Gruß, micha

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#40 von Bücherwurm , 26.05.2011 21:27

Zitat von Smithie23
Zum Thema: Manchmal könnte man denken, dass Ossis innerhalb der Arbeiterklasse ne Art 2. Klasse sind: Weniger Geld, kein flächendeckender Tarifvertrag, mehr Arbeit als im Westen und härtere Arbeit. ...etc

Und was hat das Ganze jetzt mit dem Thema zu tun? Liebe Leute, es ging um die Jahre vor der Wende und Schlawine und BesserWessi0815 haben punktgenau das Thema getroffen.

Also hier nochmal:
Meine Fragen richten sich an alle, die in der BRD geboren wurden:
1. Wie war eigentlich eure Sichtweise auf die damalige DDR?
2. Was habt ihr in der Schule über die DDR gelernt und
3. hat von euch jemand an eine Wiedervereinigung geglaubt?

Danke im Voraus, ein Bücherwurm

Vielleicht findet sich ja ein Admin oder Mod, der ein wenig aufräumt?

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#41 von Smithie23 , 27.05.2011 09:03

@michaka13: war ja klar, dass Irgendeiner kommt, um ein gegenteiliges Beispiel zu nennen. Klar ist das indiskutabel, weil ich mal gelernt habe, dass es nen taggleichen Kurs gibt, zu dem der Sortentausch abgerechnet wird und die Gutschrift erfolgt am gleichen Tag. Gebühren stehen im Preis-Leistungsverzeichnis. Kann also nicht nachvollziehen, wo da das Problem sein soll.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#42 von delta , 27.05.2011 09:30

Zitat von Bücherwurm

Zitat von Smithie23
Zum Thema: Manchmal könnte man denken, dass Ossis innerhalb der Arbeiterklasse ne Art 2. Klasse sind: Weniger Geld, kein flächendeckender Tarifvertrag, mehr Arbeit als im Westen und härtere Arbeit. ...etc

Und was hat das Ganze jetzt mit dem Thema zu tun? Liebe Leute, es ging um die Jahre vor der Wende und Schlawine und BesserWessi0815 haben punktgenau das Thema getroffen.

Also hier nochmal:
Meine Fragen richten sich an alle, die in der BRD geboren wurden:
1. Wie war eigentlich eure Sichtweise auf die damalige DDR?
2. Was habt ihr in der Schule über die DDR gelernt und
3. hat von euch jemand an eine Wiedervereinigung geglaubt?

Danke im Voraus, ein Bücherwurm

Vielleicht findet sich ja ein Admin oder Mod, der ein wenig aufräumt?






Das Thema DDR wurde mir erst bewusst als ich zur Bundeswehr mußte.
Ansonsten waren die Info relativ Mau dazu. Als Kind hat dies auch kaum Interresiert
und später waren wir selber damit beschäftigt das Leben zu meistern, weil wir
Arm waren und für sowas kein gehör hatten.
Erst die Aufkommende Dekadenz der Gesellschaft, weil mal langsam Speck angesetzt hatte und
neue Aufreger brachte, rügte das problem DDR und den Russen als solches wieder in Vordergrund.
Für die Masse aber, war das kein Thema... ich muß gestehen für mich auch nicht sonderlich.
Lediglich über eine bereits verstorbene Freundin hatte ich mehr Infos zur DDR als der normale
Bürger, weil Ihre Familie aus den Sudetensdeutschen stammte.
Das Intresse beschränke sich aber auf wenige Dinge. Wir konnten uns einfach nicht vorstellen
das man sich so unterwerfen konnte als Bürger. Um so erstaunter bin ich über die heutigen ex-DDR-ler
die der Westlichen Demokratie so auf den Leim gehen. Sie sind zu wenig Kritisch gegenüber der
Politik und Wirtschaft.
Wahrscheinlich liegt es am Schmiermittel Geld ..........................und sonstige Verwöhn-Dinge.
In der Ausbildung als Killer der Nation, wurde uns erklärt, das wir zum Beispiel
Berlin zu meiden hatten vor allem mit Uniform, da wir den DDR Geheimdienst zm Opfer
fallen könnten zwecks geheimdienslicher tätigkeit-Anwerbung.
An eine Wiedervereinung zu glauben...
Ich sage mal so, sie war so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Rein Wirtschaftlich war dies vorraus zu sehen, was glaubt Ihr warum so viele im Westen
bedenken hatten, weil sie wussten, das die Wiedervereinigung nicht zum Nulltarif zu haben war.
Was ja auch bewiesen ist.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#43 von Smithie23 , 27.05.2011 10:28

