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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#136 von peppe , 09.06.2011 22:47

Bravo Bücherwurm...............Es sollte mehr Menschen deiner Gedanken geben Bravo



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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#137 von Smithie23 , 10.06.2011 08:21

Sehe ich genau so. Aber bitte keine Querdenker im Sinne von Gutmenschen, die gegen Alles sind, aber selbst keine konkreten Vorschläge liefern. (So ähnlich wie die Grünen und die Linksextremen, die ja grundsätzlich gegen Alles und Jeden sind)

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#138 von reporter , 10.06.2011 10:36

Zitat von Buhli
Da genügte es meist schon die Schiedskommision in der Wohnsiedlung auf die Piste zu schicken. So meine Erfahrung.



Ja, so war das in Unserer Republik. Man braucht nur die Schiedskommission auf die Piste schicken.

Sicherlich, bei Problemen mit den Knallerbsensträuchern des Nachbarn ging das. Aber sonst sah es nicht so gut aus.

Jeder Staatsanwalt in Unserer Republik war gleichzeitig und zwangsweise Mitglied der SED. Eine Verwaltungsgerichtsbarkeit oder eine Finanzgerichtsbarkeit waren unbekannt. Dafür eine Menge Gummiparagrafen die alle nach der Wende wegen eklatanter Rechtswidrigkeit kassiert wurden.

Hast du nachgefragt, warum dein eigentlich nach DDR Recht auch legaler Ausreiseantrag nicht bearbeitet wird bekamst du in der ersten Stufe Besuch von der Stasi 'Zur Klärung eines Sachverhalts'. In der zweiten Stufe wurden Gummiparagrafen eingesetzt, 'Behinderung staatlicher Einrichtungen' und es ging dann schonmal ab in den Knast. Der DDR Richter in Potsdam ist heute noch Richter.

Und wehe, du hattest was, was der Oberplünderer Schack gebrauchen konnte, dann sah es schlecht aus. Da traten dann die staatlichen Ausplünderer und staatlichen Ganoven in Aktion. Räuber im eigenen Land.


http://www.tagesspiegel.de/kultur/raeube...nd/4196238.html


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#139 von joesachse , 10.06.2011 16:10

Zitat von Bücherwurm

Deshalb bin ich der Meinung, dass wir in diesem Land nicht noch mehr angepasste ideenlose Ja-Sager und In-den-A...-Kriecher brauchen, die für Geld sogar ihre eigene Mutter verkaufen würden, sondern unangepasste neinsagende Querdenker, die auch den Mumm haben den richtigen Leuten in den Hintern zu treten, dass unser Land endlich wieder vorwärts geht.


Ja, da stimme ich dir unbedingt zu. In unserem Land gibt es keine Politiker mehr mit Visionen. Jeder kämpft gegen irgendwas oder irgendjemanden, oder will die Menschen vor irgendetwas beschützen. Ich vermisse Visionen: Wie soll unsrer Gesellschaft in 10, 15, 20, 50 Jahren aussehen? Und für diese Visionen wünsche ich mir freie Gedanken und keine, die unsere heutigen Zwänge in die Zukunft projezieren.

Ich sehe dabei aber auch noch ein anderes Problem: Wie können bei diesen Visionen die Menschen begeistert werden? Wenn man heute die Leute auf der Straße so reden hört mit den Aussagen wie "Früher war alles besser", dann kommen mir schon meine Zweifel. Und die wachsen noch, wenn ich an die deutsche Mentalität denke, bei allen Dingen und allem Denken an die Zukunft die Risiken hervorzuheben und überzubewerten. Dazu kommt noch der Neid. Ich glaube, wenn eine Partei eine Umverteilung von Vermögen von den ganz Reichen zu den ganz Armen durchführen wollte(wie auch immer), dann würde das am Widerstand der breiten Mittelschicht scheitern, die den Armen das nicht gönnen und gleichzeitig ihre Anteile einfordern würde. Ich bin da schon etwas skeptisch.

Viele Grüße
JoeSachse


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#140 von Smithie23 , 10.06.2011 16:24

Da muss ich dir zustimmen, Joe. Die "Deutschen" sind noch nicht soweit. Wenn man mal in anderen Ländern Urlaub macht, dann sieht man erstmal, wie rückständig und muffig unser Land eigentlich ist. Expermimente werden nicht zugelassen, weil immer vom Schlimmsten ausgegangen wird. In Deutschland herrscht immernoch eine Art verdecktes Kastensystem. Die Armen haben den Reichen zu dienen und die Mittelschicht spielt quasi den Vorarbeiter oder Sklavenhalter, denn vom Sklaventreiber ist es nichtmehr weit bis zum Sklaven - der Weg zum König dafür umso weiter.
Wir gönnen uns ja gegenseitig schon nichtmal mehr den Urlaub oder den Feiertag, geschweige den irgendwelche Anschaffungen. Da muss das Auto des Nachbarn noch größer und blitzender sein und der Garten muss noch gepflegter sein, als vom Anderen.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#141 von Monarde , 10.06.2011 16:48

was sind denn das für allgemeinplätze? huuu

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#142 von Weilheimer , 10.06.2011 19:10

Zitat von joesachse
Ich glaube, wenn eine Partei eine Umverteilung von Vermögen von den ganz Reichen zu den ganz Armen durchführen wollte(wie auch immer), dann würde das am Widerstand der breiten Mittelschicht scheitern



Die Mittelschicht in Deutschland ist aber am schrumpfen, wer aufmerksam durch die Städte geht, stellt fest wie sich die Straßenzüge seit den 90ern verändert haben. Die Mittelschicht sind die kleinen Gewerbetreibenden und Händler mit ihren Fachgeschäften mit 1 bis 10 Angestellten, die sind leider weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden. Ein normaler Arbeiter oder Angestellter ist keine Mittelschicht, weil es einfach ein gewisses Jahreseinkommen voraussetzt. Es "fühlen" sich einige zur Mittelschicht gehörend, mehr nicht. Es wurde ja bereits vorausgesagt, das wir im Zuge der Globalisierung amerikanische Verhältnisse in Deutschland bekommen. Wenige Reiche und viele Arme, die Umverteilung ist gerade im vollen Gange. Begonnen hat es unter Schröder, ein Mann der SPD, und seiner Arbeitsmarktreform, welche nach Peter Hartz benannt wurde. Vor kurzen ging auch eine Meldung durch die Nachrichten, das es in Deutschland mehr Einkommensmillionäre gibt, als in Dubai.
Deutschland wird besonders von den deutschen Medien in Grund und Boden getreten, die Ausländer haben ein ganz anderes und meist positives Bild von unserem Land. Smithie das Bild von einem Land, wo man in den Urlaub fährt ist immer anders, als wenn man dort leben und seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Wenn du Deutschland so doof findest, dann wandere doch einfach aus, du bist doch noch jung und hast dein Leben vor dir.

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#143 von Smithie23 , 10.06.2011 19:13

Sicher, im Ausland bekommt man als Tourist nur einen Burchteil mit von dem was in dem Land wirklich abgeht. Ich meinte jetzt auch eher die Unterschiede in den Mentalitäten. Ich habe nicht vor auszuwandern.

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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#144 von altberlin ( gelöscht ) , 10.06.2011 20:04

Es ist nicht die Frage, ob jemand Deutschland doof findet oder nicht. Doof ist sehr oft das Miteinander der Menschen, und das diesmal unabhangig von O oder W. Mir steigendem Wohlstand wird immer mehr abgegrenzt, der eine Nachbar ist neidisch, der von gegenüber schaut skeptisch, ob er noch übertroffen werden könnte.
Diese Mentalität, bei Deutschen besonders ausgeprägt, zerstört das menschliche Zusammenleben im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam bei einer Flasche Wein sitzen oder nur ein paar Worte über den Zaun, es wird immer weniger.
Knapp grüßen oder besser so tun, als sähe man sich nicht, das ist dann die Konsequenz.
Die Menschlichkeit geht verloren, was im Westen schon vor Jahrzehnten entstand, wird auch im osten immer mehr Mode. Imponiergehabe, mein Haus, mein Auto, mein Pferd.
Genau das gibt es in vielen Ländern, auch in Europa, nicht. Allein unsere unmittelbaren Nachbarn, die Niederländer, ein urgeselliges Volk, von den Völkern südlich der Alpen oder auch Frankreich ganz zu schweigen.
Da sitzen 10 Personen an EINEM Tisch, nicht 5x2 Personen an fünf Tischen. Kommst du dazu, wirst dir meist gleich ein Platz angeboten. Ist mir übrigens im Boppard am Rhein auch schon passiert, ist aber nicht bundesweite Regel.
Ich hab es in Kroatien erlebt. Die Männer treffen sich abends beim Boule, 30-40 Männer, reden, spielen, trinken ihr Bier. Die Frauen sitzen irgendwo auf den Bänken reden, lachen. Wildfremde Menschen unterhalten sich, meine Frau kannte vor einem Jahr, als sie in Kastel Stari die Wohnung bezog, keinen Menschen. binnen weniger Wochen hatte sich das grundlegend geändert. Sie kennt Leute überall in der knapp 30000 Einw.-Stadt.
Das passiert hier nicht, die Nachbarn vielleicht, noch ein oder zwei Personen, die dir oft über den Weg laufen, und aus ist.
Ich kann die verstehen, die das gern auch so hätten. nur gibt es die verschiedensten Gründe, die eine Auswanderung nicht zulassen oder sehr schwer machen. die muß ich hier nicht aufzählen.
Mein Fazit : Zuviel Wohlstand verdirbt oft den Charakter.