Das ist ein typisch Deutsches Phänomen, dass man, wenn es einem (zu) gut geht, plötzlich den Blick auf andere Dinge fällt, worüber man sich das Maul zerreißen kann. Das es nach dem Krieg aber in BEIDEN Besatzungszonen ähnlichen Mangel an Waren gab, vergessen Viele. Wer weiss, wie es gelaufen wäre, hätten die Sowjets ne Art Marshallplan aufgestellt und nicht alles demontiert ... ?? Wobei die Sowjetunion nach dem Krieg nie in der Lage gewesen wäre, auch noch wirtschaftliche Aufbauhilfe zu leisten, bei den Zerstörungen, die hinterlassen wurden ... und den ca. 20 Mio Toten.

Aber ich muss dir zustimmen, was die Kritikfähigkeit angeht. Viele DDR Bürger nehmen Vieles einfach zu leichtfertig hin. Wir demonstrieren zwar nicht gegen neue Bahnhöfe, aber "wir" demonstrieren auch nicht gegen Lohnungerechtigkeiten. Da sind Viele einfach noch so, dass sie sich unterordnen, weil sie froh sind überhaupt nen Job zu haben und genau das ist der falsche Weg. Im Osten ist die Zeit reif, auch am Wirtschaftsaufschwung teilzuhaben, denn schließlich sind ja die niedrigen Löhne einer der Gründe, warum es den Firmen wieder besser geht.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#44 von BesserWessi0815 , 27.05.2011 12:08

Frage: "Was habt ihr in der Schule über die DDR gelernt..."
... wie bereits geschrieben, an das Thema in der Schule erinnere ich mich nicht mehr, aber in der Fahrschule:
...das war so um 1985 als der Fahrlehrer uns einbläute auf die Geschwindigkeitsvorschriften penibelst zu achten, da die Strafen für Westdeutsche auf der Transitstrecke von/nach Berlin willkürlich bestimmt werden. So sei die Strafe nicht nur in Abhängigkeit des Verkehrsdeliktes zu erwarten sondern auch in Abhängigkeit der PKW-Marke, so habe ein Entenfahrer eine deutlich geringere Strafe als ein Mercedesfahrer zu erwarten. Außerdem lauerten auf dem Grünstreifen zum Abkassieren abgerichtete Uniformierte.

Ich erinnere mich noch, dass alle brav 100km/h fuhren -
jedoch auch als Tramper von Berlin daran, dass der Fahrer (Berliner) streckenweise deutlich schneller fuhr, da er meinte zu wissen wo die Kontrollen erfolgen.

Die Eltern von Schulkameraden berichteten von Horrorsituationen auf Reisen in die alte Heimat (Eichsfeld) an der DDR-Grenze. So soll der Audi dort regelmäßig gefilzt und zerlegt worden sein.


..."Der tut nix!"......"Der will nur spielen"... - Peng! -

 
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zuletzt bearbeitet 27.05.2011 | Top

RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#45 von Buhli , 27.05.2011 21:37

Ja, das mit dem Filzen hat mein Onkel damals auch erzählt. Er ist trotzdem mit der fünfköpfigen Familie alle zwei Jahre gekommen. Damals ging es nur übers Hermsdorfer Kreuz von N nach DD. Als er mit mir dann Ostern 1990 über Hof die A72 nach DD fuhr und noch nicht mal den Ausweis mehr zeigen mußte, brach er in Tränen aus.


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zuletzt bearbeitet 27.05.2011 | Top

   

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