.


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#145 von joesachse , 10.06.2011 20:11

Zitat von Weilheimer
Die Mittelschicht sind die kleinen Gewerbetreibenden und Händler mit ihren Fachgeschäften mit 1 bis 10 Angestellten, die sind leider weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden. Ein normaler Arbeiter oder Angestellter ist keine Mittelschicht, weil es einfach ein gewisses Jahreseinkommen voraussetzt.


Weili, du verwechselst hier was. Was du beschreibst, ist der Mittelstand, die kleinen und mittleren Unternehmen und Unternehmer.
Was ich meine, ist die Mittelschicht, die zwischen 75% und 150% des Nettodurchschnittseinkommens in Deutschland verdient. Detail zur Definition und zur Ermittlung findest Du in der Wikipedia, bei der Einkommensermittlung wird gewichtet, auch Kinder werden berücksichtigt. Zur Mittelschicht zählt in Deutschland etwa 58% der Bevölkerung, also wie ich oben schrieb, die Mehrheit. Allerdings nimmt auch diese Mittelschicht immer mehr ab.

Gruß
JoeSachse


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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#146 von Gelöschtes Mitglied , 10.06.2011 20:15

Zitat von altberlin
Es ist nicht die Frage, ob jemand Deutschland doof findet oder nicht. Doof ist sehr oft das Miteinander der Menschen, und das diesmal unabhangig von O oder W. Mir steigendem Wohlstand wird immer mehr abgegrenzt, der eine Nachbar ist neidisch, der von gegenüber schaut skeptisch, ob er noch übertroffen werden könnte.
Diese Mentalität, bei Deutschen besonders ausgeprägt, zerstört das menschliche Zusammenleben im wahrsten Sinne des Wortes. Gemeinsam bei einer Flasche Wein sitzen oder nur ein paar Worte über den Zaun, es wird immer weniger.
Knapp grüßen oder besser so tun, als sähe man sich nicht, das ist dann die Konsequenz.
Die Menschlichkeit geht verloren, was im Westen schon vor Jahrzehnten entstand, wird auch im osten immer mehr Mode. Imponiergehabe, mein Haus, mein Auto, mein Pferd.
Genau das gibt es in vielen Ländern, auch in Europa, nicht. Allein unsere unmittelbaren Nachbarn, die Niederländer, ein urgeselliges Volk, von den Völkern südlich der Alpen oder auch Frankreich ganz zu schweigen.
Da sitzen 10 Personen an EINEM Tisch, nicht 5x2 Personen an fünf Tischen. Kommst du dazu, wirst dir meist gleich ein Platz angeboten. Ist mir übrigens im Boppard am Rhein auch schon passiert, ist aber nicht bundesweite Regel.
Ich hab es in Kroatien erlebt. Die Männer treffen sich abends beim Boule, 30-40 Männer, reden, spielen, trinken ihr Bier. Die Frauen sitzen irgendwo auf den Bänken reden, lachen. Wildfremde Menschen unterhalten sich, meine Frau kannte vor einem Jahr, als sie in Kastel Stari die Wohnung bezog, keinen Menschen. binnen weniger Wochen hatte sich das grundlegend geändert. Sie kennt Leute überall in der knapp 30000 Einw.-Stadt.
Das passiert hier nicht, die Nachbarn vielleicht, noch ein oder zwei Personen, die dir oft über den Weg laufen, und aus ist.
Ich kann die verstehen, die das gern auch so hätten. nur gibt es die verschiedensten Gründe, die eine Auswanderung nicht zulassen oder sehr schwer machen. die muß ich hier nicht aufzählen.
Mein Fazit : Zuviel Wohlstand verdirbt oft den Charakter.

.




Da spricht mir Einer aus der Seele...
Ein ehrlicher und menschlicher Beitrag!!!


RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#147 von Bücherwurm , 10.06.2011 20:38

Zitat von joesachse
Ich sehe dabei aber auch noch ein anderes Problem: Wie können bei diesen Visionen die Menschen begeistert werden? Wenn man heute die Leute auf der Straße so reden hört mit den Aussagen wie "Früher war alles besser", dann kommen mir schon meine Zweifel. Und die wachsen noch, wenn ich an die deutsche Mentalität denke, bei allen Dingen und allem Denken an die Zukunft die Risiken hervorzuheben und überzubewerten.

Was soll ich dir sagen, wir müssen solchen Menschen einfach nur bewusst machen, was sie alles haben. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass es den meisten von uns einfach noch zu gut geht, um zu merken dass es uns gut geht. Das Allerwichtigste überhaupt ist für mich, dass ich im Frieden groß werden durfte und leben darf. Meine Grundbedürfnisse: satt zu essen jeden Tag, ein trockenes Dach über dem Kopf, saubere ordentliche Sachen zu tragen und einen Job, mit dem ich das auch finanzieren kann. Damit geht es mir besser, als vielen anderen Menschen hier in Deutschland und auf der Welt sowieso. Alles zusätzliche bedeutet für mich Luxus und davon habe ich doch jede Menge.

Zitat
Dazu kommt noch der Neid. Ich glaube, wenn eine Partei eine Umverteilung von Vermögen von den ganz Reichen zu den ganz Armen durchführen wollte(wie auch immer), dann würde das am Widerstand der breiten Mittelschicht scheitern, die den Armen das nicht gönnen und gleichzeitig ihre Anteile einfordern würde. Ich bin da schon etwas skeptisch.

Das stimmt natürlich, der Neid treibt manchmal Blüten, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Aber um auch mal einen konstruktiven Vorschlag zu machen: Wie wäre es denn z.B., wenn wir Rentenerhöhungen nicht mehr prozentual verteilen, sondern in Euro und Cent, soll heißen, pro Rentner 50 Euro mehr. Das würde nämlich bedeuten, dass die wirklich armen Rentner eine prozentual höhere Rentenerhöhung bekämen, als die Rentner, die wirklich genug zum Leben haben (Politiker z.B.). In dem Fall hätte die Mittelschicht prozentual eine mittlere Rentenerhöhung.
Noch eine Idee (leider nicht von mir, ich finde sie aber gut): Wir haben in Deutschland eine Schulpflicht. Viele von unseren Schülern schwänzen die Schule, kümmern sich nicht um ihre Ausbildung oder sind einfach zu faul grundlegende Dinge, wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen. Bei Schulabgängern ohne Abschluss, die aus vorgenannten Gründen den Abschluss nicht erreicht haben und bei denen es so gut wie sicher ist, dass sie auch keine Lehre oder einen Job bekommen, sollte man kein Hartz IV mehr in Aussicht stellen. Weg damit, damit unsere Jugend nicht noch für Faulheit belohnt wird. Das mag für den einen oder anderen hart klingen, setzt aber Anreize sich auf das Wichtigste zu konzentrieren. So, dass soll es erst mal gewesen sein. Ich bin gespannt, auf eure Reaktionen.

LG, Bücherwurm

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#148 von Bücherwurm , 10.06.2011 20:43

@altberlin
Eigentlich gehört dein Beitrag hier tausendmal zitiert, weil du den Nagel genau auf den Kopf getroffen hast! Es gibt in Deutschland kaum noch ein Miteinander und es wird immer mehr gefördert, dass jeder dem anderen sein Teufel ist.

 
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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#149 von peppe , 10.06.2011 21:12

.....und woran liegt dies Bücherwurm?! Meine Ansicht ist die; Es geht einfach dem meisten zu gut.....Zugut das es ein Miteineinander nicht braucht......man kann sich ja alles kaufen!!! Man sieht erst wieder eine verbundenheit nicht zu reden von ein Miteinander wenn man im unten hockt oder man ist Handwerker und schiebt sich gegenseitig die Aufträge zu dies thema hatten wir ja schon
Richtiger zusammenhalt/Hilfbereitschaft ist Mangelware!!



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RE: Die Ex-DDR vom Westen aus gesehen

#150 von joesachse , 10.06.2011 21:17

Zitat von Bücherwurm
Was soll ich dir sagen, wir müssen solchen Menschen einfach nur bewusst machen, was sie alles haben. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass es den meisten von uns einfach noch zu gut geht, um zu merken dass es uns gut geht. Das Allerwichtigste überhaupt ist für mich, dass ich im Frieden groß werden durfte und leben darf. Meine Grundbedürfnisse: satt zu essen jeden Tag, ein trockenes Dach über dem Kopf, saubere ordentliche Sachen zu tragen und einen Job, mit dem ich das auch finanzieren kann. Damit geht es mir besser, als vielen anderen Menschen hier in Deutschland und auf der Welt sowieso. Alles zusätzliche bedeutet für mich Luxus und davon habe ich doch jede Menge.


Genau so sehe ich das auch, siehe hier im Forum
Das Problem ist einfach, dass wir lernen müssen, das scheinbar Selbstverständliche als etwas Besonderes wahrzunehmen, wenn man nur seine eigene Beschränktheit aufgibt und so wie Du seine Situation mit der der meisten Menschen in dieser Welt vergleicht. Und dass wir lernen müssen, uns auch über alltägliche Dinge zu freuen.
Manchmal denke ich, dass die zunehmende Religionslosigkeit und damit das Verlernen von Demut und Bescheidenheit auch ein Grund für diesen Wandel in unsere Gesellschaft ist (das schreibe ich als überzeugter Atheist)

Viele Grüße
JoeSachse


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